Meldung vom 10. Juli 2026:
Trendwende im Atlantik?
Vergleicht man die Karten der NOAA zur Wassertemperatur vom Juni 2023 und Juni 2026 nebeneinander, erkennt man eine deutliche Abkühlung.
Im Juni 2023 herrschte in weiten Teilen des Beckens Wärme. Bis Juni 2026 hatten sich jedoch große Teile des Nordatlantiks wieder auf den Durchschnitt oder darunter abgekühlt:
Die AMO schlug um das Jahr 1995 ins Positive um. Drei Jahrzehnte später könnte die Abkühlung, die sich nun über das gesamte Becken ausbreitet, die erste Phase einer Rückkehr in den negativen Bereich sein.
Ein negativer AMO würde einen kühleren Nordatlantik, kühlere Bedingungen in Europa und anderen Teilen der nördlichen Hemisphäre, ungünstigere Bedingungen für große Atlantik-Hurrikane, veränderte Niederschlagsmuster und eine stärkere Erhaltung des arktischen Meereises begünstigen.
Die Umkehr ist noch nicht bestätigt. Es wird Jahre dauern, bis wir Gewissheit haben. Doch der Hitzegipfel des Atlantiks im Jahr 2023 ist eindeutig vorbei.
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Meldung vom 11. Juli 2026:
Geologische Prozesse gleichen die CO₂-Freisetzungen durch schmelzenden Permafrost aus
Ein Großteil des von Klimamodellen vorhergesagten Temperaturanstiegs ist keine direkte Reaktion auf steigende Treibhausgasemissionen, sondern geht vielmehr auf Sekundäreffekte oder Rückkopplungs-Prozesse zurück, von denen Klimamodelle annehmen, dass sie bei steigenden Temperaturen auftreten werden. Zu diesen Rückkopplungs-Prozessen oder Folgewirkungen, von denen viele, wenn nicht sogar alle Klimamodelle ausgehen, gehört das Auftauen des Permafrosts in der Arktis, wodurch den Modellen zufolge gespeichertes Methan und Kohlendioxid freigesetzt wird, unter anderem aus Flüssen, in die das Schmelzwasser fließt.
Jüngste in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte Forschungsergebnisse legen nahe, dass alle in Klimamodellen modellierten sekundären Emissionseffekte des Permafrostschmelzens neu berechnet werden müssen, um einem neu entdeckten mildernden Effekt Rechnung zu tragen.
Die Forschung eines internationalen Teams aus 14 Wissenschaftlern von Universitäten und Forschungsinstituten aus sieben Ländern ergab, dass die mit der Erwärmung zunehmende Gesteinsverwitterung die Menge an CO₂ reduziert, die unter sich erwärmenden Klimabedingungen freigesetzt wird.
Die Forscher nutzten geochemische Modellierung, „um abzuleiten, wie sich das Auftauen des Permafrosts über Jahrzehnte bis Jahrhunderte hinweg auf die Bio-Geochemie der Flüsse auf dem Qinghai-Tibet-Plateau auswirken könnte. Im Allgemeinen deutet ihre Analyse des Untersuchungsgebiets darauf hin, dass die Gesteinsverwitterung die von Flüssen freigesetzte CO₂-Menge um etwa 35 Prozent reduziert, wobei es je nach Einzugsgebiet Schwankungen gibt.
„Wir haben festgestellt, dass die CO₂-Emissionen der Flüsse zurückgehen, während die Kohlenstoffaufnahme durch Gesteinsverwitterung zunimmt, wenn die Permafrostdecke abnimmt“, erklärte Liwei Zhang, Biogeochemiker an der East China Normal University und Mitautor der Studie, gegenüber Science Direct. „In einigen Einzugsgebieten, in denen der Permafrost lückenhafter geworden ist, war die durch Verwitterung bedingte Kohlenstoffaufnahme groß genug, um die CO₂-Emissionen der Flüsse auszugleichen oder sogar zu übersteigen.“
Diese Verringerung oder Kompensation der modellierten Kohlendioxidemissionen aus Flüssen als Reaktion auf die Gesteinsverwitterung wird in Klimamodellen nicht berücksichtigt. Sollten die Schlussfolgerungen der Studie zutreffen, ist es von entscheidender Bedeutung, diesen negativen Sekundäreffekt zu berücksichtigen.
„Daher könnten Kohlenstoffflüsse aus chemischer Verwitterung mit fortschreitendem Permafrosttauen zunehmend an Bedeutung gewinnen und möglicherweise sogar die CO₂-Emissionen der Flüsse übersteigen“, heißt es in dem Artikel. „Unsere Ergebnisse entwirren das Zusammenspiel zwischen biologischen und geologischen Kohlenstoffflüssen, die für die Kryosphäre und den globalen Kohlenstoffkreislauf von Bedeutung sind.“
Quellen: Science Daily; Nature
Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-584-they-knew-impossible-climate-model-scenario-widely-used-despite-known-flaws/, dritte Meldung (frei zugänglich)
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Meldung vom 15. Juli 2026:
Fällt in der Inneren Arktis in diesem Jahr der Sommer aus?
Ein Blick auf die Innere Arktis: Die Rekordkälte zeigt keine Anzeichen, nachzulassen.
Wie bereits berichtet, lagen die Temperaturen nördlich von 80° N im Juni bei durchschnittlich -2,2 °C – der kälteste Juni seit Beginn der DMI-Aufzeichnungen im Jahr 1958.
Die Kältewelle setzte Mitte Mai ein und hielt bis in die erste Julihälfte an. Die Tagestemperaturen bewegten sich um den Gefrierpunkt und lagen deutlich unter dem Mittelwert des DMI für den Zeitraum 1958–2002.
Die besonders kalten Sommer in der Zeitreihe sind 2013 und 2014 (unten), als die Temperaturen den langfristigen saisonalen Mittelwert größtenteils nicht erreichten. Bislang übertrifft das Jahr 2026 (oben) diese Sommer jedoch bei weitem, da die Temperaturen immer noch nicht einmal über den Gefrierpunkt steigen.
Laut Modellen soll das auch vorerst so bleiben.
Die jüngsten erweiterten Ensemble-Prognosen des ECMWF sagen bis zum 28. August – also praktisch für den Rest der Schmelzsaison in der Hocharktis – unterdurchschnittliche Temperaturen in weiten Teilen der zentralen Arktis voraus.
Kaltluft allein bestimmt zwar nicht den Meereisverlust – auch Winde und Meeresströmungen spielen eine Rolle –, doch Temperaturen um den Gefrierpunkt schränken offensichtlich die für das Abschmelzen der Oberfläche verfügbare Wärme ein.
Der Juni 2026 hat bereits Einzug in die Rekordbücher gehalten. Sollte sich die Vorhersage bestätigen, könnte die Hocharktis nun vor einem noch selteneren Ereignis stehen: einem Jahr ohne Sommer!
[Hervorhebung im Original]
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE


















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