von Uli Weber

Rekapitulieren Sie einmal die Einschränkungen der bürgerlichen Freiheiten in der Coronazeit. Und jetzt stellen Sie Sich vor, Corona ist plötzlich weg – und Lockdowns und Impferei gehen fröhlich weiter. – Undenkbar? – Aber ist Ihnen denn nicht aufgefallen, dass die Rücknahme des IPCC-Höllen­sze­narios RCP 8,5 von den Klimarealisten gefeiert und von den Klimagläubigen ignoriert wird? Und wenn Sie noch genauer hinschauen stellen Sie fest, dass der Klimaheilige St. Treibhaus nicht etwa von den Adepten des Klimawahns verteidigt wird, sondern ebenfalls von den Klimarealisten. Die menschengemachte CO2-Treibhauskirche hat offensichtlich ihr intellektuelles Endstadium erreicht und ist auch bei entwarnenden Informationen ihres IPCC-Vatikans nicht mehr veränderungs­fähig – und keine Appeasement-Haltung der Klimarealisten wird daran irgendetwas ändern.

Der erste populärwissenschaftliche Artikel über mein hemisphärisches Konvektionsmodell ist im Januar 2017 auf Tichys Einblick erschienen (gleich darauf auch hier auf EIKE) und war im Wesentlichen im Konjunktiv formuliert. Dieser Artikel verschwand bei Tichy zunächst genauso schnell wieder, wie er veröffentlicht worden war, und wurde dort zunächst durch einen Verriss von einem Doktor Heller ersetzt, in dem es heißt, Zitat:

Man kann eine Menge falsch machen, wenn man versucht, den Treibhauseffekt zu widerlegen. Zu einer ungeeigneten Wahl der Systemgrenzen treten die Vertauschung von Ursache und Wirkung, die Fokussierung auf irrelevante Details und das fehlende Verständnis physikalischer Gesetze als häufigste Irrtümer. Uli Weber führt uns hier bei Tichys Einblick gleich alle davon vor. Wo soll man da anfangen mit der Richtigstellung, wie auch den Lesern die wirklichen Zusammenhänge erläutern, die nicht über eine naturwissenschaftliche oder technische Ausbildung verfügen?

[…..]

Und Klimaschutz ergibt nur dann wirklich Sinn, wenn es keine natürlichen, vom Menschen nicht kontrollierbare Faktoren gibt, die auf den gleichen Zeitskalen dieselben Wirkungen zeigen wie eine Erhöhung der Treibhausgaskonzentration. Es gilt, solche Hypothesen zu hinterfragen und kritisch zu beleuchten. Den Treibhauseffekt zu bezweifeln, stärkt hingegen die Argumentation der „Klimaschützer“, weil man ihnen hinsichtlich der perfiden Gleichsetzung von Treibhauseffekt und Klimakatastrophe implizit zustimmt.“

Dabei ging es ursprünglich lediglich um die Fehlanwendung des Stefan-Boltzmann-Gesetzes bei der sogenannten „natürlichen Temperatur“ unserer Erde: In einer T^4-Beziehung zwischen Tempe­ratur und Strahlungsleistung, wie im S-B-Gesetz und seiner Inversion, kommt hinten ganz genau das zugehörige T^4-Ergebnis aus der nackten Eingangsgröße heraus. Wir können eine solche Eingangs­größe beliebig ermitteln und dessen T^4-Ergebnis beliebig benennen, aber es bleiben am Ende lediglich zwei Zahlen mit ihren zugehörigen physikalischen Einheiten übrig, die exakt dieser konkre­ten T^4-Beziehung gehorchen – aber nicht, wenn sich Ein- und Ausgangswert jeweils als Durchschnitt aus mehreren solcher T^4-Wertepaare herleiten. Nehmen wir mal ein konkretes Bei­spiel für eine Stefan-Boltzmann-Inversion. Ein Körper mit einer Temperatur von 15°C strahlt mit 390 Watt pro Quadratmeter. Die Abstrahlungsleistung eines Körpers bei 0 Kelvin wäre null. Der Mittel­wert aus beiden Strahlungsleistungen ergibt sich zu 195 W/m² und der Mittelwert der Temperaturen beträgt 144 Kelvin oder (-129°C). Das arithmetische Mittel der genannten Wertepaare ergibt also sowohl für die X-Achse als auch für die Y-Achse eine Halbierung der jeweiligen Differenz. Dazwischen ist die T^4-Kurve des S-B-Gesetzes jedoch gekrümmt und folgt diesem linearen Zusammenhang nicht:

Abbildung 1: Vergleich zwischen der S-B-Funktion und einem Mittelwert aus zwei Wertepaaren

Der rechnerische Mittelwert aus den beiden Wertepaaren (390W/m²/288K) und (0W/m²/0K) ergibt also (195W/m²/144K). Eine Wurzel4-S-B-Inversion für eine Strahlungsleistung von 195W/m² ergibt nun aber eine Temperatur von 242 Kelvin oder (-30,98°C). Und das S-B-Gesetz ergibt für 144 Kelvin ein Strahlungsäquivalent von lediglich 25 W/m². Irgendwelche vorlaufenden mathematischen Operationen zur Mittelwertbestimmung für die jeweilige Eingangs­größe haben weder Einfluss auf das entsprechende Ergebnis, noch wird deren Entstehungsgeschichte mittels der zugrunde liegende T^4-Funktion an dieses Ergebnis weitergereicht – sie liegen einfach nicht auf der T^4-Kurve des S-B-Gesetzes und haben überhaupt nichts damit zu tun.

Anmerkung: Dieses Beispiel ist symptomatisch für die herkömmliche Faktor4-Inversion zur Ermittlung der „natürlichen“ Globaltemperatur unserer Erde. Denn die Durchschnittsbildung ist ein linearer Prozess, der erst nach Anwendung einer nicht linearen Funktion wie dem T^4-SB-Gesetz oder seiner Inversion durchgeführt werden darf. Beim Faktor4-Ansatz wird aber aus einem Tag+Nacht-Durchschnitt der Sonneneinstrahlung von 235 W/m² eine Temperatur von 255 Kelvin oder (-18°C) ermittelt. Dagegen ergibt sich für die Tagseite bei zenitalem Sonnenstand auf dem Äquator aus der S-B-Inversion der Sonneneinstrahlung eine Durchschnittstemperatur von 288 Kelvin (15°C), während eine 4.Wurzel-S-B-Inversion für die solare Einstrahlung auf der Nachtseite 0 Kelvin (-273°C) ergibt. Das Beispiel in Abbildung 1 spiegelt exakt diese Situation wider. Und das Ergebnis von 144 Kelvin entspricht nicht zufällig der globalen Lösung von Gerlich und Tscheuschner (2009) in ihrem Widerspruchsbeweis gegen den sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“.

Halten wir also fest: Die S-B-Inversion muss zunächst auf die originären Strahlungswerte angewendet werden. Erst aus den resultierenden S-B-Temperaturäquivalenten heraus kann dann eine Durchschnittsbildung erfolgen. Die globale Mittelung der solaren Einstrahlung als Grundlage für die S-B-Inversion ist dagegen physikalisch falsch. Auch hier in diesem Artikel wird übrigens wieder mit Durchschnitts­werten argumentiert, weil die Missionare der Klimareligion die menschen­gemachte Klimahysterie nun mal auf ebensolche Durchschnittswerte aufbauen. Für die physikalisch vorgebildeten Leser sei an dieser Stelle auf meine EIKE-Artikel zur hemisphärischen Temperatur­berechnung, zur Umgebungstemperatur und zur Vektorrichtung von Ein- und Abstrahlung verwiesen.

Es ist gar nicht mal so einfach, dem interessierten Leser die Kritik an der medial transportierten THE-Dreieinigkeit mit den zugrunde liegenden statischen Kennzahlen (-18°C – 33K – +15°C) des Klimaaberglaubens sinnstiftend aufzudröseln, die auf einem Faktor4-Bruchteil der tatsächlichen solaren Einstrahlung beruhen:

  • Die sogenannte „natürliche“ Temperatur unserer Erde von (-18°C) basiert auf einem Viertel der solaren Einstrahlung und damit auf einem Tag&Nacht-Einheitsgrau, das beispielsweise auch als Randbedingung in die vereinfachte Lösung der Strahlungstransportgleichung eingeht.
  • Die gemessene globale Durchschnittstemperatur (GMST) von +15°C ist eine willkürlich ermittelte planetare Kennzahl, die seit mehr als einem Jahrhundert auf einer sich ständig ändernden Datengrundlage durch wissenschaftliche Veröffentlichungen geistert und dabei unverändert geblieben ist (Auflistung hier). Sie wurde inzwischen aber zur publikumswirksamen Drohkulisse klimareligiöser Missionsarbeit aufgebaut und wird nun mittels aktueller Temperaturdifferenzen gegenüber irgendeinem „Referenzzeitraum“ kontinuierlich an den Klimawahn angepasst.
  • Der „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ (THE) von 33 Kelvin stellt im Klimaaberglauben die direkte Verbindung zwischen der „natürlichen“ Temperatur (-18°C) einer einheitsgrauen Flacherde und der gemessenen (+15°C) Durchschnittstemperatur auf der realen Erde her.

Der EIKE-Blog stellt eine Gegenöffentlichkeit zum CO2-Klimaalarm des medialen Mainstreams dar, insbesondere auch für Wissenshungrige ohne tiefere MINT-Kenntnisse. Und vor diesem Hintergrund verstehe ich die sophistischen Aussagen in der Kommentar­funktion über plakative Argumentations­ketten in den veröffentlich­ten Artikel als vorsätzliche Verwirrung eben dieser Leserschaft. Dabei ist die betreffende Goldwaagen-Fraktion nicht sonderlich zimperlich, wenn es um das eigene THE-Glaubensbekenntnis geht. So wird beispielsweise das Faktor4-Paradigma argumentativ gestützt, indem die betreffenden Daten unmittelbar „aus“ Satellitenmessungen stammen sollen, Zitat:

Die 340 W/m2 stammen aus der Solarmessung oberhalb der Atmosphäre, die 240 W/m2 aus der von CERES gemessenen Reflexion und Abstrahlung der Erde.“

Also irgendwie entspricht die räumliche Vorstellung hinter dieser Aussage nicht den geometrischen Gegebenheiten für eine Satellitenmessung oberhalb der Erdatmosphäre:

Die Satelliten messen angeblich nur 340 W/m², aber die Astronauten erwarten dort 1.367 W/m².

Denn die Anzüge von Astronauten, die manchmal da oben herumturnen müssen, sind für eine Maximal­temperatur von 250 Grad Fahrenheit (121 °C) ausgelegt, und das ist ja wohl auch besser so, alsoschaunmermalgenauerhin:

  • Auf der Tagseite müsste dieser Satellit in etwa die Solarkonstante messen, ggf. reduziert mit dem Cosinus des Winkels zwischen dem örtlichen Sonnenzenit und der Normalen seiner Sensorebene.
  • Wenn der Satellit von der Tagseite auf die Nachtseite wechselt, also vom scheinbaren Umkehrpunkt am äußeren Rand der Erdprojektion wieder zur Mittelpunktsachse Sonne-Erde hin, reduziert sich zunächst der gemessene Solarwert aufgrund eines immer längeren Weges der Sonnenstrahlung durch die Atmosphäre, bis der Satellit schließlich in den Erdschatten eintritt.
  • Und auf der Nachtseite befindet sich der Satellit dann voll im Erdschatten und misst keinerlei Sonnenstrahlung mehr.

Die vorgeblichen 340 W/m² stammen also keinesfalls aus der direkten Solarmessung eines Satelliten oberhalb der Atmosphäre, sondern sind eindeutig menschengemacht, weil dieser Wert voll dem Faktor4-THE-Ansatz gehorcht, den ein Satellit dort gar nicht messen kann. Informieren wir uns also mal bei der GOOGLE-KI über die elementaren Zusammenhänge.

FRAGE an die GOOGLE-KI: Warum wird der Treibhauseffekt aus einem Viertel der Solarkonstanten hergeleitet und warum ist das falsch?

Antwort der GOOGLE-KI: „Der Treibhauseffekt wird in einfachen globalen Energiebilanzmodellen mit einem Viertel der Solarkonstanten So/4 hergeleitet, weil diese Modifikationen die solare Einstrahlung von einer flachen Kreisscheibe auf die vierfach größere Oberfläche der rotierenden Erdkugel verteilen. Diese Annahme ist physikalisch falsch bzw. unvollständig, weil sie die Erde als perfekte, homogen erwärmte Kugel ohne Tag-Nacht-Wechsel behandelt, wodurch die nichtlineare Natur der thermischen Abstrahlung vernachlässigt wird. [1]

Warum dieser Ansatz physikalisch falsch ist

Obwohl dieses Null-Dimensionale-Modell eine nützliche Abschätzung für die globale Mitteltemperatur liefert (ca. -18°C ohne Atmosphäre), ist es als exakte physikalische Beschreibung aus drei Hauptgründen falsch:

Das Stefan-Boltzmann-Gesetz ist nichtlinear

Die thermische Abstrahlung eines Körpers hängt laut dem Stefan-Boltzmann-Gesetz von der vierten Potenz der Temperatur ab (S ≈ T^4). [1, 2]

  • In der Realität ist die Tagseite der Erde sehr heiß und strahlt überproportional viel Energie ab.
  • Die Nachtseite ist kalt und strahlt sehr wenig ab.
  • Bildet man zuerst den Mittelwert der Einstrahlung (So / 4) und berechnet daraus die Temperatur, erhält man ein anderes (falsches) Ergebnis, als wenn man die echten, lokalen Temperaturen berechnet und deren Abstrahlung mittelt. Mathematisch gilt: ≠ ()^4

Ignorieren von Tag, Nacht und Geometrie

Das Modell tut so, als würde die Sonne überall auf der Erde gleichzeitig scheinen – Tag und Nacht mit reduzierter Kraft von etwa 342 W/m^2. In Wirklichkeit steht die Sonne mittags am Äquator senkrecht und liefert fast die volle Solarkonstante So ≈ 1361 W/m^2, während die Pole flach getroffen werden und auf der Nachtseite völlige Dunkelheit herrscht. [1]

Es ist also eher unwahrscheinlich, dass wissenschaftliche Satellitenmessungen ein solches Null-dimensionales Flacherde-Modell von 340 W/m2 solarer Einstrahlung und 240 W/m2 terrestrischer Abstrahlung auf Basis der oben zitierten Faktor4-Grundlage bestätigen. Naja, ich bedanke mich jedenfalls für die KI-Blumen – und die Reklame für mein hemisphärisches Konvektionsmodell!

Nach dem klimareligiösen Treibhaus-Paradigma erwärmt die Sonne unsere Erde auf (-18°C). Die Differenz zur gemessenen globalen Durchschnittstemperatur GMST von 33K wird dann vorgeblich von sogenannten Treibhausgasen erzeugt. Und der anthropogene Treibhauseffekt AGW aus der menschlichen Nutzung von fossilen Energieträgern ist dann der eigentliche Beelzebub der CO2-Klimakirche. Wie Sie sehen, gibt’s hier gar nichts zu sehen, denn alle diese Werte sind laut medialer Verkündung auf der gesamten Erde konstant – in den Tropen, am Polartag, in der Polarnacht – und auch überall sonst. Man hat es also geschafft, Ihnen die statische Dreieinigkeit der Klimakirche

[Erdtemperatur -18°C] + [Treibhauseffekt 33 K] = [Durchschnittstemperatur +15°C]

als fossile Erbsünde des Menschen zu verkaufen, wie die nachfolgende Abbildung verdeutlicht:

Abbildung 2: Vergleich zwischen den konstanten terrestrischen Durchschnittstemperaturen (-18°C) und (+15°C) der Klimakirche mit dem resultierenden „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ von (33K) sowie der durchschnittlichen gemessenen örtlichen Jahrestemperatur aus dem Jahr 2002

Örtliches Temperaturmittel (ÖTM2002): Annual Average Temperature Map by Robert A. Rohde for Global Warming Art, Quelle: Wikimedia Commons – Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wenn wir die drei Temperaturgrafiken (-18°C), (+15°C) und (ÖTM2002) analysieren, dann stellen wir fest, dass sich (ÖTM2002) aus keiner Kombination von (-18°C), (THE) und (+15°C) rekonstruieren lässt:

„Natürliche“ Erdtemperatur = -18°C: Diese Berechnung leitet sich aus der Gleichsetzung der Strahlungsflüsse (ΦSonne = ΦErde) her und besitzt keinerlei terrestrischen Ortsbezug.

Treibhauseffekt = 33 K: Es existiert weder eine Formel für die lokale Größe des THE noch eine konkrete wissenschaftstheoretische Ableitung über dessen räumliche und zeitliche Verteilung.

Gemessene globale Durchschnittstemperatur = +15°C: Die GMST ist durch eine flächennormierte Mittelung der örtlichen Durchschnittstemperaturen entstanden und kann vom Endergebnis her nicht mehr auf die zugrunde liegenden Individualwerte (ÖTM2002) zurückgeführt werden, weil diese individuellen Temperaturen und Ortslagen durch die Flächennormierung verloren gegangen sind.

ERGO: Einer der beiden Werte (-18°C) oder (THE=33K) muss trotz seiner vorgeblichen Konstanz eine implizite Varianz besitzen, und das kann allein der THE sein. Denn die „natürliche“ Erdtemperatur (-18°C) wird lediglich aus einer planetaren Beziehung abgeleitet; und zwischen der GMST (15°C) und der tatsächlich gemessenen örtlichen Durchschnitts­temperatur (ÖTM2002) besteht nachgewiesener­maßen keine bijektive physikalische Beziehung. Es bleibt also lediglich der sogenannte Treibhauseffekt übrig, um eine Verbindung zwischen der „natürlichen“ Temperatur der Erde und den gemittelten gemessenen Individualwerten (ÖTM2002) herzustellen. Also fragte der Autor den paraintelligenten Schachcomputer nach einer solchen globalen Karte, was auch problemlos klappte. Auf die Frage nach dem Urheber der nachstehenden Karte antwortete die GOOGLE-KI:

Der Urheber dieser spezifischen Karte bin ich, diese KI. Ich habe die Karte soeben mithilfe des integrierten Python-Tools direkt für dich generiert.

Die mathematische und physikalische Grundlage, mit der ich die Grafik gefüttert habe, stammt jedoch aus den öffentlich zugänglichen Klimadatensätzen der großen Raumfahrtbehörden. Die exakten geografischen Muster und Werte spiegeln die realen Messdaten des NASA CERES-Satellitenprojekts (Clouds and the Earth’s Radiant Energy System) und der europäischen ERA5-Klimareanalysen des ECMWF (Kopernikus-Dienst) wider.“

Abbildung 3: KI-generierte Karte für die globale Verteilung der atmosphärischen Gegenstrahlung (GGS) am Boden als Maß für den „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ nach Datensätzen des NASA CERES-Satellitenprojekts und ERA5-Klimareanalysen

Und – tatatataaa – es erscheint schon mal ein erster WIDERSPRUCH 1: Gehen wir in einer Minimumbetrachtung für den solaren Grundwert in den Tropen einmal von der angeblich „natürlichen“ Temperatur der Erde von -18°C aus, entsprechend einem S-B-Strahlungsäquivalent von 240 W/m². Die den THE erzeugende „Gegenstrahlung“ beträgt dort in der Spitze 416 W/m², was für sich allein schon mal ein S-B-Temperaturäquivalent von knapp 20°C ergeben würde. In Summe erhalten wir für die Tropen dann eine Einstrahlung von 656 W/m² mit einem S-B Temperaturäquivalent von 55°C. Und das liegt wiederum etwa 25K über der dort gemessenen mittleren Durchschnittstemperatur. Für eine Reduzierung auf den gemessenen Mittelwert müsste das äquatoriale Temperaturäquivalent folglich die Hälfte der betrachteten Zeit (24h-Tag, Woche, Monat oder Jahr) bei etwa 5°C liegen – aber das kommt in den Tropen nun mal höchst selten vor…

Aber weiter im Takt, denn wir haben jetzt ausreichend Daten für eine MiniMax-Abschätzung:

Aus den Temperaturen der ÖTM2002 ergeben sich folgende S-B-Strahlungsäquivalente:

MIN = -50°C ≅ 140 W/m² und MAX = 30°C ≅ 480 W/m²

Und aus der KI-Karte der Gegenstrahlung (GGS) in Abbildung 3:

MIN = 236 W/m² und MAX = 416 W/m²

Wenn wir jetzt Werte für die jeweiligen Extrema der spezifischen Strahlungsleistungen von GGS und ÖTM2002 in Beziehung setzen, erhalten wir nicht etwa sinnstiftende Erkenntnisse über die räumliche Verteilung der „natürlichen“ Temperatur der Erde, sondern drei weitere WIDERSPRÜCHE.

WIDERSPRUCH 2 für die MIN-Differenz (Min aus der ÖTM2002 – Min Gegenstrahlung):

Die MIN-Differenz der Strahlungsleistungen beträgt -96 W/m² und damit wäre die minimale Gegenstrahlung im polaren Bereich wesentlich größer als das örtliche S-B-Strahlungs­äquivalent aus der Ortstemperatur.

WIDERSPRUCH 3 für die MAX-Differenz (Max aus der ÖTM2002 – Max Gegenstrahlung):

Die MAX-Differenz beträgt 64 W/m² und damit wäre die maximale Gegenstrahlung im äquatorialen Bereich kaum kleiner als das örtliche S-B-Strahlungsäquivalent aus der Ortstemperatur.

WIDERSPRUCH 4 für die MAX-Summe (Max aus der ÖTM2002 + Max Gegenstrahlung):

Die MAX-Summe von 896 W/m² mit einem S-B-Temperatur­äquivalent von 81°C kommt sehr verdächtig in die Nähe der maximal temperaturwirksamen Solarkonstanten So(1-Albedo) mit 940 W/m² und einem S-B-T von 86°C und übersteigt die gemessene Durchschnittstemperatur in den Tropen um mehr als 50 Kelvin.

Anmerkung: Auch wenn es sich hierbei um Durchschnittswerte über größere Zeitintervalle handelt, ist aus dieser MiniMax-Abschätzung heraus keinerlei Bezug zur „natürlichen“ Temperatur unserer Erde von (-18°C) und dem sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ von 33K ableitbar. Und wenn wir uns bei der nachstehenden Abbildung 4 die „Gegenstrahlungspfeile“ als Energietransport von und zu den ozeanischen Wärmespeichern vorstellen sowie den Transport über Land durch die atmosphärische Strömungen, landen wir ganz zwanglos beim Prinzip des hemisphärischen Konvektionsmodells. Wir können uns das ganze Dilemma also noch einmal ganz genau beim Nachfolger von KT97 anschauen, nämlich bei Trenberth et al. (2008):

Abbildung 4: Ausschnitt aus Abb.1 von Trenberth et al. (2008) mit der terrestrischen Abstrahlung aus dem globalen gemittelten Energiebudget der Erde von 3/2000 bis 5/2004 in W/m²

Wir stellen fest:

  • Die mittlere Gegenstrahlung in der KI-Abbildung 3 passt größenordnungsmäßig zu den Angaben von Trenberth et al. (2008) aus Abbildung 4.
  • Die „natürliche“ Temperatur unserer Erde von (-18°C) lässt sich weder allein aus der KI-Abbildung 3 oder den Angaben von Trenberth et al. (2008) in Abbildung 4 herleiten, noch aus einer Kombination dieser beiden.
  • Sowohl das Mittel aus der KI-Abbildung 3 als auch die Angaben von Trenberth et al. (2008) aus Abbildung 4 für die „Gegenstrahlung“ als Ursache des sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffektes“ sind etwa doppelt so groß, wie es das S-B-Strahlungsäquivalent von etwa 150 W/m² für die Differenz zwischen „natürlicher“ und gemessener Durchschnittstemperatur von 33K erfordern würde.

Ergebnis: Die Dreieinigkeit der Klimareligion von (-18°C + 33K = +15°C) lässt sich aus tatsächlich gemessenen Werten gar nicht herleiten. Die klimareligiöse Herleitung des CO2-Klimawahns erfordert vielmehr statische Durchschnittswerte auf Basis einer Mittelung der solaren Einstrahlung über die Gesamtfläche unserer Erde, und damit zwangsläufig über Tag und Nacht. Aber ganz egal, wie die Eingangswerte für eine Stefan-Boltzmann-Inversion entstanden sein mögen, die jeweiligen Ergebniswerte spiegeln exakt diese T^4-Beziehung für den jeweiligen Eingangswert ohne dessen Vorgeschichte wider. Und die Ergebniswerte übernehmen diese Vorgeschichte auch nicht. Es ist vielmehr so, dass einem ganz konkreten Eingangswert über diese T^4-Beziehung auch ganz genau ein einziger konkreter Ergebniswert gegenübersteht – und keiner von beiden kann eine Bezeichnung als Durchschnittswert in diese Beziehung mitnehmen oder als Ergebnis einen solchen Durchschnittswert repräsentieren. Die statische Betrachtung der terrestrischen Klimagenese mit solchen Durchschnitts­werten ist also ein ganz großer physikalischer Schwindel zwecks Erzeugung von reumütigen MINT-fernen CO2-Ablaßschuldnern.

Fazit: Das vom Klimavatikan IPCC zurückgezogene Höllenfeuer-Szenario RCP 8,5 scheint offenbar lediglich die Spitze des medialen Horror-Eisbergs gewesen zu sein. Denn die im medial befeuerten CO2-Klimawahn hochgepuschte Größenordnung der infraroten „CO2-Gegenstrahlung“ am Erdboden wird der CO2-steuerpflichtigen Allgemeinheit immer noch als ein Vielfaches des S-B-Strahlungs­äquivalents der Ortstemperatur verkauft. Und je größer diese „CO2-Gegenstrahlung“ ist, umso größer wird dann auch ein prozentualer Anstieg derselben – und der CO2-Klimawahn selbst – und die öffentliche Aufmerksamkeit für diesen CO2-Klimawahn – und die bereitgestellten Finanzmittel für diesen CO2-Klimawahn – und die Machtposition der Priester dieses CO2-Klimawahns – und die klimagläubige Bereitschaft zur Zahlung eines CO2-Ablasses für die Errettung der Welt von diesem CO2-Klimawahn – und damit auch das Einkommen der missionarischen Profiteure dieses CO2-Klimawahns.

Eine Mehrheit der Klima­realisten bestätigt diesen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ und versucht als sogenannte „Lukewarmer“ krampfhaft, sich mit der beruhigenden Aussage öffentliches Gehör zu verschaffen, dass die im CO2-Klimawahn medial­politisch verbreiteten Schrecken des „Klimagases Kohlenstoffdioxid“ maßlos übertrieben seien. Aber in diesen MINT-fernen Zeiten reicht halt allein schon eine Bestätigung der THE-Existenz für den Erhalt dieses Klimaaberglaubens aus, denn die entwarnende Argumentation der Lukewarmer kann oder will sich kein MINT-ferner CO2-Ablaßzahler jemals freiwillig selbst erarbeiten. Die Rücknahme des Höllenfeuer-Szenarios RCP 8,5 durch den Klimavatikan IPCC geht ja schließlich auch nicht in unsere langfristige politische Zukunftsplanung ein, obwohl sich die Zukunftskosten für unsere Kinder und Enkel dadurch immerhin schon mal halbieren würden…

PS: Inzwischen wurden hier auf dem EIKE-Blog mehr als 60 Artikel veröffentlicht, in denen ich mein hemisphärisches Konvektionsmodell erklärt und weiterentwickelt habe. Am Ende dieser Entwicklung steht eine begutachtete wissenschaftliche Veröffentlichung über dieses hemisphärische Modell. Eine Auswahl von 30 meiner EIKE-Artikel hatte ich in dem Buch „Mein Beitrag zur nächsten Bücherverbrennung: Es gibt keinen atmosphärischen Treibhauseffektzusammengefasst.

Bei BoD ist eine Leseprobe dieses Buches freigeschaltet, in der auch das Inhaltsverzeichnis enthalten ist. Die dort aufgeführten Kapitel – außer Vor- und Nachspann – sind im EIKE-Archiv als eigenständige Artikel unter den jeweiligen Überschriften auffindbar.

 

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