Schlagwort: Blackout

Anatomie eines Blackouts

von Hans Hofmann-Reinecke

Vor zwei Wochen wurde Texas von winterlichen Unwettern heimgesucht, welche die Stromversorgung lahmlegten. Ein großer Teil des Staates war daraufhin ohne Elektrizität. Könnte so etwas auch bei uns passieren? Immerhin hat ja Deutschland viel gemeinsam mit Texas: viele Windmühlen. Ich schlage vor, wir schauen uns das mal an.

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BLACKOUT – kleines Handbuch zum Umgang mit einer wachsenden Gefahr – Folge 7

Wulf Bennert
6.10.3 Benzin oder Diesel?

Mit Benzin betriebene Notstromaggregate kosten deutlich weniger als Dieselaggregate gleicher Leistung. Doch mit ihrem Kraftstoff darf man sich höchstens in einer Menge von 20 Litern in der Garage oder im Keller bevorraten. Bei Diesel sind es 200 Liter. Außerdem ist auch der Kraftstoffverbrauch pro erzeugter elektrischer Kilowattstunde beim Benzin-Aggregat merklich höher als bei einem Dieselgenerator – ein 20 Liter-Kanister ist daher recht schnell leer.

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BLACKOUT – kleines Handbuch zum Umgang mit einer wachsenden Gefahr – Folge 6

Wulf Bennert
6.7 Licht im Dunkeln

Was tun, wenn plötzlich in der Wohnung alle Lampen erlöschen? Irgendwo wird sich sicher eine Taschenlampe finden lassen, doch diese deckt keinesfalls den Bedarf an Beleuchtung und brennt außerdem – ob aufladbar oder mit Batterie – nur wenige Stunden. Danach sind Alternativen gefragt. Als erste bietet sich die Kerze an, wie sie von den Römern schon im zweiten Jahrhundert in der Variante der Bienenwachskerze erfunden wurde und bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die einzige Lichtquelle innerhalb von Gebäuden war.

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BLACKOUT – kleines Handbuch zum Umgang mit einer wachsenden Gefahr – Folge 5

Wulf Bennert
5. Schwarze Schwäne und die Truthahnillusion

In der Broschüre des BBK /2/ wird gleich zu Anfang anhand der in Bild 9 wiedergegebenen Grafik erläutert, dass Deutschlands Stromversorgung europaweit zu den sichersten zählt. Und Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, erklärte am 22.10.2020: „Wir beobachten die niedrigsten Ausfallzeiten seit Beginn unserer Erhebungen. Die Energiewende und der steigende Anteil dezentraler Erzeugungsleistung haben weiterhin keine negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität.“ Muss man sich angesichts solcher Tatsachen überhaupt noch Gedanken um einen Blackout machen?

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BLACKOUT – kleines Handbuch zum Umgang mit einer wachsenden Gefahr – Folge 4

Wulf Bennert
4.7 Defizitäre Stromerzeugung …

Doch weder eine Verdopplung, noch irgendeine Vervielfachung der Stromerzeugung aus stochastischen Quellen kann die zukünftige Energieversorgung wirklich kontinuierlich sichern, weil eine realistische Lösung des Speicherproblems nicht in Sicht ist /15/. Immer wieder gibt es Dunkelflauten, in denen die konventionellen Kraftwerke fast 90 Prozent des Energiebedarfs decken müssen; in Bild 9 ist ein reales Beispiel dargestellt:

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BLACKOUT – kleines Handbuch zum Umgang mit einer wachsenden Gefahr – Folge 3

Wulf Bennert
4.3 Extreme Wetterereignisse

In einem Beitrag vom 28.11.2005 mit dem Titel „25.000 Menschen droht vierte Nacht ohne Strom“ bezeichnet DER SPIEGEL den Blackout vom 1. Adventswochende des Jahres 2005 im Münsterland als „größten Stromausfall der deutschen Nachkriegsgeschichte“. Mit der Vergabe dieses Superlativs irrte das Blatt, doch der vom „Münsterländer Schneechaos“ verursachte Stromausfall betraf rund 250.000 Menschen, von denen einige auch nach vier Tagen noch nicht wieder an das Netz angeschlossen waren. Am 25. November waren bis zu 50 cm nasser Schnee gefallen, der nach ein paar Stunden Freileitungen und Strommasten mit einer bis zu 15 Zentimeter dicken Eisschicht ummantelt hatte. Bei starkem Wind knickten dann 82 Hochspannungsmasten ein, und an zahllosen Stellen zerrissen die Leitungen:

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BLACKOUT – kleines Handbuch zum Umgang mit einer wachsenden Gefahr – Folge 2

Teil 2 von 7
Wulf Bennert
3. Das Szenario eines Blackouts

Dass ein großflächiger Stromausfall praktisch auf einen Schlag jegliche Aktivität in der Industrie unterbricht, versteht sich von selbst. Doch vom Ausfall sind auch alle Kritischen Infrastrukturen betroffen, deren Betreiber die für die Versorgung der Bevölkerung zwingend notwendigen Dienstleistungen erbringen. Es sind dies: Wasser und Abwasser, Informationstechnik und Telekommunikation, Verkehr und Transport, Ernährung, Gesundheit, Finanzwesen. In der offiziellen Liste zählen sich Staat und Verwaltung dazu; außerdem sind noch Medien und Kultur benannt.

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