Cap Allon
Der Boulder-Clay-Gletscher im nördlichen Victoria-Land in der Antarktis ist heute dauerhaft schneebedeckt. Einer Studie aus dem Jahr 2025 zufolge sind unter den derzeitigen Bedingungen keine Anzeichen für Schmelzwasser an seiner Oberfläche zu finden. Im Inneren des Gletschers wurden jedoch Hinweise darauf gefunden, dass dort einst Wasser geflossen sein muss.
Mit Hilfe von Bodenradar wurde eine vergrabene Erosionsfläche entdeckt, welche die inneren Schichten des Gletschers durchschneidet. Bohrungen bestätigten eine Sedimentschicht entlang dieser alten Oberfläche in einer Tiefe von 1,85 m bis 3,07 m unter dem Eis.
Die Forscher kartierten zudem einen mehr als 4 km langen, urzeitlichen Schmelzwasserkanal – ein altes Entwässerungssystem auf der Gletscheroberfläche, das heute im Eis verborgen liegt.
Moos, das tiefer im selben Gletsche gefunden wurde, etwa 11,1 m unter der Oberfläche, wurde mittels Radiokarbonmethode auf ein Alter von etwa 1.050 Jahren vor heute datiert. Anhand der lokalen Eiswachstumsraten schätzen die Forscher, dass die Erosion durch Schmelzwasser und die Sedimentation nach der Einschließung des Mooses stattfanden, höchstwahrscheinlich zwischen 831 und 1140 Jahren vor heute.
Der Zeitrahmen lässt sich weiter eingrenzen, wenn diese Gletscherdaten mit nahegelegenen Aufzeichnungen aus der gleichen Region verglichen werden.
Es ist bekannt, dass im nördlichen Victoria Land etwa zur gleichen Zeit weniger Meereis vorhanden war. Die Isotopenaufzeichnungen des TALDICE-Eiskerns zeigen Warmphasen bei 837, 906 und 989 Jahren vor heute. Der nahegelegene Edmonson-Point-Gletscher zog sich zwischen etwa 900 und 1030 Jahren vor heute zurück. Ein lokaler Frosthügel zeugt von starker sommerlicher Schmelze, gefolgt von starkem winterlichem Gefrieren zwischen etwa 790 und 1070 Jahren vor heute.
Abb. 6 aus Forte et al. vergleicht Indikatoren für die Erwärmung im nördlichen Victoria-Land während der mittelalterlichen Warmzeit. Der Rückgang des Meereises, die TALDICE-Isotopenpeaks, die Anhebung der Frosthügel, der Rückgang des Edmonson-Point-Gletschers und das Schmelzwasserereignis am Boulder-Clay-Gletscher konzentrieren sich alle auf einen Zeitraum vor etwa 1.000 Jahren.
Aufgrund dieser Überschneidung lässt sich das Ereignis eindeutig der mittelalterlichen Warmzeit (MWP) vor etwa 1.000 Jahren zuordnen. Der übliche Ausweg besteht darin, die Mittelalterliche Warmzeit als nicht existent abzutun oder sie auf eine Besonderheit der nördlichen Hemisphäre zu reduzieren. Der Boulder-Clay-Gletscher befindet sich auf dem antarktischen Festland.
In der Veröffentlichung heißt es, dass das Schmelzwasserereignis des Gletschers wahrscheinlich zwischen 900 und 989 Jahren vor heute stattfand. Es wird als „außergewöhnliche klimatische Bedingungen“ und als „gewaltiges Wärmeimpulsereignis mit erheblichen Landschaftsveränderungen in der vorindustriellen Ära“ beschrieben.
Das vorindustrielle Klima der Antarktis war nicht stabil. Es führte zu natürlichen Wärmeimpulsen, dem Abschmelzen der Gletscheroberflächen, Sedimenttransport und Landschaftsveränderungen. Die sommerliche Schmelze während des MWP war stärker als heute.
Link: https://electroverse.substack.com/p/brazil-shivers-natural-rhythms-dwarf?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
















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Warum sollten sich frühere Temperaturschwankungen in ihrer weltweiten Ausdehnung auch von der derzeitigen unterscheiden? Es ist der selbe Planet im selben Sonnensystem. Die sogenannte „Klimawissenschaft“ darf gern das Rätselraten beenden und ernsthafte Erklärungen liefern, die dann auch modellhaft abzubilden wären.
EIKE_2026-06-29_erneuter-nachweis-der-mittelalterlichen-warmzeit-in-der-antarktis
Vielen Dank für diesen sehr interessanten Beitrag.
Damit weiß man endlich, ohne spekulieren zu müssen,
was eigentlich nur logisch war.
Am Südpol wird es jetzt für die nächsten 100 Jahre wärmer, am Nordpol kälter.
Neptun braucht 164,79 Jahre für eine einzige Umrundung der Sonne.
Das ist die Länge eines kompletten Klima-Zyklus (T_ECC).
„Die Isotopenaufzeichnungen des TALDICE-Eiskerns
zeigen Warmphasen bei
837 Jahre vor heute (5 * T_ECC),
906 Jahre vor heute (5,5 * T_ECC),
989 Jahre vor heute (6 * T_ECC).
Der nahegelegene Edmonson-Point-Gletscher zog sich zwischen
etwa 900 und 1030 Jahren vor heute zurück.“
Siehe auch
https://eike-klima-energie.eu/2024/07/07/die-klima-zyklen-sind-planeten-gemacht-vorbestimmt-und-konstant/
und
ECC_1943AD_2107AD_COLD4.jpg
Enthält die Rechen-Ergebnisse für die Simulation:
Linke Spalte = (t, year).
In der NH nimmt der Energie-Fluss von
ECCE_SE_MAXA (2023/9) == 95,532 bis
ECCE_SE_MINR (2100/3) == -21,337 ab.
Ab dem Jahr 2028 == 78,668 sollte man in der NH die Abkkühlung deutlich merken.
Also nix Erderhitzung!
Es ist lächerlich, wenn man aktuell täglich sieht, was die politisch linientreuen Medien über dieses Sommerwetter berichten. Leider haben sie damit jedoch großen Erfolg bei dem größten Teil der Bevölkerung.
Heute kommen dort die ersten Berichte darüber, dass die „katastrophale“ Hitzewälle zu Ende geht und die Temperaturen zurückgehen, nein, sie schreiben natürlich nicht, dass sie zurückgehen, sondern sie benutzen auch hier wieder ihr Katastrophenvokabular: Sie sagen „die Temperaturen stürzen ab“. Absturz ist ja etwas sehr gefährliches!
Ebenso „lustig“ sind die Berichte über Waldbrände, wobei hier immer der Eindruck erweckt wird, dass diese durch Hitze und Trockenheit verursacht werden. So auch bei dem Wald- und Moorflächenbrand aktuell am Chiemsee. Als einziges Massenmedium, was ich gesehen habe, war es der ORF, der im Schlusssatz seiner Nachricht über diesen Flächenbrand erwähnte, dass die Brandursache (noch) nicht bekannt sei.
Hier in unserer Nachbarschaft brannte gestern auch eine Waldfläche, die natürlich auch in den Zusammenhang mit den hohen Außentemperaturen gebracht wird, von Medien und Behörden. Die politisch linientreuen Medien schieben hier – um die Sache zu dramatisieren – von einem „riesigen Waldbrand“ über eine Fläche von 3 (!). 3 ha ist in der Natur eine sehr kleine Fläche von gerade mal 300m mal 100m. Aber wer weiß heute noch, was 1 ha ist?
Ich frage mich: Muss ich Mittleid haben, mit diesen „Journalisten“?
Es ist doch besser zu fragen: Sollte man mit falschen Propheten Mitleid haben, die Skythen sagt man, hatten für diesen Sachverhalt die Todesstrafe, oder?