Vorbemerkung: Die auch in diesem Report mehrfach angesprochene eisige Kälte in der Antarktis wirkt sich weiterhin und noch stärker auf der gesamten Südhemisphäre aus. Dieser Umstand findet sogar Eingang in Meldungen des alarmistischen Blogs wetteronline.de.

Außerdem bemerkenswert: Sowohl die Arktis als auch die Antarktis warten nicht nur in diesem Kältereport mit Extrem-Kälte auf…

Die Schlagzeilen der Woche

Antarktis: Kälte setzt sich im August fort

Südamerika: Zwei Wochen Frost in Patagonien – Massenschneefälle in den Anden

Russland: Kalter Beginn des August

Chile: Massenschneefälle in Portillo

Neuseeland: Seltener Schnee und Rekord-Nachfrage nach Energie

Grönland verzeichnet erneut eine sommerliche Rekord-Schneezunahme

USA: August-Kältewelle mit 19 neuen Rekorden

Argentinien: Tiefschnee an vielen Orten

Antarktis: Weiterhin Rekordfrost

Neuseeland: Frost bricht Allzeit-Rekorde

Südafrika: Neuer Kaltluftvorstoß

Arktis: Das Jahr ohne Sommer

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Meldungen vom 3. August 2026:

Antarktis: Kälte setzt sich im August fort

Die extreme Kälte in der Antarktis will einfach nicht nachlassen.

An der Südpolstation lag die Durchschnittstemperatur im Juli bei etwa -64,3 °C und damit rund 4,1 °C unter dem saisonalen Normalwert der Station. Damit ist dieser Juli gemeinsam mit dem Jahr 1969 der viertkälteste Juli und rangiert auf Platz sieben der kältesten Monate überhaupt in den Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1957 zurückreichen.

Minimum temperatures fell below -70C (-94F) on 12 days during the month, tying the station record set in July 1986.

Ähnlich extreme Bedingungen herrschten an der Station Wostok.

Der vorläufige Mittelwert für Juli liegt bei -71,6 °C, rund 6,2 °C unter dem Durchschnitt, und ist damit der viertkälteste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1958. Nur die Juli-Monate 1983 (-73,8 °C), 1997 (-72,9 °C) und 1979 (-72,3 °C) waren noch kälter.

Die Vostok-Station (eingekreist), tief im Hochland der Ostantarktis.

Die Kälte hält nun auch im August an.

Am 1. August verzeichnete der Südpol eine Tiefsttemperatur von -73,2 °C bei einem Tagesmittel von -71,6 °C – 11,5 °C unter dem August-Durchschnitt.

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Südamerika: Zwei Wochen Frost in Patagonien – Massenschneefälle in den Anden

Der Wintereinbruch im Süden Südamerikas hat sich bis in den August hinein fortgesetzt.

In El Calafate, Santa Cruz, hat eine Wetterstation die jüngste „Kältewelle“ auf 14 aufeinanderfolgende Tage beziffert, die am 31. Juli endete – die drittlängste Kältewelle in den Wetteraufzeichnungen der Stadt seit 1961. Nur die 16-tägigen Kälteperioden in den Jahren 1982 und 2001 waren länger.

Der argentinische Servicio Meteorológico Nacional definiert eine Kältewelle als mindestens drei aufeinanderfolgende Tage, an denen sowohl die Höchst- als auch die Tiefsttemperatur auf oder unter den Schwellenwerten des 10. Perzentils der Station für die kalte Jahreszeit liegen. Am Flughafen El Calafate (WMO 87904) liegen diese Schwellenwerte bei 1,8 °C tagsüber und -6 °C nachts.

Die anhaltende Kältewelle brachte Rekordwerte unter -16 °C mit sich.

Und obwohl die strengen Temperaturkriterien am 31. Juli endlich nicht mehr erfüllt waren, fiel in der Stadt weiterhin Schnee.

Die Unwetterauswirkungen erstreckten sich über die gesamte Provinz Santa Cruz.

In Perito Moreno, weiter nördlich, sank die Temperatur auf -19,5 °C mit einer Erhöhung der Schneedecke bis 33 cm.

In der Region Tres Lagos fielen mehr als 80 cm Schnee, wodurch die Landstraßen unpassierbar wurden.

Weiter nördlich breitete sich Neuschnee über die Anden in Neuquén und Río Negro aus.

In Caviahue wurden in der Stadt 20 cm gemessen, während in höheren Lagen 70 cm fielen, begleitet von Whiteout-Bedingungen.

Jenseits der Grenze in Chile hat die Schneehöhe im Skigebiet Los Libertadores 6,6 m erreicht.

Der wichtigste Grenzübergang zwischen Chile und Argentinien ist nun aufgrund von Lawinengefahr, Steinschlag und dem Umfang der Räumungsarbeiten bereits seit 18 Tagen gesperrt, wodurch rund 1.200 Lkw festsitzen oder auf weit entfernte Ausweichrouten ausweichen mussten.

Die zweiwöchige Kältewelle in El Calafate mag technisch gesehen zwar vorbei sein, doch wiederkehrende Pazifikstürme bedecken die Anden weiterhin mit Schnee.

Und den Modellen zufolge dürfte es demnächst noch kälter werden.

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Russland: Kalter Beginn des August

In Russland hat der August mit täglichen Kälterekorden begonnen, die sich von Ostsibirien bis zum Nordkaukasus erstrecken.

In Zyryanka in Jakutien sank die Temperatur am 1. August auf 1,5 °C und brach damit den bisherigen Rekord von 2,5 °C aus dem Jahr 1967.

Der Rekord wurde inmitten einer allgemeinen Kältewelle im Nordosten Jakutiens aufgestellt. Der regionale Wetterdienst meldete in Gebieten wie dem Kolyma-Bezirk und der Kolyma-Indigirka-Ebene Nachttemperaturen, die deutlich unter dem Durchschnitt lagen.

Ein weiterer Rekord folgte am 2. August in Shadzhatmaz im Nordkaukasus.

An der hochgelegenen Messstation sank die Temperatur auf 1 °C und brach damit den bisherigen Rekord vom 2. August aus dem Jahr 1977 von 2,1 °C.

Die allgemeine regionale Vorhersage hatte Tiefstwerte in den Bergen von 6 °C bis 11 °C prognostiziert. In der Realität war es jedoch noch deutlich kälter.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctic-cold-persists-into-august?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 4. August 2026:

Chile: Massenschneefälle in Portillo

Das chilenische Skigebiet Portillo liegt in dieser Saison unter einer Schneedecke von 696 cm.

In einem typischen Winter fallen etwa 508 cm Schnee. Portillo hat diesen Wert bereits um mehr als 180 cm übertroffen – und die Schneemenge ist mittlerweile eher zu einem logistischen Problem als zu einem Glücksfall für Skifahrer geworden.

Die beiden Zufahrtswege zum Skigebiet sind weiterhin gesperrt. Die chilenische Route von Santiago führt über mehr als zwei Dutzend Haarnadelkurven hinauf nach Portillo, während die Verbindungsstraße von Mendoza (Argentinien) ebenfalls gesperrt ist.

Im gesamten Grenzkomplex Los Libertadores haben sich 660 cm Schnee angesammelt, und der Grenzübergang ist seit dem 14. Juli geschlossen. Stand 4. August war die 21-tägige Sperrung die zweitlängste seit Beginn der Aufzeichnungen, nur übertroffen von einer 26-tägigen Sperrung im Jahr 2023.

Die chilenische Grenzbehörde gibt an, dass es noch keinen Termin für die Wiedereröffnung gibt. Die Straßenbauarbeiter müssen zunächst den verbleibenden Abschnitt zwischen Los Libertadores und dem Cristo-Redentor-Tunnel räumen, wo die Schneehöhe und -härte den Einsatz von schwerem Gerät weiterhin behindern.

Der erfahrene Straßenarbeiter Gregorio Cacciuttolo, der die Räumungsarbeiten dokumentiert hat sagte, er habe trotz jahrzehntelanger Arbeit in den Anden noch nie Schneewände dieser Größenordnung gesehen.

Die Kälte ist eine andere Geschichte und reicht weit über Portillo hinaus.

Offizielle Messungen für den 3. August ergaben Höchsttemperaturen von nur 2,5 °C in Balmaceda, 3 °C in Coyhaique, 3,2 °C in Puerto Williams und 3,8 °C in Punta Arenas – im Allgemeinen 4 °C unter dem Durchschnitt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/portillo-under-23-feet-of-snow-the?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 5. August 2026:

Neuseeland: Seltener Schnee und Rekord-Nachfrage nach Energie

Eine intensive Kaltluftmasse antarktischen Ursprungs ist über Neuseeland hinweggefegt und hat für seltenen Schneefall in tieferen Lagen, weit verbreiteten Frost und einen neuen nationalen Rekord bzgl. des Strombedarfs gesorgt.

Am Dienstag lag Dunedin unter einer Schneedecke, was die Schulen dazu zwang, die Schüler nach Hause zu schicken, und den Einwohnern die Möglichkeit bot, mit Skiern und Snowboards durch die Straßen zu fahren. Ein Skifahrer wurde dabei gefilmt, wie er die Baldwin Street hinunterfuhr – die als steilste Straße der Welt gilt.

Auch am New Brighton Beach in Christchurch lag eine dünne Schneeschicht. Am Flughafen Christchurch kam es zu Flugverspätungen.

Auf der anderen Seite der Cookstraße fiel in Wellington Schnee bis auf Meereshöhe – ein seltenes Ereignis für die Hauptstadt, der erste Schneefall hier seit 15 Jahren. MetService hatte winterliche Schauer bis auf etwa 300 m hinab vorhergesagt, stattdessen fielen die Flocken bis hinunter zur Uferpromenade.

Am Mittwochmorgen (5. August) waren die Temperaturen an drei Orten auf der Südinsel auf -9 °C gefallen – Kälte, welche die schwindenden Stromreserven Neuseelands offenlegte.

Der landesweite Strombedarf stieg am Mittwochmorgen auf ein Allzeithoch von 7.281 MW und übertraf damit den bisherigen Rekord von 7.141 MW, der erst wenige Tage zuvor während eines anderen Kälteeinbruchs aufgestellt worden war.

Transpower gab daraufhin eine offizielle Warnung vor einem möglichen landesweiten Energieengpass oder einer Situation mit geringer Reservekapazität heraus. Die Stromerzeuger wurden aufgefordert, ihre Energie- und Reserveangebote zu erhöhen und sicherzustellen, dass die Prognosen zur Windenergieerzeugung genau sind.

Neuseeland rühmt sich regelmäßig damit, fast 90 % seines Stroms aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen. Der Großteil der verlässlichen Stromerzeugung stammt jedoch aus Wasserkraftwerken und Geothermiekraftwerken – nicht aus wetterabhängigen Wind- und Solarparks.

Wenn die Luft aus der Antarktis den Heizbedarf auf Rekordniveau treibt, ist Neuseeland auf Wasserkraft, Geothermie sowie Kohle- und Gaskraftwerke angewiesen. Solarenergie ist praktisch nutzlos. Windkraft ist völlig unvorhersehbar.

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Grönland verzeichnet erneut eine sommerliche Rekord-Schneezunahme

Die grönländische Eiskappe hat mitten im Sommer erneut einen Rekord-Schneezuwachs an der Oberfläche verzeichnet.

Am 4. August berechnete das Dänische Meteorologische Institut einen Zuwachs der Oberflächen-Massenbilanz (SMB) von 2,559 Gigatonnen – das sind 2,559 Milliarden Tonnen – und damit einen neuen Rekord für diesen Tag in den seit 1981 geführten Aufzeichnungen.

Die kumulierte SMB stieg von 529,2 Gigatonnen am Vortag auf 531,7 Gigatonnen.

Dies ist lediglich die jüngste sommerliche Unterbrechung der Schmelzsaison in Grönland. Die Eisdecke verzeichnete am 1. Juni einen Zuwachs von 2,776 Gigatonnen, am 10. Juli von 2,401 Gigatonnen und am 12. Juli von 1,607 Gigatonnen. Insgesamt liegt die kumulierte SMB weiterhin deutlich über dem Mittelwert der Jahre 1981–2010.

Grönland gilt als das zuverlässigste Indikator für die Klimakrise.

Nicht in diesem Jahr.

Und auch nicht im vergangenen Jahrzehnt:

Grafik: Die kumulierte SMB Grönlands liegt erneut über dem Durchschnitt der Jahre 1981–2010, wie schon während des größten Teils des vergangenen Jahrzehnts.

Das Defizit der Gesamt-Massenbilanz dürfte sich damit immer weiter verringern. A. d. Übers.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctic-blast-brings-rare-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 6. August 2026:

USA: August-Kältewelle mit 19 neuen Rekorden

Am 4. und 5. August erfasste eine heftige Sommer-Kältewelle die nördlichen Rocky Mountains und die High Plains und brach oder egalisierte dabei mindestens 19 Tageskälterekorde in sieben Bundesstaaten.

In Livingston, Montana, sank die Temperatur am 4. August auf 1,1 °C und unterbot damit den bisherigen Tagesrekord von 4°C aus dem Jahr 1982. In Miles City fiel die Temperatur auf 5,6 °C und übertraf damit einen Rekord aus dem Jahr 1952, während in Baker 3,3 °C gemessen wurden – knapp 3 Grad unter dem bisherigen Rekordwert.

In Great Falls sank die Temperatur auf 3°C, in Havre auf 4°C, in Rapid City auf 6°C und in Baker City (Oregon) auf 2,2 °C.

Am Flughafen Bozeman Yellowstone wurde eine Höchsttemperatur von nur 19,4 °C gemessen – die niedrigste jemals am 4. August verzeichnete Höchsttemperatur (seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1935).

Die Kälte hielt bis zum 5. August an.

In Denver sank die Temperatur auf 8,3 °C und brach damit den Rekord aus dem Jahr 1978. In Alliance (Nebraska) fiel die Temperatur auf 6°C, in Pierre auf 8°C, und in Scottsbluff wurde mit 8,9 °C ein Rekord aus dem Jahr 1904 eingestellt.

Miles City, Livingston, Baker und Rapid City verzeichneten alle an aufeinanderfolgenden Tagen Rekordwerte.

Mitten im Sommer stehen Teile des amerikanischen Westens kurz vor dem Frost.

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Argentinien: Tiefschnee an vielen Orten

Ein heftiger Wintersturm hat Teile des westlichen Argentiniens unter einer Schneedecke begraben, Autobahnen unterbrochen, den Verkehr lahmgelegt und Arbeiter hoch in den Anden von der Außenwelt abgeschnitten.

Am Mittwoch wurde Zapala in der Provinz Neuquén von starkem Schneefall heimgesucht, wodurch Straßen in ganz Zentralpatagonien unter einer Schneedecke versanken.

Die Nationalstraßen 40 und 22 gehörten zu den wichtigsten Verkehrsadern, die vollständig blockiert waren.

Weiter nördlich waren die Bedingungen in der Goldmine Veladero in der Provinz San Juan noch extremer.

Rund um die Mine hatten sich weit über 3 m Schnee angesammelt, und die gefühlte Temperatur sank auf -30 °C.

Auch hier waren die Zufahrtsstraßen verschüttet, und die Lawinengefahr verhinderte einen normalen Personalwechsel.

Auf dem Höhepunkt des Sturms waren 938 Arbeiter gezwungen, auf dem Gelände zu bleiben, obwohl die Produktion eingestellt worden war. Einige waren Berichten zufolge fast einen Monat lang eingeschlossen, doch nun ist der Zugang endlich wieder freigegeben, sodass schrittweise Personalwechsel beginnen können.

Link: https://electroverse.substack.com/p/august-chill-breaks-19-records-argentinas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 7. August 2026:

Antarktis: Weiterhin Rekordfrost

Der Juli 2026 war in der gesamten Antarktis außergewöhnlich kalt, wobei Vostok und der Südpol Monatsdurchschnittswerte verzeichneten, die deutlich unter dem Normalwert lagen und sich den langjährigen Rekordwerten näherten.

In Vostok hat das russische Institut für Arktis- und Antarktisforschung einen Juli-Durchschnitt von -71,6 °C bestätigt. Das sind 6,2 °C unter dem Durchschnitt der Jahre 2005–2024, was diesen Juli zum kältesten des vergangenen Jahrzehnts macht.

In der Gesamt-Aufzeichnung von Vostok, die bis ins Jahr 1958 zurückreicht, gab es nur vier Juli-Monate, die kälter waren: 1983 mit -73,8 °C, 1997 mit -72,9 °C, 1979 mit -72,3 °C und 2016 mit -71,8 °C.

Am Südpol lag die Durchschnittstemperatur im Juli bei -64,3 °C, was 4,1 °C unter dem Normalwert liegt. Dies entspricht dem früheren Juli-Rekord am Südpol aus dem Jahr 1965. Dieser Wert galt 32 Jahre lang, bis im Juli 1997 eine Durchschnittstemperatur von -66 °C gemessen wurde; der aktuelle Rekord von -67,3 °C wurde 2004 aufgestellt.

In Concordia/Dome C sanken die Temperaturen am 18. Juli auf -84,1 °C – die niedrigste seit 2012 auf der Erde gemessene Lufttemperatur und nur 0,6 °C unter dem 2010 in Concordia aufgestellten Allzeitrekord von -84,7 °C.

Die nahegelegene AWS-Station Dome C II, die seit 1995 in Betrieb ist, lag gegen Ende des Monats ebenfalls etwa 5–6 °C unter dem Juli-Durchschnitt und näherte sich ihren niedrigsten jemals gemessenen Juli-Werten. Der endgültige Juli-Durchschnitt steht noch nicht fest.

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Neuseeland: Frost bricht Allzeit-Rekorde

Der Kälteeinbruch aus der Antarktis, der Anfang dieser Woche in Neuseeland für seltenen Schneefall in tieferen Lagen sorgte, hat sich verstärkt und dabei auf der gesamten Nordinsel alle bisherigen Temperaturrekorde gebrochen.

Am Donnerstagmorgen sank die Temperatur in Taumarunui auf -6,4 °C – die zweitniedrigste Temperatur seit Eröffnung der Messstation im Jahr 2007. Am Freitagmorgen (7. August) wurde es dann noch kälter mit -7,2 °C, was einen neuen absoluten Tiefstwert darstellt.

Auch Rotorua brach am Freitag seinen historischen Tiefstwert mit -5,6 °C. Die Aufzeichnungen hier reichen bis ins Jahr 1972 zurück.

Laut den Aufzeichnungen von MetService wurden drei weitere August-Rekorde gebrochen:

In Taupō wurden -6,6 °C gemessen – die tiefste Augusttemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1976.

In Palmerston North wurde es -3,5 °C kalt – der niedrigsten Augusttemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1991.

Whangārei verzeichnete +0,4 °C – die tiefste Augusttemperatur in einer seit 1967 geführten Datensammlung.

In Whakatāne wurde mit –3 °C der bisherige August-Rekord der Stadt (seit 1975) eingestellt.

Zahlreiche andere Messstationen kamen diesem Wert nahe.

In Napier sank die Temperatur auf -3,2 °C – der zweitniedrigste Augustwert seit Beginn der Aufzeichnungen –, während in Auckland mit 1,4 °C und in Hamilton mit -4,6 °C jeweils der drittkälteste Augustwert verzeichnet wurde.

An der Desert Road sank die Temperatur am Freitagmorgen auf -10,4 °C, während in Tongariro -9,9 °C gemessen wurden.

Einen Tag zuvor sank die Temperatur am Mount-Cook-Flughafen auf -10 °C.

Zu Beginn der Woche drang antarktische Luft mit Wolken, Wind und Niederschlag nach Norden vor und brachte zum ersten Mal seit 15 Jahren Schnee nach Dunedin, Christchurch und sogar bis auf Meereshöhe in Wellington. Sobald sich die polare Luftmasse etabliert hatte, klarte der Himmel über weiten Teilen der Nordinsel auf. Da es kaum Wolken gab, die die abfließende Wärme über Nacht zurückhielten, brachen die Temperaturen unter starker Strahlungskühlung ein.

Die Luftmasse selbst stammte ungewöhnlich direkt aus der Antarktis. MetService beschrieb sie als extrem kalte Luft, die direkt vom antarktischen Eisschild kam, und nicht als Luft, die während eines längeren Weges über den Südlichen Ozean wesentlich modifiziert worden war.

Wie oben bereits ausführlich beschrieben, herrschte in der Antarktis selbst in den letzten Monaten außergewöhnliche Kälte.

Die atmosphärische Zirkulation fungierte dabei als Bote und transportierte in letzter Zeit erhebliche Anteile dieser polaren Kälte in Richtung der Landmassen der südlichen Hemisphäre, wobei Neuseeland voll davon getroffen wurde – eine Kältewelle, die auch weiterhin das Stromnetz des Landes stark belastet.

Nach dem bereits Anfang dieser Woche gemeldeten Nachfragerekord stieg der durchschnittliche Spitzenverbrauch am Donnerstag erneut auf 7.415 MW und übertraf damit den Rekord vom Mittwoch. Laut Transpower sind acht der zehn höchsten jemals in Neuseeland gemessenen Stromverbrauchsspitzen nun innerhalb der letzten zwei Wochen aufgetreten – bedingt durch die Kälte.

Glücklicherweise beginnen mildere Nordwinde und zunehmende Bewölkung nun endlich, die Kälte langsam abzuschwächen, während das Wochenende näher rückt.

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Südafrika: Neuer Kaltluftvorstoß

Südafrika bereitet sich auf einen weiteren heftigen Wintereinbruch vor, kaum mehr als eine Woche nachdem Teile von Lesotho und den Drakensbergen von starken Schneefällen heimgesucht worden waren.

Ende Juli/Anfang August kam es zu weit verbreiteten Schneefällen in den Bergen, die im Ostkap, in KwaZulu-Natal und in Lesotho zu erheblichen Beeinträchtigungen führten. Die Schneehöhe erreichte stellenweise fast 40 cm, während tagsüber extrem tiefe Temperaturen herrschten.

Die Lage hat sich seitdem etwas entspannt, doch nun nähert sich eine weitere starke Kaltfront.

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Arktis: Das Jahr ohne Sommer

Der Sommer ist 2026 in der Hocharktis praktisch ausgeblieben.

Die Temperaturen nördlich von 80° N lagen während eines Großteils der Schmelzsaison nahe dem Gefrierpunkt oder darunter.

Der Durchschnitt im Juni betrug lediglich -2,2 °C – mit Abstand der kälteste Juni in der Datenreihe des DMI von 1958 bis heute:

Im Juli lag der Durchschnitt bei knapp unter 0°C, wobei 15 der 31 Tage unter dem Gefrierpunkt lagen. Selbst auf dem Höhepunkt des arktischen Sommers erreichte der höchste Tagesmittelwert nur 0,2 °C.

Dann kam der Einbruch mitten im Sommer.

Die Tagesdurchschnittswerte fielen am 26. und 27. Juli auf -0,3 °C und am 28. Juli auf -0,2 °C, was zu einer weiteren Serie von Tages-Tiefstwerten in der DMI-Reihe führte.

Im August setzte sich dieser Trend fort.

Nach einem weiteren Wert unter dem Gefrierpunkt am 1. August sanken die Temperaturen am 5. August auf -0,2 °C, bevor sie am 6. August auf -0,6°C einbrachen – der bislang niedrigste Wert der Kernsommerperiode und einer der tiefsten Juli-/August-Werte seit Beginn der Aufzeichnungen.

Diese Grafik spricht für sich:

Vom 1. Juli bis zum 6. August liegt der Durchschnitt etwas unter 0 °C.

Im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 6. August beträgt er etwa -1 °C.

Das Jahr 2026 entwickelt sich im Norden weiterhin zum „Jahr ohne Sommer“.

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 33 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 7. August 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

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