Teil 2: Das Bild wird schärfer
Raimund Leistenschneider
Allerdings hebt sich 2026 in einem, ganz wichtigen Punkt vom Jahr 1983 ab: Es liegt am Beginn einer engen Schleife, die das Baryzentrum durchläuft. Die Fließgeschwindigkeit der Plasmamassen im Sonnenmantel ist umso höher, je „enger“ die Umläufe des Massezentrums sind – beruhend auf der Winkelbeschleunigung in einer Kreisrotation und des Induktionsgesetzes. Will heißen, die Sonne wird aktiver und dies wird nicht vorrangig durch Sonnenflecken visualisiert, sondern durch verstärkten Sonnenwind. Weiter ist davon auszugehen, dass der nächste Sonnenzyklus stärker ausfallen wird als der jetzige. Zurück zur Gegenwart.
So war Anfang 2026 zu lesen: „Die starke Sonneneruption am 18. Januar 2026, die am Abend des 19. zu starken Polarlichtern in weiten Teilen Europas führte.“ (Abb.12).

Abb. 12, Quelle
Oder die Max Planck Gesellschaft: „Die ersten Monate dieses Jahres waren in Deutschland ungewöhnlich farbenfroh: Leuchtend grüne Vorhänge zogen sich über den Sternenhimmel von den norddeutschen Inseln bis in die bayrischen Voralpen. Manchmal flackerten die Lichter wie Fahnen im Wind. Manchmal strahlten sie ruhig und gingen von Grün über Rot in Violett über.“
Spektrum der Wissenschaft schrieb im April 2026: „Unerwartete Wendung. In den ersten drei Wochen des April erinnerte uns die Sonne daran, dass sich ihre Aktivität dem Minimum ändert. Zunächst zeigten sich nur kleine und mittelgroße Fleckengruppen. Doch dann verhielt sich unser Tagesgestirn sehr lebendig und eruptiv.“
Weltraumwetter und Sonnenaktivität veröffentlichte mitten im Hochsommer, im Internet: „Nach starkem X1.1-Flare, geomagnetischer Sturm ab dem 03.07.26 möglich!“ Und eine hohe Sonnenaktivität.
Anmerkung: Sonneneruptionen (Flares) werden in Kategorien gefasst. Ein X-Flare stellt die höchste (stärkste) Kategorie dar.
Aber was hat das alles mit unserem Wetter und dem aktuellen recht warmen und trockenen Sommer zu tun?
Wie die Erde besitzt auch die Sonne ein Magnetfeld. Allerdings ist es wesentlich stärker, größer und komplexer. Dass Magnetfeld (IPF = Interplanetares Magnetfeld) ist der Träger des Sonnenwindes, deren Teilchen in radialer Richtung von der Sonne weg beschleunigt werden und wegen der Lorentzkraft müssen die Teilchen dabei den Feldlinien des interplanetaren Magnetfeldes der Sonne folgen. Das IPF wird durch die Heliosphärische Stromschicht verstärkt. Die Heliosphärische Stromschicht (HCS = Heliosphäric Current Sheet) hat eine Dicke von ca. 60.000km. Die HCS ist wichtig zum Verständnis der diesjährigen Trockenheit*2) bei uns! Bei einer aktiven Sonne durchläuft die Erde mehrmals die Woche die HCS und ist ihrer Wirkung (in Verbindung des Sonnenwindes) ausgesetzt. Der Durchgang kann bis zu einem Tag dauern.
*2) El Niño ist nicht die Ursache. Lesen Sie dazu auch den EIKE-Artikel „Nein, Medien, der bevorstehende El Niño führt nicht zu einer drohenden Klimakatastrophe“.
Allerdings wird jedes El Niño -Ereignis durch ein solares Ereignis ausgelöst, was der Autor bereits vor 15 Jahren dargelegt hat, hier sowie hier oder hier. Seine Auswirkungen zu uns basieren auf dem Drehimpulserhaltungssatz, siehe vorherige Links mit den Belegen. Auch das diesjährigen El Niño-Ereignis ist durch einen Sonnenparameter ausgelöst. Daher zurück zum Magnetfeld der Sonne.
Die Feldlinien des Interplanetarischen Magnetfeldes weisen in ihrem Verlauf einmal von der Sonne weg (positive Polarität) und einmal zur Sonne hin (negative Polarität). Entsprechend richtet sich die Polarität des Interplanetaren Magnetfeldes in eine Nord- und Südpolkomponente aus. Dazwischen verläuft die HCS. Des Weiteren besteht der Sonnenwind und das mit ihm verbundene IPF nicht nur aus einer polarisierten Teilchenart, sondern aus beiden, also aus positiv geladenen Protonen (Wasserstoffatome ohne Elektron), bzw. α-Teilchen (Helium-Kerne, 5%) und aus negativ geladenen Elektronen. Beide Teilchenklassen bewirken Stromflüsse, die sich mit dem Sonnenwind entsprechend ihrer Verteilung überlagern und die HCS entsprechend ihrem Verteilungsmuster beeinflussen.
Bekannt und erwiesen ist, dass Magnetstürme während einem HCS-Durchgang besonders stark ausfallen. Dies lässt Rückschlüsse auf starke Wechselbeziehungen zwischen der HCS und der Magnetosphäre der Erde zu. Durch deren Kopplung zu den geladenen Teilchen in den darunter liegenden Atmosphärenschichten, wiederum unmittelbare Einflüsse der HCS auf die Strato- und Troposphäre, was wiederum nicht ohne Einfluss auf das Wetter sein kann.
Das Magnetfeld der Sonne trägt also den Sonnenwind in den Orbit. Durch die Sonnenrotation entsteht eine archimedische Spirale (Kurve, die bei der Bewegung eines Punktes mit konstanter Geschwindigkeit auf einem Strahl entsteht, der mit konstanter Winkelgeschwindigkeit rotiert) in der die Magnetfeldlinien verlaufen. Hieraus ergibt sich ein in der Ekliptik resultierendes Magnetfeld, dass nach seinem Entdecker, dem amerikanischen Astrophysiker Eugene N. Parker, Parker-Spiralfeld genannt wird.
Die HCS ist folglich ein Flächenstrom, der die Sonne mehr oder weniger scheibenförmig umgibt (solares Minimum) und in der eine Umkehr der horizontalen Magnetfeldrichtung stattfindet. Mit zunehmender solarer Aktivität wickelt sich die HCS mehr und mehr auf und nimmt die Form eines Ballerina-Röckchens an. Dabei verschiebt sich ihr relativer Winkel zur Ekliptik mehr und mehr.

Abb.13 nach Alvén, 1981, zeigt die Heliosphärische Stromschicht und das zugehörige Magnetfeld im Meridionalschnitt und in der Draufsicht von Norden (magn. Südpol). Die Ströme fließen dabei entlang logarithmischer Spiralen (archimedische Spiralen), die senkrecht der magnetischen Feldlinien verlaufen. Quelle: „Physik des erdnahen Weltraums“, Prof. Gerd W. Prölss, Universität Bonn.
Da sich die Lage der HCS, wie bereits genannt, mit der solaren Aktivität ebenfalls ändert, entsteht ein komplexes Bild der Polaritäten und Potentialdurchgängen der Erde zur HCS und IPF.

Abb.14: Links ist die Parker-Spirale zu sehen (Wikipedia), die die HCS wiedergibt. Gut zu sehen, dass die HCS keine Ebene, sondern einem fliegenden Ballerina-Rock gleicht. Rechts ist die HCS während des Sonnenmaximum im März 2000 zu sehen, als sich auf Grund der starken magnetischen Aktivität ein zweiter Nordpol ausbildete. Die HCS hat sich immer mehr verdreht und die Form eines Schneckenhauses angenommen (Abb. rechts, Quelle: NASA). In der Mitte ist die Verbiegung der Azimutkomponente der HCS auf der Höhe der Erdbahn abgebildet, wobei zusätzliche Magnetfeldsektoren entstehen, Quelle: Prof. Gerd W. Prölss.
Dieses Gebilde der HCS wird von der Erde bei aktiver Sonne mehrfach pro Woche durchlaufen.
Weiter ist (jedem) bekannt, dass die geladenen Teilchen aus der Sonne vom Erdmagnetfeld abgeschirmt werden. In den Polargebieten dringen die Teilchen tief in die Erdatmosphäre ein. Dies gilt für die Sonnenteilchen (Materie), nicht für die magnetischen Impulse, die durch den Sonnenwind ausgelöst werden. Bekannt ist weiter die Vorhersage des Sonnenwindes und sog. koronaler Massenauswürfe, bei denen große Mengen Plasma ins All geschleudert werden, zum Schutz der irdischen Infrastruktur – eine Infrastruktur, die den daraus induzierten Strom aufnehmen und zu Störungen im Funkverkehr oder zum Ausfall der Geräte führen kann.
Seit Svensmark ist bekannt, dass geladene Aerosolpartikel, die z.B. durch kosmische Strahlung entstehen, bis zu 10-mal so effektiv in der Bildung von Wolkentröpfchen sind als ungeladene. Bei jedem Durchgang durch die HCS wirkt auf die geladenen Partikel in der Tropo- und Stratosphäre (Kopplung Magnetosphäre zu den geladenen Teilchen in der Strato- und Troposphäre) durch den Stromfluss eine Kraftkomponente (Elektrodynamik), die die Verteilung der geladenen Aerosolpartikel verändert. Daher ist davon auszugehen, dass örtliche Konzentration sowie Verdünnungen entstehen, was nicht ohne unmittelbaren Einfluss auf das Wettergeschehen in der Atmosphäre bleiben kann.

Abb.15 zeigt am Beispiel eines starken solaren Ereignissen (CME), wie sich die beiden Teilchenarten des Sonnen-Plasmas (Sonnenwindes) entlang des IPF ausbreiten. Die Abbildung links zeigt die Elektronenfront, die der Ionenfront vorauseilt und die Abbildung rechts das Eintreffen des ionisierten Plasmas auf die Erde, ca. 10 Minuten später, beides Quelle: NASA. Beide geladenen Teilchenarten folgen dem Verlauf der solaren Magnetfeldlinien.
Trifft ein CME auf das Magnetfeld der Erde, werden gewaltige Energiemengen freigesetzt, die sich optisch in Polarlichtern zeigen. Ein einziger Polarsturm setzt dabei bis zu 200 GW Leistung um, was der Leistung von etwa 80 Kernreaktoren entspricht. Aufgrund der erhöhten Elektronendichte in der Ionosphäre kommt es zu Störungen in der Rundfunkübertragung. Die durch die Ionenfront in der Atmosphäre ausgelösten Ströme sind so stark, dass die durch sie in Leitungsnetzen induzierten Ströme, Netze, wie Trafo- oder Relaisstationen zerstören.
Ein starker Sonnensturm, wie wir diesen in 2026 öfter hatten, bewirkt demnach (mit der ihm zugehörigen HCS), dass in einem Raumintervall der Erde (die Nordhalbkugel der Erde ist bekanntlich im Sommer der Sonne zugewandt!) die für die Regenbildung so wirksamen el. geladenen Aerosolpartikel förmlich weggeblasen werden. Die sind natürlich nicht aus der Erdatmosphäre verschwunden, sondern befinden sich woanders (z. B. bei den Philippinen). Was zur Folge hat, dass ein Raumgebiet der Erde besonders trocken und dass andere besonders nass ist.

Abb.16 links (ergänzt nach Quelle NASA) zeigt die Auswirkungen des IPF auf das irdische Magnetfeld. Das IPF lässt sich im Raum in drei Koordinaten zerlegen, wobei zwei in der Ekliptik liegen und eine (Bz) senkrecht dazu. Die Änderung dieser Komponente ist besonders interessant, weil sie parallel zum Erdmagnetfeld verläuft und daher mit diesem wechselwirkt. Die Abbildung rechts zeigt, wie sich die Feldlinien des IPF im Raum ausbreiten.
Die besondere Bedeutung der Bz-Komponente des IPF liegt darin, dass diese Komponente mit dem Erdmagnetfeld am stärksten wechselwirkt. So sind Polarlichter, die ein direkt beobachtbares Zeichen starker Sonnenaktivität sind, umso wahrscheinlicher, je stärker das IPF und je negativer deren Komponente, die Bz ist. Dies hängt damit zusammen, dass südlich (negativ) gerichtete Magnetfelder des IPF, die antiparallel zu den Magnetfeldlinien des Erdmagnetfeldes verlaufen, das Magnetfeld der Erde schwächen, so dass es dabei zu einem magnetischen Kurzschluss kommt (bei Verschmelzen der Feldlinien). Der magn. Schutzschild der Erde ist dann durchlöchert und geladene Teilchen können bis in niedere Breiten in tiefere Schichten der Erdatmosphäre gelangen. Nach Untersuchungen der NASA gelangen bis zu 20-mal mehr geladene Teilchen dann in die unteren Atmosphärenschichten.
Diese Info war unter hier zu finden und ist heute gelöscht. Ist schon merkwürdig, dass im Netz ausgerechnet die Links gelöscht wurden (siehe auch Abb.8), die Belege für die natürlichen Ursachen des „menschengemachten Klimawandels“ liefern. Aber dies kennen wir ja von Deutschland, wo ebenfalls die Links gelöscht wurden, die dem DWD bei dem Vergleich seiner Jahrestemperaturen für Deutschland Manipulation beweisen. Siehe den Beitrag „Die globalen Temperaturen steigen und steigen – oder etwa nicht?“ und darin die Abb.17. Wie sagte noch der Physik-Nobelpreisträger John Clauser auf der diesjährigen EIKE-Wissenschaftskonferenz zu den Arbeiten des IPCC: „Praktisch alle Zahlen sind Betrug“.
Bekanntlich sind die Auswirkungen der Teilchenströme in den Polregionen am größten, weil dort die magnetischen Feldlinien ausfließen. Daher liegt es nahe zu untersuchen, inwieweit dies Auswirkungen auf die dortigen Klimaparameter hat, wenn postuliert wird, dass geladene Atmosphärenteilchen Einfluss auf das Wetter und damit auf die Temperaturen haben.

Abb.17 (Quelle): Zu sehen sind jeweils die vertikale (Z) Komponente des Erdmagnetfeldes. Gewählt wurden zwei Punkte, die sich gegenüberstehen (rotes und grünes Kreuz) und deren Resultierende nahe dem magnetischen Nordpol liegt (rote Zeitreihe). Der Temperaturgang der arktischen Temperaturen stimmt exakt mit der magnetischen Aktivität der Bz-Komponente, wie diese durch den Sonnenwind moduliert wird, überein.
Antiparallele Ausrichtung der IPF-Feldlinien führen zu einer Schwächung des Erdmagnetfeldes, wodurch mehr geladene Teilchen in die unteren Atmosphärenschichten gelangen. Nun ist das solare Magnetfeld kein Dipol, wie bei der HCS gesehen (Abb.14) und die Erde nicht permanent im Bereich einer Polarität, insbesondere nicht, wenn sich die Aktivität der Sonne erhöht.

Abb.18 oben, Quelle, zeigt vereinfacht die Wechselwirkung des IPF mit dem Erdmagnetfeld (weiße Pfeile) und den Verlauf der Feldlinien im solaren Minimum, wenn magnetischer und geographischer Nordpol räumlich zusammen liegen. Darunter sind die globalen Temperaturanomalien in der Fläche für den Zeitraum 12/1978 – 11/2006 zu sehen. Am magnetischen Nordpol (Kreis), wo die Feldlinien und somit die geladenen Partikel einfließen, kommt es zu einer Temperaturerhöhung und am Südpol, wo die Feldlinien heraustreten, also keine Partikel einfließen, kommt es zu einer deutlichen Temperaturabnahme. Die Nordhalbkugel wird also wärmer. Erinnert doch etwas an das Wettergeschehen im Sommer 2026 bei uns.
2. Zwischenergebnis:
Durch Wechselwirkung des Sonnenwindes (Magnetfeld) mit dem Magnetfeld der Erde, kommt es über die Bz-Komponente des Erdmagnetfeldes zu einer deutlichen Temperaturerhöhung im Norden (Polargebiet) und einer Temperaturabnahme am Südpol.
Die gezeigte polare Temperaturverteilung ist ein Hinweis, dass geladene Aerosolpartikel unmittelbar auf Wetter und damit auf die Temperaturen Einfluss nehmen. Dort, wo die magnetischen Feldlinien und mit ihnen der ionisierte Partikelstrom einfließt, kommt es laut NASA zu einer 20-fachen Erhöhung der ionisierten Sonnenpartikel, und dort stellt sich auch die deutlichste Temperaturzunahme ein. Im Gegenpol kommt es stattdessen zu der deutlichen Temperaturabnahme.
Weiter ist Fakt, dass sich die Nordhalbkugel (deutlich) stärker erwärmt als die Südhalbkugel (Abb.19). Sicherlich gibt es dafür mehrere Erklärungen als die Auswirkungen des Magnetfeldes der Sonne. So hat die Nordhalbkugel deutlich mehr Landmasse. Diese Argumentation gilt jedoch nicht für die Polargebiete (Abb.20).

Abb. 19, Quelle, zeigt die globale monatliche Durchschnittstemperatur der unteren Troposphäre seit 1979 für die Tropen sowie die nördlichen und südlichen Erdhalbkugel (die Breitengrade sind angegeben), nach Angaben der University of Alabama in Huntsville, USA. Die Grafik basiert auf Daten des TIROS-N-Satelliten der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), die von Dr. Roy Spencer und Dr. John Christy (beide vom Global Hydrology and Climate Center der University of Alabama in Huntsville, USA) ausgewertet wurden. Die dicken Linien stellen den einfachen gleitenden 37-Monats-Durchschnitt dar, der annähernd einem gleitenden 3-Jahres-Durchschnitt entspricht.
Anmerkung: Die Abkühlungs- und Erwärmungsphasen, die direkt durch den Ausbruch des Vulkans Pinatubo im Jahr 1991 bzw. das El-Niño-Ereignis von 1998 beeinflusst wurden, sind deutlich erkennbar – insbesondere in den Tropen und den nördlichen Gebieten. Letzter dargestellter Monat: Juni 2026. Letzte Aktualisierung der Grafik: 10. Juli 2026.

Abb.20, Quelle, zeigt die globale monatliche Durchschnittstemperatur der unteren Troposphäre seit 1979 für die Regionen um Nord- und Südpol, nach Angaben der University of Alabama in Huntsville, USA. Diese Grafik basiert auf Daten des TIROS-N-Satelliten der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), die von Dr. Roy Spencer und Dr. John Christy (beide vom Global Hydrology and Climate Center der University of Alabama in Huntsville, USA) ausgewertet wurden. Die dicken Linien stellen den einfachen gleitenden 37-Monats-Durchschnitt dar, was annähernd einem gleitenden 3-Jahres-Durchschnitt entspricht. Letzter dargestellter Monat: Juni 2026. Letzte Aktualisierung des Diagramms: 10. Juli 2026.
Abb.20 zeigt, dass sich die Temperatur der Landmasse des Südpols nicht verändert hat, bzw. leicht abnimmt, wogegen sich die Meereismassen des Nordpols deutlich erwärmt haben.
Neben der Temperatur ist der Zusammenhang zwischen der Bz-Komponente des Erdmagnetfeldes und der Trockenheit unübersehbar, wie weiter die folgenden Arbeiten zeigen.
Abb.21 ist aus der Arbeit, “Does the solar wind affect the solar cycle?”, Israelevich et al., Astron. Astrophys. 362, 379-382 (2000) und zeigt die Datenreihe der Bz-Komponente:

Abb.21 zeigt die Bz von 1973 – 2000 als gleitendes Mittel über sieben Sonnenrotationen. Die gestrichelte Linie gibt ihren Mittelwert im Betrachtungszeitraum an. Auffällig ist der starke negative Peak in 1998 (1). Im gesamten Betrachtungszeitraum ist dies die stärkste negative Komponente. Sie fällt zusammen mit dem stärksten El-Niño-Ereignis seit 50 Jahren. Wie bereits festgehalten, wird das Erdmagnetfeld umso mehr geschwächt und es treten umso verstärkt Polarlichter auf, je negativer die Bz ist.
Wird nun Abb.21 mit der Wolkenbedeckung (und der kosmischen Strahlung*3)) in Relation gesetzt, wird deren Zusammenhang sichtbar.

Abb.22, Quelle: Marsh & Svensmark, 2003, zeigt die untere Wolkenbedeckung (blau) von 1983 – 2002 nach Daten des ISCCP und dazu die kosmische Strahlung (CR), gemessen in der Anzahl der Neutronen. Sie zeigt den deutlichen Zusammenhang beider Parameter. Die untere Wolkenbedeckung folgt dem Verlauf der CR. Auffallend ist der starke Einbruch in der Wolkenbedeckung im Jahr 1999 (1), der sich in der kosmischen Strahlung nicht wieder findet. Er ist jedoch in der Bz-Komponente genauso deutlich zu sehen (vorherige Abbildung). Auch die Minima (2), (3) und (4) in der Bz finden sich in der Wolkenbedeckung gleichfalls exakt wieder.
Da die Zeitreihe der unteren Wolkenbedeckung bei Marsh & Svensmark erst 1983 beginnt, wurde die kleine Abbildung der Wolkenbedeckung herangezogen (die Vergrößerung zeigt den Text und die Quelle). Dortiges Minima in der Wolkenbedeckung in 1982 fällt ebenfalls mit dem starken Minima der Bz in 1982 zusammen.
3. Zwischenergebnis
Die Schwächung der Bz-Komponente des Erdmagnetfeldes durch eine starke solare Aktivität steht in direktem Zusammenhang mir der Wolkenbedeckung und der kosmischen Strahlung und damit von trockenen Jahren.
*3) Nach dem Svensmark-Effekt ionisiert die kosmische Strahlung Luftmoleküle, wobei über Umwege (Sulfate) auch ionisierte Schwefelsäure entsteht. Diese bildet mit Wassermolekülen und neutraler Schwefelsäure ein Clusterion (CN). Dessen negative Ladung erleichtert die Nukleation (Anlagerung weiterer neutraler Moleküle), so dass ein kritischer Cluster (CCN) von 1-2nm entsteht. An diesen Cluster lagern sich weitere Moleküle an, wodurch ein Aerosolpartikel für die Tröpchenbildung entsteht (cloud droplets). Weiter ist seit dem Erfinder der Nebelkammer, Charles Thomson Rees Wilson bekannt, dass Ionen von Sauerstoffmolekülen sofort von Wassertropfen umschlossen werden. In der unteren Atmosphäre sind dies die Keimzellen für Regentropfen.

Abb.23, Quelle: Fangqun Yu, Atmospheric Sciences Research Center, State University of New York, “Cosmic Rays, Particle Formation, Natural Variability” zeigt den Beginn des Wolkenentstehungsprozesses. Ohne Aerosole können keine Keime für die Wolkenbildung (CCN) entstehen und damit auch keine Wolken, die Regen bringen können. Geladene Aerosole sind dabei bis zu 10-mal effektiver als ungeladene.
Teil 3: Die Wahrheit liegt in der Naturphysik und nicht der Klimareligion , in Kürze.
Raimund Leistenschneider – EIKE















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