Cap Allon
Weltweit hat die vulkanische Aktivität zugenommen: Zwischen dem 6. und 10. August wurde bei mindestens 20 Vulkanen eine Eruption oder ein anhaltender Lavaausfluss bestätigt.
Der japanische Sakurajima lieferte einige der dramatischsten Szenen: Er brach am 8. August aus und schleuderte Asche bis auf etwa 3300 m über dem Meeresspiegel. Die Asche zog nach Westen über Kagoshima hinweg. Die Aschewolke erreichte jedoch nicht die Stratosphäre, obwohl es zunächst so aussah.
Auch am italienischen Ätna hat die Aktivität zugenommen.
Am 9. August meldete das INGV anhaltende explosive Aktivität am Voragine, wobei Vulkanbomben über den Gipfel hinweg fielen, reichlich Asche ausgestoßen wurde und mehrere Lavaströme aus Schloten zwischen etwa 2.750 m und 2.360 m Höhe flossen. Das vulkanische Beben blieb auf hohem Niveau.
In Indonesien ist die vulkanische Aktivität besonders hoch.
Dukono, Ibu, Karangetang, Krakatau, Lewotobi Laki-Laki, Lewotolok, Marapi, Merapi und Semeru sind alle ausgebrochen. Allein am 7. August kam es am Ibu zu 93 Explosionen, am Semeru zu 101, am Lewotobi zu sechs, während der Merapi heiße Gerölllawinen bis zu 2 km weit die Hänge hinunter schickte.
In ganz Amerika stößt der Popocatépetl in Mexiko weiterhin Asche, Gas und Dampf aus. Der Fuego in Guatemala hat bis zu 11 Explosionen pro Stunde hervorgebracht, während der Santa María wiederholt Explosionen und glühende Gerölllawinen ausgelöst hat. Der kolumbianische Puracé ist weiterhin aktiv, und der ecuadorianische Reventador verursachte innerhalb von 24 Stunden 83 Explosionen, wobei auch der Sangay ascheproduzierende Ausbrüche verzeichnete. Auch der peruanische Sabancaya bleibt aktiv.
Der Reventador stieß am 9. August weiterhin Asche aus, wobei die NOAA Aschewolken bis in eine Höhe von etwa 5000 m registrierte.
Alaskas Great Sitkin setzt unterdessen seinen langsamen Lavaausbruch im Gipfelkrater fort.
Die weltweite Bilanz ist umfangreich, wenn auch nicht beispiellos. Der jüngste abgeschlossene Wochenbericht des Smithsonian enthielt 22 Vulkane mit neuer oder anhaltender Eruptionsaktivität; im Durchschnitt umfasst der Wochenbericht 16 Vulkane. Auch der Zeitpunkt ist interessant.
Der Sonnenzyklus 25 ist stark rückläufig. Die offizielle internationale Sonnenfleckenzahl für Juli sank auf 78,1, während die Schätzung des SIDC für den 9. August bei nur 27 lag. Auf der der Erde zugewandten Sonnenscheibe waren nur noch zwei nummerierte Regionen zu sehen, wobei die Röntgenaktivität unter dem Niveau der C-Klasse lag.
Ein Zusammenhang zwischen Sonnen- und Vulkanaktivität wird schon seit langem vermutet.
Eine Studie von Vasilieva und Zharkova untersuchte 4.961 Eruptionen zwischen 1750 und 2020 und stellte fest, dass – bei Aufteilung der Aktivität nach dem herkömmlichen Sonnenfleckenzyklus – etwa 60 % der Eruptionen während der abfallenden Phase und des Minimums auftraten.
Noch auffälliger ist, dass die Forscher eine dominante 22-jährige Periodizität identifizierten und für den Zeitraum von 1868 bis 1950 eine Korrelationsstärke von 0,84 zwischen der Eruptionshäufigkeit und einem Proxy für das solare Hintergrund-Magnetfeld feststellten.
Sie prognostizieren das nächste vulkanische Maximum für den Sonnenzyklus 26.
Der vorgeschlagene Zusammenhang besteht darin, dass sonnenbedingte Veränderungen der geomagnetischen Umgebung elektrische Ströme und Spannungen in einer bereits beanspruchten Erdkruste auslösen – einschließlich möglicher piezoelektrischer Effekte in dafür empfänglichen Mineralien. Mit anderen Worten: Sich verändernde elektromagnetische Bedingungen könnten dazu beitragen, Systeme auszulösen, die bereits kurz vor dem Bruch stehen.
Die großen Eruptionen auf Teneriffa in den Jahren 1704–05 und 1706 ereigneten sich während des Maunder-Minimums. Auch der japanische Berg Fuji hatte 1707 seinen großen Hōei-Ausbruch, der genau in dieses Minimum fiel.
Kosmische Strahlung bietet einen weiteren möglichen Weg. Wenn die Sonnenaktivität nachlässt, schwächt sich der Schutz durch die Heliosphäre ab, und es gelangen mehr galaktische kosmische Strahlen zur Erde. Gleichzeitig hat sich das Erdmagnetfeld – das eine zweite Verteidigungslinie darstellt – langfristig abgeschwächt. Zusammen können diese Bedingungen ein stärkeres Eindringen von Teilchen ermöglichen, wodurch Sekundärteilchen wie beispielsweise Myonen entstehen.
Diese Zusammenhänge sind noch lange nicht geklärt.
Da sich der Sonnenzyklus 25 nun jedoch rasch dem Ende zuneigt und veröffentlichte Modelle ausdrücklich auf den Zyklus 26 als nächste Phase erhöhter Vulkanaktivität hinweisen, ist der aktuelle globale Aktivitätsschub genau zu beobachten.
Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-records-fall-in-russia-earth?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE















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Sogar noch auffälliger ist, dass diese hohe Korrelation wirklich nur in diesem konkreten Zeitraum festgestellt wurde. Also bei gerade mal vier „22-Jahres-Perioden“.
Die Studie betrachtete Vulkanausbrüche von 1750 bis jetzt. In der meisten Zeit wurde kaum bzw. keine Korrelation festgestellt. Auf die 250 Jahre betrachtet ist die Korrelation eher bei 0,2, also eine schwache Korrelation, weit unter 0,8.
Sie beziehen sich wahrscheinlich, wie Cap Allon, auf diese Studie. Mit Ihrem Hinweis auf die fehlende Korrelation vor 1868 und nach 1950 haben Sie recht. Allerdings könnte der mögliche Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und Vulkanismus auch indirekt bestehen, vielleicht über den Einfluß der Planetenbewegungen. Es ist zumindest ein „Denkanstoß“ und genau deshalb halte ich diesen Beitrag für sehr interessant. Offensichtlich Sie auch, wie Ihre Recherche andeutet. MfG 😉
Das Erdmagnetfeld schwächelt seit 1840 und der magnetische Nordpol wandert Richtung Sibirien.
Also verändert sich/schwächelt auch das Schutzschild gegen hochenergetische kosmische Strahlung und vielleicht auch der magnetische Zusammenhalt der Erdkruste.
Nota: Die Erdkruste ist elektrisch leitent, also auch magnetisch beeinflussbar und in erkalteter Lava kann man die vergangene Erdmagnetfeldausrichtung nachweisen.
Auch zu lesen inwieweit inwieweit die Erde mit der Sonne verbunden ist.
sciencedaily-releases/2008/11/081101093713
MfG
Vulkanaktivitäten haben nichts mit der Sonnenaktivität oder den Sonnenflecken zu tun.
Das ist pure Spekulation.
Ebenso sind die Sonnenflecken nicht für den Klimawandel verantwortlich.
Vulkanaktivitäten haben aber sicherlich etwas mit der Erdmagnetfeldstärke zu tun.
Das Erdmagnet schwächelt seit 1840.
Und das Erdmagnetfeld ist mit dem Sonnenmagnetfeld verbunden.
Also gibt es wohl eine Relation entre Vulkan- und Sonnenaktivität.
Inwieweit ist nicht erforscht.
Sonne seit über 8.000 Jahren nicht mehr so aktiv wie heute
https://www.mpg.de/forschung/sonnenaktivitaet
Da auch die Helligkeit der Sonne leicht mit der Sonnenaktivität schwankt, ergibt sich aus der neuen Rekonstruktion auch, dass die Sonne heute etwas heller scheint als in den 8.000 Jahren davor. Ob dieser Effekt einen wesentlichen Beitrag zur globalen Erwärmung des Erdklimas im vergangenen Jahrhundert geleistet haben könnte, ist eine offene Frage. Die Forscher um Sami K. Solanki weisen jedoch darauf hin, dass die Sonnenaktivität seit etwa 1980 auf ungefähr konstantem Niveau verharrt – abgesehen von Schwankungen mit dem 11-jährigen Aktivitätszyklus der Sonne -, während die Temperatur auf der Erde in diesem Zeitraum einen starken Anstieg erfahren hat. Allerdings zeigt der ähnliche Verlauf von Erdtemperatur und Sonnenaktivität während der letzten Jahrhunderte (mit Ausnahme der letzten 20 Jahre), dass der Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und Erdklima weiterer Erforschung bedarf.
Bitte hier nur unter vollem Klarnamen posten, siehe Regeln.
Habe ich nicht gewusst, bei der Anmeldung habe ich das auch nicht erkannt
Diese langsame Freigabe der Kommentare verhindert auch eine ordentliche Diskussion.
Seien sie mal etwas lockerer, oder werden sie ständig verklagt?
Bitte nur mit Vor- und Nachnamen kommentieren. Und die Freigabe ist nicht langsam, sondern sorgfältig.
Offenbar bewegen Sie sich doch auf dem Blog. Da müssen Sie hier nicht den „Larry“ machen…..
Verstehe ohnehin nicht, warum Erwachsene nicht unter Klarnamen veröffentlichen.
Dem Meinungsunterdrücker ist es ein Leichtes den Klarnamen hinter einem Pseudonym zu eruieren.
Bei Provokateuren verstehe ich allerdings sehr gut, daß Sie ihre Klarnamen für den Mist und ihr subversives Kleingeist- Geschreibsel nur höchst ungern verwenden….
Geringe Sonnenaktivität führte zur „Kleinen Eiszeit“
https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/so-funktioniert-der-natuerliche-klimawandel/
Der wohl bekannteste Zeitraum mit auffällig vielen Phasen geringer Sonnenaktivität ist die “Kleine Eiszeit” zwischen 1250 und 1850.
In Europa führte sie zu einem massiven Temperaturrückgang mit Ernteausfällen und Hungersnöten.
Trotzdem ist umstritten, wie groß der Einfluss geringer Sonnenaktivität tatsächlich ist.
Parallel kam es zu vielen heftigen Vulkanausbrüchen, die ebenfalls Einfluss auf das Klima hatten.
Wahrscheinlich sind schwache Sonnenstrahlung und vermehrte Vulkanausbrüche gemeinsam für Europas Tiefkühlkeller verantwortlich gewesen.
Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir uns wieder auf eine Phase mit sehr geringer Sonnenaktivität zubewegen. Die globale Durchschnittstemperatur könnte sich dadurch um 0,3 Grad Celsius senken. Wirklich kälter wird es dadurch aber nicht, dieser Effekt würde durch den vom Menschen verursachten Klimawandel aufgehoben.
„Die globale Durchschnittstemperatur könnte sich dadurch um 0,3 Grad Celsius senken. Wirklich kälter wird es dadurch aber nicht, dieser Effekt würde durch den vom Menschen verursachten Klimawandel aufgehoben.“
Aha. …hochwissenschaftlich…
Es könnte…., aber wirklich kälter wird es dadurch nicht….und wird durch den menschengemachten Klimawandel aufgehoben und der ist schließlich menschengemacht wissenschaftlich bewiesen….😂 Peer Review bis in die Eiszeit..
Gründe mit Herrn Tack eine neue Initiative….wir können jeden Larry gebrauchen. 😉
Warum?
Woher kommt das Erdmagnetfeld?Das an der Erdoberfläche gemessene Feld hat verschiedene Quellen. Den größten Anteil hat mit über 90% das an der Erdoberfläche beobachtete Hauptfeld, das durch den Geodynamo-Prozess, durch Induktionsvorgänge im äußeren, flüssigen und elektrisch leitfähigen Erdkern entsteht. Magnetisierte Gesteine in der Erdkruste nah unter der Erdoberfläche erzeugen das Krustenfeld (auch Lithosphärenfeld), welches in Form von lokalen bis regionalen Anomalien dem Hauptfeld überlagert ist. Diese beiden Anteile werden aufgrund ihrer Quellen innerhalb der Erde auch als internes Feld bezeichnet.
Weiter gibt es die externen Anteile, die außerhalb der Erde erzeugt werden. Es handelt sich dabei um induzierte Felder von Stromsystemen in der Ionosphäre (ca. 100-300 km oberhalb der Erde) und in der Magnetosphäre ( 3-6 Erdradien Abstand), die sich unter dem Einfluss der Sonneneinstrahlung und des Sonnenwindes ständig ändern. Die Stärke dieser externen Anteile ist wesentlich schwächer als die des Hauptfeldes (Messung des Erdmagnetfelds), aber sie sind starken zeitlichen Schwankungen unterworfen. Dadurch führen die externen Felder, je nach elektrischer Leitfähigkeit des Untergrunds, auch noch zu sekundären Feldanteilen durch Induktion in der Erdkruste und im Erdmantel. Durch die gute Leitfähigkeit von Meerwasser zeigen selbst Ozeanströmungen noch messbare Effekte im beobachteten Erdmagnetfeld.
[gfz.de/sektion/geomagnetismus/daten-produkte-dienste/haeufig-gestellte-fragen-zum-thema-erdmagnetismus]
natürlich haben Vulkanaktivitäten und Sonnenaktivität oder Sonnenflecken nichts mit einander zu tun. Aber nahe liegend ist ein kumulierter Effekt!
Und was ist die Folgerung daraus?
Die Folgerung: Es kann nur mit dem CO2 zusammenhängen. Man kann nur ahnen und hoffen, dass Rahmstorf beim PIK sich der Zusammenhänge annimmt und die bisher für die Vulkan-Aktivitäten noch im Verborgenen wirkenden irreversiblen Kipppunkte entdeckt und erforscht. Gerade im Bereich der nicht weiter definierbaren Kipppunkte hat er sich ja weltweit einen gewaltigen wissenschaftlichen Vorsprung verschafft.
Wenn es ihm gelingt, hierzu Angela Merkel zu gewinnen, kann er bald mit ihr zusammen für die Erkenntnisse dieser noch unbekannten Zusammenhänge behaupten: „Wir schaffen das!“
Übrigens: Am Besten dämmt man unerwünschte Vulkanaktivitäten mit höheren CO2-Steuern ein! (Ein seit Millionen Jahren erprobtes und erfolgreiches Mittel.)
Was kann nur mit dem CO2 zusammenhängen? Sonnenflecken und Vulkanausbrüche?
Tiefe Kohlendioxidspeicher im Erdmantel verursachen den hohen CO2-Austoß des Ätna
[uni-koeln.de/universitaet/aktuell/meldungen/meldungen-detail/tiefe-kohlendioxidspeicher-im-erdmantel-verursachen-den-hohen-co2-austoss-des-aetna]
Also lösst CO² im Erdinneren durch Druck vielleicht Vulkanausbrüche aus.
CO² ist dann Schuld, aber nicht das von uns Menschen produzierte.
😉
Als Ergänzung:
CO₂ (Kohlendioxid) dehnt sich bei Hitze aus. Wie fast alle Gase folgt es den physikalischen Gesetzen und vergrößert sein Volumen bei Erwärmung, sofern der Druck gleich bleibt. Ist das Gas in einem Behälter eingesperrt, steigt stattdessen der Druck an.
Wenn also ein tiefer Kohlendioxidspeicher durch Magma erhitzt wird, steigt der Druck.
Könnte auch eine Erklärung für explosive Vulkanausbrüche sein (Pompeji)..
Na klar, beides, es zeigt immerhin, dass Sie lernfähig sind (auch wenn das wie auch hier wieder einmal gedanklich völlig in die Hose gegangen ist)!