Wir haben zahlreiche Nachrichten über ein bevorstehendes El-Niño-Ereignis gehört, das sich im Laufe des nächsten Jahres zu einem sogenannten „Super“-El-Niño entwickeln könnte. Dies wird unser Wetter für ein oder zwei Jahre beeinflussen, aber welche klimatischen Auswirkungen hat dieses Wetterphänomen, wenn überhaupt? Hier untersuchen wir die Geschichte warmer ENSO-Ereignisse.
Los Niños erwärmen die Erdatmosphäre für einige Jahre, führen sie doch dazu, dass überschüssige Wärmeenergie aus dem tropischen Pazifik abgegeben und diese Wärme dann über die atmosphärische Zirkulation rund um den Planeten verteilt wird, insbesondere in der nördlichen Hemisphäre, wo die meisten von uns leben. Dabei handelt es sich jedoch um warmes Wetter, nicht um Klima. Das Klima wird normalerweise als das durchschnittliche Wetter über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren definiert. Über einen Zeitraum von 30 Jahren betrachtet sind El-Niño-Ereignisse ein kühlendes Phänomen, da fast die gesamte Wärme, die sie an die Atmosphäre abgeben, letztendlich ins All abgestrahlt wird. Nur ein sehr geringer Teil der während eines El-Niño-Ereignisses aus den Ozeanen freigesetzten Wärme kehrt in die Ozeane zurück, weil die von der Atmosphäre nach unten gerichtete Infrarotstrahlung die Meeresoberfläche nicht durchdringen kann (Wong & Minnett, 2018). Nur Sonnenstrahlung kann in die tieferen Schichten des Ozeans vordringen und diesen deutlich erwärmen.
Viele El-Niño-Ereignisse sind sehr starke Wetterphänomene und lassen sich anhand von Proxydaten aus Seesedimenten in Ecuador in die Vergangenheit zurückverfolgen, wie dies von Christopher Moy und seinen Kollegen an der Syracuse University durchgeführt worden war (Moy et al., 2002). Abbildung 1 zeigt Moys El-Niño-Proxy-Datensatz und Rosenthals Temperatur-Proxy-Datensatz aus der Straße von Makassar seit dem Jahr 0 n. Chr. Moys Sedimentdatensatz aus dem Einzugsgebiet der Laguna Pallcacocha eignet sich gut zur Erfassung warmer El-Niño-Ereignisse, weil diese Ereignisse vor der Küste Ecuadors anomale Meerestemperaturen verursachen, die in diesem Gebiet starke und weit verbreitete Konvektion auslösen.

Abbildung 1. Die El-Niño-Daten von Moy in Blau (linke Skala) und Rosenthals Temperaturdaten für den Nordpazifik in Orange (rechte Skala) übereinandergelegt. Datenquellen: (Moy et al., 2002) & (Rosenthal et al., 2013).
Der wichtige Punkt ist, dass während der mittelalterlichen Warmzeit El-Niño-Ereignisse selten waren und erst mit Beginn der Kleinen Eiszeit um 1200 n. Chr. häufiger auftraten, um dann im Verlauf der Kleinen Eiszeit wieder abzunehmen, als es weltweit kälter wurde. Seitdem sind sie mit der Erwärmung der Erde wieder häufiger geworden, wie in Abbildung 2 dargestellt, die eine grafische Darstellung des NOAA-ERSST-Niño-3.4-Index‘ zeigt, bei dem El-Niño-Ereignisse positive und La-Niña-Ereignisse negative Werte annehmen.
El Niño-Ereignisse waren während des holozänen Klima-Optimums äußerst selten und nahmen erst mit Beginn des Neoglazials an Zahl zu, wie aus Abbildung 3 hervorgeht. Die Seltenheit von El Niño während des holozänen Klimamaximums wird durch zahlreiche geologische Proxies aus dem gesamten Pazifikraum bestätigt, wie in Moy et al. (Moy et al., 2002) erläutert wird.

Abbildung 3. Die Temperatur im Vinther-Gebiet in Grönland und Moys ENSO-Proxy für Warmphasen (Anzahl der Ereignisse pro 100 Jahre).
Die Seltenheit von El-Niño-Ereignissen während des holozänen Klimamaximums wurde von Clement et al. (Clement et al., 2000) mit den Umlaufbahnzyklen der Erde in Verbindung gebracht. Eine Erörterung der Auswirkungen von Umlaufbahnzyklen auf das Klima findet sich hier. Während des holozänen Klimaoptimums war die sommerliche Sonneneinstrahlung auf der Nordhalbkugel am höchsten. Es scheint, dass in solchen Phasen El-Niño-Ereignisse unterdrückt werden. Seit Beginn des Neoglazials, etwa 3800 v. Chr., ist die sommerliche Sonneneinstrahlung auf der Nordhalbkugel deutlich zurückgegangen.
Die Abbildungen 1 bis 3 deuten darauf hin, dass ein warmes, stabiles Klima mit sehr wenigen El-Niño-Ereignissen einhergeht, während es zu mehr El-Niño-Ereignissen kommt, wenn sich das Erdklima abzukühlen beginnt, wie zu Beginn des Neoglazials oder in den frühen Abkühlungsjahren der Kleinen Eiszeit. El-Niño-Ereignisse waren sehr häufig, als es sich bis in die tiefste Phase der Kleinen Eiszeit (~1750 oder so) hinein abkühlte, und als es sich dann aus der tiefsten Phase der Kleinen Eiszeit heraus erwärmte, ging die Zahl der El-Niño-Ereignisse zurück. Wir befinden uns derzeit am Ende des modernen Sonnenmaximums oder der modernen Warmzeit und beobachten mehr El-Niño-Ereignisse, was darauf hindeutet, dass sich die Welt abzukühlen beginnt.
Referenzen
Clement, A., Seager, R., & Cane, M. (2000). Suppression of El Niño during the mid-Holocene by changes in Earth’s orbit. Paleooceanography, 15(6), 731-737. https://doi.org/10.1029/1999PA000466
Moy, C., Seltzer, G., & Rodbell, D. (2002). Variability of El Niño/Southern Oscillation activity at millennial timescales during the Holocene epoch. Nature, 420, 162-165. Retrieved from https://doi.org/10.1038/nature01194
Rosenthal, Y., Linsley, B., & Oppo, D. (2013, November 1). Pacific Ocean Heat Content During the Past 10,000 years. Science. Retrieved from http://science.sciencemag.org/content/342/6158/617
Vinther, B., Buchardt, S., Clausen, H., Dahl-Jensen, Johnsen, Fisher, . . . Svensson. (2009, September). Holocene thinning of the Greenland ice sheet. Nature, 461. Retrieved from https://www.nature.com/articles/nature08355
Wong, E. W., & Minnett, P. J. (2018). The Response of the Ocean Thermal Skin Layer to Variations in Incident Infrared Radiation. Journal of Geophysical Research: Oceans, 123(4). https://doi.org/10.1002/2017JC013351
Link: https://andymaypetrophysicist.com/2026/06/17/do-los-ninos-cause-climatic-cooling/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
















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Man muß nur sehr, sehr fest daran glauben. Wer mißt, kann wegen Sättigung der Absorption, praktisch keinen CO2 Effekt unter dem Rauschen erkennen!
Da Satelliten seit den 1970er Jahren weniger Abstrahlung im CO2-Band messen, ist dieser Einwand falsch.
Das übliche Geschwätz der bezahlten Fußsoldaten der CO2-Glaubenskirche: „die jetzt beobachtete globale Erwärmung wird nachweislich durch einen Anstieg der Konzentration der Treibhausgase getrieben,..“
„nachweislich“, wo ist der Nachweis? oder gar eine technische Anwendung!
Dann erklären Sie das Juniverhalten in unserer Junivorschau. Weshalb hat CO2 die Junitemperturen bis 1987 abgekühlt und dann wie mit einem Zeitzünder versehen mit der Gründung des IPPC plötzlich die steile Erwärmung hingelegt. Solche Gaseigenschaften gibt es nur in der CO2-Glaubenskirche mitsamt ihren Voodoo-Wissenschaftlern.
Die 9 Gegenbeweise einer starken CO2-Treibhauserwärmung
1) In wissenschaftlichen Versuchen kann diese behauptete rechnerische Höhe des IPPC und des PIK (CO2-Klimasensitivität bis 5 Grad) nicht nachgewiesen werden
2) es gibt auch keine technische Anwendungen und Erfindungen, die nach dem CO2-Erwärmungseffekt funktionieren würden
3) Auch bei Naturbeobachtungen, wo kurzeitig verstärkt Treibhausgase ausströmen, wie bei der Sprengung der Nordstream-pipeline, fehlen die dazugehörigen Erwärmungenmessungen
Unsere 5 Grafikbeweise gegen den CO2-Temperaturregler in den deutschen Temperaturreihen sind:
4) Der Monat März erwärmt sich nur unwesentlich seit 1988, der Mai kühlt sich seit 1988 bis heute leicht ab, der April und der Juni erwärmen sich sehr stark. Da existiert kein einheitlicher CO2-Temperaturregler
5) 40 Jahre lang bis 1987 zeigen die deutschen Temperaturreihen keine Jahres-Erwärmung, sondern sogar eine leichte Abkühlung, obwohl CO2 ständig gestiegen ist. 1988 erfolgte ein Temperatursprung von einem Grad und erst seitdem setzte eine starke Weitererwärmung ein
6) Diese starke Weitererwärmung machen nicht alle Stationen gleichmäßig mit. Es gibt Wärmeinselstarke Stationen und Wärmeinselschwache.
7) Diese Weitererwärmung ab 1988 fand hauptsächlich im Sommer bis in den Herbst hinein statt und zwar nur tagsüber
8) Würden ausschließlich Treibhausgase die Temperaturtreiber sein, dann müssten alle deutschen Wetterstationen dieselben Steigungsformeln haben und zwar tagsüber und nachts.
9) Zumindest bei ein und derselben Station dürfte es bei den Trendlinien keine Steigungsunterschiede bei den Tag-Nachttemperaturen geben. CO2 kann tagsüber nicht erwärmend wirken und nachts kühlen.
Damit zeigt sich, dass bei jeder Wetterstation noch kleinörtliche Klimagründe mitwirken und den Klimawandel ab 198 mitbestimmen, und zwar nachts anders als tagsüber. Wenn sich hier ein Kommentator oder ein Artikel für einen kleineren CO2-THE in der Größenordnung bis 0,5/0,6 Grad ausspricht, dann widersprechen wir nicht. Für uns hat dem Geschäftsmodell Klimapanik widersprechen absoluter Vorrang.
Diesen Nachweis gibt es aber leider nicht.
Was würden Sie als Nachweis anerkennen, Herr Müller?
Gesichert ist, dass CO2 Infrarotstrahlung absorbiert, dass die CO2-Konzentration zunimmt, dass durch Sattelitenmessungen die geringere Abstrahlung im CO2-Band bestätigt wird, dass die Gegenstrahlung zunimmt und dass die Erde ein Energieungleichgewicht hat.
Mehr CO2 bedeutet weniger Abstrahlung und damit muss die Erde wärmer werden.
Wenn Ihnen diese Beweiskette nicht reicht, können Sie das gerne weiter blind leugnen oder Sie sollten eine nachvollziehbare Alternativerklärung für die globale Erwärmung anbieten. Ich verspreche Ihnen, dass Sie und alle Ihre Nachkommen finanziell ausgesorgt hätten. Für eine solche Erklärung würde Sie die Fossilindustrie mit Gold überschütten.
Das ist ein interessanter Denkanstoß von Andy May. Der Pazifik gibt nach solaren Maxima die aufgenommene Energie der kurzwelligen Sonneneinstrahlung in Intervallen wieder ab. Das kommt bei der KT-„Strahlungsbilanz“ nicht vor, weil die im Gegensatz zu richtigen Bilanzen keine Speicher kennt.
Anhänger der CO2-Klimakirche mit dem Glauben an CO2 als alleinigem Temperaturregler würden sagen, es ist vollkommen egal, ob El Niño-Ereignisse zu einer Klima-Abkühlung führen oder zu einer vorübergehenden Erwärmung. Dieser Artikel widerlegt nicht deren festen Treibhausgasglauben mit der Endprophezeiung, nämlich dem Sterben der Erde durch einen Hitzetod. Nach deren festen Glauben sind wir die letzte lebende Generation, wenn wir nicht endlich mit der Klimarettung beginnen. Aber das kostet, nämlich unser Geld. Leider ist das kein Glauben, sondern deutsche und europäische Politik, durch Gesetze abgesichert. Die Politik der Zerstörung unseres Abendlandes.