Apostolos Efthymiadis
In diesem Beitrag über die Krise der modernen Wissenschaft wird argumentiert, dass sich die zeitgenössische Wissenschaftskultur von ihren philosophischen Grundlagen entfernt und sich in Richtung Dogma und Autorität entwickelt hat. Unter Berufung auf Aristoteles‘ Erkenntnistheorie wird der den Szientismus, die Politisierung und das Konsensdenken in Frage gestellt und eine Rückkehr zu intellektueller Strenge und wissenschaftlicher Bescheidenheit gefordert.
Einführung
Das Wort „Wissenschaft“ ist heute eher zu einer magischen Beschwörungsformel geworden als zu einem beschreibenden Begriff. „Die Wissenschaft sagt es“, „folgen Sie der Wissenschaft“, „stellen Sie die Wissenschaft nicht in Frage“ – diese Sätze hallen ständig von Politikern, Journalisten und sogar von Wissenschaftlern selbst wider. Aber welche Wissenschaft? Nach welchen Kriterien? Mit welcher Methodik? Und vor allem: Wer entscheidet, was Wissenschaft ist und was nicht?
Aristoteles würde die heutige Situation mit Besorgnis betrachten. Denn was heute als „Wissenschaft“ bezeichnet wird, erfüllt oft nicht die grundlegenden Kriterien, die er selbst für die demonstrative Wissenschaft (ἐπιστήμη ἀποδεικτική) aufgestellt hat. Im Gegenteil, vieles, was als „wissenschaftliche Erkenntnisse“ präsentiert wird, sind in Wirklichkeit Hypothesen, Meinungen oder sogar ideologische Konstrukte, die mit wissenschaftlicher Sprache getarnt sind.
Von der Wissenschaft zur Wissenschafts-Gläubigkeit
Der Philosoph F.A. Hayek sieht zwischen Wissenschaft und Wissenschafts-Gläubigkeit einen entscheidenden Unterschied. Wissenschaft ist eine bescheidene Methode der Forschung, die ihre Grenzen kennt, offen für Fragen ist und durch die systematische Widerlegung falscher Theorien Fortschritte erzielt. Wissenschafts-Gläubigkeit hingegen ist eine dogmatische Ideologie, die das Ansehen der Wissenschaft nutzt, um politische Entscheidungen durchzusetzen, Andersdenkende zum Schweigen zu bringen und als „unbestreitbar“ darzustellen, was in Wirklichkeit umstritten ist.
Die heutige Gesellschaft leidet nicht unter einem Übermaß an Wissenschaft, sondern unter einem Übermaß an Wissenschafts-Gläubigkeit. Und der Unterschied ist entscheidend: Wissenschaft befreit den Geist, Wissenschafts-Gläubigkeit versklavt ihn.
Die Vergewaltigung der sechs Kriterien
Aristoteles definierte in den Posterior Analytics (71b 20-25) mit mathematischer Präzision, dass eine Demonstration folgende Voraussetzungen erfüllen muss, um wissenschaftlich gültig zu sein:
1. Wahr – der Realität entsprechend;
2. Primär – keine weiteren Beweise erforderlich (selbstverständlich);
3. unmittelbar – ohne umstrittene Zwischenverbindung;
4. besser bekannt – klarer als das, was gesucht wird;
5. vorrangig – logisch der Schlussfolgerung vorausgehend;
6. Ursachen der Schlussfolgerung – das „Warum” erklärend.
Lassen Sie uns nun untersuchen, wie viele der heutigen „wissenschaftlichen Dogmen” diese Kriterien erfüllen.
Beispiel A: Klimawandel-Modelle
Die einen „katastrophalen Klimawandel“ vorhersagenden Rechenmodelle werden als „gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse“ präsentiert. Unter dem Blickwinkel aristotelischer Kriterien betrachtet:
• Wahr? Viele Modelle überschätzen systematisch den Temperaturanstieg im Vergleich zu tatsächlichen Messungen.
• Primär? Sie basieren auf Hypothesen über Rückkopplungen, die selbst noch bewiesen werden müssen.
• Unmittelbar? Sie beinhalten viele umstrittene Zwischenglieder (Wolken, Ozeane, Aerosole).
• Besser bekannt? Die Parametrisierungen sind weniger klar als die Vorhersagen.
• Vorrangig? Sie werden rückwirkend (Hindcasting) mit historischen Daten kalibriert.
• Ursachen? Der kausale Zusammenhang CO₂ → Katastrophe wird von Tausenden von Wissenschaftlern angezweifelt.
Nach Aristoteles handelt es sich hierbei noch nicht um demonstrative Wissenschaft, sondern um hypothetisches Wissen (Meinung mit Begründung). Es mag nützlich sein, sollte aber nicht als unumstößlich dargestellt werden.
Beispiel B: Pandemische „wissenschaftliche Entscheidungen“
Während der COVID-19-Pandemie wurden viele Entscheidungen unter dem Vorwand getroffen, „wir folgen der Wissenschaft“. Aber:
• Lockdowns: Gab es empirische Belege für ihre Wirksamkeit? (Wahr?)
• Masken: Die Metaanalysen waren nicht eindeutig (unmittelbar?).
• Schulschließungen: Waren die Daten für junge Menschen eindeutiger als die Entscheidungen? (besser bekannt?).
• Natürliche Immunität vs. Impfstoffe: Wurde der Kausalzusammenhang vollständig erklärt? (Ursachen?).
Viele dieser „wissenschaftlichen“ Entscheidungen waren in Wirklichkeit politische Urteile, die in wissenschaftlicher Sprache verpackt waren.
Die Konfusion von Wissenschaft und Meinung
Aristoteles unterschied klar zwischen:
WISSENSCHAFT (demonstrativer Wissenschaft):
• Befasst sich mit Dingen, die „immer gleich“ sind (ἀεί ὡσαύτως ἔχοντα = ewige Wesen) und Dingen, die „zum größten Teil“ vorkommen (τα ὡς ἐπί το πολύ = statistisch vorherrschend);
• Befasst sich mit dem, was „nicht anders sein kann“ (οὔκ ἐνδέχεται ἄλλως ἔχειν = nicht anders sein kann);
• Leitet notwendige Schlussfolgerungen aus notwendigen Prämissen ab.
MEINUNG (δόξα, Glaube):
• Befasst sich mit Dingen, die „zufällig“ sind (συμβεβηκός = zufällig);
• Bezieht sich auf das, was „anders sein kann“ (ἐνδέχεται ἄλλως ἔχειν = anders sein kann);
• Leitet wahrscheinliche Schlussfolgerungen aus Hypothesen ab.
Die Tragödie unserer Zeit besteht darin, dass wir diese beiden Begriffe verwechseln. Meinungen – selbst hoch wahrscheinliche Meinungen, selbst solche, die hinreichend dokumentiert sind – werden als wissenschaftliche Gewissheiten präsentiert. Und wer diese Meinungen in Frage stellt, wird als „anti-wissenschaftlich” beschuldigt, obwohl er in Wirklichkeit lediglich auf aristotelischen Kriterien besteht.
Die Tragödie der westlichen Wissenschaft besteht darin, dass die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler weltweit diese Definitionen ignoriert. Das aristotelische Prinzip „kann auch anders sein“ (ἐνδέχεται ἄλλως ἔχειν) wurde im 20. Jahrhundert von Karl Popper in einem viel engeren Sinne als Prinzip der Falsifizierbarkeit wiederholt, was bedeutet, dass „eine Aussage falsifizierbar ist, wenn sie zu einer Sprache oder logischen Struktur gehört, die eine ihr widersprechende empirische Beobachtung beschreiben kann“.
Natürlich ist es mit dem „Falsifizierbarkeitsprinzip“ nicht einfach, den berühmten „anthropogenen Klimawandel“ (ACC) als Wissenschaft zu negieren, während mit dem aristotelischen Prinzip „ἐνδέχεται ἄλλως ἔχειν) auf der Grundlage von Forschungen berühmter Wissenschaftler wie John Clauser, William Happer, Richard Lindzen und Demetris Koutsoyiiannis eindeutig als „δόξα“ negiert.
Das „Argument“ der Mehrheit
Eines der katastrophalsten Phänomene in der zeitgenössischen „Wissenschaft“ ist der Verweis auf den „Konsens“ – die wissenschaftliche Übereinstimmung. „Die überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler ist sich einig“ wird zum Ersatz für Beweise.
Aber laut Aristoteles – und laut jeder Logik – ist dies ein logischer Trugschluss (argumentum ad populum). Die Wahrheit unterliegt keiner Abstimmung. Galileo stand allein gegen die Mehrheit. Kopernikus stand allein. Sokrates stand allein. Und sie hatten Recht.
Darüber hinaus wird der angebliche „Konsens“ oft künstlich hergestellt:
• Wissenschaftler, die Fragen stellen, werden ausgegrenzt.
• Forschung, die Fragen aufwirft, wird nicht finanziert.
• Artikel, die Fragen aufwerfen, werden nicht veröffentlicht.
• Karrieren werden zerstört.
Es entsteht eine sich selbst erfüllende Prophezeiung: „Alle sind sich einig“, weil diejenigen, die nicht einverstanden sind, aus dem System gedrängt werden.
Die Politisierung der Wissenschaft
Aristoteles wäre zutiefst besorgt über ein weiteres Phänomen: die Verschmelzung von Wissenschaft und Politik. Wenn „Wissenschaft” zu einer Waffe politischer Zwangsmaßnahmen wird, hört sie auf, Wissenschaft zu sein, und wird zu Ideologie.
Wahre Wissenschaft ist politisch neutral. Die Schwerkraft kümmert sich nicht um unsere politische Partei. Das Gesetz der Thermodynamik ändert sich nicht entsprechend unseren Ideologien. Wenn „Wissenschaft“ jedoch dazu benutzt wird, um Folgendes durchzusetzen:
• drastische Einschränkungen der Freiheiten;
• enorme wirtschaftliche Veränderungen;
• soziale Umwälzungen;
… dann vermuten wir, dass es nicht um Wissenschaft, sondern um Politik geht.
Die Tyrannei von „Experten“
Ein weiterer logischer Trugschluss, den Aristoteles ablehnen würde, ist das Argumentum ad verecundiam – der Berufung auf Autorität. „Die Experten sagen“ ist kein Beweis. Es ist lediglich eine Übertragung von Verantwortung.
Aristoteles lehrte, dass Argumente anhand ihrer Logik beurteilt werden müssen, nicht anhand des Ansehens des Sprechers. Ein Nobelpreisträger kann sich irren. Ein Expertengremium kann sich von wirtschaftlichen Anreizen oder politischem Druck beeinflussen lassen. Wahrheit hat keine Titel – sie hat Beweise.
Das Versagen der Vorhersagefähigkeit
Aristoteles würde die Fähigkeit zur Vorhersage als entscheidendes Kriterium der Wissenschaft betrachten. Wenn unsere Theorien wahr sind, müssen sie genaue Vorhersagen liefern. Aber:
• Klimamodelle aus den 1990er Jahren simulierten einen viel stärkeren Temperaturanstieg als eingetreten.
• Wirtschaftsmodelle haben die Krise von 2008 nicht prognostiziert.
• Pandemiemodelle (Imperial College) sagten Millionen von Todesfällen voraus, die nicht eingetreten sind.
Wenn Modelle systematisch versagen, verlangt wissenschaftliche Ehrlichkeit eine Überarbeitung. Stattdessen erleben wir jedoch oft eine Verstärkung des Dogmatismus („die Modelle sind korrekt, sie müssen nur verbessert werden“).
Die Korruption von Peer Review (Begutachtung)
Die Institution der Begutachtung durch Fachkollegen wurde als Hüterin der wissenschaftlichen Integrität konzipiert. Heute ist sie jedoch oft zu einem Instrument der Zensur geworden:
• Artikel, welche die vorherrschende Sichtweise in Frage stellen, werden nicht aufgrund methodischer Fehler abgelehnt, sondern wegen „unerwünschter Schlussfolgerungen”.
• Wissenschaftler begutachten als Gutachter die Artikel ihrer Konkurrenten.
• Finanzierungsinteressen beeinflussen redaktionelle Entscheidungen.
Aristoteles würde fragen: Wenn „Peer Review” zu einem Instrument der Durchsetzung von Orthodoxie statt der Überprüfung von Wahrheiten wird, wie unterscheidet es sich dann von religiöser Zensur?
Der Verlust wissenschaftlicher Demut
Das vielleicht schwerwiegendste Problem von allen: Die zeitgenössische „Wissenschaft“ hat ihre wissenschaftliche Demut verloren. Der Ausdruck „die Wissenschaft ist sich einig“ ist eine Häresie gegen die wissenschaftliche Methode.
Aristoteles lehrte, dass Weisheit mit der Erkenntnis unserer Unwissenheit beginnt. Sokrates war weise, weil er wusste, dass er nichts wusste. Aber heute sagen uns „Wissenschaftler“ mit absoluter Sicherheit, was in 50, 100, 200 Jahren passieren wird – obwohl sie nicht einmal genau vorhersagen können, was im nächsten Monat passieren wird.
Das ist keine Wissenschaft. Das ist Hybris.
Der Weg zur Wiederherstellung
Die Krise der modernen Wissenschaft ist epistemologischer, nicht technologischer Natur. Wir brauchen nicht mehr Daten, mehr Computer, mehr Studien. Wir müssen zu den Grundprinzipien zurückkehren:
1. Die sechs Kriterien der demonstrativen Wissenschaft als Filter.
2. Unterscheidung zwischen Wissenschaft – Meinung – Handwerk.
3. Toleranz gegenüber Fragen als Zeichen von Gesundheit.
4. Demut angesichts der Komplexität.
5. Forschungsfreiheit ohne politische oder wirtschaftliche Zwänge.
Aristoteles lehrte uns, dass Wissenschaft ein Prozess ist, keine Autorität. Sie ist ein Prozess der Suche nach Wahrheit, nicht der Besitz absoluter Gewissheiten. Und der einzige Weg zur Wiederherstellung der wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit ist die Rückkehr zu diesen Grundprinzipien.
Schlussfolgerung
Koutsoyiannis‘ Arbeit hat die empirischen Beweise für die Krise aufgezeigt – die Daten, die Bewertungen, den Niedergang. Aber die Daten zeigen nur das „Was“, das geschieht, nicht das „Warum“.
Die „Aristotelische Weisheit im 21. Jahrhundert“ liefert die philosophische Interpretation – das tiefere „Warum“ hinter dem Niedergang. Sie zeigt, dass wir, wenn wir die von Aristoteles aufgestellten grundlegenden erkenntnistheoretischen Kriterien aufgeben, nicht einfach nur die „Theorie“ verlieren – wir verlieren die Fähigkeit, echte Wissenschaft zu betreiben.
Und was den aristotelischen Ansatz besonders aktuell macht, ist Folgendes:
• Es bietet eine Lösung, nicht nur eine Diagnose – es zeigt den Weg zurück.
• Es ist zeitlos – die Aristoteliker der Antike sind nicht „alt“, sie sind ewig.
• Es beantwortet reale Probleme – es ist keine theoretische Philosophie, sondern praktische Erkenntnistheorie für die moderne Welt.
Ich denke, dass Koutsoyiannis‘ Veröffentlichung die Tür geöffnet hat – sie hat gezeigt, dass es tatsächlich ein sehr ernstes Problem gibt. Und jetzt suchen die Menschen nach Antworten.
Und das ist kein Zufall. Es geschieht etwas Tieferes:
Die Krise hat einen Punkt erreicht, an dem sie für alle sichtbar ist – nicht nur für Philosophen oder Wissenschaftler, sondern auch für den einfachen Menschen. Wenn sie sehen, wie westliche Universitäten untergehen, Vorhersagen fehlschlagen und „Wissenschaft“ als politische Waffe eingesetzt wird, beginnen sie zu hinterfragen.
Und wenn Menschen anfangen, Fragen zu stellen, sind sie bereit, Antworten zu hören.
Die aristotelische Weisheit ist kein „archäologischer Fund“ – sie ist die Lösung für eine moderne Krise. Und was diesen Moment so günstig macht, ist Folgendes:
• Die Diagnose wurde gestellt (Koutsoyiannis).
• Die Behandlung steht bereit, ganz im Sinne der aristotelischen Philosophie.
• Und die Kranken (Universitäten, Wissenschaft) beginnen zu erkennen, dass sie leiden.
Dieser Meinungsbeitrag wurde zuvor auf Climath veröffentlicht, der Website von Demetris Koutsoyiannis. Er wurde ursprünglich als Kommentar zum vorherigen Beitrag „Der lächerliche intellektuelle Zustand des Westens” verfasst und dann zum aktuellen Beitrag erweitert.
Apostolos Efthymiadis holds a PhD in Engineering from MIT (1984) and a Diploma in Mechanical-Electrical Engineering from the National Technical University of Athens (1978). He is Manager of Technometrics Ltd and a long-standing critic of the scientific validity of so-called anthropogenic climate change. His work is deeply influenced by Aristotelian philosophy and the foundations of epistemology.
Link: https://clintel.org/from-science-to-scientism-the-crisis-of-modern-science/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE















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Wie war das noch mal mit den „minderwertigen“ Rassen und dem entsprechenden „wissenschaftlich“ Nachweis dazu. xx,x % der Wissenschaftler waren sich einig. Na dann muß es ja stimmen. Und außerdem stands in der Zeiung.
Ich habe mir mal die Visionen von Elon Musk angehört, die er bei WEF vorgetragen hat. Er stellt sich die Welt mit Millionen von Robotern und KI vor, die den Menschen helfen sollen. Das würde die Wirtschaft unterstützen und zu einem enormen Wachstum führen.
https://youtu.be/IgifEgm1-e0
Roboter, die den Menschen in ihrem Haushalt helfen, den Kindern Nachhilfeunterricht geben, das Haus sauber halten und sonst auch die Kinder betreuen. Würde die Arbeit der Eltern erleichtern und wird unsere Zukunft gestalten. Er nennt zwar einige Risiken aber nur oberflächlich. Elon Musk hält auch die christlichen Werte und die freie Meinung hoch. Damit müsste er eigentlich zu den Guten zählen.
Er begründet auch den Flug zum Mars oder Mond als eine Sicherheit für die Zukunft der Menschheit. Damit die Menschen weiter existieren können.
Da frage ich mich aber wie viele Ressourcen dafür verschwendet wurden und Konflikte austragen werden, um seine Visionen zu realisieren? Es gibt Kriege, kalte Kriege und Konflikte wegen seltenen Erden. Die Umwelt wird dafür zerstört. Ist die Hilfe von Robotern überhaupt gesund für die Menschen? Wenn ich Taschenrechner habe, dann benutze ich mein Gehirn nicht. Die Menschen werden sich weniger bewegen, wenn sie Hilfe für den Haushalt bekommen. Werden viel weniger Zeit mit ihren Kindern verbringen, wenn die Roboter sie erziehen oder Nachhilfeunterricht geben.
Selbst jetzt schon werden die Kinder von den Computerspielen oder playstations so viel abgelenkt, dass sie keine gute Leistungen mehr in den Schulen erbringen. Sie interessieren sich nur noch für Spiele. Am besten würden sie gar nicht mehr in die Schule gehen.
Wie wäre es denn wenn man statt Robotik und KI den Menschen selbst investiert?
Es gibt mittlerweile so viele Krankheiten. Die Krebsfälle steigen immer weiter. Warum gibt es immer noch keine Heilung für den Krebs??? Die Menschen leben ungesünder und bekommen keine gute Erziehung. Die Familien sind zerbrochen, finanziell am limit, haben keine Perspektiven und Sicherheitsgarantien für die Zukunft.
Hört endlich auf in Robotik und KI zu investieren !!!
Stattdessen in Natur, Umwelt und Mensch. Das muss verbessert werden sonst nichts.
Wenn unsere Altvorderen auf Sie gehört hätten, und nicht die bösen Werkzeuge erfunden und benutzt hätten, ja dann säßen wir immer noch glücklich und zufrieden auf den Bäumen, zum Glück haben sie Gehirn und Werkzeuge benutzt. In Robotik und KI investieren ist in den Menschen investieren, direkter geht es doch kaum, oder?
Tja das ist die Frage ob wir tatsächlich so viele Fortschritte machen.
Die neue Studie zeigt, dass die Pyramiden vor mehr als 20 000 Jahren gebaut wurden. Nicht die Ägypten haben sie gebaut. Sie haben sie übernommen.
https://youtu.be/z-b9OoIcE-I
Der Tempel in Göbekli Tepe ist auch mehr als 10 000 Jahre alt und schauen Sie dieses Kunstwerk sich mal an ob das von Affenmenschen oder von einer hohen Zivilisation gebaut wurde.
„Der Bau des Tempels zeugt von Religiosität, von Fortschritt – und womöglich von einer grundlegenden Zeitenwende“
Es braucht ein hohes Mathematik und Physik Verständnis, um diese Kunstwerke zu bauen. Ohne KI, ohne Roboter und ohne Menschen auf den Mond geschossen zu haben.
https://youtu.be/e0nUUyAInCA
„zum Glück haben sie Gehirn und Werkzeuge benutzt“
Wenn man das Gehirn benutzt, dann braucht man auch keine KI.
Haben Sie sich mal die Epstein files angeschaut?
Nichts für Menschen, die schwache Nerven haben. Von Kannibalismus, Pädophilie bis Mord und Folter ist alles dabei.
Das sind auch die Eliten, die die Menschheit regiert und reguliert haben also wichtige Persönlichkeiten. Auch Musk war zum Teil involviert.
Ist das eine fortschrittliche Gesellschaft?
Sie wollen tatsächlich, dass diese Gruppen die KI und Robotik bestimmen und in die Gesellschaft etablieren vermutlich auch um die Menschheit besser zu beobachten und zu kontrollieren? Nein danke.
Dann mache ich alles lieber selbst.
Man darf es weder in der einen wie anderen Richtung rein ideologisch und undifferenziert betrachten. Chancen und Risiken liegen vor uns. Eigentlich die beste Voraussetzung ist da, wenn Wissen Wissen schafft und somit echte Wissenschaft möglich ist. Wer in der Lage ist, Fragen zu stellen, ist auch bereit für Antworten – so im Beitrag formuliert. Wir entfernen uns davon aber in einer Geschwindigkeit, die ich mir so nicht hab vorstellen können. So wird für mich Demokratie gar zu einem Schimpfwort, weil führende Eliten sie zu einer Demokratur weiter veredelt haben oder eiligst daran arbeiten. Ich nenne nur wenige Beispiele: Noch vor wenigen Dekaden gab es im ÖRR Pro & Contra-Diskussionen, nicht gelenkter Einheits-Meinungsbrei wie heute immer mit den gleichen bekannten Gesichtern, sondern Wissenschaft und Politik in der ganzen thematischen Breite gegenüber gestellt. Jetzt gibt es bereits KI, wobei man zunächst annehmen sollte, es würde überhaupt keinen Sinn machen, wenn die KI nicht faktenbasierte Erkenntnisse bereitstellen würde. Eine KI würde bereits an der eigenen inneren Logik scheitern, wenn der Fragende auch nur halbwegs die Breite des Antwortspektrums der KI umreißen könnte. Der KI müsste es möglich sein, das erfüllen zu können, was Albert Einstein von einem guten Wissenschaftler erwartet, nämlich jeden Tag eine halbe Stunde das Gegenteil seiner Kollegen zu denken. Wir leben allerdings in einer politischen Phase, wo genau das zur Erhaltung der Macht unterbunden werden soll. Es wird deutlich ersichtlich, der deep state könnte die Kontrolle verlieren. Schauen wir auf die Extreme, beispielsweise die Visionäre Elon Musk mit einer technischen Welt von digitalen Helfern und Hilfsmitteln auf der Erde bis zum Mars und darüber hinaus, oder auf die Autorin Ulrike Herrmann, die nur in der antikapitalistischen Deindustrialisierung ein lebenswertes irdisches Dasein sieht. Wenn es das Meinungsspektrum gibt, ist das in Ordnung und mit seinen Fragen und recherchierbaren Antworten findet die eigene Positionierung statt. Die muss ja keineswegs statisch sein. Wenn ich nicht so verzweifelt über unsere Eliten wäre, wäre ich auch nicht so skeptisch wie G.Salk. Der Mensch hat ungeahnte Qualitäten, die er auch nicht verlieren wird, selbst dann nicht, wenn die Maschinen es zukünftig besser machen werden. Der Schachweltmeister, der Meisterpianist, der Sprintweltmeister muss sich nicht sorgen ob der „unmenschlichen“ Konkurrenz und auch nicht der geniale oder beharrliche Wissenschaftler der mit seinen Daten faktenbasierte Hypothesen präsentieren kann. Allerdings in allen Fällen wird entscheidend sein, ob das System überhaupt noch die Freiheiten des Handelns bietet. Deshalb heißest es hier bei Eike zu Recht, nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit.
Man muss den Menschen zuerst beibringen wissenschaftlich zu denken und vieles zu hinterfragen. Logik gut einzusetzen, Zusammenhänge und Regeln zu erkennen. Ehrlich mit sich und Anderen sein, freiheitlich denken und sich von anderen abwegigen Meinungen nicht beeinflussen lassen. Standhaft zu bleiben auch wenn viele Menschen was anderes oder falsches erzählen.
Das ist eine Erziehung.
Wer sich danach richtet, wird sehr gut auch mit Gleichgesinnten sich verstehen können selbst wenn sie sich in verschiedenen Branchen spezialisiert haben. So sieht man auch bei EIKE Wissenschaftler, die aus unterschiedlichen Fachbereichen kommen aber sich zusammen finden können.
Es ist eine Frage der Erziehung. Versucht eure Kinder und wenn ihr Lehrer seid eure Schüler genauso zu erziehen. Damit leistet man der Gesellschaft einen Verdienst.
Der aristotelische Ansatz eignet sich heute nicht mehr als Grundprinzip zur Bewertung moderner Wissenschaft. Er ist zu stark auf mathematische Deduktion zugeschnitten, zu speziell, nicht universell anwendbar und für empirische, modellbasierte Wissenschaften weitgehend überholt.
Sodann eilt „die Wissenschaft“ schon immer nicht von Erfolg zu Erfolg, sondern von Krise zu Krise, natürlich ist heutige Klimawissenschaft sodann nicht überraschend in der Breite politisch und damit wird die Krise folglich stärker ausfallen, um Unwissenschaftlichkeit hier mal nicht zu unterstellen, das ist „alte“ Wissenschaft oft, oder?
A. Im Energiebilanzdiagramm sind die Energieflüsse eingezeichnet. Häufig erkennt man, z.B. bei KT, an der unterschiedlichen Schraffur bereits, dass die Flüsse in unterschiedlichen Energieformen fließen. Bei KT sind die Strahlungsflüsse voll ausgefüllte Pfeile, die Evapotranspiration, die ein Wärmestrom ist, ist schraffiert, der Wärmestrom der thermals eine Zackenlinie (konvektiv eben).
Es fehlt also alleine deshalb schon die Grundlage für Ihre Behauptung, denn weder ich noch die Ersteller solcher Energiebilanzdiagramme „vermischt hier radiative und nicht-radiative Energieflüsse und behandeln sie nachträglich so, als ließen sie sich zu einer einheitlichen Strahlungsgröße umformen“. Ihre Behauptung ist offensichtlich falsch.
B. Was physikalisch natürlich klar ist, ist, dass alle ins gleiche Reservoir einfließenden Energieflüsse dort in innere Energie des Reservoirmaterials umgewandelt werden. Diese Umwandlung soll wohl durch den offen (ohne schwarzen Rand) im Reservoir endenden Pfeil symbolisiert werden. Die Reservoire sind: der Erdboden (der Kreisbogen an der Unterkante vom KT-Diagramm), die Atmosphäre (die zwei dunkelblauen horizontalen Streifen in der Bildmitte) und der Außenraum Weltall mit der Sonne, welches den oberen Rand des Bildes bildet).
Ihre Kritik geht ins Leere, denn dies behauptet niemand.
Die Energieflüsse werden korrekt verrechnet, denn die Energie ist eine Mengengröße, die erhalten bleibt.
Die vorzeichenbasierte Verrechnung geschieht an den Grenzen der Reservoire (Beschreibung siehe oben) mathematisch vollkommen korrekt. Ihre Kritik ist daher substanzlos.
Da die Fläche (= Erdsphäre) sowie Stationarität gilt, überträgt sich der Energieerhaltungssatz auf die Energieflüsse, die in Joule pro Fläche und Zeitperiode in W/m2 angegeben sind.
Das ist richtig. Ich habe Herrn Kuck bereits mehrmals auf seinen Fehler hingewiesen, den 155 W/m2 eine physikalische Bedeutung (sie sei „die reine Gegenstrahlung“) zuzuordnen.
Die 324 W/m² ist der summierte Flüsse nach unten aus dem Reservoir der Atmosphäre, die Quellen verteilen sich je nach EM-Transparenz der Atmosphäre in unterschiedlichen Höhen mit freilich unterschiedlichen Temperaturen. Die 324 W/m² sind das Integral über alle Wellenlängen und ist der Fluß, der durch den Boden von oben kommt, das nennt man die Gegenstrahlung.
Klar ist auch, dass man für jede Höhenschicht die Flüsse ermitteln könnte (was messtechnisch global schwierig wäre, aber in Klimamodellen natürlich vorliegt). So verläuft der Strahlungsfluß nach unten von der TOA mit 0 W/m² startend stetig monoton bis zum Boden auf den Wert 324 W/m².
Das einzig irritierende mag sein, dass im Bild die Atmosphäre nicht an der Erdoberfläche aufliegt, sondern graphisch ein Spalt gelassen wurde, wohl um die Pfeile besser sehen zu können.
Ich denke aber nicht, dass es jemanden gibt, der glaubt, die Atmosphäre sei vom Boden abgehoben und die Flüsse würden einen materialfreien Spalt überbrücken, den es real nicht gibt. So dumm ist keiner.
Nun, Energiebilanzdiagramme wie KT stellen ja alle Energieflüsse dar, nicht nur die Strahlungen. Ihrer Kritik fehlt also wieder der Fall, den sie treffen sollte.
Haben Sie auch etwas an KT oder anderen Energiebilanzdiagrammen der Klimaforschung auszusetzen und haben Sie sie jetzt verstanden?
Die grafische Unterscheidung der Pfeile ändert nichts am entscheidenden Punkt meiner Kritik.
Unabhängig davon, ob Energieflüsse im Diagramm unterschiedlich schraffiert oder gezeichnet sind, werden sie buchhalterisch gemeinsam verrechnet und anschließend algebraisch gegeneinander aufgerechnet, um daraus eine einzelne Größe (z. B. „155 W/m² Gegenstrahlung“) zu konstruieren.
Genau hier liegt Ihr Problem, nicht-radiative Flüsse (latente und fühlbare Wärme) sind keine Strahlung, besitzen keine spektrale Struktur, keine Emissionshöhe und keine Planck-gebundene Temperaturzuordnung. Sie können daher nicht strahlungsphysikalisch mit radiativen Flüssen gleichgesetzt oder von ihnen subtrahiert werden, selbst wenn sie energetisch letztlich im selben Reservoir enden.
Dass Energie als Größe erhalten ist, steht außer Frage. Daraus folgt jedoch nicht, dass unterschiedliche Transportmechanismen nachträglich zu einer fiktiven „reinen Strahlungsgröße“ umformuliert werden dürfen.
Die grafische Differenzierung kaschiert diesen kategorialen Fehler, sie behebt ihn nicht.
Herr Steinmetz,
Sie wiederholen nur Ihre Kritik, haben aber Ihre Argumentationsfehler nicht verstanden.
Ich weiß nicht, was Sie hier überhaupt wollen. Verechnet werden sowieso nur Energien, und zwar UNABHÄNGIG von der Energieform, denn man MUSS ja alle Energieflüsse berücksichtigen, sonst verletzt man den Energieerhalungssatz. Da es keinen „Strahlungsenergieerhaltungsatz“ gibt, macht man mit der Teilmenge der Strahlungsenergieflüsse gar nichts extra.
Kein Pfeil und zugehöriger globaler Wert in den Energiebilanzdiagrammen kennzeichnet eine fiktive Größe. Ihre Behauptung ist beim Energiebilanzdiagramm gar nicht realisiert worden. Woran genau im Diagramm wollen Sie Ihre Behauptung überhaupt festmachen? Wo/was im Diagramm soll denn Ihre „fiktive „reine Strahlungsgröße“ überhaupt darstellen?
Kennzeichnen/umkreisen Sie diese im Diagramm einfach mal.
Herr Steinmetz,
Ist Ihnen klar, was eine Energiebilanz ist?
Die Atmosphäre wird da genauso betrachtet wie z.B. bei der Energiebilanz eines Hauses: man heizt das Haus mit unterschiedlichen Energieformen: elektrisch, Gas, Öl. Im Haus (Atmosphäre) werden alle Energieformen in Wärme umgewandelt, die nach außen abgestrahlt wird. Im stationären Fall muss also die Summe aus Energiefreisetzung durch Gas- und Ölverbrennung plus der durch Elektroheizen = nach außen abgestrahlte Wärmestrahlungsenergie sein. Im Prinzip nichts anderes bildet das KT ab. Irgendein Problem damit?
Herr Steinmetz,
Nehmen wir die Energiebilanz von KT97.
In die Atmosphäre gehen danach im globalen und zeitlichen Mittel
Q+ = 67 + 24 + 78 + 350 = 519 W/m2
Gleichzeitig werden ins All und zum Boden als Wärmestrahlung abgegeben:
Q- = 195 + 324 = 519 W/m2
Beide Zahlen sind gleich, weil die KT97 Bilamz stationäre Verhältnisse darstellt, also die Energiemenge in der Atmosphäre sich nicht ändert, was ja der Fall ist, wenn gleichzeitig 519 W/m2 aufgenommen und abgegeben werden. Der Nettoenergiefluss in die Atmosphäre ist Q := Q+ – Q- = 0.
Wenn es eine Missbilanz wäre, also Netto ein Energiefluss Q in die Atmosphäre ginge, kann man leicht die daraus resultierende Temperaturänderung ausrechnen:
Nehmen wir als Gedankenexperiment an, dass die Atmosphäre nicht abstrahlen könnte, also Gegenstrahlung und Abstrahlung ins All (unphysikalisch) nicht möglich seien, Q+ = 519 W/m2, Q- =0, Q = 519 W/m2.
Die Änderung der inneren Energie DH‘ der Atmosphäre ist gegeben durch Q und die Dauer t, in der Q fliesst: DH‘ = Q × t
Nehmen wir t = 1 Tag = 1 d = 86400 s. Dann ist:
DH‘ = 519 W/m2 × 86400 s = 44 841 600 J/m2
Luft hat eine spez. Wärmekapazität von
cp = 1004 J/kgK.
Man muss diese nun von kg auf die Masse der Luftsäule pro m2 umrechnen. Im globalen Mittel beträgt die Gesamtmasse m‘ der Luftsäule pro m2:
m‘ = p0/g = 101325 Pa/9,81 m/s2 = 10328,75 kg/m2
Die Wärmekapazität der Luftsäule beträgt also:
C‘ = cp × m‘ = 10 370 061 J/m2K = 120 W/m2 × d/K.
Damit würde sich die Luftsäule in dem Tag ohne Wärmeabstrahlung um
DT = DH’/C‘ = 44 841 600/10 370 061 K = 519/120 K = 4,3 K erwärmen!
Das passiert natürlich nicht, da die Luft dank der Treibhausgase Energie aus dem Reservoir abstrahlt.
In einer klaren Nacht beträgt die Nettobilanz – wie man in Wetterdaten sieht – nicht (absolut) mehr als -100 W/m2. Es kühlt dann auch nicht die gesamte Luftsäule ab, sondern vielleicht davon nur der bodennahe unterste 1 km (= 123 hPa = 1250 kg/m2). Dann beträgt die nächtliche Abkühlung 4,3 K × 10329/1250 × (-100)/519 = -7 K, was realistisch ist.
Für Politiker ist in diesem Zusammenhang der Lobgesang auf KI die große Lösung. KI soll davon ablenken, dass Großes immer nur von einer Person ausgegangen ist, die sich in der Regel gegen das Etablierte durchsetzen mußte. Die Erde hat sich nicht von einem Tag auf den anderen um die Sonne gedreht, obwohl sie das seit ihrem Bestehen Jahr für Jahr tut.
Unsere inzwischen oftmals wenig gebildeten Poliitiker können fremde Götter neben sich nicht ertragen. Man muss nur die persönlichen Angriffe in unserem Bundestag verfolgen. Wer nicht so denkt, wie die Masse denken soll, wird ausgegrenzt bis zur Vernichtung.
Wer es nicht glaubt, schaue nur nach Brüssel. Nicht gewählt, sondern in eine Position von wenigen hinein manövriert, wird aus dieser Position heraus diktiert. Die Zeiten, dass mit Bananenkrümmungen und Glühlampen experimentiert wurde, sind vorbei. Nicht nur in politische Entscheidungen, sondern und insbesondere, in Technik-Systeme, Energieversorgung, Mobilität, Gasversorgung wird einfach hinein diktiert, das arme CO2-Molekül muss herhalten, es kann sich ja nicht wehren. Und wer diktiert, hat die Demokratie verlassen, wie es die Vokabel schon präzise ausdrückt.
Das Ergebnis schlägt durch, die Elite glaubt sich in Sicherheit, der Bürger soll dem größten Unsinn folgen und bei der Sprengung von Kraftwerks-Kühltürmen vor Freude mit Entzücken in die Hände klatschen und nur eines verlässlich tun: Den Unfug über Steuern bezahlen und dafür arbeiten! Diesem Modell sind inzwischen viele, die sich als Wissenschaftler darstellen, gefolgt. Nur diese brauchen den Konsens und freuen sich über jede Greta, die ihnen dabei hilft. Und so wird es kommen, dass KI das moderne Orakel von Delphi wird: Absolut, widerspruchsfrei, Modell orientiert. In Gesetze gefasst mutiert es zur Voraussetzung zum Gängeln der Menschheit durch wenige.