Kenneth Richard

Die Reduzierung der vom Menschen verursachten Emissionen hat so gut wie keinen Einfluss auf die globalen Temperaturen.

Eine unbequeme neue Studie, veröffentlicht in „Nature Communications“, verdeutlicht die zwiespältigen Konsequenzen der weiterhin vorherrschenden Ansicht, dass der Mensch das globale Klima grundlegend steuert. Dieses Paradigma veranlasst Wissenschaftler dazu, Studien des Inhalts zu veröffentlichen, wonach der Mensch durch seine alltäglichen Aktivitäten gleichzeitig sowohl Erwärmung als auch Abkühlung, Überschwemmungen und Dürren, den Rückgang und das Vorrücken von Gletschern usw. verursacht.

Die sich aus den meisten dieser Studien ergebende unvermeidliche und einheitliche Schlussfolgerung lautet, dass die staatliche Politikgestaltung die entscheidende Variable für die klimatischen Entwicklungen ist.

Es gilt mittlerweile als allgemein anerkannt, dass der Mensch die Temperatur der Luft und der Ozeane im Wesentlichen dadurch steuert, dass er (1) die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre erhöht oder senkt oder (2) die mit der Industrialisierung und dem Energieverbrauch verbundene Luftverschmutzung (Aerosole, Feinstaub) erhöht oder verringert.

Die Autoren dieser Studie kommen zu dem Ergebnis, dass die Netto-Klimasensitivität gegenüber einem Rückgang des atmosphärischen CO₂-Gehalts um 24 ppm bis zum Jahr 2070 – der allein durch Chinas Übergang zu „Netto-Null“-Emissionen erreicht werden würde – lediglich -0,03 °C ± 0,09 °C beträgt.

Diese Zahl ergibt sich aus der Annahme, dass die globale Abkühlung von -0,16 °C, angeblich hervorgerufen durch eine CO₂-Reduzierung um 24 ppm in den nächsten 50 Jahren, fast vollständig durch die globale Erwärmung von +0,12 °C ausgeglichen wird, die sich aus Chinas laufenden (erfolgreichen) Maßnahmen zur Verringerung der Luftverschmutzung im gleichen Zeitraum ergibt.

„Die globale Erwärmung infolge der Reduzierung von Luftschadstoffen kann den durch die CO₂-Reduzierung erzielten Kühleffekt bereits um das Jahr 2060 herum, wenn CO₂-Netto-Null-Emissionen erreicht werden, weitgehend ausgleichen. Der kombinierte globale Effekt ist eine vernachlässigbare Abkühlung von –0,03 K ±0,09 K.“

Kurz gesagt behaupten die Autoren, dass die Reduzierung anthropogener Emissionen (sowohl CO₂ als auch Aerosole und Feinstaub) gleichzeitig sowohl eine Abkühlung als auch eine Erwärmung bewirkt, wodurch sich diese Effekte praktisch gegenseitig aufheben. Ehrgeizige Maßnahmen zur CO₂-Reduzierung, wie beispielsweise das Streben nach „Netto-Null“-CO₂-Emissionen in den kommenden Jahrzehnten, haben „ein halbes Jahrhundert lang“ nahezu keine Auswirkungen auf das Klima.

„Selbst aggressive Klimamaßnahmen wie die CO₂-Neutralität reichen nicht aus, um den Planeten bis etwa 2070 abzukühlen, weil die Reduzierung von Luftschadstoffen einen gegensätzlichen Effekt hat.“

Was wird also durch die Verfolgung extrem kostspieliger, staatlich geförderter Dekarbonisierungsmaßnahmen erreicht? Wenn man diesen Berechnungen Glauben schenkt, eine Veränderung der globalen Temperatur um drei Hundertstel Grad. Also: nichts!

Link: https://notrickszone.com/2026/10/08/new-study-50-years-of-the-most-aggressive-net-zero-policies-can-only-affect-the-global-climate-by-0-03c/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

image_pdfBeitrag als PDF speichernimage_printBeitrag drucken