Robert Bradley Jr. MasterResource
„Die ‚unsichtbare Hand‘ ist am Werk, um den Umstieg auf Gas (und auch Diesel) in der Aufholphase für eine wirtschaftliche, groß angelegte Stromerzeugung zu ermöglichen.“
Der Klimaalarmist und Aktivist Jamie Skaar lieferte einen „Bericht“ von der POWERGEN International-Konferenz in San Antonio. Seine Zusammenfassung auf LinkedIn (kein Link: Er hat mich blockiert) folgt wörtlich [mit meinen Ergänzungen in Klammern].
Branchenführer signalisieren großen Wandel auf dem Gasturbinenmarkt: Die wichtigsten Erkenntnisse
„Jüngste Erkenntnisse … zeigen einen unerwarteten Trend: Die Nachfrage nach Gasturbinen steigt auf ein Niveau, das seit Anfang der 2000er Jahre nicht mehr erreicht worden ist. Was treibt dieses Wachstum in Zeiten unseres Vorstoßes in Richtung erneuerbarer Energien an? Die Antwort liegt in der beispiellosen Expansion von Rechenzentren und der Elektrifizierung, die eine außerordentliche Nachfrage nach zuverlässiger, rund um die Uhr verfügbarer Energie schaffen.“
Schauen wir uns einmal an, was die Branchenführer beobachten:
1. Aktuelle Marktdynamik
– Allein in den USA sind über 7.000 Gasturbinen in Betrieb
– Vorlaufzeiten für neue Projekte betragen bis zu 7–8 Jahre [durch Ausweichlösungen lassen sich diese verkürzen]
– Große Hersteller arbeiten mit maximaler Produktionskapazität
– GE Vernova investiert 600 Mio. US-Dollar in den Ausbau der Produktion in den USA
2. Technische Entwicklung
– Moderne Kombikraftwerke reduzieren die [CO₂]-Emissionen um mehr als 60 % im Vergleich zu Kohle
– Hersteller treiben die Entwicklung von Wasserstoffantrieben voran [utopisch]
– Die Integration von CO₂-Abscheidung wird wirtschaftlich rentabel [mit hohen Subventionen; in bestimmten Bereichen]
– Effizienzsteigerungen verringern die Umweltbelastung…“
Jamie Skaar schließt mit der in den 1990er Jahren vorherrschenden Sichtweise, wonach Erdgas als „Brückenbrennstoff“ zur Nachhaltigkeit gilt:
Die zentrale Erkenntnis: Anstatt ausgemustert zu werden, werden Gasturbinen als Brückentechnologie neu konzipiert, die sich weit in die Zukunft erstrecken könnte – insbesondere da Innovationen im Bereich Wasserstoff als Brennstoff und bei der Kohlenstoffabscheidung ausgereift sind.
Er geht dann davon aus, dass Unternehmen eine „Dekarbonisierung“ anstreben werden, als wäre diese an sich etwas Gutes und nicht etwa eine Ablenkung und ein Verlustgeschäft.
Fragen an Energieplaner und -entwickler: Wie bringen Sie den unmittelbaren Kapazitätsbedarf mit den langfristigen Dekarbonisierungszielen in Einklang? Welche Rolle sehen Sie für Gasturbinen im Energiemix Ihrer Region im nächsten Jahrzehnt?
Eine andere Sichtweise
Ja, der Markt bevorzugt die Stromerzeugung aus Erdgas und nicht Windkraft, Solarenergie und Batterien, die eher ein Projekt der Regierung sind. Hier ein aktueller Bericht von Jinjoo Lee aus diesem Jahr zur Nachfrage nach Gasturbinen: „Wie Düsentriebwerke Rechenzentren mit Strom versorgen“ (WSJ: 18. Februar 2026):
„Unternehmen rüsten Flugzeugtriebwerke zu landgestützten Erdgasturbinen für die Stromerzeugung im KI-Boom um“, berichtet er. „Im Kampf um die Vorherrschaft im Bereich der künstlichen Intelligenz wird jeder Motor der Wirtschaft in den Kampf einbezogen – einschließlich Düsentriebwerken.“ Es folgten weitere Details:
Das auf das Leasing und die Reparatur von Strahltriebwerken spezialisierte Unternehmen FTAI Aviation plant, noch in diesem Jahr mit dem Verkauf einer modifizierten Version des in der Boeing 737 verwendeten Triebwerks zur Stromversorgung von Rechenzentren zu beginnen. … Zu den weiteren Anbietern, die diese Umrüstung vorantreiben, gehört ProEnergy, das Erdgasturbinen vertreibt, die auf der Basis des Triebwerks der Boeing 747 entwickelt wurden. Das Flugzeug-Start-up Boom Supersonic gab im Dezember bekannt, dass es mit dem Verkauf einer modifizierten Version seines Triebwerks als Erdgas-Kraftturbine beginnen wird. Das KI-Rechenzentrums-Start-up Crusoe ist der erste Kunde und wird die Turbinen voraussichtlich im Jahr 2027 erhalten.
Die Energieausrüstungsriesen GE Vernova, Siemens Energy und Mitsubishi Heavy Industries verkaufen bereits Kraftturbinen – sogenannte „Aeroderivatives“ –, die nach dem Vorbild von Strahltriebwerken konstruiert sind. Flugtriebwerkshersteller wie GE Aerospace, Howmet Aerospace und Woodward vertreiben ebenfalls landgestützte Aeroderivative-Turbinen oder Komponenten.
Diese Schnelllösung wird die Lücke überbrücken, bis die großen Kraftturbinenhersteller aufholen, deren Kapazitäten derzeit auf industrielle Windkraftanlagen umgeleitet werden. Lee fährt fort:
Doch viele dieser etablierten Unternehmen haben jahrelange Wartelisten für Kraftturbinen, was neuen Marktteilnehmern eine Chance eröffnet. David Moreno, Präsident von FTAI Aviation sagte, das Unternehmen benötige 30 bis 45 Tage, um ein Strahltriebwerk in eine Stromerzeugungsturbine umzubauen. Er erklärte, die Konstruktion der Turbine, bei der so viele Merkmale des ursprünglichen Strahltriebwerks wie möglich beibehalten wurden, sei ein etwa 18 Monate dauerndes Unterfangen gewesen. Das Unternehmen ist gut positioniert, um diesen boomenden Markt zu erschließen: Es ist einer der größten Besitzer des CFM56-Triebwerks, des meistverkauften Triebwerks in der zivilen Luftfahrt.
Die „unsichtbare Hand“ ist am Werk, um den Umstieg auf Gas – und auch auf Diesel – in der Aufholphase für eine wirtschaftliche, groß angelegte Stromerzeugung zu ermöglichen.
Link: https://wattsupwiththat.com/2026/10/08/natural-gas-turbine-boom-better-late-than-never/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
















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Die Gaskraftwerke haben in den vergangenen 5 Jahren ca. –2,1 % vom weltweiten Strommix an die erneuerbaren Energien abgegeben.
Der Boom bei Erdgas-Turbinen beruht überwiegend darauf, dass alte Erdgas-Turbinen ausgemustert werden und durch neue Erdgas-Turbinen ersetzt werden.
Die Lebensdauer einer Erdgas-Turbine ist verglichen mit einer Dampfturbine wesentlich geringer.
In der Veröffentlichung bei EIKE steht z. B.:
Da werden bereits nur in den USA routinemäßig ca. 280 Erdgas-Turbinen im Jahr ersetzt.
Nach
„Bilder kleine Eiszeit“ und „Diagramme kleine Eiszeit“ googlen!!!
Gasturbinen sind doch das einzige fossile Kraftwerkssystem, das sich in den Ausbau der Erneuerbaren problemlos einfügen lässt.
Der Strom aus den Gasturbinen hat zwar an Bedeutung im weltweiten Stromsektor verloren, ist nur um einige Prozentpunkte weniger geworden.
Wie wäre es mit der forcierten Entwicklung von Kernkraftwerken aller Art?
Passiert leider in Deutschland erst wenn die Altparteien aus den Regierungen in Bund und Ländern weggefegt sind.
2050 ff.
Leider ist das so, aber wie soll das gelingen?
Und dann mit Vollgas in den Rückwärtsgang. Schon bizarr, wie argumentativ mit der Pferdekutsche versucht wird in die Vergangenheit zurückzureisen.
Da werden sämtliche wissenschaftliche Erkenntnisse und Errungenschaften einfach ignoriert – stattdessen wissen es die Altherren von EIKE einfach besser. Logisch! 🙂
„Da werden sämtliche wissenschaftliche Erkenntnisse und Errungenschaften einfach ignoriert“
Und genau wegen solcher „Aussagen“, möchte ich mit Leuten wie ihnen nicht im selben Land leben. Deutschland muß unbedingt wieder geteilt werden. Sie können dann in GrünBuntLand leben und der ganzen Welt zeigen, wie toll das Leben dort ist. Aber nur mit eigenerwirtschaftetem Geld natürlich.
Sie wollen also im desinformierten, ungebildeten Teil leben?
Sie befinden sich dort bereits, keine Sorge. 🙂
PS: ich erwirtschafte mein Geld bereits selbst 🤫😄
Definieren Sie mal „Wirtschaften“.
Ja, auf Eike zum Beispiel 😅.
Wie wärs mit den Windmühlen das ist wie Vergangenheit ins Zukünftige verlegen, oder?
Sie leben in dem selben Teil uninformierten und ungebildeten Teil des Landes. Wenn es Ihnen hilft, da finden Sie auch Herrn Achatz 🙂
Herr Dr. Voge,
die Atomkraftwerke sind keine Option, nennenswerte Mengen vom Energiebedarf der Menschheit zu decken.
Das wurde bereits seit den 1970er Jahren versucht und immer wieder groß angekündigt, man ist gescheitert.
Die Kernkraft ist nur in Nischenanwendungen zu finden.
Von ca. 17,5 % Atomstrom im weltweiten Strommix ging es die vergangenen ca. 30 Jahre runter auf unter 9 %.
Auch im Jahr 2026 ist ein weiterer Verlust am weltweiten Strommarkt für die Atomkraftwerke absehbar.
Das nenn ich mal eine überzeugende Argumentation.
In einem Land wie Deutschland (Mehrheitlich Wohlstandsverblödet) muss erst der Tiefpunkt der Talsohle erreicht werden.Offensichlich muss es ein neues 1945 (ohne )Krieg
geben,ehe sich etwas ändert.
Da träumt wieder jemand von DDR 2.0.
Da träumt wieder jemand von einem Vasallenstaat von Russland, wie nach 1945.
Betrachten Sie, Herr Dr. Konrad Voge, mal die Grafik von Frau Frölich vom 14. Oktober 2026, 8:17 Uhr.
Auch der Atomstrom ist auf dem Rückzug, mehr als 1 % in 5 Jahren ist der Anteil Atomstrom zurückgegangen.
Vor 5 Jahren hatte Nuklear weltweit einen Erzeugungsanteil von Solar und Wind in Summe. 2025 haben Solar und Wind jeweils so viel Anteil wie Nuklear.
Frage: Wessen Ausbau steigt forciert?