Bitte den Anhang vom 24. September 2026 um 17.00 Uhr MESZ am Ende des Beitrags beachten! A. v. Admin.

Helmut Kuntz

Der Klimagipfel naht und damit wie jedes Jahr auch die apokalyptischen Darstellungen zum Klimawandel. Zu jenen, welche dabei vor nichts zurückschrecken, zählt der Meteorologe Dominik Jung.
In einem Artikel [1] durfte er seine klimahysterischen Darstellungen wieder hemmungslos einem der typischen, zum Thema vollkommen ahnungslosen, Journalisten erzählen.

Extremwetter der nächsten Jahrzehnte: „Es wird dramatisch“

Vor Kurzem hat der Autor in einer kleinen Übersicht über den am wahren Planeten gemessenen, absolut unspektakulärem Klimazustand berichtet [2].
Und nun widerlegt der Meteorologe Dominik Jung, eine Fachperson des Klimawandels diese Darstellung:
KI: Er arbeitet als Wetter- und Klimaexperte für zahlreiche große deutsche Zeitungen, Internetportale (wie FOCUS online oder das Netzwerk von IPPEN.MEDIA) sowie für verschiedene TV- und Radiosender …,
diese Darstellung mittels seiner gesicherten Fakten.

Das kratzt natürlich am „Image“ des Autors als klimakritisch eingestellter Laie, der lediglich die„wahren“ Angaben solcher Fachpersonen mit den Messdaten vergleicht und dabei verblüffend oft zu anderen, meistens bei Weitem nicht so apokalyptischen, Ergebnissen kommt und führt zum Zwang immer neuer Vergleiche. Anbei deshalb wieder ein solcher.

Deutschlands Küsten stehen vor dem Kollaps

Dominik Jung [1]: Deutschlands Küsten stehen vor dem Kollaps: Steigt das Meer wie befürchtet, könnten ganze Stadtteile verschwinden. Was in den nächsten Jahrzehnten auf uns zurollt, macht sprachlos … Stürme und ihre Auswirkungen werden zukünftig immer heftiger werden.
… Es ist ein Satz, der einem den Atem stocken lässt:
Teile Hamburgs könnten in einigen Jahrzehnten im Meer versinken. Was klingt wie das Drehbuch eines Katastrophenfilms, ist längst Gegenstand nüchterner wissenschaftlicher Berechnungen.

Was da auf deutschlands Nordseeküste zukommt, sind wirklich grauenvolle Szenarien. Um solche zu verhindern, ist selbstverständlich jeder Bürger bereit, noch viel mehr Luftsteuer zu bezahlen und auf jede klimaschädliche Handlung zu verzichten, auch wenn das für Deutschland und vielleicht auch einen selbst – sofern man nicht verbeamtet oder mindestens im öffetlichen Dienst ist – eventuell den Ruin bedeutet.
Nicht zu vergessen auch dafür zu sorgen, dass wenigstens der unermüdliche Klimawarner, Hr. D. Jung, weiterhin sein fürstliches Auskommen behält um weiter mahnen zu können.
Dominik Jung [1]: „Wir unterschätzen, wie schnell sich die Lage an unseren Küsten zuspitzt“, warnt der renommierte Diplom-Meteorologe und Klimaexperte Dominik Jung gegenüber Meteored Deutschland. Die Zahlen geben ihm recht – und sie sind erschreckender, als viele denken.
… Zwanzig Zentimeter in hundert Jahren – und jetzt wird es schneller
… Und hier wird es richtig unheimlich. Denn der Anstieg endet nicht im Jahr 2100 – er läuft danach einfach weiter. Langfristig, so warnen Forscher, könnte die Nordsee bei einer Erwärmung von drei Grad um fast sechs Meter ansteigen. Sechs Meter!

Auf einem Portal kann man nachsehen, was das für die deutsche Nordseeküste bedeuten kann:

Bild 1 Sea Level Map der HafenCity Universität Hamburg

Wie schnell steigt der Nordseepegel?

Dominik Jung [1]: In den letzten 100 Jahren stieg der Meeresspiegel an der Nordsee um rund 20 Zentimeter. Bis 2100 könnten 30 bis 120 Zentimeter dazukommen

Wie kommt Herr Jung zu diesen Zahlen?

Es ist schwierig und aufwendig, sich aus verschiedenen Publikationen die Herkunft der Werte (die nirgendwo vollständig angegeben sind, bei HCU findet sich zum Beispiel nur eine einzige Angabe von 1,4 m) herauszufieseln.
KI hilft da und man braucht diese nur noch nachzuprüfen, was erheblich einfacher ist, als sie zu suchen:
KI: Die aus der Arbeit hervorgegangene interaktive „Sea Level Map“ der HafenCity Universität Hamburg () basiert auf drei verschiedenen Klimaszenarien des IPCC für das Jahr 2100:
… Für die deutsche Nordseeküste (Deutsche Bucht) und Hamburg ergeben sich grob folgende zugrundeliegende Pegelerhöhungen bis zum Jahr 2100:
– Szenario 1 (Niedriges Szenario / „Nachhaltig“):
Pegelerhöhung: ca. 0,30 bis 0,60 Meter.
Kontext: Entspricht einer strikten Einhaltung der Klimaziele (Szenarien ähnlich RCP2.6 / SSP1-2.6) mit einer schnellen Reduktion weltweiter Emissionen.
– Szenario 2 (Mittleres Szenario / „Moderat“):
Pegelerhöhung: ca. 0,60 bis 0,80 Meter.
Kontext: Ein „Business-as-usual“-Mittelweg mit verzögerten Klimaschutzmaßnahmen (ähnlich RCP4.5 / SSP2-4.5).
-Szenario 3 (Hohes Szenario / „Ungebremst“):
Pegelerhöhung: ca. 0,80 bis über 1,10 Meter.
Kontext: Bei weiterhin sehr hohen Treibhausgasemissionen (ähnlich RCP8.5 / SSP5-8.5) und beschleunigtem Abschmelzen der Eisschilde.

Mit diesen Angaben lässt sich schon einmal eine Grafik erstellen. Referenzpegel ist der von Cuxhaven.

Bild 2 Langzeitverlauf Messpegel Cuxhaven, vom Autor ergänzt und um die Pegelprojektionen bis 2100 erweitert.

Was sagt dieses Bild?

Man sieht wieder, dass die „gesicherten“ Zukunftsprojektionen zum großen Teil unrealistische (rein simulierte) Anstiege beschreiben.

Dazu sagt Herr D. Jung weiter [1]: Zwanzig Zentimeter in hundert Jahren – und jetzt wird es schneller
Es ist in Alarmistenkreisen extrem beliebt – da sonst keine alarmistische Zukunftsprojektionen erzielbar sind -, aus kurzen Anstiegen eine steile, oft „sich beschleunigende“, endlose Weiterführung abzuleiten. So selbstverständlich auch beim Nordseepegel.

An der roten Mittelwertlinie von Bild 2 sieht man es deutlich.
Obwohl die Maximalpegelwerte seit ca. 1975 nicht mehr stiegen, steigt der Mittelwert seitdem (etwas) verstärkt an. Im Trendkanal kam das schon öfter vor. Man kann das aber auch ignorieren und daraus einen parabelartigen Anstieg bis zum Jahr 2100 und weiter in die Zukunft dichten und simulieren. Muss man dann eben daran glauben, es zumindest für die Gläubigen der Klimakirche publizieren.

Selbstverständlich weiß Herr Jung schon heute „er läuft danach einfach weiter“ und kommt dann auf 6 m Pegelanstieg. Den kann es geben, aber es würde weit über Tausend Jahre dauern.
Den Autor erinnert solches an eine Aussage des Klimapapstes, Prof. Schellnhuber, dass die nächste Eiszeit „so sicher wie das Amen in der Kirche“ ausfällt.
Sollte diese Vorhersage wirklich eintreffen, kann man die hohe CO2-Emission garnicht genug loben. Denn die nächste Eiszeit ist überfällig (deshalb wurde deren Beginn um 1975 vorhergesagt) und mit den Folgen einer Eiszeit ist bestimmt nicht zu spassen.

Allerdings muss man schon froh sein, dass diese Nordsee-Pegelprojektionen nicht mehr die Dmensionen erreicht, wie sie vom PIK Potsdam für den globalen Meerespegel propagiert wurden:

Bild 3 Pegel-Anstiegstabelle aus einer Studie unter Mitwirkung des PIK Potsdam [3]

Bild 4 Globale Pegelprojektionen zum Jahr 2100. Aus [3]

Weiteres dazu auch im Artikel: EIKE, März 23, 2023: Wie man Amsterdam retten könnte

Pegelveränderungen in der historischen Vergangenheit

Es ist bekannt, dass in historischen Zeiten an den Rändern der Nordsee gewaltige Veränderungen geschahen.
KI: Küstenarchäologen und Geologen verzeichnen gegen Ende der Römerzeit und im frühen Frühmittelalter (ca. 300 bis 700 n. Chr.) tatsächlich Anzeichen für erhebliche Wasserstandsschwankungen in Britannien.
Neuere geologische und archäologische Studien stützen die These, dass es in dieser Übergangsphase zu einem raschen regionalen Pegelanstieg von lokal bis zu 4 Metern kam
.
… In der Erdgeschichte gab es immer wieder Phasen, in denen das Meer periodisch anstieg, ohne dass dies direkt mit einer globalen Schmelze aller Eisschilde zu tun hatte. Eine solche Phase ist als Rottnest-Transgression bekannt (ca. 350 bis 950 n. Chr.). Archäologische Funde in England zeigen eindrucksvolle Belege dafür

Nun noch zum Bild 1 mit seinen tiefrot eingefärbten Überflutungsflächen

Im Begleittext dazu steht „ … besonders aber zwischen der Annahme … und eines Deichbruchs.“

Gezeigt ist also ein Szenarion im Jahr 2100, wenn die Pegel (simuliert) höher sind und dann auch noch alle Flutschutzmaßnahmen auf einmal zusammenbrechen. Darauf muss man erst einmal kommen.

Aber vielleicht ist das auch die reale Vorschau, was passiert, wenn Deutschland durch seinen Zwang und exorbitanten Kosten der CO2-Nullemissionsgesetze nicht mehr nur kaputte Straßen, Brücken, eigentlich alle Infrastruktur, sondern auch noch marode Deiche hat.

Denn Ähnliches geschah schon einmal in der Nordsee-Klimageschichte:
KI: Im Mittelalter gab es an der deutschen Nordseeküste keinen drastischen Anstieg des globalen oder absoluten Meeresspiegels, wie man ihn heute vermuten würde. Während der Mittelalterlichen Warmzeit (ca. 950 bis 1250) stieg der Meeresspiegel im Durchschnitt nur um wenige Dezimeter (schätzungsweise 10 bis maximal 30 Zentimeter).
Dass dennoch riesige Landstriche (wie die historischen Uthlande) dauerhaft im Meer verswanden, lag an einer verhängnisvollen Kombination aus natürlichen Faktoren und menschlichen Eingriffen:
1. Verstärkte Sturmfluten durch Klimaveränderung
Die leichte Erwärmung im Mittelalter führte zu einer spürbaren Zunahme von schweren Westwindstürmen. Das ohnehin leicht erhöhte Ausgangsniveau des Meeres reichte aus, um bei orkanartigen Stürmen katastrophale Sturmfluten (sogenannte „Mandränken“ = Menschenertränken) zu erzeugen. Allen voran die Zweite Marcellusflut 1362 (Grote Mandränke), die weite Teile der nordfriesischen Küste zerriss und die reiche Handelsstadt Rungholt vernichtete

2. Menschgemachte Landsenkung (Sackung)
Der Hauptgrund für das dauerhafte Verschwinden des Landes war die Besiedlung selbst. Ab dem 11. und 12. Jahrhundert begannen die Menschen, die Marschen systematisch einzudeichen und zu entwässern
– Durch die Entwässerung trockneten die riesigen Moor- und Torfschichten im Hinterland aus.

– Der organische Boden zersetzte sich und sackte teilweise um zwei bis drei Meter ab.
– Zudem bauten die Bewohner intensiv Torf zur Salzgewinnung ab, was den Boden noch weiter unter das Meeresniveau drückte.
Als die Deiche den schweren Sturmfluten des 14. Jahrhunderts schließlich nicht mehr standhielten, brachen sie. Das tiefergelegte Land wurde geflutet und konnte wegen seiner niedrigen Lage nie wieder trockengelegt werden – es entstand das heutige Wattenmeer mit seinen Halligen.

Und so darf Herr Jung seine Botschaft weiter verkünden

Dominik Jung [1]: Hitze, Dürre, Starkregen – das Extremwetter der Zukunft
… Aber das Wasser von der See ist nur die eine Seite. Am anderen Ende der Skala warten Hitze und Dürre. Die Sommer 2026 haben uns eindrucksvoll vorgeführt, wohin die Reise geht: Hitzewellen, die den Kreislauf belasten, ausgetrocknete Böden, Waldbrandgefahr bis in Regionen, die das früher kaum kannten.

Nun wurde erst kürzlich eine Studie, welche zunehmende Dürren prognostizierte, wegen eklatanter Fehler zurückgezogen (Nature zieht viel beachtete Studie zum Thema „Zunehmende Dürre“ zurück – EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie) und die Arktis schmizt auch nicht so wirklich, vielleicht auch garnicht (Die 12-Billionen-Tonnen-Eis-Panik ist eine Rekonstruktion, keine direkte Messung – EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie).

Es ist also nicht ganz unberechtigt, auch an Herrn Jungs Vorhersagen mehr als stark zu zweifeln. Aber es geht weiter:
[1] Und dann, im krassen Gegensatz, der Starkregen. Warme Luft speichert mehr Feuchtigkeit – pro Grad Erwärmung rund sieben Prozent mehr. Das bedeutet: Wenn es regnet, dann heftiger. Die Katastrophe im Ahrtal ist vielen noch schmerzhaft im Gedächtnis. Solche Ereignisse werden wir häufiger erleben, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Doch, Herr D. Jung. Bei solchen Unwahrheiten wie Sie es verkünden (Gegendarstellungen: Vom 14. bis 20. September war die Woche der Klimaanpassung… – EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie), ist der Faden durchgebissen.

Anhang:

Woher hat Herr Jung seine (daueralarmistischen) Quellen?

Fündig wird man beim jährlich stattfindendem Extremwetterkongress.

Dort treffen sich Personen und Vertreter von Instituten, welche genau wissen, dss nur ausreichender und beständiger Klimaalarm ihre Pfründe sichert, auf die sie angewiesen sind.

Bild 5 Quelle: Extremwetterkongress Sept. 2026

Unser erkennbar an Klimahysterie erkrankter Umweltminister, der sich nahtlos in die lange Riege immer unfähigerer Umweltminister einreiht, darf bei einer solchen Veranstaltung natürlich nicht fehlen:

Bild 6 Quelle: Extremwetterkongress Sept. 2026

Ihn interessieren keine Klimafakten:
C. Schneider: Extremereignisse als neue Normalität: Der von extremen Hitzewellen, ausgetrockneten Flussbetten und Waldbränden geprägte Sommer 2026 sei ein massiver Weckruf. Schneider betonte, dass solche klimatischen Extreme in Zukunft eher die Regel als die Ausnahme sein werden.

Denn seine einzige Aufgabe sieht er darin, dass Deutschland möglichst bedingungs- und bedenkenlos alle ihr von externen Institutionen und NGOs „auferlegten“ Klimapflichten erfüllt.
Die Idee, solche auch einmal zu hinterfragen, gar unsinnige auch einmal zu kündigen (wie es Trump macht), ist ihm als reinster Apparatschik vollkommen fremd.

Quellen

[1] Meteored, Johannes Habermehl, 22. Sept. 2026: Sinkt Hamburg ab? Klimaexperte warnt vor dem Extremwetter der nächsten Jahrzehnte: „Es wird dramatisch“
[2] EIKE, Sep. 19, 2026: Vom 14. bis 20. September war die Woche der Klimaanpassung
[3] EIKE, Sep. 22, 2021: Annalena lässt den Meerespegel schnell mal um 7 m steigen – und zwei schauen nur wie bekloppt dabei zu

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