Hohe Erdgaspreise und die Unruhen im Nahen Osten lassen die großen Volkswirtschaften wieder auf die verlässliche Kohleverstromung zurückgreifen.

Simon Kent

Kohle trotzt weiterhin den Klima-Untergangspropheten, die fordern, dass sie in der Stromerzeugung lieber früher als später ersetzt wird. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Blog-Admin}]

Die jüngsten Verkaufszahlen bestätigen diese Dominanz: Die weltweite Kohle-Nachfrage wird laut Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) im Jahr 2026 um 1,2 Prozent auf einen Rekordwert von 8,94 Milliarden Tonnen steigen, angetrieben durch den Nahostkonflikt und einen fast unstillbaren weltweiten Hunger nach einer verlässlichen Energiequelle.

Störungen bei den Lieferungen von Öl und Flüssiggas durch die Straße von Hormus seit Beginn des Krieges zwischen den USA und dem Iran haben die Preise in die Höhe getrieben und damit eine stärkere Stromerzeugung aus Kohle in Ländern mit gasbefeuerten Kraftwerken und freien Kohlekraftwerkskapazitäten begünstigt, fügte die IEA in einer Aktualisierung zum Kohlesektor hinzu.

Der Anstieg des Kohleverbrauchs ist in Europa, Japan, Korea, China und anderen Märkten am deutlichsten und übertrifft die bisherigen Erwartungen.

Obwohl praktisch keine Kohletransporte durch die Straße von Hormus verlaufen – da der Nahe Osten weder ein bedeutender Kohleproduzent noch -verbraucher ist –, haben die mit dem Krieg verbundenen Störungen dennoch Auswirkungen auf die Kohlemärkte gehabt, indem sie die Erdgaspreise in die Höhe getrieben haben, weil die Lieferungen von Flüssiggas (LNG) durch die umkämpfte Meerenge massiv zurückgegangen sind, wie die IEA deutlich macht.

Chinas Kohleverbrauch ist weltweit führend und steigt weiter, weil das Land chemische Produkte herstellt – angetrieben durch hohe Ölpreise und eine Abkehr von „sauberen Energiequellen“ wie Solar- und Windenergie.

Der Kohleverbrauch in den USA stieg aufgrund der starken Stromnachfrage, höherer Erdgaspreise und politischer Fördermaßnahmen.

Nachdem die weltweite Kohleproduktion im Jahr 2025 einen Rekordwert erreicht hatte, wurde für 2026 ein Rückgang erwartet; aktuelle Schätzungen deuten jedoch darauf hin, dass sie als einer der weltweit gefragtesten Rohstoffe wieder steigen könnte.

Zusammen mit der angespannten Versorgungslage tragen diese Faktoren weltweit zu höheren Kohlepreisen bei, so das Fazit des IEA-Berichts.

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Link: https://climatechangedispatch.com/global-coal-demand-record-highs/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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