Wenn ich mir eine Klimaanlage kaufe, weil die Sommer heiß sind, ist das keine Anpassung an den Klimawandel. Ich decke damit einen unmittelbaren Bedarf, der nichts mit dem Klimawandel zu tun hat. Selbst wenn es durch den Klimawandel von Zeit zu Zeit wärmer würde, beruht mein Kauf nicht auf dieser Möglichkeit.
Angenommen, ich veranstalte eine Spendenaktion, um meine Klimaanlage zu finanzieren, und behaupte, dies diene der Anpassung an den Klimawandel, um Spenden zu erhalten. Das wäre Betrug, eine Form des sogenannten „Greenwashing“.
Genau das aber tut der Grüne Klimafonds (GCF) der Vereinten Nationen. Er wirbt um Mittel, indem er vorgibt, Anpassungsmaßnahmen zu finanzieren, während er in Wirklichkeit Maßnahmen zur Deckung unmittelbarer Bedürfnisse finanziert. Diese Bedürfnisse würden eindeutig auch dann noch bestehen, wenn es den Klimawandel gar nicht gäbe.
Hier sind drei Beispiele aus der Vielzahl der sogenannten Anpassungsprojekte, die in der Datenbank der GCF-Projekte aufgeführt sind.
Der Einfachheit halber stehen diese am Anfang der Liste.
1. ALBAdapt – Klimadienstleistungen für ein widerstandsfähiges Albanien
„… Aufbau eines voll funktionsfähigen und gut ausgestatteten Nationalen Meteorologischen und Hydrologischen Dienstes (NMHS), der den Standards der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) entspricht. Das Projekt umfasst zudem die Einführung eines menschenzentrierten Frühwarnsystems für Mehrfachgefahren (MHEWS) sowie die Schaffung der Grundlagen für ökosystembasierte Ansätze zur Anpassung an den Klimawandel (EbA) und zur Katastrophenvorsorge (Eco-DRR).“
40 Millionen US-Dollar
Im Grunde genommen also Wettervorhersagen und Frühwarnungen vor Katastrophen. Das ist eine gute Sache, aber wie es in der Projektbeschreibung heißt, ist Albanien bereits von Unwettern, Überschwemmungen usw. betroffen. Das Projekt deckt also unmittelbare Bedürfnisse ab.
2. Widerstandsfähigkeit gegenüber Hurrikanen im Bausektor in Antigua und Barbados
„Dieses Projekt befasst sich mit der Widerstandsfähigkeit des Hochbaus im Land sowie mit Klimainformationssystemen und Maßnahmen nach Katastrophen. Es zielt darauf ab, wichtige Gebäude des öffentlichen Dienstes und der Gemeinden klimasicher zu machen, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Klimaereignissen und die Erholung danach zu verbessern.“
46 Millionen Dollar
Diese Menschen sind bereits von Hurrikanen heimgesucht worden, und die Bezeichnung „extreme Klimaereignisse“ ändert daran nichts – tatsächlich handelt es sich um einen Marketing-Trick. Die Widerstandsfähigkeit gegenüber Hurrikanen ist eine großartige Idee, aber es handelt sich um ein dringendes Problem, das nicht auf den Klimawandel zurückzuführen ist.
3. Länderübergreifendes Projekt „Advancing Early Warnings for All“ (EW4All)
„Dieses Projekt zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit von Gemeinden in sieben Ländern (Antigua und Barbados, Tschad, Kambodscha, Ecuador, Äthiopien, Fidschi und Somalia) zu stärken, indem die Erstellung, Verbreitung und effektive Nutzung von Frühwarnsystemen für mehrere Gefahren (Multi-Hazard Early Warning Systems, MHEWS) verbessert wird.“
115 Millionen US-Dollar
Ein weiteres Frühwarnsystem, das zwar eine gute Idee ist, aber einen unmittelbaren Bedarf deckt, der nichts mit der Anpassung an den Klimawandel zu tun hat.
Wenn man darüber nachdenkt, wäre die Anpassung an den Klimawandel schon eine seltsame Angelegenheit. Man würde für einen Bedarf bauen, der noch gar nicht besteht. Zum Beispiel Bewässerungs- oder Wasserversorgungssysteme, wo derzeit noch kein Bedarf besteht. Oder Hochwasserschutzanlagen an Orten, an denen es noch nie zu Überschwemmungen gekommen ist.
Wie bereitet man sich darauf vor, dass es ein paar mehr Hurrikane, Dürren oder Überschwemmungen gibt als bisher? Oder darauf, dass manche davon stärker ausfallen als sonst? Macht das überhaupt jemand, und wenn ja, wie?
Es ist möglich, dass das Konzept der Anpassung an den Klimawandel keinen Sinn ergibt, aber die Menschen verdienen damit zweifellos viel Geld.
Der Grüne Klimafonds gibt an, dass 60 % seiner Milliarden an Projektmitteln in die Anpassung fließen. Dabei werden eigentlich nur unmittelbare Bedürfnisse gedeckt, was dies zu einem Greenwashing im großen Stil macht.
Wenn die Länder, die dem GCF Spenden zukommen lassen glauben, sie würden zur Anpassung an den Klimawandel beitragen, sollten sie noch einmal darüber nachdenken. Es handelt sich lediglich um gewöhnliche Entwicklungshilfe, die sie besser selbst leisten sollten.
Link: https://www.cfact.org/2026/09/15/the-green-climate-fund-is-greenwashing-normal-foreign-aid/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
















Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:
- Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
- Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
- Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
- Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
- Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
- Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.
Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Über Uns->Kontakt"