In der niederländischen Provinz Seeland wurde die größte Kohlendioxid-Abscheidungsanlage Europas errichtet. Die Kosten dürften astronomisch sein – der Sinn schlicht nicht vorhanden. Ist Deutschland, wie Deutsche so oft bei TwitterX oder Facebook schreiben, wirklich das alleinig klimaverrückteste Land der Welt? Nicht ganz – die Eliten unserer Nachbarländer versuchen aufzuholen.
Die Anlage gehört dem norwegischen Düngemittelkonzern Yara International und soll an über 15 Jahre zwölf Millionen Tonnen CO2 via CCS fixieren – die anschließend in 2,6 km Tiefe unter dem Nordsee-Meeresboden verpreßt werden sollen. An der Einweihung nahmen der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre, der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten, der EU-Kommissar für Klima, Netto-Null und sauberes Wachstum, Wopke Hoekstra, sowie der Präsident und CEO von Yara International, Svein Tore Holsether, teil. Besonders pikant: Das CO2 wird von der Firma Northern Lights abtransportiert und 2,6 km unter dem Meeresboden auf dem norwegischen Kontinentalschelf gespeichert. Was sagen die Norweger dazu? Ihr Ministerpräsident:
«Unsere Klimaherausforderung liegt in der Industrie, weil dort die Kombination aus Arbeit, Kapital und Technologie zu finden ist. Und natürlich spielt Energie dabei eine zentrale Rolle. Als moderne Energienationen – die Niederlande stehen dabei an erster Stelle – ist das der richtige Weg.»
Auch Norwegen ist ein Land, das dem Klimaschwindel erlegen ist, nicht nur die Niederlande und Merz-Deutschland….
Zum Hintergrund 1: Yara kann mit dem Projekt EU-CO2-Abgaben einsparen. Das Projekt ist mit 30 Millionen Euro aus niederländischen Steuergeldern gefördert worden. Wie auch immer, die Konsumenten zahlen die Rechnung, weil die Produkte teuer werden.
Yara ist in den Niederlanden schon vorher negativ aufgefallen, da jahrelang mit den Steuerbehörden über eine Gewinnverlegung in die Schweiz gestritten wurde. Das niederländische Steueramt hat eine Nachzahlung von 700 Millionen Euro gefordert, und am Ende ist in einem Rechtsverfahren entschieden worden, daß 42 Millionen reichen und daß Yara weiterhin die Gewinne verlegen darf.
In den ersten 3 Monaten dieses Jahres sind bereits 9.4% der ChemieIndustrie aus den Niederlanden verschwunden. Hauptursachen wie in Deutschland: teure Energie, teure Produktion.
Zum Hintergrund 2: In den 90ern galt die CO2-Verpressung im Untergrund als ein Königsweg zur Klimarettung. 2009 hingegen meinte Schleswig-Holsteins Obergrüner Robert Habeck aber, „Schleswig-Holstein ist das Land der Erneuerbaren Energien und keine Müllhalde für CO₂.“ Als Wirtschaftsminister schwenkte er um und wollte 2024 doch wieder CCS:
„Habeck will CO2-Endlager auf hoher See“.
















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