Die Schlagzeilen der Woche
Weiterhin Rekord-Kälte in der Antarktis
Frühjahrs-Frost in Südamerika
USA: Schneesturm in Montana bricht Rekorde
USA: 60 cm Neuschnee auf den Gipfeln in Utah
Indien: Schnee im Norden Kaschmirs
Russland: Abkühlung bis –28°C und Bildung einer Schneedecke
Argentinien: Extreme Frühjahrs-Kälte
China: Schneestürme in Xinjiang
Meldungen vom 12. Oktober 2026:
Weiterhin Rekord-Kälte in der Antarktis
Der Frühling hat an der antarktischen Davis-Station einen neuen Kälterekord gebracht: Am Freitag stiegen die Temperaturen nicht über -22,3 °C, was die tiefste Tageshöchsttemperatur im Oktober in der 69-jährigen Geschichte der Station darstellt.
Nach Angaben des australischen Wetterdienstes (BoM) lag der bisherige Rekordtiefwert für die Tageshöchsttemperatur im Oktober bei -21,9 °C und wurde 2007 gemessen.
Die Kältewelle hielt bis in den Samstag hinein an, als in Davis eine Tiefsttemperatur von -27,5 °C gemessen wurde, nachdem am Vortag bereits -26,3 °C gemessen worden waren.
Davis ist eine Küstenforschungsstation in der Ostantarktis, die seit 1957 in Betrieb ist.
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Frühjahrs-Frost in Südamerika
In weiten Teilen Argentiniens ist der Frühling ins Stocken geraten: Die Temperaturen sind deutlich unter die saisonalen Durchschnittswerte gesunken, während der Oktober-Schnee den wichtigsten Grenzübergang des Landes nach Chile lahmlegt.
Am 9. Oktober wurden in Buenos Aires nur 15 °C gemessen, rund 7 °C unter dem Oktober-Durchschnitt.
Noch stärkere Abweichungen gab es in Zentral- und Westargentinien, wo die Temperaturen stellenweise mehr als 10 °C unter dem Normalwert lagen.
In den Anden erreichte die Schneehöhe in der Nähe von Los Libertadores auf der chilenischen Seite 1,4 m, während rund um Las Cuevas in Argentinien 50 cm bis 1 m gemeldet wurden.
Der starke Schneefall führte zu wiederholten Sperrungen des internationalen Grenzübergangs Cristo Redentor.
Eine anhaltende atmosphärische Blockierungs-Wetterlage hat in weiten Teilen Argentiniens für anhaltend kalte, bewölkte und unbeständige Wetterbedingungen gesorgt – eine Wetterlage, die voraussichtlich für den Rest des Oktobers im südlichen Südamerika anhalten wird.
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Eine Meldung vom 13. Oktober 2026:
USA: Schneesturm in Montana bricht Rekorde
Ein heftiger Schneesturm zu Beginn der Saison hat Teile von Montana unter bis 60 cm Neuschnee begraben, Bäume umgestürzt, Stromausfälle verursacht und langjährige Rekorde für Schneefälle im Oktober gebrochen.
In Great Falls fielen am 10. Oktober 16 cm Schnee, womit der bisherige Tagesrekord von 5 cm aus dem Jahr 1972 gebrochen wurde.
Am nächsten Tag fielen weitere 24 cm Schnee, womit der Rekord vom 11. Oktober 1899 von 8 cm gebrochen wurde – und dieser Tag zum schneereichsten Oktobertag in der Geschichte der Stadt wurde.
Die Gesamtmenge innerhalb von zwei Tagen belief sich auf 40 cm und war damit der neuntstärkste Zweitages-Schneefall in der 134-jährigen Aufzeichnungsgeschichte von Great Falls, die bis ins Jahr 1892 zurückreicht.
Auch die Temperaturen brachen ein. In Great Falls sank die Temperatur von 27 °C am 9. Oktober auf eine Höchsttemperatur von nur noch 0 °C am 11. Oktober.
An anderen Orten fielen 61 cm in der Nähe von Stanford, 48 cm in der Nähe von Checkerboard und 45 cm in der Nähe von Montana City. In Helena fielen 5 cm Schnee, womit der Tagesrekord von 1 cm aus dem Jahr 1969 gebrochen wurde – die Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1880 zurück.
Der Sturm entwickelte sich, als kalte Luft nach Süden in die nördlichen Rocky Mountains vordrang und dort auf eine Feuchtigkeitswelle aus dem Pazifik traf, die teilweise mit den Ausläufern des Hurrikans Rachel in Verbindung stand.
Weiter südlich erreichte der Schnee am 12. Oktober auch die Wasatch Mountains in Utah und bedeckte die Hänge in Alta, Snowbird, Brighton und Solitude mit einer weißen Schneedecke. Brighton sah sich gezwungen, seine verbleibenden Sommeraktivitäten einzustellen, wird doch bis Mittwoch weiterer Schneefall in den Bergen erwartet.
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Meldungen vom 15. Oktober 2026:
USA: 60 cm Neuschnee auf den Gipfeln in Utah
Starke Schneefälle zu Beginn der Saison haben den Westen der USA heimgesucht und auf den Gipfeln von Utah eine Schneehöhe von mehr als 60 cm hinterlassen, während in den Bergen von Colorado Pulverschnee zum Skifahren bereitliegt.
Bei einer Erhebung am 14. Oktober im Skigebiet Alta in Utah wurden auf dem Mount Baldy in einer Höhe von 3300 m Schneehöhen über 60 cm gemessen, während in einer Höhe von 3100 m 45 cm gemessen wurden.
Die Schneehöhen in den Skigebieten verzeichneten 45 cm in Snowbird, 40 cm in Alta und fast 35 cm in Solitude.
Der Sturm brachte zudem außergewöhnlich viel Niederschlag mit sich: Der Nationale Wetterdienst meldete während des mehrtägigen Ereignisses 165 mm Niederschlag an der Elberts-Station im Little Cottonwood Canyon und 149 mm in Alta-Collins.
Weiter südlich bot der Silverton Mountain in Colorado bereits am 14. Oktober die Möglichkeit, auf natürlichem Pulverschnee zu fahren, obwohl die offizielle Eröffnung erst in mehr als zwei Monaten stattfinden sollte.
Auch in der Sierra Nevada schneite es heftig, und das Skigebiet Mt. Rose Ski Tahoe in Nevada hat seine Beschneiungsanlagen im Vorfeld der für Anfang November geplanten Saisoneröffnung in Betrieb genommen.
Die jüngsten Schneefälle folgen auf den rekordbrechenden Schneesturm in Montana vom vergangenen Wochenende, der in Great Falls innerhalb von zwei Tagen 40 cm Schnee brachte, darunter 24 cm am 11. Oktober – der schneereichste Oktobertag der Stadt seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1886.
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Indien: Schnee im Norden Kaschmirs
Schnee hat den Norden Kaschmirs bedeckt, das Gurez-Tal überzogen und die tiefer gelegenen Teile von Tulail erreicht.
Die Schneefälle vom 13. bis 15. Oktober bedeckten zudem den Razdan-Pass, den Kilshay-Gipfel, den Zoji-La und sogar das Machil-Tal in Kupwara.
Die Straße zwischen Bandipora und Gurez wurde gesperrt, und Schneeräummannschaften rückten an. Weiter südlich fiel auch rund um Gulmarg, Sonamarg und Pahalgam Schnee.
Die Temperaturen sanken stark. Die Tageshöchsttemperatur in Kupwara lag laut IMD 8,3 °C unter dem Normalwert, in Gulmarg 5,7 °C darunter.
Schneefall im Oktober ist auf den hohen Pässen Kaschmirs nicht besonders ungewöhnlich. Bemerkenswert ist jedoch, dass er auch in den tiefer gelegenen, bewohnten Tälern von Tulail und Machil gefallen ist.
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Russland: Abkühlung bis –28°C und Bildung einer Schneedecke
Weiter nördlich verschärft sich auch in Russland der Winter: Im Osten Jakutiens sanken die Temperaturen auf -27,8 °C, und in Südsibirien erreichte die Schneedecke eine Höhe von mindestens 44 cm.
Das russische Hydrometeorologische Zentrum bestätigte am 14. Oktober den Wert von -27,8 °C in Vostochnaya.
In Nenastnaya, im Kusnezker Alatau in Chakassien, lag die Schneehöhe bei 44 cm. Auch in der benachbarten Republik Altai hat der Schneefall an Intensität zugenommen.
Der regionale Wetterdienst meldete in der Nacht zum 15. Oktober starken Schneefall in Ust-Kan, Ust-Koksa, Katanda und den umliegenden Berggebieten, wo die Temperaturen auf -12 °C sanken.
Es wird weiterer Schneefall erwartet, wobei die Temperaturen in den Bergen voraussichtlich noch weiter sinken werden, insbesondere am 16. Oktober.
In weiten Teilen Russlands ist der Übergang zum Winter bereits in vollem Gange.
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Meldungen vom 16. Oktober 2026:
Argentinien: Extreme Frühjahrs-Kälte
Der Frühling tut sich in ganz Argentinien schwer, sich durchzusetzen: In Mar del Plata lagen die Temperaturen neun Tage in Folge unter 15 °C, und im subtropischen Tucumán lagen sie fast 11 °C unter den Oktober-Durchschnittswerten.
Am Flughafen Mar del Plata haben die Tageshöchsttemperaturen neun Tage in Folge die 15-°C-Marke nicht erreicht.
Weiter nördlich herrschten in San Miguel de Tucumán sieben Tage in Folge Temperaturen unter 20 °C bei anhaltend starker Bewölkung. Die Höchsttemperaturen lagen dort in diesem Zeitraum im Durchschnitt bei nur 17,9 °, verglichen mit einer Oktober-Norm von 28,6 °C.
Bis Mitte Oktober liegen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen sowohl in Mar del Plata als auch in Tucumán unter denen aller bisherigen Oktobermonate in den historischen Aufzeichnungen.
Die anhaltende Kälte erstreckt sich über weite Teile der Provinz Buenos Aires, darunter Necochea, Miramar und Claromecó.
Unterdessen kam es am 15. Oktober in den hohen Anden von Catamarca zu starken Schneefällen, die die Behörden dazu zwangen, den Zugang zum Balcón del Pissis zu sperren, Fahrzeuge umzuleiten und Bergtouren zu verschieben – was zu einer Rekord-Schneesaison in den Anden beiträgt, wobei Portillo in Chile den schneereichsten Oktober seit mindestens 50 Jahren verzeichnete.
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China: Schneestürme in Xinjiang
Schneestürme haben den Nordwesten Chinas heimgesucht, begleitet von stark sinkenden Temperaturen, Schneefall und heftigen Windböen.
Das Nationale Meteorologische Zentrum Chinas bestätigte am 15. Oktober starken Schneefall und lokale Schneestürme in ganz Xinjiang, wobei die Schneehöhe stellenweise 50 bis 100 cm erreichte.
Die Temperaturen im Norden von Xinjiang sanken innerhalb von 24 Stunden um 14 °C, wodurch die Werte auf fast -30 °C fielen.
Im Altai-Gebirge gaben die Behörden Schneesturmwarnungen für Kanas, Hemu, das Skigebiet Koktokay und die umliegenden Hochlandgebiete heraus.
Und dieser frühe Wintereinbruch ist noch lange nicht vorbei. Die Polarluft drängt nun nach Osten, und die chinesische Wetterbehörde prognostiziert weiteren Schneefall bis zum 19. Oktober. Besonders stark betroffen könnten die Innere Mongolei und Heilongjiang sein, wo für den 17. und 18. Oktober „schwere Schneestürme“ vorhergesagt werden.
Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 43 / 2026
Redaktionsschluss für diesen Report: 16. Oktober 2026
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
















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