Die Energiewende kostet einen Durchschnittshaushalt nicht eine Kugel Eis pro Monat, sondern etwa 600 Euro pro Monat, respektive 7.150 Euro pro Jahr und über 20 Jahre gerechnet insgesamt 143.000 Euro. Sagt eine Studie von Prognos im Auftrag der KfW. Bedanken Sie sich bei Jürgen Trittin, dem größten Kapitalvernichter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Von Manfred Haferburg

„Es bleibt dabei, dass die Förderung erneuerbarer Energien einen durchschnittlichen Haushalt nur rund 1 Euro im Monat kostet – so viel wie eine Kugel Eis.“ – Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Pressemitteilung 231/04, Berlin, 30.07.2004. Das ist jetzt 22 Jahre her, und es ist an der Zeit für einen Faktencheck.

Die KfW-Bank hat kürzlich eine Studie von Prognos zu den Kosten der Energiewende bis zum Jahre 2045 durchführen lassen, die am Montag veröffentlicht wurde. Die KfW-Bank ist keine normale Geschäftsbank für Privatkunden mit Girokonten und Filialen, sondern eine staatliche Förderbank. Eigentümer sind zu 80 Prozent der Bund und zu 20 Prozent die Bundesländer. Die Prognos AG ist ein deutsch-schweizerisches Beratungs- und Forschungsunternehmen, das Regierungen, Behörden, Verbände und Unternehmen bei Zukunftsfragen unterstützt.

Das Ergebnis der Studie lautet, dass Deutschland, um 2045 klimaneutral zu werden, sechs Billionen Euro an Kosten aufbringen muss. Demnach müssten Privathaushalte, der deutsche Staat und die Wirtschaft zusammen 290 Milliarden Euro pro Jahr schultern. Der KfW-Vorstand Stefan Wintels sprach von einer „anspruchsvollen, aber machbaren Herausforderung“, es sei allerdings „eine enorme Kraftanstrengung“ nötig. Wenn ich so etwas höre, wird mir schwindelig. Wohl auch, weil jedem klar ist, dass der deutsche Staat nur solches Geld aufbringen kann, das er vorher Privathaushalten und der Wirtschaft abgenommen hat. Die Staatsbillionäre haben jedes Maß verloren.

Sind sechs Billionen viel? Zahlen dieser Größenordnung sind dem Normalbürger nicht gerade geläufig. Deshalb wollen wir sie mal ein wenig beleuchten. Sechs Billionen sind ausgeschrieben 6.000.000.000.000 Euro, also sechstausend Milliarden oder sechs Millionen Millionen Euro. Ein 50-Euro-Schein ist 0,1 Millimeter dick. Wollte man diese Summe in 50 Euroscheinen stapeln, käme ein Stapel in der Höhe von 12.000 Kilometern heraus, etwa dem Erddurchmesser entsprechend. Der Stapel wäre 30-mal so hoch, wie die Internationale Raumstation fliegt.

Die Energiewende kostet einen Durchschnittshaushalt also nicht den einen Trittin-Euro pro Monat, sondern etwa 600 € pro Monat, bzw. 7.150 € pro Jahr und über 20 Jahre gerechnet insgesamt 143.000 Euro. Dafür kann man in manchen Gegenden schon ein kleines Häuschen erwerben. Natürlich verteilen sich die Kosten nicht gleichmäßig auf alle Familien, einige müssen mehr zahlen, andere etwas weniger. Die „normalen“ Kostensteigerungen durch Inflation und Krisen kommen allerdings noch oben drauf. Und es ist ja nicht so, dass mit der Energiewende all die anderen Schieflagen entfallen, die der Bürger ohnehin schon stemmen muss. Weder die Sozialhilfe für die halbe Welt noch die Hilfe für den Ukrainekrieg oder der Wiederaufbau der so sträflich vernachlässigten Infrastruktur werden unnötig.

Energiewende Desaster: mit sechs Billionen auf Absturzkurs

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1,5 bis 3 Billionen Euro pro 0,01 Grad Celsius vermiedener globaler Erwärmung?

Deutschlands Anteil an den heutigen weltweiten CO2-Emissionen liegt bei etwa 1,5 bis zwei Prozent. Selbst eine vollständige Klimaneutralität Deutschlands bis 2045 würde deshalb nur einen winzigen Teil der globalen Emissionen beeinflussen. Die derzeit diskutierte globale Erwärmung bewegt sich in Größenordnungen von 2 bis 4 °C bis 2100, je nach Emissionspfad.

In der Fachliteratur findet man Größenordnungen, nach denen die vollständige Vermeidung deutscher Emissionen bis zum Ende des Jahrhunderts die globale Erwärmung nur um ein Hundertstel Grad Celsius verringern würde. Der deutsche Beitrag liegt demzufolge im Bereich von ca. 0,01 bis 0,03 °C vermiedener Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts, je nach Annahmen. Mit einem normalen Thermometer also gar nicht messbar. Und absolut nicht entscheidend für das Weltklima.

Wenn Deutschland mehrere Billionen Euro investiert und andere große Emittenten wie USA und China dauerhaft nicht mitziehen, dann erkauft man für sehr hohe Kosten lediglich einen globalen Temperatureffekt im Bereich von einigen Hundertstel Grad. Pro 0,01 °C vermiedener globaler Erwärmung lägen die Kosten in dieser Rechnung zwischen etwa 1,5 und 3 Billionen Euro.

Trittin hat sich ein wenig verrechnet?

Aus einer Kugel Eis wurden 600 Kugeln pro Monat. Hat sich Herr Trittin bei seiner Prognose der Energiewendekosten um den Faktor 600 verrechnet? Das glaube ich eher nicht. Als er diese Äußerung tat, war Trittin Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Ein Heer von mehreren tausend Beamten stand hinter ihm. Sie hätten ihm auf Wunsch jegliche bessere Informationen zur Verfügung stellen können.

Trittin wollte keine reale Prognose. Trittin hatte eine Agenda – den Atomausstieg. Trittin sah die Stilllegung der deutschen Kernkraft als sein Lebenswerk an. Und zur Erreichung ihrer ideologischen Ziele war den Grünen schon immer jede Lüge legitim, und sei sie auch noch so absurd. Wenn es Trittin um Klima, Umwelt und Natur gegangen wäre, dann würden die Kernkraftwerke noch laufen. Die stoßen nämlich kein Kohlendioxid aus.

Trittins Eiskugel wird in die Geschichte eingehen. Als das, was sie war: eine unverschämte Lüge, um die Wähler zu täuschen. Und Trittin wird in die Geschichte eingehen als ein Lügner, dem der Zweck die Mittel heiligte.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier 

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