Meldung vom 6. Oktober 2026:

Grönland: Vorstoß des Petermann-Gletschers

Von Grönlands Petermann-Gletscher ist kürzlich ein „Eisberg von der Größe Manhattans“ abgebrochen – was eine weitere Runde dramatischer Berichterstattung auslöste. Weniger prominent erwähnt wurde dabei: Der Gletscher war in den vorangegangenen 14 Jahren vorgerückt.

Am 4. August brach ein 76 km² großes Stück von der schwimmenden Eiszunge des Petermann-Gletschers ab.

Die ESA bezeichnete dies als „Petermanns größten Verlust an schwimmendem Eis seit 2012 und das bedeutendste Kalbungsereignis in der Arktis seit 2020“.

Was jedoch keinerlei Beachtung in den Medien fand, war das, was zwischen 2012 und 2026 geschah.

Eine neue Auswertung in „Science Advances“ verzeichnet ein „stetiges Vorrücken von ~10 km seit 2012“.
Die schwimmende Zunge des Petermann-Gletschers ist etwa 20 km breit. Als einfacher geometrischer Vergleich: Ein Vorrücken einer so breiten Zunge um 10 km entspricht etwa 200 km² zusätzlichem schwimmendem Eis.

Es handelte sich also um ein Vorrücken in Richtung Meer um etwa 200 km², gefolgt von einem Kalbungsereignis von 76 km² an einer Seite der Zunge.

Dieser Zusammenhang ging in den Schlagzeilen völlig unter.

Das Kalben selbst ist ein normales Verhalten von Gletschern. Das Eis fließt in Richtung Meer, erreicht seinen schwimmenden Endpunkt, bricht auf und löst sich ab. Ein vorrückender Gletscher kann gerade deshalb erhebliche Mengen an Eis abkalben, weil ständig neues Eis nach transportiert wird.

Auch hat dieses Ereignis – anders als in der Berichterstattung der Mainstream-Medien suggeriert wird – nicht plötzlich 76 km² an an Land liegendem grönländischem Eis in den Ozean geschleudert. Die Petermann-Zunge schwamm bereits, sodass ihr Abbrechen den Meeresspiegel nicht steigen lässt.

Auch das Gesamtbild für Grönland ist weniger dramatisch als in den Berichten dargestellt.

In den Jahren 2025–26 lag die Oberflächen-Massenbilanz der Insel bei 525,2 Milliarden Tonnen, was etwa 191 Milliarden Tonnen über dem Durchschnitt der Jahre 1981–2010 liegt. Dies führte laut DMI-Aufzeichnungen und PROMICE-Berechnungen zu einem Zuwachs der Gesamt-Massenbilanz für die Eisdecke.

Link: https://electroverse.substack.com/p/heavy-october-snow-buries-southern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————

Meldung vom 7. Oktober 2026:

Atolle verschwinden nicht

Der so oft vorhergesagte Zusammenbruch tief liegender Atoll-Inseln ist bisher ausgeblieben.

Eine weltweite Untersuchung aus dem Jahr 2018, bei der 709 Inseln auf 30 Atollen im Pazifik und im Indischen Ozean untersucht worden waren ergab, dass 88,6 % stabil blieben oder an Fläche gewannen, während sich nur 11,4 % verkleinerten. Kein Atoll verzeichnete einen Nettoverlust an Landfläche, und keine Insel mit einer Größe von mehr als 10 Hektar verlor an Fläche.

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass es „keine weit verbreiteten Anzeichen für eine physische Destabilisierung angesichts des Anstiegs des Meeresspiegels“ gebe.

Neuere Daten bestätigen diese Erkenntnis.

Eine Analyse aus dem Jahr 2024 von 509 Inseln auf 42 Atollen ergab, dass sich ihre Gesamtfläche über einen Zeitraum von etwa einem halben Jahrhundert um 443 Hektar vergrößert hatte.

Atollinseln sind dynamisch. Wellen, Strömungen und Stürme verteilen das Riffsediment neu, wodurch sich die Küstenlinien verschieben, neu bilden und – in vielen Fällen – ausdehnen können.

Unterdessen zeigen die Satellitendaten zum Meeresspiegel zwar weiterhin eine leichte positive Beschleunigung, doch hat sich diese Beschleunigung abgeschwächt. Die neueste Schätzung der University of Colorado liegt bei 0,074 ± 0,025 mm/Jahr², gegenüber 0,098 mm/Jahr² im Jahr 2021.

Link: https://electroverse.substack.com/p/russia-drops-below-25c-mid-october?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————

Eine Meldung vom 9. Oktober 2026:

Die schmutzige Seite „sauberer“ Energie

Die Mineralien, welche die Zukunft der vermeintlich „sauberen Energie“ des Westens antreiben, hinterlassen in Teilen Afrikas ein giftiges Erbe – mit vergifteten Gewässern, kontaminierten Ackerflächen und immer mehr Vorwürfen wegen Menschenrechtsverletzungen.

Im Februar 2025 brach ein Absetzbecken des chinesischen Unternehmens Sino-Metals Leach in Sambia zusammen, wodurch schätzungsweise 50 Millionen Liter hochsaurer Abfälle aus der Kupferverarbeitung in Gewässer gelangten, die in den Kafue-Fluss münden – eine lebenswichtige Wasserquelle für Millionen Menschen.

Die Abfälle waren extrem ätzend; das sambische Parlament berichtete von einem pH-Wert unter 1.
Eine anschließend von der Regierung in Auftrag gegebene Untersuchung stellte gefährliche Verunreinigungen in Brunnen, Böden und Nutzpflanzen fest und empfahl sogar die Umsiedlung der Bewohner von Kalusale.

Die Anwohner haben seitdem rechtliche Schritte eingeleitet.

Und Sambia ist kein Einzelfall. Nach Angaben des Business and Human Rights Centre haben sich die Vorwürfe von Missbrauch im Zusammenhang mit dem Abbau von Mineralien für die „Energiewende“ in ganz Afrika innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt – von 45 im Jahr 2024 auf 100 im Jahr 2025.

Es handelt sich um Bergbaubetriebe, die Kupfer, Kobalt und andere Rohstoffe für Elektrofahrzeuge, Batterien und die Infrastruktur für erneuerbare Energien liefern – Technologien, die den westlichen Verbrauchern als „sauber“ angepriesen werden.

Doch die Umweltschäden erweisen sich als immens.

Und dies weist auf ein umfassenderes Problem bei den heutigen Umweltprioritäten hin: Umweltverschmutzung muss von CO₂ getrennt betrachtet werden.

Eine Studie aus dem Jahr 2021 schätzt, dass 89 % des Plastiks, das über Flüsse in die Weltmeere gelangt, aus Asien (81 %) und Afrika (8 %) stammt.

Das ist echte, messbare Umweltzerstörung – vergiftete Gewässer, kontaminierte Böden und in die OLzeane gelangende Plastik.

Dennoch konzentriert sich die westliche Politik weiterhin ausschließlich auf die Reduzierung der heimischen CO₂-Emissionen, während Chinas enorme Emissionen, die Plastikverschmutzung in Asien und Afrika sowie die giftigen Bergbau-Verfahren zur Versorgung der Wind- und Solarindustrie bei weitem nicht dem gleichen politischen Druck ausgesetzt sind.

Alarmisten predigen Umweltverantwortung im eigenen Land, ignorieren dabei jedoch die Schäden, die im Ausland angerichtet werden – ein Großteil davon im Namen ihrer eigenen „grünen“ Agenda.

Link: https://electroverse.substack.com/p/winter-returns-to-europe-snowstorm?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————

Meldungen vom 12. Oktober 2026:

Schweizer Gletscher im Zusammenhang

Am 8. Oktober berichtete der belgische Sender VTM Nieuws, dass das berühmte Matterhorn in der Schweiz nach einem sengend heißen Sommer „kahl“ sei. Am 10. Oktober zeigten Webcams den Berg jedoch mit frischem Schnee bedeckt.

Die Schneedecke auf freiliegendem Fels ändert sich je nach Jahreszeit und den jeweiligen Wetterbedingungen – das muss man ja nicht extra erklären. Ein schneefreier Gipfel an einem Tag ist kein Indikator für eine „Krise“, genauso wenig wie Neuschnee am nächsten Tag wirklich ein Beweis für irgendetwas ist.

Heute schrumpfen die Schweizer Gletscher. Doch schon vor Jahrzehnten zogen sich viele von ihnen genauso schnell – oder sogar noch schneller – zurück.

————————————

Europas “Grüne” Revolution, Made In China

Europa ersetzt seine Abhängigkeit von russischen Energieträgern durch eine Abhängigkeit von chinesischen.

Eine neue Studie in „Nature Energy“ kommt zu dem Ergebnis, dass selbst ein reduzierter Ausbau erneuerbarer Energien in der EU, bei dem der Schwerpunkt auf Offshore-Windenergie liegt, bis 2050 69.200 Tonnen Seltenerd-Elemente erfordern würde – das sind 93 % des Bedarfs bei einem vollständigen Ausbau, obwohl die Erzeugungskapazität um 22 % geringer ausfällt.

Das Problem sind die in Offshore-Windkraftanlagen weit verbreiteten Permanentmagnete.

Nach Angaben der IEA kontrollierte China im Jahr 2024 91 % der weltweiten Veredelung von Seltenerdmetallen für Magnete und stellte 94 % der weltweit produzierten gesinterten Permanentmagnete her – womit das Land sowohl bei den Rohstoffen als auch bei den Fertigkomponenten eine dominierende Stellung einnahm.

Schlimmer noch: Die Schätzungen der Studie berücksichtigen nicht die zusätzlichen Materialien, die für Stromnetze, Batterien und Elektrofahrzeuge benötigt werden.

Die Forscher erkennen die Auswirkungen an und erklären, dass „die Entscheidung für Offshore-Anlagen im Grunde eine geopolitische Entscheidung ist“.

Europas Politiker preisen seit Jahren teure, intermittierende erneuerbare Energien als Weg zur Energieunabhängigkeit an. Stattdessen verstärken sie die Abhängigkeit von chinesisch kontrollierten Lieferketten für Technologien, deren Abbau und Herstellung nach wie vor vollständig von fossilen Brennstoffen abhängen – und untergraben damit genau jene Unabhängigkeit und jene „Klimavorteile“, die die Energiewende eigentlich bringen soll.

Europa zahlt für seine „Energiewende“ einen hohen Preis. China liefert die Materialien. Und Peking gewinnt einen weiteren Hebel über den Kontinent.

Unabhängigkeit?

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-cold-in-antarctica-spring?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————

Eine Meldung vom 13. Oktober 2026:

Markante Abkühlung des Ozeans um die Antarktis

Eine Studie aus dem Jahr 2026 bestätigt eine erhebliche Abkühlung in den Gewässern des Südpazifiks rund um die Antarktis, wobei die Temperatur zwischen 2005 und 2019 um 0,4 °C pro Jahrzehnt sank.

Die in der Fachzeitschrift „Climate Dynamics“ veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Abkühlung im südpazifischen Raum seit den 1980er Jahren anhält und sich seit 2005 verstärkt hat.

Entscheidend ist, dass sich die Abkühlung nicht auf die Oberfläche beschränkt. Sie reicht bis in eine Tiefe von 1.500 m, wobei bereits in 1.000 m statistisch signifikante Rückgänge festgestellt wurden.

Die Forscher führen die Abkühlung auf stärkere Westwinde zurück, die kaltes Polarwasser nach Norden transportieren, sowie auf einen erhöhten Wärmeverlust des Ozeans, der das Absinken von kälterem Wasser ermöglicht.

Die Autoren bezeichnen die Abkühlung im Pazifik als „unerwartet“, stellen sie dann jedoch als Teil der Reaktion des Südlichen Ozeans auf die globale Erwärmung dar – obwohl ihre Ergebnisse eine signifikante Abkühlung belegen, die sich mehr als einen Kilometer unter die Oberfläche erstreckt.

Wie auch immer man es drehen und wenden mag: Ein beträchtlicher Teil des Südlichen Ozeans kühlt sich seit Jahrzehnten ab.

Link: https://electroverse.substack.com/p/montana-snowstorm-breaks-records?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

image_pdfBeitrag als PDF speichernimage_printBeitrag drucken