Joe Bidens „30×30“-Landnahme-Projekt ist in Amerika gescheitert.
Craig Rucker, CFACT
Craig Rucker ist President and Co-Founder von CFACT und war auch schon öfter bei Eike Konferenzen als Redner zu Gast. Über E-Mail erreichte uns die Beschreibung der nächsten Aktivität. Hier leicht gekürzt. – A. Demmig
Am 19. Oktober 2026 treffen sich Delegierte aus 196 Ländern in Jerewan (Armenien) zum UN-Biodiversitätsgipfel COP17 – einer Veranstaltung, die wir als „Gipfel der Landnahme“ bezeichnen. Ganz oben auf der Tagesordnung steht die weltweite Umsetzung der „30×30“-Initiative. Dabei handelt es sich um das Versprechen, bis zum Jahr 2030 mindestens 30 % der weltweiten Land- und Meeresflächen unter Schutz zu stellen.
Derzeit sind bereits rund 17,6 % der weltweiten Landfläche als staatlich ausgewiesene „Schutzgebiete“ festgelegt. Diesen Anteil wollen sie innerhalb von vier Jahren nahezu verdoppeln. Wessen Land, glauben Sie, wollen sie dabei wohl „anrechnen“? (Kleiner Hinweis: Es sind nicht die Anwesen am Strand, die jenen gehören, die dort einfliegen.)
Eine global aktive Bürokratie, die sich noch nie vor einem einzigen Wähler rechtfertigen musste, will nun vorschreiben, was auf fast einem Drittel unseres Planeten zu geschehen hat. Was könnte da schon schiefgehen?
Und dreißig Prozent sind nicht einmal das eigentliche Ziel. Es ist lediglich das erste Angebot.
Der Natural Resources Defense Council (eine der finanzstärksten Umweltlobby-Organisationen Amerikas) bezeichnet „30×30“ als „Mindestanzahlung“ für das Vorhaben, bis 2050 die Hälfte der Erdoberfläche unter Schutz zu stellen. Eine von einem Schweizer Milliardär finanzierte Kampagne vertritt denselben Standpunkt: 30 jetzt, 50 später.
Und das Land ist erst der Anfang. Sie fordern jährlich 200 Milliarden Dollar an „Finanzmitteln für die biologische Vielfalt“. Sie wollen, dass Ihr Bauernhof, Ihre Ranch, Ihr Jagdrevier sowie das Erbe Ihrer Kinder und Enkel auf ihre Quote angerechnet werden – und manche von ihnen wollen schlichtweg weniger Menschen.
Letzteres ist keine Übertreibung meinerseits. Ein von der UN unterstütztes wissenschaftliches Gremium führt die „Dynamik der menschlichen Bevölkerungsentwicklung“ als einen der Faktoren für den Verlust der Natur auf. Der Ökonom, der hinter dem offiziellen britischen Bericht zur biologischen Vielfalt steht, bezeichnet Familienplanung als „Priorität“; zudem fungiert er seit Jahren als Schirmherr der Organisation „Population Matters“.
Als CFACT im Jahr 2019 einen verdeckten Reporter zu einer UN-Konferenz entsandte, erklärte ihm ein Diskussionsteilnehmer klipp und klar: „Wir brauchen Bevölkerungskontrolle … niemand will über Bevölkerungskontrolle sprechen.“
Oh doch, wir werden darüber sprechen – und zwar direkt ins Gesicht, bei laufender Kamera, damit jeder Amerikaner erfährt, was sie wirklich im Schilde führen. Genau deshalb fahren wir dorthin.
Selbst im linken Lager stößt dieses Vorhaben auf Unbehagen. Survival International, eine progressive Organisation für die Rechte indigener Völker, bezeichnet die „30×30“-Initiative als „größte Landnahme der Geschichte“ und warnt davor, dass sie bis zu 300 Millionen Menschen von ihrem Land vertreiben könnte.
Achten Sie nun darauf, was die Planer ausgelassen haben. Ihr „30×30“-Rahmenkonzept enthält nicht das Wort „erneuerbar“. Nicht ein einziges Mal. Dieselben Leute, die ein Drittel des Planeten einzäunen wollen, haben keine einzige Zeile darüber verfasst, wie viel Fläche ihre Windparks, Solaranlagen und Minen verschlingen werden.
Unterdessen bekannte sich ein Windkraftunternehmen schuldig, mindestens 150 Adler getötet zu haben.
Auf dem „Land Grab Summit“ (Gipfel zur Landnahme) wird unser CFACT-Team genau jene Fragen stellen, die die Presse nicht anrührt. Unterstützt die UN das Ziel, 50 % der Fläche unter Schutz zu stellen? Wird sich jemand dazu vor laufender Kamera äußern? Kann ein Solarpark als „Naturschutzmaßnahme“ gelten? Und wer genau entscheidet, welcher Familienbetrieb „unter Schutz gestellt“ wird?
Wir können diese Fragen stellen, weil wir keinen einzigen Cent an Steuergeldern annehmen. Wir sind allein Ihnen verpflichtet, und niemand kann unser Schweigen kaufen.
Die gute Nachricht? Die Amerikaner haben das Spiel frühzeitig durchschaut. Utah und Nebraska haben sich gegen die „30×30“-Initiative gewehrt, und zwei Drittel der Bezirke in Nebraska haben Resolutionen zu deren Ablehnung verabschiedet.
Dann kippte die Trump-Regierung Bidens Anordnung kurzerhand und zog die USA aus zwei mit der UNO verbundenen Naturschutzgremien zurück, die diese Agenda vorantrieben.
Doch noch ist es zu früh, die Champagnerkorken knallen zu lassen.
Rund 50 amerikanische Bürgermeister und Kommunalvertreter reisen als inoffizielle „US-Delegation“ nach Armenien, um der Welt zu signalisieren, dass Amerika „weiterhin dabei“ ist. Die grüne Lobby, die hierzulande den Kürzeren gezogen hat, versucht es bereits über die Hintertür.
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Erläuterung durch Gemini
… Deine Perspektive berührt einen hochbrisanten Kern der aktuellen Debatte, der von Ökonomen, Rohstoffexperten und Kritikern weltweit sehr ernsthaft diskutiert wird. Das, was du beschreibst, deckt sich mit realen wirtschaftlichen Mechanismen und geopolitischen Interessen.
In der Diskussion lassen sich im Wesentlichen zwei gegensätzliche Sichtweisen gegenüberstellen:
- Die ökonomische und kritische Perspektive (Deine These)
Viele Marktanalysten und Vertreter der Industrie teilen deine Sorge. Wenn durch Abkommen wie das „30×30“-Ziel gigantische Flächen weltweit unter Schutz gestellt werden, führt das unweigerlich zu massiven Einschränkungen beim Zugang zu Bodenschätzen (wie Lithium, Kobalt, Kupfer oder Seltenen Erden), Agrarland und Energieträgern.
- Künstliche Verknappung: Große Konzerne oder Staaten, die bereits erhebliche Rohstoffreserven kontrollieren, haben wirtschaftlich gesehen tatsächlich ein Interesse daran, dass das Angebot verknappt wird. Weniger Angebot bei gleichbleibender oder steigender Nachfrage (z. B. durch die Digitalisierung und Energiewende) treibt die Preise extrem in die Höhe. Die Profiteure sind oft Großinvestoren und Rohstoffgiganten.
- Der Vorwurf der Heuchelei: Kritiker weisen oft darauf hin, dass im Namen des Umweltschutzes in Entwicklungsländern oft lokale Bevölkerungen verdrängt werden, während gleichzeitig im Hintergrund „grüne Zertifikate“ und „Biodiversitäts-Gutschriften“ (Nature Credits) zu neuen, hochprofitablen Finanzprodukten an den Börsen aufsteigen. [1]
- Die Perspektive der Naturschützer und Wissenschaftler
Auf der anderen Seite argumentieren ökologische Akteure, dass der Schutz dieser Flächen eine absolute Überlebensfrage für die Menschheit darstellt. [1]
- Erhalt der Lebensgrundlagen: Sie argumentieren, dass das massenhafte Artensterben und die Zerstörung von Ökosystemen (wie Wäldern und Mooren) langfristig zu einem totalen Kollaps der Landwirtschaft, der Trinkwasserversorgung und des globalen Klimas führen würden. Die Kosten eines solchen Kollapses wären ungleich höher als die Gewinne aus dem Rohstoffabbau. [1]
- Kritik an der Umsetzung: Interessanterweise kritisieren viele NGOs das Abkommen mittlerweile selbst heftig – genau aus dem Grund, den du ansprichst. Sie befürchten, dass das System von großen Finanzakteuren gekapert wird („Green Land Grabbing“), und fordern deshalb vehement, dass die Rechte indigener Völker geschützt werden, statt die Natur zu einem Spekulationsobjekt für Konzerne zu machen. [1]
Die Debatte zeigt, dass der vermeintlich reine „Umweltschutz“ auf Konferenzen wie der [CBD COP 17 in Jerewan] untrennbar mit knallharten geopolitischen Machtkämpfen, Handelsinteressen und Milliardenmärkten verflochten ist.
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Auch in Deutschland gibt es erwartungsvolle Aussagen unserer NGOs.
Deutscher Naturschutzring, DNR
Biologische Vielfalt: Positionspapier zum Weltnaturabkommen (CBD) (Aufmacher)
… Erwartungen der deutschen NGOs an die Bundesregierung zur 17. UN-Biodiversitätskonferenz (CBD COP17)
Unter der Federführung des Forums Umwelt und Entwicklung haben sich Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, darunter der Deutsche Naturschutzring, mit einem „Positionspapier zur CBD-COP17 und zur Halbzeitbilanz des Weltnaturabkommens“ zu Wort gemeldet. Die Organisationen fordern die Bundesregierung auf, sich auf der UN-Biodiversitätskonferenz sowie national für eine konsequente und wirksame Umsetzung der 2030-Ziele des Weltnaturabkommens einzusetzen.
Der erste Teil des Papiers zeigt die Forderungen zu den internationalen Verhandlungen bei der COP17 selbst auf. Im zweiten Teil zielen die Forderungen auf die nationale Umsetzung der globalen Biodiversitätsziele hier in Deutschland. Es folgen die Forderungen in Kürze:
Was auf der COP17 entschieden werden muss:
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- Von der Bestandsaufnahme zur verstärkten Umsetzung
- Treiber der Naturzerstörung verbindlich eindämmen
- 30×30 an Land und Meer: Den Schutz in die Fläche bringen
- Zugesagte Finanzmittel liefern und gezielt verteilen
- Rechtebasierte Umsetzung: lokale Bevölkerung, Schutz von Menschenrechtsverteidiger*innen und Gender-Gerechtigkeit
Was Deutschland jetzt umsetzen muss:
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- Den Naturschutz und das Naturschutzrecht wieder stärken
- Die Wiederherstellung von Ökosystemen priorisieren und einen nationalen Wiederherstellungsplan vorlegen Verschmutzung reduzieren
- Naturfreundliche Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei fördern EU-Lieferkettenregeln konsequent umsetzen
- Verlässliche Finanzierung sichern
https://www.dnr.de/publikationen/biologische-vielfalt-positionspapier-zum-weltnaturabkommen-cbd
















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