Die weltweiten Hurrikan-Daten zeigen keinen konsistenten Aufwärtstrend, während Behauptungen zur Ursachenzuordnung nach wie vor nicht in falsifizierbarer Form formuliert sind.
In meinem Beitrag vom 29. September [in deutscher Übersetzung hier] stellte ich die Frage, ob wir die Hypothese, dass die vom Menschen verursachte globale Erwärmung zu „immer mehr und immer heftigeren“ Hurrikanen führe, als „endgültig widerlegt“ betrachten könnten. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Blog-Admin}]
Grund für diese Frage war, dass sich trotz der endlos wiederholten Vorhersage von „immer mehr und immer heftigeren“ Hurrikanen bis Anfang Oktober im Nordatlantikbecken kein einziger Hurrikan gebildet hatte.
Dies stellte eine Rekord-Minimum bei der Hurrikanbildung in dieser Region seit Beginn der Satellitenära im Jahr 1966 dar. (Seit diesem Beitrag sind weitere fünf Tage vergangen, und es gibt immer noch keinen Hurrikan im Nordatlantik. Mit jedem Tag, der verstreicht, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich in diesem Jahr noch einer bildet.)
Als Reaktion auf diesen Beitrag erhielt ich einen Kommentar von einem Leser, der meiner Meinung nach eine ernsthafte Antwort verdient. Der Kommentar kam in Form einer E-Mail und nicht als Kommentar im Blog. Der Verfasser nannte seinen Namen, doch da er den Kommentar nicht im Blog gepostet hat, behandle ich seinen Namen aus Höflichkeit vertraulich.
Hier ist der Wortlaut des Kommentars:
Wenn Sie von den Gegnern in der Debatte um die globale Erwärmung Ehrlichkeit erwarten, dann sollten Sie sich selbst auch daran halten.
Warum haben Sie nur die akkumulierte zyklonale Energie (ACE) des nordatlantischen Hurrikanbeckens dargestellt, obwohl es zwei weitere große Becken auf der Nordhalbkugel gibt (den Nordost- und den Nordwestpazifik), die beide zu diesem Zeitpunkt der Hurrikansaison eine deutlich überdurchschnittliche ACE aufweisen? Auch die ACE der gesamten Nordhalbkugel liegt zu diesem Zeitpunkt der Saison deutlich über ihrem typischen Durchschnitt, was Ihren Behauptungen in dem Artikel widerspricht.
Das bedeutet nicht, dass die gesamte ACE der Hurrikane mit den globalen Temperaturen zunimmt: Das ist nicht der Fall, wie die Messungen der globalen ACE auf der gleichen Website der Colorado State University zeigen.
Aber die Zahlen eines einzigen Hurrikanbeckens herauszugreifen, um Ihre Hypothese zu unterstreichen, während die beiden anderen Becken das Gegenteil zeigen, ist etwas, das ich von unehrlichen Klima-Alarmisten erwarte, nicht von jemandem, der behauptet, offen für Fakten zu sein und nach der Wahrheit zu streben.
Auch wenn dies ein ernst gemeinter Kommentar ist, stehe ich zu meinem Beitrag, und zwar aus folgendem Grund:
Ich bin der Ansicht, dass es in der Verantwortung der Befürworter einer wissenschaftlichen Hypothese liegt, ihre Hypothese in einer Form zu formulieren, die widerlegbar ist; daraus folgt, dass die Befürworter auch die quantitativen Daten angeben müssen, die – sollten sie vorliegen – ausreichen würden, damit sie einräumen, dass die Hypothese widerlegt wurde.
Wie ich bereits mehrfach betont habe, besteht die klaffende Lücke im gesamten Kult um die „Klimawissenschaft“ darin, dass es versäumt und abgelehnt wird, Hypothesen in einer falsifizierbaren Form zu formulieren oder die quantitativen Kriterien für eine Falsifizierung anzugeben.
Das allgemeine Versäumnis der „Klimawissenschaft“-Gemeinschaft, ihre Hypothesen in einer falsifizierbaren Form zu formulieren, gilt insbesondere für jene Gruppe, die behauptet, die vom Menschen verursachte Erwärmung führe zu „immer mehr und immer heftigeren Stürmen“. (Tatsächlich behaupten Mitglieder dieser Gruppe, sie könnten bestimmte Stürme der vom Menschen verursachten Erwärmung „zuordnen“).
Welche konkreten Kriterien würden eine solche Hypothese widerlegen? Das werden sie niemals sagen. Ihre „Zuschreibungs“-Behauptungen konzentrieren sich jedoch überwiegend auf Hurrikane im Nordatlantik. Warum ist das so? Weil Hurrikane im Nordatlantik häufig in dicht besiedelten Gebieten auf Land treffen, was erhebliche Schäden verursacht.
Hurrikane im Pazifik ziehen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, fast immer aufs offene Meer hinaus und lösen sich dort auf, ohne größere Schäden oder Todesopfer zu verursachen. Mit anderen Worten: Hurrikane im Pazifik eignen sich nicht dazu, den Menschen Angst einzujagen.
Befürworter der Panikmache bezüglich „immer zahlreicherer und heftigerer Hurrikane“ werden niemals zustimmen, den ACE-Index als Kriterium zur Widerlegung ihrer Hypothese heranzuziehen. Denn in jeder widerlegbaren Form, in der sie diese Hypothese formulieren könnten, hätten die ACE-Daten sie längst widerlegt.
Während der Erwärmungsphase der letzten Jahrzehnte haben die ACE-Daten keinen konsistenten Aufwärtstrend gezeigt. Es gibt zahlreiche Diagramme, die dies belegen. Hier ist eines von der Website global-tropical-cyclones.com, einem Projekt von Ryan Maue und Roger Pielke Jr.:
Wenn die in dieser Graphik dargestellten ACE-Daten das Kriterium sind, anhand dessen die Theorie von den „immer zahlreicheren und heftigeren Stürmen“ widerlegt werden kann, dann sehe ich nicht, wie diese Hypothese Bestand haben könnte.
Anstatt eine objektive Messgröße wie den ACE heranzuziehen, wollen die Befürworter der Theorie von den „immer zahlreicheren und heftigeren Hurrikanen“ die jüngsten schweren und zerstörerischen Stürme im Nordatlantik (wie den Hurrikan Beryl im Jahr 2024 oder den Hurrikan Melissa im Jahr 2025) nutzen, um die Menschen davon zu überzeugen, dass ihre Theorie zutrifft.
Das liegt daran, dass diese Hurrikane in den Medien groß herausgebracht werden und Angst machen.
Wenn sich die Befürworter jedoch auf diese Daten stützen, ist es völlig gerechtfertigt, eine Hurrikansaison im Nordatlantik mit Rekordtief als schlüssigen Gegenbeweis anzuführen.
Mehr im Manhattan Contrarian
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

















Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:
- Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
- Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
- Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
- Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
- Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
- Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.
Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Über Uns->Kontakt"Selbst hier wurde vermittelt, dass El Niño die Hurrican-Saison 2026 pausieren lässt.