Die Schlagzeilen der Woche
Antarktis: Immer noch unter 100°F (–81.4C /-114.5F)
Arktisches Meereis-Minimum: Keine Änderung seit 2007
Serbien: Früher Wintereinbruch
Wostok, Antarktis: erneut –79.1°C (-110.4°F)
Indien: September-Kälterekord im Gebiet Vizag
Cold Bay, Alaska: Seit 47 Jahren bestehender Kälterekord gebrochen
Karpaten: Verbreitet Schneefälle
Japan: Früher Wintereinbruch; Kälterekorde gebrochen
Meldungen vom 21. September 2026:
Antarktis: Immer noch unter 100°F (–81.4C /-114.5F)
Die außergewöhnliche Kälte in der Antarktis im Jahr 2026 will einfach nicht nachlassen.
Am 19. September sank die Temperatur an der Concordia-Station laut dem italienischen antarktischen meteorologisch-klimatologischen Observatorium auf -81,4 °C – ein Wert, der nur geringfügig über dem bisherigen September-Tiefstwert von -81,9 °C liegt, der Anfang September 2007 gemessen worden war.
Zwar kann das antarktische Plateau im September noch immer extrem niedrige Temperaturen hervorbringen, doch ab dem 19. September kehrt das Tageslicht rasch zurück – was einen Temperatursturz auf -81,4 °C zu dieser späten Jahreszeit außergewöhnlich macht. Tatsächlich ist -81,4 °C nun die tiefste Temperatur, die in Concordia jemals so spät im Jahr gemessen wurde.
Für alle, die mitzählen: Die Serie mit Temperaturen unter -100 °F auf dem Kontinent dauerte vom 5. bis zum 15. September elf Tage in Folge, bevor sie am 16. September schließlich endete, als Nico „nur“ -99 °F (-72,8 °C) erreichte. Die Schwelle wurde jedoch bereits am nächsten Tag erneut unterschritten, sodass Vostok nun vier Tage in Folge unter -100 °F verzeichnet, vom 17. bis 20. September – und es geht weiter: -73,9 °C (-101 °F) am 17. September, -75,2 °C (-103,4 °F) am 18. September, -79,6 °C (-111,3 °F) am 19.
September (der niedrigste Wert für einen 19. September seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1973) und -79,8 °C (-111,6 °F) am 20. September.
Der meteorologische Frühling hat bereits drei Wochen hinter sich – und in der Antarktis werden immer noch Temperaturen von -115 °F gemessen.
Ausnahmsweise wurden die Angaben in Grad Fahrenheit hier stehen gelassen. Cap Allon bringt in seinen Meldungen immer Grad Fahrenheit und Grad Celsius zusammen. A. d. Übers.
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Arktisches Meereis-Minimum: Keine Änderung seit 2007
Die Schmelzsaison 2026 in der Arktis scheint vorbei zu sein.
Nach Angaben des NSIDC lag das vorläufige Minimum in diesem Jahr am 12. September bei etwa 4,60 Millionen km². Die vorläufigen Tiefststände von JAXA und der europäischen OSI SAF wurden am 13. September erreicht, danach stieg die Ausdehnung wieder.
Damit liegt das Jahr 2026 im Wesentlichen auf dem Niveau von 2025 und etwa 36 % über dem Rekordtief von 2012 mit 3,39 Millionen km², sowie rund 11 % über dem Wert von 2007, als die Ausdehnung auf etwa 4,16 Millionen km² sank.
Trotz wiederholter Vorhersagen eines sich beschleunigenden Zusammenbruchs im Sommer stellt das NSIDC selbst fest, dass es seit 2007 keinen statistisch signifikanten Abwärtstrend bei der minimalen Ausdehnung im September gegeben hat. Stattdessen schwankt die Eisausdehnung seit fast zwei Jahrzehnten in einem weitgehend flachen Bereich.
Das Jahr 2026 hat diese „Pause“ verlängert.
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Meldungen vom 22. September 2026:
Serbien: Früher Wintereinbruch
In den Bergen Serbiens fiel am Dienstag, dem 22. September, der erste Schnee der Saison – etwa drei Wochen früher als erwartet.
Eine ausgeprägte Kaltfront zieht über das Land hinweg, wobei für den Nachmittag Schnee bis auf eine Höhe von 1.800 m hinab vorhergesagt wird.
In den höchsten Lagen von Kopaonik, Stara Planina und Golija wird Schneefall erwartet, wobei die Temperaturen am Kopaonik und am Pančić-Gipfel auf den Gefrierpunkt sinken werden.
Langfristige klimatologische Daten für den Zeitraum 1950–1994 geben den durchschnittlichen Beginn messbarer Schneefälle auf den 13. Oktober an.
Der Fokus der Medien in Europa liegt erneut auf einer Warmluftblase im Westen, während der kalte Osten ignoriert wird:

GFS 2m Temperatur-Anomalien (C) für den 23. September [tropicaltidbits.com].
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Wostok, Antarktis: erneut –79.1°C (-110.4°F)
Auch auf die Gefahr hin, mich jetzt zu wiederholen … Die bemerkenswerte Frühlingskälte in der Antarktis hält weiter an.
In Wostok wurden in den letzten vier Tagen Tiefstwerte von -79,6 °C am 19. September, -79,8 °C am 20. September, -78,2 °C am 21. September und bisher -79,1 °C am 22. September.
Der aktuelle Messwert ist besonders bemerkenswert. Der bisherige Rekord für den 22. September in Wostok liegt bei -76,6 °C und wurde 1993 aufgestellt; die täglichen Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1973 zurück. Sollte sich der heutige Wert von -79,1 °C als Tages-Tiefstwert bestätigen, würde er diesen Rekord um ganze 2,5 °C unterbieten.
Es wäre zudem Wostoks zweiter Tageskälterekord innerhalb von vier Tagen: Am 19. September wurde mit -79,6 °C der bisherige Rekord von -79,4 °C aus dem Jahr 1997 unterboten.
Die erneute Serie mit Temperaturen unter -100 °F hat nun sechs aufeinanderfolgende Tage erreicht (17.–22. September), nachdem die Antarktis zuvor vom 5. bis 15. September bereits eine 11-tägige Serie verzeichnet hatte. Der Kontinent hat nun an 17 der letzten 18 Tage die -100 °F-Marke unterschritten, wobei der 16. September die einzige Unterbrechung darstellte.
Die anhaltende Kälte in der Antarktis ist eine weitere eindrucksvolle Bestätigung der Angaben im Beitrag von Kowatsch & Baritz im Abschnitt über die Antarktis. A. d. Übers.
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Meldungen vom 24. September 2026:
Indien: September-Kälterekord im Gebiet Vizag
Visakhapatnam verzeichnete sowohl an der Stadt- als auch an der Flughafenmessstation die tiefste Tageshöchsttemperatur im September seit Beginn der Aufzeichnungen, brachte doch ein Tiefdruckgebiet an der Ostküste Indiens Wolken und Regen.
Am 23. September erreichte die Stadtmessstation nur 25,9 °C – 5,9 °C unter dem Normalwert – und unterbot damit die bisherige niedrigste Tageshöchsttemperatur im September von 26,1 °C vom 7. September 1992 (laut den IMD-Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1963 zurückreichen).
Am Flughafen Visakhapatnam lag die Höchsttemperatur bei nur 26 °C – 7,4 °C unter dem Normalwert – und lag damit knapp unter dem bisherigen September-Rekord von 26,1 °C, der am 12. September 1977 aufgestellt worden war (in Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1870 zurückreichen).
Die Kühle erstreckte sich entlang der Küste von Andhra. In Tuni wurden nur 26,4 °C gemessen, 7,3 °C unter dem Normalwert; in Kakinada lagen die Temperaturen 6,5 °C unter dem Durchschnitt; in Narsapur 5,8 °C darunter und in Machilipatnam 6,5 °C darunter.
Weiter nördlich in Odisha erreichte Gopalpur nur 27,4 °C, 5,5 °C unter dem Normalwert, bei 96 mm Niederschlag.
Ursache war das tiefe Tiefdruckgebiet über dem Golf von Bengalen, das am späten 23. September die Nordküste von Andhra Pradesh überquerte.
Visakhapatnam hat seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1870 noch nie einen kälteren Septembertag erlebt.
Betrachtet man die hier genannten Temperaturwerte aus dem Zusammenhang gerissen, würden diese niemanden vom Hocker reißen. Aber wo sonst erfährt man von Kälterekorden in Gebieten, in denen es überwiegend sehr heiß ist? A. d. Übers.
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Cold Bay, Alaska: Seit 47 Jahren bestehender Kälterekord gebrochen
In Cold Bay in Alaska sank die Temperatur am Mittwoch auf -1,1 °C und brach damit einen seit 1979 bestehenden Tageskälterekord.
Der NWS verzeichnete am 23. September eine Tiefsttemperatur von -1,1°C und übertraf damit den vor 47 Jahren aufgestellten bisherigen Rekordwert von 0 °C.
Die Aufzeichnungen für Cold Bay reichen bis ins Jahr 1942 zurück.
Der gemessene Wert lag 6,7 °C unter dem normalen Tiefstwert für den Zeitraum 1991–2020.
In der Nacht zuvor, am 22. September, gab es in Cold Bay den ersten Frost der Saison, der 12 Tage vor dem gewöhnlichen Termin eingetreten ist.
Der früheste erste Frost der Messstation am 18. August 2022 wurde damit jedoch nicht unterboten.
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Meldungen vom 25. September 2026:
Karpaten: Verbreitet Schneefälle
Der Winter ist bereits im September in den Karpaten eingekehrt und hat die Höhenlagen sowohl der Ukraine als auch Rumäniens mit Schnee bedeckt – so dass bereits Schneepflüge auf den Straßen im Einsatz sind.
Auf dem ukrainischen Berg Pip Ivan fiel am 22. September der erste Schnee der Saison, als die Temperatur bis -1 °C sank. Zwei Tage später war es bereits -3 °C kalt geworden, und Rettungskräfte warnten, dass auf dem Gipfel nun volle Winterbedingungen herrschten.
Weiter südlich waren die rumänischen Karpaten noch stärker betroffen.
Starker Schneefall im September bedeckte in der Nacht zum 24. September Teile der berühmten Transfăgărășan-Straße, insbesondere rund um den Bâlea-See. Die Straßenmeisterei setzte zahlreiche Schneeräumfahrzeuge und mehr als fünf Tonnen Streusalz ein und warnte die Autofahrer vor „winterlichen Straßenverhältnissen“.
Der Winter hat keine Zeit verloren.
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Japan: Früher Wintereinbruch; Kälterekorde gebrochen
In Japan wurde der erste Wert unter dem Gefrierpunkt dieser Saison gemessen – 12 Tage früher als im Vorjahr und eine Woche vor dem Durchschnitt.
In Numakawa im Norden von Hokkaido sank die Temperatur am frühen Morgen des 25. September auf -0,4 °C – Japans erster Wert unter dem Gefrierpunkt in dieser Saison außerhalb von Messstationen im Hochgebirge, 6,9 °C unter dem Normalwert und eher typisch für Anfang November.
Die Kälte war auch weit verbreitet. Von den 174 Messstationen in Hokkaido lagen 164 unter dem Normalwert.
In Nakatonbetsu, Utanobori und Shumarinai sank die Temperatur auf 0,7 °C, in Nishi-Okoppe auf 1,7 °C und in Rikubetsu auf 2 °C.
In Teshio lag die Tiefsttemperatur bei 0,1 °C – 8,4 °C unter dem Normalwert. Daten der JMA zeigen, dass der bisherige Tiefstwert für den 25. September dort bei 1,2 °C lag und im Jahr 2002 gemessen worden war; damit hat die Tiefsttemperatur vom Freitag den Tagesrekord um 1,1 °C unterboten. Die Aufzeichnungen in Teshio reichen bis in die späten 1970er Jahre zurück.
Der diesjährige frühe Frost folgt auf zwei Winter, die Japans Schneerekorde wiederholt neu geschrieben haben.
Im Februar 2025 wurde Obihiro innerhalb von nur 12 Stunden unter 120 cm Schnee begraben – mehr als doppelt so viel wie der bisherige Allzeitrekord von 57 cm. Auch die 24-Stunden-Gesamtmenge stellte mit 124 cm einen Rekord auf, wobei mehrere Messstationen in Hokkaido neue 12-, 24-, 48- und 72-Stunden-Schneefallrekorde verzeichneten.
Der vergangene Winter brachte noch mehr: Takanosu erreichte eine Rekordschneehöhe von 160 cm, Kazuno 146 cm, während Sapporo mit 65 cm einen neuen 48-Stunden-Schneefallrekord aufstellte.
Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 40 / 2026
Redaktionsschluss für diesen Report: 25. September 2026
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

















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