Cap Allon

Die Dürre in Europa ist real, und die Sommerkulturen leiden darunter. Was sich daraus jedoch nicht ableiten lässt, ist der Sprung von einmaligen regionalen Belastungen zu einer dauerhaften globalen Katastrophe.

Dem jüngsten Erntebericht der EU zufolge haben anhaltende Hitze und Wassermangel dazu geführt, dass die Prognosen für die Sommerkulturen in West- und Mitteleuropa unter den Fünfjahresdurchschnitt gesunken sind – im schlimmsten Fall um 14 %.

Die Wintergetreideernte – die zum Großteil bereits eingebracht ist – liegt jedoch im Fünfjahresdurchschnitt.

Noch wichtiger ist jedoch, dass die Lebensmittelmärkte global sind.

Die FAO prognostiziert derzeit für 2026 eine Getreideernte von 2,983 Milliarden Tonnen – die zweitgrößte Ernte seit Beginn der Aufzeichnungen. Die weltweiten Getreidevorräte werden auf 957,8 Millionen Tonnen geschätzt, wobei das Verhältnis von Vorräten zu Verbrauch bei komfortablen 32 % liegt.

Verbesserte Aussichten für Mais in Argentinien, Brasilien, China und Sambia haben dazu beigetragen, etwaige Schwächen in anderen Regionen auszugleichen.

Eine schlechte Anbausaison in Europa kann den lokalen Landwirten schaden und zu einem Anstieg einiger Preise führen. Das ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einer allgemeinen Nahrungsmittelkrise.

Nehmen wir Afrika als Beispiel:

Die Grundwasserkarte der NASA vom 17. August zeigt, dass große Teile Zentralafrikas – sowie einzelne Gebiete im hohen Norden – deutlich unter ihren historischen Feuchtigkeitsperzentilen liegen, während weite Gebiete anderswo deutlich darüber liegen.

Der Ernteausblick der FAO zeigt, dass die Getreideproduktion in Nord- und Südafrika im Jahr 2026 voraussichtlich über dem Fünfjahresdurchschnitt liegen wird, wobei in einigen Ländern Rekordernten erwartet werden, während andere Teile Afrikas zu kämpfen haben.

Genau das ist der Punkt.

Afrika ist nicht durchgehend trocken, genauso wenig wie Europa durchgehend trocken ist. Und das heutige globale Handelsnetzwerk ermöglicht es, regionale Engpässe durch Überschüsse an anderen Orten auszugleichen – auf eine Weise, die vor über einem Jahrhundert schlichtweg nicht möglich war.

Link: https://electroverse.substack.com/p/high-arctics-record-cold-summer-dumb?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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