H. Sterling Burnett
Der Meeresspiegel steigt, wie dies seit dem Ende der letzten Eiszeit mit einer gewissen Regelmäßigkeit der Fall ist. Tatsächlich ist er in den letzten 12.000 Jahren weltweit im Durchschnitt um mehr als 120 Meter gestiegen.
Obwohl es keinen einheitlichen Trend beim Meeresspiegel gibt – wobei die an Pegelmessstationen gemessenen Werte an einigen Orten relativ konstant bleiben, an anderen steigen und an wieder anderen sogar sinken –, zeigen die Daten im Allgemeinen, dass der Meeresspiegel um etwa 2bis 30 mm pro Jahrzehnt steigt, je nachdem, ob Satellitenmessungen (und welche Satellitendatensätze) oder Pegelmessdaten verwendet werden. Kürzlich hat eine neue Reihe von Satelliten eine geringe Beschleunigung des globalen durchschnittlichen Meeresspiegelanstiegs gemessen. Abgesehen von der Frage, ob dieser leichte Anstieg – sofern er tatsächlich vorliegt und kein Artefakt einer Änderung im Satellitenmesssystem ist – außerhalb der Norm des historischen Meeresspiegelanstiegs liegt (was nicht der Fall ist) oder unkontrollierbar ist (was ebenfalls nicht der Fall ist), bleibt die Frage: Worauf ist der jüngste Anstieg des Meeresspiegels zurückzuführen?
Eine Studie in „Nature“ kommt zu dem Ergebnis, dass es sich um eine Kombination aus menschlichen und natürlichen Faktoren handelt und dass eine der anthropogenen Ursachen unterschätzt wird und möglicherweise eine größere Rolle spielt als die globale Erwärmung.
Ein internationales Team aus 11 Forschern von Universitäten und Forschungsinstituten in den Vereinigten Staaten, UK, Deutschland, Kanada und China stellt fest, dass die Rolle und die Ursachen von Landabsenkungen oder vertikalen Bodenbewegungen (VLM), die oft mit dem Anstieg des Meeresspiegels verwechselt werden, kaum untersucht wurden, aber einen großen Anteil am gemessenen Anstieg des durchschnittlichen Meeresspiegels haben.
Das Team untersuchte Daten aus 65 Prozent der Küstenstädte, darunter auch Delta-Städte in Südostasien, die in der Forschung zum Anstieg des Meeresspiegels an den Küsten üblicherweise nicht berücksichtigt werden. Sie stellten fest, dass die Küstenbevölkerung von 1995 bis 2020 einen doppelt so starken Anstieg des Meeresspiegels erlebte als auf Faktoren wie die globale Erwärmung zurückgeführt werden könnte. Tatsächlich deuten ihre Daten darauf hin, dass 71 Prozent der Küstenbevölkerung in Gebieten mit gravierenden Problemen durch Bodensenkungen leben.
Dutzende Artikel auf ClimateRealism.com haben darauf hingewiesen, welche Rolle Landabsenkungen beim gemessenen Anstieg des Meeresspiegels spielen, was die Unterscheidung zwischen dem Beitrag natürlicher Faktoren – einschließlich des Klimawandels – und anderen vom Menschen verursachten Faktoren erschwert.
Intensive Bebauung auf weichen Küstenböden führt zu Verdichtung; die Kanalisierung von Flüssen für den Schiffsverkehr und zur Verringerung von zufälligen Überschwemmungen verhindert die historische Bodenablagerung; die Trockenlegung von Feuchtgebieten für Bebauungszwecke führt zu stärkeren Überschwemmungen und steigenden Gezeiten; und die Entnahme von Grundwasser zur Deckung des Wasserbedarfs der wachsenden Küstenbevölkerung verursacht direkte Bodensenkungen. All dies sind schwerwiegende menschliche Faktoren, die zu einer erheblichen VLM führen.
„Beobachtungen zeigen, dass VLM die aktuellen absoluten Veränderungen des Meeresspiegels […] in anfälligen Gebieten, wie globalen Flussdeltas und insbesondere in Küstenstädten, die in Flussdeltas liegen, um eine Größenordnung (oder mehr) übersteigen kann“, schreibt das Forschungsteam. „Durch Grundwasserentnahme bedingte Bodensenkungsraten von 10 mm/Jahr haben zu deutlich höheren [relativen Meeresspiegelanstiegs-]Veränderungen als im globalen Durchschnitt in Flussdeltas, wie beispielsweise im Mekong-Delta …, oder in Städten beigetragen, die auf tief liegenden Delta- und Küstenebenen errichtet wurden, wie Bangkok, Manila oder Jakarta.“
Obwohl die an dieser Studie beteiligten Forscher nicht andeuten, dass sie bezweifeln, dass der Klimawandel zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt, deuten ihre Forschungsergebnisse darauf hin, dass mit der zunehmenden Bebauung von Küstengebieten der VSL bei den relativen Veränderungen des Meeresspiegels eine größere Rolle spielt als der Klimawandel, als allgemein anerkannt wird, und an vielen Orten vielleicht sogar eine größere Rolle als der Klimawandel.
Quellen: Nature; Climate Realism
Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-580-private-climate-cabal-under-investigation/, dritte Meldung
Anmerkung des Übersetzers: Während es den Klimawandel schon immer gab, ebenso wie tektonische vertikale Landbewegungen, ist nur das mit der Besiedlung und der Bewirtschaftung neu. Das heißt, dass „Änderungen der Veränderung“ des Meeresspiegels wohl tatsächlich anthropogenen Ursprungs sind!















Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:
- Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
- Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
- Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
- Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
- Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
- Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.
Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Über Uns->Kontakt"Frage: Gibt es Informationen darüber welche Auswirkungen die Mondrotation auf die Tektonik hat? Die Bewegung der Wassermassen (Gezeiten) sind keine Kleinigkeit für die dünne Erdkruste.
Der globale Meeresspiegelanstieg hat sich beschleunigt und liegt bei ca. +4mm im Jahr.

Regional gibt es aber Unterschiede, da es zu Bodensenkungen und Bodenhebungen in der Erdkruste kommt.
In Summe steigt aber der Meeresspiegel um +4 mm im Jahr an, verursacht durch den menschengemachten Klimawandel und die zusätzliche CO₂‑Freisetzung.
https://tidesandcurrents.noaa.gov/sltrends/
In Summe steigt aber der Meeresspiegel an.
Würden diese Falschangaben stimmen, dann müßte die Nordsee- und Ostsee in den letzten 33 Jahren um 10,8 cm gestiegen sein. An beiden Meeren gibt es zahlreiche Pegelstationen. Noch niemals hat eine einen Anstieg über die letzten 30 bis 50 Jahre vermeldet.
Diese Artikel-Argumente wird die uns ausraubende CO2-Treibhauskirche und deren Anhänger nicht überzeugen.
Sie glauben an die physikalischen Fakten, wie die Leute hier immer so schön argumentieren. Und dabei stimmt meistens 1 Faktum grundsätzlich, alle anderen sind dann falsch hergleitet und übertrieben
Physikalisch ist richtig: bei Wärme dehnt sich Wasser aus und der Meeresspiegel müßte steigen. Und schon liest diesen ARtikel kein CO2-Klimagläubiger mehr. Deren Gehirn macht zu, wenn es nicht eh schon Dauergeschlossen sein sollte.
Noch niemals hat von denen auch nur einer durchgerechent, wenn die Ostsee um 10 Grad wärmer würde, und zwar von der Oberfläche bis zum Boden, dann würde sich das Wasser gerade mal um etwa 3mm ausdehnen!! Soweit zur Rechnung.
Und die Realität: 3mm Ausdehnung, tut es natürlich nicht, da verstärkt Wasser verstärkt verdunstet, und weil auch nur die oberen 10m wärmer würden.
Und was macht die Treibhaus-Glaubenskirche daraus? Deren Voodoo-Vorhersage ist: Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein werden unter Wasser stehen.
Bei einer mittleren Tiefe der Ostsee von ca. 52 m, einem Volumenausdehnungskoeffizienten von ca. 2 * 10 hoch minus 4 pro K und einem Delta-Temperatur von 10 K, kommt man auf ca. 10 cm Oberflächenspiegelanstieg der Ostsee.
Aber auch kein Beinbruch für die Anlieger.
Für die durch Landsenkung und Meeresspiegelanstieg Betroffenen ist es primär wichtig zu wissen, warum das bei ihnen gerade so geschieht.
Falsche Attributionen sind immer schädlich, Anpassungen aber möglich und wirksam.
Noch so viele eingesparte Kilogramm an CO2-Ausstoss helfen Venedig auch nur einen Millimeter weiter.
Die narrativen Attributionen der Aktivisten, Medien, Organisationen, Regierungen (z.B. der Kölner Dom halb unter Wasser) richten sich ja nicht an die konkret Betroffenen, sondern an die finanziell und freiheitlich durch Narrativschaffung leichter auszunehmenden nicht selbst beobachtenden und prüfenden Michel (et al.), oder?
10 cm, zwar auch kein Beinbruch, aber dann müßte die Ostsee zwischen Sommer (Wassertemperatur 20C) und Winter bei 0°C einen Höhenunterschied von 20cm haben. Hab noch nie was davon gehört!.
Ich habe spaßeshalber einmal KIs nachrechnen lassen. Wie ist der Anstieg des Meeresspiegels der Ostsee (hypothetisch als Binnenmeer ohne Schmelzwasser- oder andere Zuflüsse) bei Erwärmung um 10° Celsius vom Grund bis zur Oberfläche, bei durchschnittlicher Meerestiefe von 52 Metern, einem Gesamtwasservolumen von ca. 21.700 Kubikkilometern? Antworten von Claude: 8-9 cm, ChatGpt: ca. 10 cm, Gemini ca. 7,8 cm, MS CoPilot ca. 14 cm.
Alle berechnen den Anstieg im Bereich zwischen 7,8 und 14 Zentimetern. Ist aber auch nicht sehr dramatisch. Auf 3 Millimeter kam keine KI.
Danke, Herr Bentum und Herr Lange, da hab ich mich wohl verrechnet, obwohl ich auch von 52m Tiefe ausgegangen bin und dass sich alles um 10 Grad erwärmt.
Auch ich hab nun die KI nachrechnen lassen.
Das Ergebnis: „Eine Wassersäule von 52 m Höhe steigt bei einer Erwärmung von 15 °C auf 25 °C um ca. 10,7 Zentimeter (genauer gesagt um 10,69 cm)“.
Schellnhuber und Rahmstorf würden sicherlich einen Anstieg auf 17 Meter prognostizieren.
Herr Josef Kowatsch hat aber am 31. Mai 2026 10:33, nur +3 mm ausgerechnet, was sein nicht vorhandenes mathematisches und physikalisches Grundwissen untermauert.
Herr Josef Kowatsch ist nicht in der Lage, selbst einfache naturwissenschaftliche Zusammenhänge halbwegs korrekt zu berechnen.
Er berechnet +3 mm und die Realität ist irgendwo bei um die +100 mm.
Mein Großvater (Schulrat des Kreises Uelzen) sprach Schwedisch und korrespondierte mit Schweden. Er erzählte mir, dass die Häfen von Umeo und Kiruna haben verlegt werden müssen, weil sich der Nordteil Europas nach der Eiszeit immer noch hebt und sich dadurch die Ostsee zurückzieht. Das ist Teil einer Kippung der Erdscholle, die sich dafür im Süden (Nordsee, Niederlande) senkt. Entsprechendes liegt in Nordamerika vor, wo sich der Süden senkt, während sich der Norden hebt. Unter Geologen ist das nicht unbekannt. Es gibt also nicht nur „den“ Meeresspiegel, der sich hebt oder senkt, sondern auch Inseln und Kontinente, die sich heben oder senken.
Diese sog. postglaziale (isostatische) Landhebung (8-10 mm pro Jahr) in Finnland und Nordschweden ist ja bekannt. Hier zieht sich also das Meer zurück. Im Gegensatz dazu „senkt“ sich der Meeresboden z. B. in der Lübecker Bucht ca. 1 mm pro Jahr. Also alles völlig normal! Nur die Apokalyptiker bekommen bei einem Anstieg des Meeresspiegels von 1 – 2 mm Schnappatmung. Und die haben auch noch Wahlrecht!
„Soweit zur Rechnung.“
Leider haben Sie es versäumt, die Rechnung überhaupt zu nennen.
Welchen Ausdehnungskoeffizienten haben Sie denn verwendet? Ich hab einen Tabellenwert von 0,0002 m/K für Salzwasser gefunden.
Wie Herr Lange korrekt schreibt, sind es eher 10-11 cm.
Hinzu kommt Wasser aus tieferen Ozeanen und Eisschmelze. Nehmen wir nur die ersten 10m, wie vorgeschlagen, wären das 0,02m, also immer noch deutlich mehr, wie Sie errechnet haben. Aber es gibt natürlich auch viel tiefer reichende Durchmischung. Hinzu kommt auch die schnellere Absenkung in dicht besiedelten Gebieten, wie der Artikel korrekt schreibt.
Weniger dicht besiedelte Gebiete heben sich übrigens teilweise, weil die Gletscher sie nicht mehr runter drücken. Dies hebt den Gesamtwasserspiegel ebenfalls und gleicht den Effekt im Artikel teilweise aus.