Cap Allon
RCP8.5 war der Klimamodellpfad, der von einem extremen Wachstum des Verbrauchs fossiler Brennstoffe, insbesondere von Kohle, im Laufe des 21. Jahrhunderts ausging. Er lieferte einige der höchsten Erwärmungs-Projektionen in der etablierten Klimawissenschaft und wurde zum Rückgrat vieler der beängstigendsten Folgenstudien. Sein Nachfolger, SSP5-8.5, übertrug die gleiche High-End-Logik auf die neuere Modellgeneration.
RCP8.5/SSP5-8.5 wurden wiederholt, direkt oder implizit, als „Business as usual“ dargestellt – als der Weg, auf dem sich die Welt tatsächlich befand. Diese Darstellung speiste jahrelang Schlagzeilen über Ernteausfälle, Massenmigration, tödliche Hitze, überflutete Städte, den Zusammenbruch von Ökosystemen und wirtschaftlichen Ruin.
Nun wird dieser hochkarätige Referenzpfad stillschweigend ausgemustert.
Doch wir sollten ihn nicht einfach so verschwinden lassen, denn seine Reichweite und sein Schaden waren enorm.
Von 2010 bis 2020 stützten sich mindestens 16.800 wissenschaftliche Arbeiten auf RCP8.5, obwohl Kritiker seit Jahren davor gewarnt hatten, dass dieses Szenario von einer zunehmend unrealistischen Zukunft mit fossilen Brennstoffen ausgeht.
Das Ausmaß ist noch größer, wenn man die Erwähnungen in einem breiteren Kontext betrachtet. Google Scholar liefert mittlerweile mehr als 100.000 Artikel, in denen RCP8.5 erwähnt wird. Das bedeutet nicht, dass jeder einzelne davon auf diesem Szenario aufbaute, aber es zeigt, wie tief dieses High-End-Szenario in die Klimaforschung eingedrungen ist.
Und dies beschränkte sich nicht auf obskure Fachzeitschriften. Es zog sich quer durch die Wirkungsanalyse des IPCC. In den Berichten der Arbeitsgruppe II des IPCC, dem Abschnitt über Auswirkungen, Anpassung und Anfälligkeit, waren RCP8.5 und sein Nachfolger SSP5-8.5 die mit Abstand am häufigsten genannten Szenarien. Im AR5 WGII machten sie etwa 45 % der Szenario-Nennungen aus. Im AR6 WGII stieg dieser Anteil auf etwa 53 %.
Der extremste Pfad dominierte die Literatur zu den Schäden. Das lieferte den Medien eine vorgefertigte „Katastrophenformel“: tödliche Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen, Hurrikane, Ernteausfälle und Massenmigration, alles eingerahmt von der Warnung „Wissenschaftler sagen“ oder „laut IPCC“. Politiker, Aktivisten, NGOs und die „Netto-Null“-Bürokratie nutzten dann die daraus resultierende Angst, um mehr Geld, mehr Regulierung, mehr Kontrolle und mehr Opfer zu fordern.
[Hervorhebung vom Übersetzer]
Nun hat der IPCC die prognostizierte Erwärmung um etwa 3 °C nach unten korrigiert. Das ausgemusterte High-End-Szenario ging von einer Erwärmung um rund 5,7 °C bis 2100 aus. Das neue Szenario „bei Beibehaltung der derzeitigen Politik“ liegt näher bei 2,7 °C. Das ist immer noch hoch, immer noch mit unzähligen Unwägbarkeiten behaftet, aber bei weitem nicht die gleiche Welt. Diese drei Grad sind wahrscheinlich der Unterschied zwischen einem Szenario der totalen Katastrophe und einer bewältigbaren, wohl sogar prosperierenden Zukunft.
Ich werde nicht mit angehaltenem Atem auf Rückzieher warten.
Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-europe-britain-pays-twice-the?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE















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Es wird wohl so sein. Beim IPPC sitzen Geschäftsleute, aber keine seriösen Physiker. Und die Geschäftsleute zusammen mit NGOs befeuern die Politik und den auf dem CO2-Glauben aufgebauten globalen Temperaturregler. Die anderen Physiker der Welt rechnen nichts nach, begehren auch nicht auf – wie im Dritten Reich- sondern nicken ab.
Nur die linksgrünen Voodoo-Wissenschaftler betreiben weiter ihr Geschäftsmodell, denn davon leben sie. Ein Beispiel aus der EU: Der hohe EU-Priester der grünen Inquisition: Philippe Tulkens, Leiter der Abteilung „Klima und planetarische Grenzen“ der Europäischen Kommission, zugleich Generaldirektor Forschung und Innovation, welch ein von uns gut bezahlter Beamter. Und der orakelt seine Märchen von menschenverschuldeten CO2-Welthitzeuntergang weiter.