Der Wüstenforscher und Geowissenschaftler Stefan Kröpelin arbeitete jahrelang als Feldforscher für die Universität zu Köln in der Ost-Sahara. Er ist daher weltweit einer DER Spezialisten für den Umwelt- und Klimawandel in Wüstengegenden.
Eines seiner Forschungsergebnisse, das er 2018 auf der EIKE-Konferenz in München präsentierte, lautet: Hitze erzeugt nicht Dürre – sondern Feuchtigkeit! Grund: Durch Hitze verdampft das Oberflächenwasser laufend und fällt wieder herab – Seen und Flüsse bilden sich. Bevor die Ägypter ihr Reich am Nil gründeten, lebten sie weiter südlich in der Sahara in einer ausgesprochen wasserreichen Umgebung, wovon die Höhlenmalereien der „schwimmenden Menschen in der Wüste“ zeugen. In dieser Ära waren die Temperaturen aber deutlich höher als später zur Zeit des Pyramidenbaus – erst durch Abkühlung und damit einhergehende Dürre müßten die Ur-Ägypter die Sahara verlassen und Richtung Küste an den Nil ziehen.
Hier ist sein legendärer Vortrag aus Müchen:
Hier ein Beitrag auf Youtube vom Stifterverband.
















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Stefan Kröpelin ist ein echter, glaubwürdiger Fachmann, der vor Ort forscht, und sich nicht irgendwelche Szenarien am Computer ausdenkt!
Was wenn der Wind die feuchte Luft zwischenzeitlich woanders hinweht?
Bei Hitze ist es windstill, sonst wäre es ja nicht heiß.
Also kann die feuchte Luft nicht woanders hin geweht werden.
Echt? Denn am 25. Juli 2019, dem Tag des offiziellen Allzeit-Hitzerekords in Deutschland mit 41,2 °C (gemessen in Tönisvorst und Duisburg-Baerl), war es keineswegs windstill: An der Station Lingen, die an diesem Tag ebenfalls extreme Werte maß, registrierte der DWD frischen bis starken Wind mit deutlichen Windböen. Die Augenzeugen und Berichte beschrieben die Luftbewegung damals treffend als „wie ein heißer Föhn“ oder ein gigantischer Haartrockner.
Aüserdem besteht besonders in trockenen Gebieten das allseits bekannte Phänomen der „Wüstenwinde“, bspw. der berühmte
Scirocco: Ein heißer, oft stürmischer Wind aus der Sahara, der Temperaturen im Mittelmeerraum (z. B. in Italien oder Griechenland) schlagartig auf über 40 °C treiben kann bei Windstärken von oft 50 bis 60 km/h.
Dann gibt es zB die Santa-Ana-Winde im dem USA, die ihre these knallhart widerlegen: Heiße, extrem trockene Fallwinde in Kalifornien. Sie erreichen oft Sturmstärke (über 80 km/h) bei gleichzeitigen Hitzewellen von weit über 35 °C, was regelmäßig zu katastrophalen Waldbränden führt.
An einer angeblichen windstille bei Hitze kann es somit nicht liegen Herr Seiffert.
Ein Feldforscher der echte Daten hat und dafür „erschwert“ arbeiten musste, wird sich nicht auf rein modellierte Daten einlassen, um Bewertungen vorzunehmen und seine Schlussfolgerungen zu verbreiten. Stefan Kröpelin lässt sich weder verbiegen noch ein X für ein U vormachen. Gerne würde ich seinem Vortrag in Halle live erleben.