Von Jo Nova

Ingenieure warnten, dass das Stromnetz aufgrund überschüssiger Solarenergie kurz vor dem Zusammenbruch stehe.

Hier die Sichtweise aus Australien.

Die großflächigen Stromausfälle in Spanien und Portugal am 28. April letzten Jahres richteten verheerende Schäden an. Damals gaben sich alle Verantwortlichen ratlos und schoben die Schuld auf ein „seltenes atmosphärisches Phänomen“, das möglicherweise mysteriöse Schwingungen in der Leitung verursacht habe. Begriffe wie „ induzierte atmosphärische Vibrationen“ waren in aller Munde, und von extremen Temperaturen (etwa 23 Grad Celsius) war die Rede.   Doch die Verantwortlichen bei Red Electrica wussten von Anfang an, dass die Ursache ein Überschuss an Solarstrom und eine unzureichende Stromerzeugung waren, denn die Techniker hatten sie bereits vorgewarnt.

„Heute war es wirklich schlimm, ihr habt es alle gesehen“: Neue Tonaufnahmen bestätigen, dass Red Eléctrica drei Monate vor dem Stromausfall wusste, dass das System versagte.

Von Paula Maria, Elmundo

Der Senatsausschuss, der den Stromausfall untersucht, hörte diese Woche eine zweite  Gesprächsrunde  zwischen privaten Stromversorgern und Red Eléctrica, dem Netzbetreiber. Fast ein Jahr nach dem Vorfall und ohne dass sich bisher jemand zur Verantwortung gezogen hat, belegen die jüngsten Aufnahmen, dass das von  Beatriz Corredor geführte Unternehmen bereits im Januar 2025, drei Monate vor dem vollständigen Stromausfall,  wusste, dass das gesamte spanische Stromnetz an seine Grenzen stieß. Sie zeigen auch, dass die Techniker des Unternehmens ein unmittelbar bevorstehendes Risiko voraussahen –  „Irgendwann  werden wir zusammenbrechen“, sagten sie sogar voraus – und dass sie die Ursache der Spannungsschwankungen identifiziert hatten: einen Überschuss an Solarstrom und einen Mangel an Kernkraft- und Gaskraftwerken. Die Aufnahmen des Vorfalls rücken erneut das Management des von SEPI (der spanischen Staatsholdinggesellschaft) kontrollierten Unternehmens in den Fokus und stellen die Darstellung der Unternehmensführung infrage.

Am 31. Januar kam es zu einem so starken Stromstoß, dass die Mitarbeiter des Kernkraftwerks Asco warnten: „ Wenn die Reaktoren ausfallen, haben wir überhaupt keinen Strom mehr .“ Sie erklärten weiter:  „Solarenergie ist nicht wie Windenergie, die eine geringe Trägheit besitzt. Bei Solarenergie drückt jemand einen Knopf, und wenn die Anlage nicht entsprechend dimensioniert wird, entstehen Probleme – und genau das passiert.“

Prophetischer Weise wussten die Mitarbeiter am Morgen des Stromausfalls genau, was sie brauchten, und teilten der Kontrollzentrale des staatlichen Betreibers mit: „Wir brauchen mehr großtechnische thermische Erzeugungskapazität, die die Situation reguliert.“

Erinnern wir uns an diese glorreichen Ausreden:

Was war die Ursache?

The Guardian, April 2025

Der portugiesische Premierminister Luís Montenegro erklärte, das Problem habe seinen Ursprung in Spanien. Der portugiesische Energieversorger REN teilte mit, ein „seltenes atmosphärisches Phänomen“ habe zu einem starken Temperaturungleichgewicht geführt, das die weitreichenden Stromausfälle verursacht habe.

REN erklärte: „Aufgrund extremer Temperaturschwankungen im Landesinneren Spaniens kam es zu anomalen Schwingungen in den Hochspannungsleitungen (400 kV), einem Phänomen, das als ‚induzierte atmosphärische Vibration‘ bekannt ist. Diese Schwingungen verursachten Synchronisationsfehler zwischen den elektrischen Systemen, was zu aufeinanderfolgenden Störungen im gesamten europäischen Verbundnetz führte.“

Nicht nur die spanischen Mitarbeiter belogen die Wähler, sondern auch die meisten westlichen Medien vertuschten ihre Lügen, stellten keine kritischen Fragen und ließen sie damit durchkommen.

Die Berichte werden jetzt veröffentlicht, aber niemand, der dafür verantwortlich ist, wurde bisher zur Rechenschaft gezogen. (Noch nicht.) Wird das jemals geschehen?

Mit Dank an Steve Hicks, @NetZeroWatch

Mysterious line oscillations,
And rare atmospheric vibrations,
Showing power failure signs,
In the high voltage lines,
Caused blackouts in the Iberian nations.–Ruairi
frei übersetzt:
Mysteriöse Leitungsschwingungen
und seltene atmosphärische Vibrationen,
die Anzeichen eines Stromausfalls in den Hochspannungsleitungen zeigten, verursachten Stromausfälle in den iberischen Ländern.

UPDATE von Kommentator Paulie: Der endgültige 472-seitige Bericht – „Erwähnen Sie nicht den Solarstromüberschuss“

Paulie:  10. April 2026 um 8:18 Uhr · Antworten

Der Abschlussbericht zum Stromausfall in Spanien wurde am 21. März 2026 veröffentlicht:
https://wattclarity.com.au/articles/2026/03/20march-finalreport-iberianblackout/

Für alle, die nicht die Zeit haben, alles zu lesen: Es handelt sich um eine 472-seitige Entschuldigung dafür, dass kein eindeutiger Kausalzusammenhang zum Stromausfall festgestellt werden konnte. Zahlreiche Ausreden werden angeführt, darunter unzureichende Instrumentierung im Niederspannungsnetz und die fehlenden Dokumentationen der Betreiber zum Verhalten einzelner Generatoren.

Der Bericht bemüht sich insbesondere darum, die Generatoren oder spezifischen Geräte, die die Spannungsschwankungen und damit den Stromausfall verursachten, nicht zu benennen. Abbildung 1-2 auf Seite 10 zeigt jedoch, dass diese Spannungsschwankungen am Tag des Stromausfalls gegen 10:30 Uhr Ortszeit begannen.

Abbildung 1-6 zeigt, wie Spannungsinstabilität in der letzten Minute vor dem Stromausfall zu einem rapiden Anstieg der Netzspannung weit über den normalen Betriebsbereich (max. 420 kV) führte. Obwohl diese Abbildung einige kritische Ereignisse aufzeigt, geht der Bericht nicht darauf ein, warum die Netzbetreiber nicht in der Lage waren, diesen rapiden Spannungsanstieg zu bewältigen.

https://wattclarity.com.au/wp-content/uploads/2026/03/2026-03-20-ENTSOE-FinalReport-RootCauseTree-scaled.png

Den Ermittlern gelang eine sehr nützliche Leistung: Sie erstellten ein Modell des spanischen Stromnetzes und konnten die am betreffenden Tag beobachteten Verhaltensweisen präzise nachbilden. Allerdings dauert es bis Seite 311, bis sie ein Ergebnis präsentieren, das die Ursache der Probleme in ihrem Stromnetz klar aufzeigt.

Die Abbildungen 4-114 und 4-115 zeigen das Verhalten von Netzspannung und -frequenz, wenn das Netz mit acht neuen Synchrongeneratoren betrieben worden wäre. Der vorangegangene Text enthält keine technischen Angaben zur Kapazität dieser Generatoren, die Simulationsergebnisse sprechen jedoch für sich. Sie zeigen, dass ein vollständiger Netzausfall bei Betrieb der Generatoren verhindert worden wäre.

Hätte das spanische Stromnetz ausreichend synchrone Stromerzeugung aus Kohle, Kernkraft, Gas oder Wasserkraft aufrechterhalten, wäre es nicht zu dem Stromausfall gekommen.

Die Autoren des Berichts verschweigen also das Offensichtliche! Das spanische Stromnetz versagte, weil es zu viel Wechselrichterenergie und zu wenig Synchronstrom enthielt. Bei Instabilitätsereignissen führte die unzureichende Systemstärke und -trägheit zu einem unkontrollierten Anstieg der Netzspannung, wodurch zahlreiche automatische Sicherheitssysteme auslösten und schließlich der Stromausfall verursacht wurde.

Eine solch einfache Erklärung werden Sie jedoch nicht im Ursachenbaum des Berichts auf den Seiten 333/334 finden.

https://joannenova.com.au/2026/04/the-coverup-warnings-months-before-the-spanish-blackout-today-was-really-bad-and-were-going-to-crash/

Eike berichtete Ihnen bereits vor kurzen ebenfalls zu diesem Vorfall. Vor allem die unerschütterlichen Anhänger der „Erneuerbaren“, haben mit obigem Beitrag nun ein weiteres Feld zu beackern – der Übersetzer

Wird man aus dem Blackout in Spanien lernen?

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