Jo Nova
Die iranische Öl- und Gas-Krise führt zu einer plötzlichen Neuausrichtung der nationalen Energiepolitik an die Realität.
Man sollte den armen Umweltschützern, die hoffen, dass die Straße von
Hormus endlich das Sprungbrett ins Paradies der erneuerbaren Energien sein wird, ein wenig Mitleid entgegenbringen. Sie glauben, dass die Welt jeden Tag die Wunder der Niedrigenergie-Technologie entdecken wird, die in einer Million Quadratkilometer großen Industrieanlage gewonnen wird…

Stattdessen erinnert die Nahostkrise, genau wie der Ukraine-Krieg, alle an die Bedeutung fossiler Brennstoffe.
Nach dreißig Jahren internationaler Hetze gegen die Kohle – braucht es nur wenige Wochen einer blockierten Schifffahrtsroute der Öltanker, um Propaganda, die sechs Fuß tief saß, zum Platzen zu bringen.
Japan, Korea, Indien, Europa, die Philippinen (und das sind nur die Meldungen der letzten Tage) haben allesamt angekündigt, mehr Kohle einzusetzen, um die Lieferknappheit aus dem Nahen Osten auszugleichen.
Selbst wenn die Blockade morgen beendet wäre, wird nichts mehr so sein wie vorher. Der Schock über die Verwundbarkeit des eigenen Landes wird Spuren hinterlassen. Nationale Energiesicherheit steht wieder ganz oben auf der Tagesordnung.
Japan will mehr Kohlekraftwerke zulassen, um den Energieschock zu bewältigen
Von Shoko Oda, Bloomberg27. März 2026
Japan wird den Einsatz von Kohlekraftwerken ausweiten, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und den Energieschock infolge des Krieges im Nahen Osten abzufedern.
Das Land wird weniger effizienten Kohlekraftwerken die Teilnahme an Kapazitätsmarktauktionen im ab April beginnenden Geschäftsjahr ermöglichen…
Japan schließt sich anderen Nationen an, die nach dem Krieg verstärkt auf fossile Brennstoffe setzen. Die faktische Schließung der Straße von Hormus und die Stilllegung der weltgrößten Flüssigerdgas-Anlage in Katar haben asiatische Länder, die stark von Energielieferungen aus dem Nahen Osten abhängig sind, in eine prekäre Lage gebracht.
Der Ausbau der Kohleverstromung wird Japan auch vor Unsicherheiten bei Ölimporten schützen…
Erst im vergangenen November hatte Korea den Kohleausstieg angekündigt. Diese Woche heißt es nun, dass die Kohlekraftwerke nicht mehr reguliert werden und freier betrieben werden dürfen.
Auch Europa wird mehr Kohle verbrennen…
Europa baut Kohlekraftwerke aus, während die Gaspreise steigen.
Von Eamon Akil Farhat, Bloomberg ,19. März 2026
In Europa wird mehr Kohle verbrannt, da der Anstieg der Erdgaspreise die Energieversorger zwingt, auf billigere Brennstoffe umzusteigen, um die Stromversorgung aufrechtzuerhalten.
Deutsche Kohlekraftwerke haben ihren Anteil an der Stromerzeugung in diesem Monat im Vergleich zum Februar bisher um etwa 2 % gesteigert, obwohl sonnigere und windigere Bedingungen den Ausbau erneuerbarer Energien begünstigen, wie Daten von Entso-E zeigen. Gleichzeitig ist die Stromerzeugung aus Gaskraftwerken in Europas größtem Strommarkt um mehr als ein Drittel gesunken.
Europas Energiestrategie stützt sich stark auf Gas als Brücke zwischen Kohle und erneuerbaren Energien. Sie birgt zudem die Gefahr, dass Regierungen der Bezahlbarkeit und der Energiesicherheit Vorrang vor Emissionsreduzierungen einräumen.
Und das ist Kohle für die Philippinen:
Die Philippinen rufen den „nationalen Energienotstand“ aus und bauen die Kohleverstromung aus, während der Krieg gegen den Iran andauert.
Der philippinische Präsident Ferdinand Marcos hat aufgrund des Krieges im Nahen Osten , der laut seiner Regierung eine „unmittelbare Gefahr einer kritisch niedrigen Energieversorgung“ darstellte, den nationalen Energienotstand ausgerufen.
Der Ausnahmezustand, der zunächst ein Jahr dauern wird, wurden bereits nach wenigen Stunden ausgerufen, nachdem der Energieminister des Landes erklärt hatte, die Philippinen planten, die Produktion ihrer Kohlekraftwerke zu steigern, um die Stromkosten niedrig zu halten, da der Krieg die Gaslieferungen stark beeinträchtigt.
Energieministerin Sharon Garin erklärte Reportern am Dienstagvormittag, dass das Land angesichts der stark gestiegenen Kosten für Flüssigerdgas (LNG) „vorübergehend“ gezwungen sein werde, noch stärker auf Kohle zu setzen.
Und die bevölkerungsreichste Nation der Erde hat gerade beschlossen, die Pläne zum Kohleausstieg zu verschieben…
Indien verschiebt flexiblen Kohlekraftwerksplan aufgrund von Kostenunsicherheit
Von Tsvetana Paraskova OilPrice , – 25. März 2026
Indien verzögert seinen Plan, Kohlekraftwerke bei maximaler Solarstromerzeugung mit reduzierter Leistung zu betreiben, aufgrund von Unsicherheiten darüber, wie die Kohlekraftwerke für den Betrieb auf Mindestniveau kompensiert werden sollen. Dieses ging aus Protokollen von Regierungssitzungen hervor, die Reuters einsehen konnte .
Weltweit diskutieren Regierungen über Energiesicherheit. [Ob das auch in Deutschland von der Regierung diskutiert wird, ist unklar – der Übersetzer]
Einen Schock werden sie nicht vergessen…















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Der Anteil Kohlestrom ging doch zurück, von 41 Prozent auf noch 34 Prozent in der Welt.
Die erneuerbaren Energien sind 2024 bereits bei 32 Prozent angekommen.
2025 sind die erneuerbaren Energien bei um die 34 Prozent und haben den Kohlestrom überholt.
Na ja, das täuscht aber. Wind und Sonne liefern oft zuviel, wenn es keiner braucht – und die Verbraucher werden für nicht gelieferten Strom belastet – und Nachts und bei Windstille müssen die gezwungenermaßen unwirtschaftlich zuverlässigen Kraftwerke liefern.
Warum haben wir die Natur mit soviel Industriebauten zugestellt. Die Profiteure wohnen fast immer weit genug weg davon – aber die abgewerteten Immobilienpreise müssen die Anwohner erleiden. Egal wieviel die unnützen Energien ausgebaut werden, damit kann kein Industrieland betrieben werden.
Die WKAs und Solarpanels können auch nur mit zuverlässigem Strom gebaut werden.
Herr Demmig,
die Realität ist doch so das die Kohlekraftwerke an Bedeutung verlieren und die erneuerbaren Energien an Bedeutung im Stromsektor dazugewinnen, kennen sie nicht die Zahlen?
So wie in Deutschland wo tagsüber “ erneuerbarer Strom“ aus dem Netz genommen wird, die Erzeuger auf Kosten der Kunden großzügig entschädigt werden und wir nachts teuer Atomstrom aus Frankreich einkaufen. Meinen Sie diese Zahlen, die ein Armutszeugnis aber keinen Erfolg beschreiben!
Auch in Frankreich nehmen die TWh aus den Kernkraftwerken ab, seit rund 15 Jahren.
Der Anteil an KKWstrom in Frankreich ist wieder angestiegen, seit Macron erkannt hat, dass er mit den verrückten Deutschen viel Geld verdienen kann .
2015 noch ca. 415 TWh Atomstrom in Frankreich.
2025 nur noch ca. 371 TWh Atomstrom in Frankreich.
Haben Sie andere Zahlen Herr Milan Viethen?
Zu den 415 TWh haben die AKW in Frankreich noch Luft.
Herr Müller, wohnen Sie in der Nähe von WKA ?
Kohle ist tatsächlich viel zu wertvoll, um sie zu verbrennen. Wir sollten stattdessen die Kernkraft voranzutreiben. Schließlich haben wir die Welt nur von unseren Enkeln geliehen. Und denen wollen wir sie doch nicht in Dunkelheit und Not überlassen.
Stimmt vollkommen. Kohle ist eigentlich viel zu wertvoll, um sie zu verbrennen. Es sollten nun wirklich schnellsten die neuen Kernkraftwerke gebaut werden.
„Schnellsten[s]“…dann müssten Sie durchschnittlich 10-15 Jahre warten 🙂
Wo ein Wille, da zur Not, auch ein chinesischer Weg. Und die können das vieeeeel schneller als wir heutzutage einen Flughaben oder Bahnhof bauen.
Sind die aktuellen Chaoten und Verbrecher erst mal weg, kommen auch wieder die guten alten deutschen Tugenden zum Vorschein. Und ich meine auch wirklich die tatsächlich guten.
Aber keine Sorge, sie können auch dann ihre Solarplättchen am Dach oder Windrädchen im Garten weiterbetreiben. Warum auch nicht. Nur mit der kommunistischen Zwangswirtschaft ist es dann aus.
Der Wille, von dem Sie sprechen, den gab es sicherlich auch bei Hinklepoint C. Da sind wir mittlerweile bei einer Bauzeit von 12 Jahren. Die Kosten betragen gegenwärtig rund 55 Mrd. € (es waren mal rund 20 Mrd. € geplant).
Oder wie wäre es mit Flamanville 3. Da hat es nun 17 Jahre gedauert. Kosten ca. 24 Mrd. € (statt ca. 3,5 Mrd. €).
Wer soll die denn bei uns in Deutschland in kürzerer Zeit bauen? Wieviele davon und wie stellen Sie sich die Skalierung vor? Dass dann Anzahl x alle auf einmal gebaut werden oder nacheinander?
Wer folgt denn auf die aktuellen Chaoten und Verbrecher? Und welche alten guten deutschen Tugenden meinen Sie?
Können Sie mir ein Beispiel der kommunistischen Zwangswirtschaft nennen.
Aufgrund politischer und ideologischer Verblendung wird das in Deutschland eher noch 30 Jahre dauern.
Die Begründung ist zwar Nonsens, aber wenigsten erkennen Sie, dass wir damit erst gar nicht mehr anfangen. Brav, Herr Viethen 🙂
Danke, dummerweise werden die Genehmigungsverfahren für den Neubau administrativ aufgebläht, dass können sogar Sie schnell recherchieren, da Sie ja lernfähig sind.
Herr Schnabel,
die 10 bis 15 Jahren beim akw-Neubau sind zu optimistisch in der EU.
In der EU gibt es jetzt zwei akw-Baustellen und bei der einen Baustelle war Baubeginn for 39 Jahren.
verliert???
abgewürgt!!! Aufgrund fanatischer blödsinniger bösartiger Ideologie.
So wird ein Schuh daraus!!!
Der Anteil Kohlestrom ging doch zurück, von 41 Prozent auf noch 34 Prozent in der Welt, 2024.
Die erneuerbaren Energien sind 2024 bereits bei 32 Prozent angekommen.
2025 sind die erneuerbaren Energien bei um die 34 Prozent und haben den Kohlestrom überholt.
Generatorstrom aus Kohle, Öl, Gas, Wasser oder Kernkraft ist nötig um einen Blackout zu verhindern. Spanien hat das letztes Jahr erlebt, weil zu wenig regelbarer Strom im Netz war. Fachleute sprechen davon, das mindestens 30 % Generatorstrom nötig ist um das Stromnetz zu synchronisieren. Wenn dank der „Klugheit“ von EU und den letzten Bundesregierungen Öl und Gas nicht mehr ausreichend verfügbar sind muss eben die einheimische Braunkohle verwendet werden. Noch haben wir ja ein paar Kraftwerke und genügend Kohle, die verfügbar sind und auch nach 2038 weiterlaufen müssen. Angesichts der weltweiten Spannungen muß sich Deutschland an seine eigenen Ressourcen erinnern und diese nutzen. Die entsprechenden EU-Regelungen und die CO2-Abzocke in diesem Zusammenhang müssen dafür natürlich ignoriert bzw. außer Vollzug gesetzt werden. Schließlich ist bekannt, das Kohle bzw. CO2 keinen Einfluß auf die Temperatur hat, das ist nur eines der bekannten Lügengeschichten von IPPC und Pik.
Die weltweite Stromerzeugung aus Kohle befindet sich in einem „grünen“ Paradoxon: Während die absolute Menge an erzeugtem Kohlestrom seit dem Jahr 2000 fast kontinuierlich gestiegen ist und regelmäßig Rekordwerte erreicht, sinkt ihr prozentualer Anteil am globalen Strommix. Das liegt daran, dass der weltweite Hunger nach Strom noch schneller wächst als der Zubau aus nicht Kohleanlagen. Bei der weltweiten Gasverstromung sehn wir übrigens eine absolute und anteilige stetige Steigerung.
Was sagt uns das zur Effizienz der Weltretter per CO2-Vermeidung, was zeigt uns dass zum sprichwörtlichen Kampf der deutschen mit den Windmühlen, „Gott lass Hirn regnen“, oder?
Der Kohlestrom hat von 2000 verglichen mit 2024 um 4735 TWh zugenommen, in der Welt.
Der Strom aus den Erneuerbaren hat von 2000 verglichen mit 2024 um 6985 TWh zugenommen.
Herr Lange,
wenn da was kontinuierlich gestiegen ist und regelmäßig Rekordwerte erreicht dann die TWh der Erneuerbaren.
Der Zuwachs der TWh aus den Erneuerbaren übersteig die aus der Kohle um 2.250 TWh.
Die Überschreitung vom Kohlestromausbau durch die Erneuerbaren ist mehr als das 4-fache was Deutschland an Strom benötigt.
Na, dann ist ja Alles gut ! ! !
Ist schon erstaunlich wie schnell die reale Welt erkennt das Märchen nur wahr werden können wenn die unerfüllbaren Rahmenbedingungen stimmen. Nur fraglich ob das die Lummerländer von Brüssel, über London, Paris bis Berlin auch verinnerlichen oder weiter in ihrer schillernden Blase verharren, bis diese zwangsläufig platzt. 😀