Gerard Wynn schreibt bei Reuters:

„Die Climate Research Unit in Großbritannien, die jahrelang vom Jahr 1998 als dem wärmsten Jahr ausging, hat neue Daten veröffentlicht, die seitdem noch wärmere Jahre zeigen, was die Ansicht der Skeptiker einer zum Stillstand gekommenen globalen Erwärmung weiter unterminiert.

Die Ergebnisse können nützlich sein, um den Schwerpunkt von der Frage, ob die Welt durch menschliche Aktivitäten wärmer wird – was fast mit Sicherheit der Fall ist – auf dringendere Forschungsgebiete zu lenken, vor allem die Größenordnung und den Druck des menschlichen Einflusses.

Nach Bekanntgabe der neuen Daten sagte das am Hadley Centre des britischen Met.Office’ arbeitende CRU-Team, dass die wärmsten zwei Jahre in einer Aufzeichnung über 150 Jahre die Jahre 2005 und 2010 waren – bisher hatten sie angegeben, dass das Jahr 1998 diesen Rekord hält.“

Keines dieser Ergebnisse ist statistisch signifikant, wenn man die Temperaturunterschiede zwischen den drei Jahren betrachtet, die viel kleiner als die Unsicherheiten bei den Temperaturmessungen sind…

Und Louise Gray schreibt im Telegraph unter der Überschrift:

Met.Office: Die Welt hat sich während der letzten zehn Jahre sogar noch stärker erwärmt als ursprünglich angenommen, nachdem die Daten aus der Arktis hinzugefügt worden sind:

Einige der Änderungen standen im Zusammenhang mit der Hinzunahme arktischer Stationen, aber viele davon haben mit Anpassungen zu tun. Man beachte die Abnahme der Temperatur in der Vergangenheit im neuen Datensatz der CRU:

Die Daten hat Joe D’Aleo geplottet. Der neue HadCRUT4-Datensatz ist blau dargestellt, der alte in rot. Man sieht, dass der blaue (neueste) Verlauf in der Vergangenheit unter dem roten (älteren) liegt.

Hier folgt der ältere HadCRUT-Datensatz aus dem Jahr 2001, verglichen mit 2008 und 2010. Auch hier ist die Vergangenheit plötzlich kälter geworden.

Hier folgen die NASA-GISS-Daten aus dem Jahr 1980 von der anderen Seite des Großen Teiches, verglichen mit der Version aus dem Jahr 2010. Es gab eine noch stärkere Abkühlung der Vergangenheit.

Und natürlich gibt es diese berühmte Animation, bei der es in der Mitte des 20. Jahrhunderts wie von Zauberhand kälter geworden ist. Man sieht, wie die Jahre 1934 und 1998 als wärmste Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Plätze tauschen. Dies ist so, seit GISS einem neuen Datensatz 2004 Anpassungen hat angedeihen lassen, verglichen mit demjenigen des Jahres 1999.

Bevor er zum Befürworter von Protestbewegungen geworden und dann verhaftet worden ist, sagte Hansen:

In den USA ist es im vergangenen Jahrhundert wärmer geworden, aber die Erwärmung übersteigt kaum die Variabilität von Jahr zu Jahr. Tatsächlich war die wärmste Dekade in den USA die dreißiger Jahre und das wärmste Jahr war 1934.

Quelle: Whither U.S. Climate?, By James Hansen, Reto Ruedy, Jay Glascoe and Makiko Sato — August 1999 http://www.giss.nasa.gov/research/briefs/hansen_07/

Im privaten Bereich würden Vorgänge, wie oben beschrieben, Sie Ihren Arbeitsplatz verlieren lassen, oder noch schlimmer (wenn es Börsendaten wären, die von der SEC überwacht werden), Sie würden wegen Versicherungsbetrugs im Gefängnis landen. Aber hallo, hier geht es um Klimawissenschaft, also muss man sich darüber keine Sorgen machen.

Und dann gibt es da noch die kumulativen Anpassungen an das US Historical Climatological Network (USHCN)

Quelle: http://cdiac.ornl.gov/epubs/ndp/ushcn/ts.ushcn_anom25_diffs_urb-raw_pg.gif

All diese Anpassungen lassen den Trend im vorigen Jahrhundert zunehmen. Wir müssen also weiter darauf warten, bis uns ein neuer Datensatz präsentiert wird, bei dem eine abkühlende Anpassung vorgenommen worden ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle an den Daten vorgenommenen Anpassungen positiv sind, ist gleich Null. Das ist zum Teil der Grund, warum sie sich so eifrig gegen einen UHI-Effekt und andere Auswirkungen des Landschaftsverbrauchs aussprechen, welche eine Anpassung zum kühleren erfordern würden.

Was die arktischen Stationen betrifft, haben wir vor Kurzem gezeigt, wie diese Stationen individuell ebenfalls angepasst worden sind: Another GISS miss: warming in the Arctic – the adjustments are key

Die zwei Graphen von GISS, überlagert mit einer nuancierten Verschiebung, um den Graphen „nach der Anpassung“ abzugrenzen. Durch die künstliche Abkühlung in der Vergangenheit hat der Erwärmungstrend pro Jahrhundert zugenommen – was es „schlimmer als wir gedacht haben“ gemacht hat – Giss-Graphen kommentiert und kombiniert von Anthony Watts.

Und hier folgt die Zusammenfassung aller arktischen Stationen, wo man die Vergangenheit kälter gemacht hat: Die Werte stehen für das Jahr 1940. Sie zeigen, wie die Klimageschichte umgeschrieben worden ist:

Die CRU verwendet die gleichen Daten wie GISS, die alle im GHCN wurzeln, im NCDC gemanagt von Dr. Thomas Peterson, den ich mal „Patient Null“ nennen möchte, wenn es um Anpassungen geht. Seine Revisionen der USHCN und GHCN-Daten fanden ihren Weg in jeden globalen Datensatz.

Wenn man dies wieder und immer wieder sieht, scheint es, als läge hier ein Fall vor von: Diejenigen, die die Daten der Vergangenheit abkühlen, sind dazu verdammt, dies immer wieder zu tun.

Und dann wundern sie sich, wenn wir ihren Daten misstrauen.

Anthony Watts

Original hier 

Übersetzt von Chris Frey EIKE