Man muß genau hinschauen:

Es handelt sich (wieder mal) fast ausschließlich um Zukunfts-Projektionen,sgn. Modell-Szenarien, also noch nicht einmal um – "nur" unsichere – "Prognosen",   sondern um Modell-Spekulationen, die für Entscheidungen mit teueren Folgen für die Bevölkerung unbrauchbar sind !Die Realitäten sehen soundefined aus. oder undefinedso, oder undefinedso, oder undefinedso, oder undefinedso

Sogar IPCC und die Medien mußten im Dez. 2011 nach einem IPCC-Sonderbericht vor der Klima-Konferenz in Durban eingestehen, daß es weltweit keine signifikanten Trends zu mehr Extrem-Wetter undefinedgibt:

Dabei ist es so einfach: Alle IPCC-Berichte sind aus dem Internet frei herunterladbar (allerdings nur in englischer Sprache). Bereits im IPCC-Bericht des Jahres 2001 ist das umfangreiche Kapitel 2.7 "Has Climate Variability, or have Climate Extremes Changed"? dem Problem der Extremwetterzunahme gewidmet. Ergebnis: Nichts maßgebendes aufzufinden! Dann wieder in 2011 der IPCC-Bericht für Politiker mit exakt der gleichen Aussage (s. hierzu auch die EIKE-News vom 9.12.2011 mit dem Titel "Der aktuelle Extremwetterbericht – kommentiert von den Klimaforschern Judith Curry und Hans von Storch"). Das IPCC spricht stets nur von Zukunftsereignissen aus der Kristallkugel seiner "Klimamodelle". Die Verlässlichkeit dieser Kristallkugel ist dann wieder ein anderes Thema.

Aktuell wird die Münchner Rück zitiert (NZ 21.03.2012, S.8): 

"Die Daten in unserer Natur-Katastrophen-Datenbank zeigen ganz eindeutig:    Die Anzahl der wetterbedingten Naturkatastrophen in Deutschland hat sich seit 1970 mehr als    verdreifacht" und w.a.a.O.: "Ohne den Klimawandel sei dies "vermutlich" nicht zu erklären…".    

Interessant dabei, daß die NZ das Wort "vermutlich" in Anführungs-Strichelchen setzt. Aus gutem Grund, denn bei genauerem Hinsehen weist auch die Münchener Rück selbst immer wieder darauf hin – wie auch andere Rück-Versicherer  – daß die eigentlichen Ursachen steigender Schäden ganz woanders zu finden sind, nämlich in den sich verändernden "sozio-ökonomischen" Randbedingungen :

"… der Hauptgrund für die markant steigenden Schadensummen durch Naturkatastrophen (ist) in den sozio-ökonomischen Bedingungen (Wertekonzentration und Besiedlung exponierter Regionen, Bevölkerungszunahme, höhere Schadenanfälligkeit) zu suchen."(Quelle: Münchener Rückversicherung, T. Grimm, "Starke Zunahme der Schäden durch Hurrikane"; in: WETTERmagazin 04/2006, Extremwetter-Kongreß HH, S.31).

Dazu ausführliche Begründungen und Zitate  undefinedh i e r:

Ob MünchnerRück, SWISS-Re oder andere … bei genauem Hinsehen bleibt bei den steigenden Schädenfür die "Klima-Katastrophe" nicht viel übrig:

Übrigens  –  bezüglich einer angeblich "verdreifachten Anzahl der wetterbedingten Naturkatastrophen" argumentiert die MünchnerRück offensichtlich gegen ihre eigenen Statistiken, zumindest gegen diejenigen, die sie noch im Vorjahr selber publiziert hat:

 

Wie schreibt doch der bekannte Klima-Forscher Hans von Storch ganz richtig:

“Ein recht bekanntes Bild zeigt die Abb.3 (Anm.: in der Quelle), in der die zunehmenden Schadenskosten aufgrund extremer Wetterereignisse dargestellt werden. Der größte Anteil steht mit Stürmen in Verbindung. Beim ersten Betrachten könnte man versucht sein, die Abbildung als Beweis zu akzeptieren, daß es immer häufigere oder heftigere extreme Wetterlagen gäbe.  Aber dieses ist nicht der Fall … Ein unverändertes Sturmklima geht einher mit deutlich höheren Schäden als früher. Abb.3 ist also zuallererst eine Darstellung des zunehmenden Wohlstandes … derartige Diagramme stammen aus der Versicherungsindustrie, die natürlich keine Einwände gegen den Eindruck eines erhöhten Wetterrisikos haben kann, verbessert dies doch die Marksituation.“

(Quelle: Prof. Dr. Hans von Storch, Veränderliches Küstenklima, Mitt. OVR 61, 6 (2006), S.227-240, vgl. auch Abb.3, S. 239.

KE Puls EIKE

Dazu passend die jüngste Pressemitteilung aus dem Potsdam Institut für Klimaforschungsfolgen PIK:

Neues aus der Anstalt :

Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) 23.03.2012

SPERRFRIST bis einschließlich 25. März, 19.00 Uhr
Wetterrekorde als Folge des Klimawandels: Ein Spiel mit gezinkten Würfeln

Das vergangene Jahrzehnt war eines nie dagewesener Wetterextreme. Dass diese Häufung nicht einfach nur Zufall ist, belegen jetzt Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Aus den vielen einzelnen Ereignissen fügt sich ein Bild zusammen. Zumindest bei extremen Regenfällen und extremen Hitzewellen ist der Zusammenhang mit der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung deutlich, so zeigen die Wissenschaftler in ihrer Analyse des Forschungsstands in der Fachzeitschrift Nature Climate Change. Weniger klar ist dagegen der Zusammenhang bei Stürmen, trotz der beobachteten Zunahme der Stärke von Hurricans.

Allein 2011 gab es in den USA 14 Wetterextreme, von denen jedes Kosten in Höhe von mehr als einer Milliarde Dollar verursachte – in mehreren Bundesstaaten waren die Monate Januar bis Oktober die nassesten, die dort jemals gemessen wurden. Aber auch in Japan gab es Rekord-Regenfälle, und im Becken des chinesischen Jangtse-Flusses Rekord-Trockenheit. Ähnlich in den Jahren zuvor. 2010 erlebte Westrussland den heißesten Sommer seit Jahrhunderten, und Pakistan und Australien Spitzenwerte bei den Niederschlägen. 2003 war in Europa der heißeste Sommer seit mindestens einem halben Jahrtausend. Und 2002 fiel auf die Wetterstation von Zinnwald-Georgenfeld im Erzgebirge an einem Tag mehr Regen als in Deutschland je zuvor gemessen wurde – hierauf folgte die Jahrhundertflut der Elbe.

„Die Frage ist, ob diese Wetterextreme Zufall oder eine Folge des Klimawandels sind“, sagt Dim Coumou, Haupt-Autor des Artikels. „Im Einzelfalls lässt sich die Erderwärmung als Ursache meist nicht dingfest machen – in der Summe aber wird der Zusammenhang mit dem Klimawandel deutlich.“ Dies hat seine Untersuchung von Daten und Studien ergeben.  „Das Ganze ist keine Frage von Ja oder Nein, sondern eine Frage von Wahrscheinlichkeiten“, erklärt Coumou. Die Häufung von Wetterrekorden, sagt er, ist nicht mehr normal.

„Es ist wie ein Spiel mit gezinkten Würfeln“, so Coumou. „Eine Sechs kann es auch so ab und zu mal geben, und man weiß nie, wann das passiert. Aber jetzt gibt es viel öfter die Sechs. Weil wir den Würfel verändert haben.“ Die vergangene Woche illustriert dies: In Nordamerika wurden allein zwischen dem 13. und 19. März an mehr als eintausend Orten historische Wärmerekorde übertroffen.

Dabei stützen die Forscher ihre Analyse auf gleich drei Pfeiler: elementare Physik, statistische Analyse und Computersimulationen. Bereits grundlegende physikalische Prinzipien legen nahe, dass die Erwärmung der Atmosphäre zu mehr Extremen führt. So kann warme Luft mehr Feuchtigkeit halten ( aufsteigende IR-Wärme entzieht der Luft die Feuchtigkeit sehen Sie Miskolczi-Diagramm = Verdoppelung des C02-Gehaltes ergibt eine Annahme der Feuchtigkeit um 3% (HHüne) ), bis diese plötzlich abregnet. Zweitens ließen sich statistisch in den Temperatur- und Niederschlagsdaten klare Trends finden, wie die Forscher erklären. Und drittens bestätigen auch detaillierte Computersimulationen den Zusammenhang zwischen Erwärmung und Rekorden bei Temperatur und Niederschlag.

Tropenstürme – je nach Region Taifune oder Hurricans genannt – sollten bei wärmeren Wassertemperaturen zwar stärker werden, aber nicht häufiger, so der Stand des Wissens. Im abgelaufenen Jahrzehnt sind mehrere Rekordstürme aufgetreten, beispielsweise Hurrican Wilma 2004. Allerdings sind die Zusammenhänge komplex und teils noch nicht entschlüsselt. Die beobachtete starke Zunahme der Intensität von Tropenstürmen im Nordatlantik 1980 bis 2005 etwa könnte neben der globalen Erwärmung auch eine Abkühlung der obersten Luftschichten als Ursache haben. Zudem sind die historischen Daten teilweise nicht genau genug.

Kälte-Extreme nehmen mit der globalen Erwärmung insgesamt ab, fanden die Forscher. Allerdings gleiche dies nicht die Zunahme der anderen Extreme aus. 

„Einzelne Wetterextreme haben oft mit regionalen Prozessen zu tun, wie einem blockierten Hochdruckgebiet oder natürlichen Phänomenen wie El Niño“, sagt Stefan Rahmstorf, Ko-Autor des Artikels und Leiter des Forschungsbereichs Erdsystemanalyse des PIK. „Das sind komplexe Prozesse, die weiter erforscht werden. Aber diese Prozesse entfalten sich jetzt vor dem Hintergrund einer globalen Klimaerwärmung. Und die kann dann aus einem Extremereignis ein nie zuvor beobachtetes Rekordereignis machen.“
Artikel: Coumou, D., Rahmstorf, S. (2012): A Decade of Weather Extremes. Nature Climate Change [DOI: 10.1038/NCLIMATE1452]

Weblink zum Artikel, wenn er veröffentlicht ist:http://dx.doi.org/10.1038/NCLIMATE1452  

Und noch etwas aus dem Tollhaus: 

Meteorologen erklären 2011 zum wärmsten La-Niña-Jahr

Auszug (kompletter Link hier):

Die Messungen zeigten, dass "der Klimawandel jetzt stattfindet und nicht eine Gefahr in irgendeiner fernen Zukunft ist", sagte WMO-Generalsekretär Michel Jarraud. "Die Welt erwärmt sich aufgrund menschlicher Aktivitäten und das hat weitreichende und potentiell nicht rückgängig zu machende Auswirkungen auf unsere Erde, die Atmosphäre und die Ozeane", sagte er.