40. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe
Die 40. Analysewoche des Jahres 2026 beginnt mit einer Windflaute über Tag und endet mit einer dreitägigen Windflaute, die immer dann, wenn die PV-Stromerzeugung ebenfalls pausierte, den deutsche Strombedarf auf die Zeiten zurückwarf, die vor der Energiewende üblich waren. Fossil-konventioneller Strom, ganz gleich ob in Deutschland hergestellt oder aus dem Ausland importiert, war die Hauptquelle der bundesdeutschen Stromversorgung, die preislich moderat war. Bei den Stromproduzenten wurde gut verdient.
Allein die Flautentage der 40. KW des Jahres 2026 belegen, dass es ohne einen Backup- Gaskraftwerkspark in einem Fall gehen wird, wenn die bestehenden Kohlekraftwerke abgestellt werden sollen. Und bitte: Man sollte sich schleunigst von der Beruhigungspille „H2-ready“ dieser Kraftwerke verabschieden. Eine Umstellung ist sehr teuer und unrealistisch, das ist der Hauptgrund der Ummöglichkeit: Der benötigte grüne Wasserstoff wird auch in 20 oder mehr Jahren nicht vorhanden sein. Beispiel: Seit Jahren wird mit Ländern in Nordafrika am south2corridor gearbeitet. Über 3.000 km lang soll die Pipeline werden, die den Wasserstoff (H2) nach Europa bringen soll. 2030 soll es losgehen. Vier Mio. t H2 sollen pro Jahr geliefert werden. So die Theorie. Nehmen wir die vier Mio. t und verstromen diese. Geschätzte 145 Terawattstunden (TWh) werden pro Jahr, 365 GWh werden pro Tag erzeugt. Das entspricht der durchschnittlichen Windstromerzeugung Deutschlands im Jahr. Angesichts der Tatsache, dass Deutschland bei einer komplett gewendeten, sprich elektrifizierten Energieversorgung mindestens 1.600 TWh benötigt, ist das Projekt lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. Nur eines ist sicher. Verdient wird gut daran. Doch weiter. Es sind etwa 188 TWh grüner Strom nötig, um die 4 Mio. t H2 grün herzustellen. Umgerechnet in Windindustrieanlagen à 12 MWh Nennleistung sind es 4.530 Stück plus 587 Mio.! m2 PV-Paneele. Sehr viel Aufwand für wenig Effekt. Außer für die Projektoren. Ich persönlich meine, dass es auch nur darum geht. Bei den naiven Geldgebern wird es lediglich eine Frage der Zeit sein, bis das Projekt abgeblasen wird. Das ist meine Meinung. Zu glauben, dass irgendwann mal so viel H2 vorhanden ist, dass damit praktisch Heizungskraftwerke befeuert werden können, ist eben nur ein Glaube, der vielleicht das Energiewendegewissen beruhigt, sonst aber nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat.
Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 40. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Die Hochrechnung im Vergleich zu den aktuellen Zahlen sieht in dieser Woche so aus. Es zeigt sich wieder, dass ohne Wind auch noch so viele Windkraftanlagen nicht viel bringen. Kurz: Von nichts kommt nichts. Für PV-Anlagen gilt das Gleiche, wie es die Nacht eines jeden Tag auch für den Dümmsten sichtbar macht.
Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?
Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.
Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.
Tageswerte
Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.
Wind- und PV-Strom stark. Die Strompreise.
Windflaute bereits in Sicht. Die Strompreise.
Ein letztes Aufbäumen Die Strompreise.
Es geht bergab. Die Strompreise.
Beginn Windflaute mit wenig PV-Strom. Die Strompreise.
Windflaute Teil 2. Die Strompreise.
Windflaute Teil 3 Die Strompreise.
Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de.
Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.de, Agora Energiewende und Energy-Charts die wesentliche Datengrundlage dieser Kolumne
Beitragsbild: Doenertier82
















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Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland, die Richtung passt, die Erneuerbaren liefern ab.
Spitzenreiter bei der Strombereitstellung ist Solarstrom mit ca. 22% in der KW40.
Öffentliche Nettostromerzeugung in Deutschland in den Wochen, über die Jahrzehnte in der KW40.
2026-KW40, 55% EE-Strom
2021-KW40, 46% EE-Strom
2016-KW40, 37% EE-Strom
2011-KW40, 19% EE-Strom
ca. 72% von den fossilen Kraftwerken, dann kostet die kWh an der Strombörse ca. 39,1 Cent/kWh,
so teuer ist Strom aus den fossilen Kraftwerken in der kW40.
ca. 88% von den Erneuerbaren Energien, dann dann kostet die kWh an der Strombörse ca. 1,3 Cent/kWh, so kostengünstig ist Strom aus den Erneuerbaren Energien in der KW40.
Öffentliche Nettostromerzeugung in Deutschland im 3. Quartal 2026, 69% EE-Strom
Öffentliche Nettostromerzeugung in Deutschland im 3. Quartal 2016, 34% EE-Strom
Auch weltweit steigt der Anteil der Erneuerbaren Energien im Strommix.
2025 ca. 34%
2015 ca. 23%
2005 ca. 18%
Für Belgien dem Land das auf die Kernkraft setzt, kommt es in der KW40 Knüppeldick.
Alle AKWs in Belgien liefern genau 0 kWh Atomstrom.
Sollte das mit der Kernkraft nicht Versorgungssicherheit geben?
Belgien musste ca. 37 % der benötigten Strommenge aus dem Ausland importieren in der KW39.
Die Erneuerbaren Energien liefern immer Strom die Atomkraftwerke im Belgien dann noch nicht immer, geht zurück auf 0 kWh und das die ganze Woche lang.
Rumänien dem Land, das auf die Kernkraft setzt, kommt es in der KW40 Knüppeldick.
Auch in Rumänien lieferten alle Atomkraftwerke in der KW40 genau 0 kWh an Strom und Rumänien hatte einen Nettostromimport von 6% in der KW40.
Sollte das mit der Kernkraft nicht Versorgungssicherheit geben?
Frankreich dem Land, das auf die Kernkraft setzt, kommt es in der KW40 Knüppeldick.
Das neu gebaute Atomkraftwerk Flamanville-3 lieferte in der KW40 genau 0 kWh an Strom.
Finnland dem Land, das auf die Kernkraft setzt, kommt es in der KW40 Knüppeldick.
Das neu gebaute Atomkraftwerk Olkiluoto-3 lieferte in der KW40 genau 0 kWh an Strom.
Ach, die 🥳🤡🥳🥥 ute mal wieder… Diese „billigen“ Börsenstrompreise werden über die EEG Ausgleichzahlungen querfinanziert. Kosten den Deutschen Steuerzahler schlappe 1,5 Mrd € pro Monat an direkten Subventionen! Dazu kommen ständig steigende Netzgebühren wegen der zusätzlichen Transportkapazitäten sowie Kapazitätsmarktkosten zur Netzstabilisierung sowie zur Absicherung der Residuallast. Grüne sind eine toxische Mischung aus links/grün versiffter Ideologie gepaart mit eklatantem MINT-Versagen!
Gas-Großhandelspreis am 19.10.26 = 9,0 ct/kWh.
Gas-Stromgestehungskosten = 23 bis 28 ct/kWh frei ab Werk.
Daran sieht man wie bescheuert es war die KKW zu sprengen bzw. die deutschen Braunkohletagebaue zu fluten. Jetzt muss jeder Gaspreis zur Frequenzsicherung, zur Residuallastabsicherung, zur Bereitstellung von Regelenergie sowie zum Kapazitätsmarkt bezahlt werden. Je teurer das Gas, um so höher die Stromrechnung. Verstehen Deutsche Waldorfschüler nur nicht….
Als Deutschland noch Atomkraftwerke im größeren Umfang hatte, mussten wir privat und auch betrieblich mehr Geld an den Energieversorger überweisen als jetzt, ohne Atomstrom aus Deutschland.
Herr Grommes ! Woran ist Desertec wohl gescheitert ? Auch an Übertragungsverlusten ?
Welche Übertragungsverluste bei Photovoltaikanlagen sollen das sein?
Von der Photovoltaikanlage zu den Photovoltaik-Stromanwendungen sind das unter 50 m bei uns zu Hause.
Da muss man die Übertragungsverluste mit der Lupe suchen, um welche zu finden, die der Rede wert sind.
Dumm wie ein Stein…. „Desertec“ ist ein Projekt bei dem „Wüstenstrom“ aus der Sahara die Deutschen Kraftwerke ersetzen sollte. An Blödheit nur noch durch Wasserstoff aus Namibia zu toppen….
Dumm wie ein Stein…. „Desertec“ ist ein Projekt, das keinen „Wüstenstrom“ aus der Sahara liefert, um die deutschen Kraftwerke ersetzen zu können.
Deutsche Photovoltaikanlagen haben bereits einige deutsche Kraftwerke ersetzt.
Photovoltaik-Strom hatten wir im ersten Halbjahr ca. 45 TWh und ist noch vor Braunkohlestrom mit ca. 33 TWh und Strom aus den Gaskraftwerken hatten wir auch nur 32 TWh.
Daten von ENTSO-E
Die PV haben genau 0 KKW ersetzt weil sie das mit 1000 Volllaststunden/anno und garantierter Stromproduktion = Null in jeder Nacht gar nicht können! Dumm, dümmer, grün; bestätigt sich bei jedem ihrer Beiträge.
Die installierte Leistung der Atomkraftwerke zusammen mit der fossilen Kraftwerksleistung ist von 100 GW auf 67 GW zurückgegangen.
Die installierte Leistung der Photovoltaikanlagen ist auf über 119 GW angestiegen.
Jetzt kommt ein Herr Gerald Pesch um die Ecke und sagt,
dass Photovoltaikanlagen keine Atomkraftwerke und fossilen Kraftwerke zur Strecke gebracht haben.
40. Analysewoche 2026 in Deutschland
1580 GWh Windstrom
40. Analysewoche 2026 in Finnland
0,0 GWh Atomstrom vom neuen Atomkraftwerk Olkiluoto 3
40. Analysewoche 2026 in Frankreich
0,0 GWh Atomstrom vom neuen Atomkraftwerk Flamanville 3
40. Analysewoche 2026 in Rumänien
0,0 GWh Atomstrom, von allen Atomkraftwerken.
40.Analysewoche 2026 in Belgien
0,0 GWh Atomstrom, von allen Atomkraftwerken.
https://www.tagesschau.de/wetter/wetterthema/klimamachtgeschichte-100.html
2025_10_24
Als vor etwa 11.000 Jahren die letzte Eiszeit zu Ende ging und sich die Eispanzer nach Norden zurückzogen, begann eine sehr stabile Klimaperiode, die aufstrebenden Hochkulturen ideale Entwicklungsbedingungen bot. Aber auch geringere Klimaschwankungen führten in Europa zu historischen Umwälzungen. ….
Natürliche Klimaänderungen im Laufe der Erdgeschichte
Ulrich Radtke, Rektor Universität Duisburg-Essen
Olaf Bubenzer, Universität Heidelberg
2007_09_00 https://www.researchgate.net/profile/Olaf-Bubenzer-2/publication/318524816_Naturliche_Klimaanderungen_im_Laufe_der_Erdgeschichte/links/5cf7f0034585153c3db726c6/Natuerliche-Klimaaenderungen-im-Laufe-der-Erdgeschichte.pdf
Mal abgesehen von Kosten und Wirkungsgrad von Wasserstoff aus Strom (« grüner » Wasserstoff) : Warum will man Wassertoff aus Strom herstellen und dann diesen Wasserstoff weit transportieren ? Warum nicht den Strom transportieren und den Wasserstoff nah am Bedarf herstellen und speichern ? Und bei uns gibt es auch viel mehr Süβwasser (als Rohstoff für die H2 Elektrolyse notwendig) als z.B.in Namibia oder Tunesien.
Wenn schon auβergewöhnliche Ideen, warum nicht ein zusamenhängendes Stromnetz bis nach Südafrika. Dann könnte man die saisonalen Schwankungen ausgleichen.
Noch besser –aber unrealistisch – bis nach Australien, dann könnte man Sonnenstrom in der Nacht beziehen.
„Mal abgesehen von den Kosten“ ist der perfekte ahnungslose Slogan für eine Deindustrialisierung. Wenn die Energie teurer ist als das Produkt, das damit hergestellt wird, bleibt am Ende nur ein sauberer Fußabdruck im leeren Portemonnaie, oder?