Die Schlagzeilen der Woche
Innere Mongolei: Starke Blizzards
Antarktis: Nochmals Verschärfung der Kälte
Arktis: Meereis-Ausdehnung erreicht für den heutigen Tag 20-Jahre-Hoch
Südural, Russland: Starke Oktober-Schneefälle
Russland: Temperatur sinkt unter -25°C
Anden, Südamerika: Weitere 30 cm Neuschnee
Tibet: Abkühlung bis auf –27.3°C
Europa: Erster Wintereinbruch auf den Bergen
Fernöstliches Russland: Schneesturm-Chaos
Meldungen vom 5. Oktober 2026:
Innere Mongolei: Starke Blizzards
Der Winter hat Nordchina fest im Griff: In der Inneren Mongolei toben heftige Schneestürme, und die Temperaturen sind vielerorts um mehr als 10 °C gesunken.
Vom 3. auf den 4. Oktober wurden an 535 Messstationen in 53 Landkreisen Niederschläge verzeichnet, größtenteils in Form von Schnee, wobei die stärksten Schneefälle im Norden von Xilingol und im Nordwesten von Chifeng gemessen wurden.
Das China Weather Network meldete starken Schneefall und Schneesturmbedingungen, wobei für einige Gebiete „starker Schneesturm“ vorhergesagt wurde.
Die Temperaturen fielen in weiten Teilen des Landes um 10 °C, wobei die lokalen Temperaturrückgänge diesen Wert bei weitem überstiegen, während sich Frost über den Westen, die Mitte und den Norden des Landes ausbreitete.
In weiten Teilen Nordchinas wurde der Herbst rasch durch Schnee, starken Frost und allgemein winterliche Tiefsttemperaturen abgelöst.
——————————
Antarktis: Nochmals Verschärfung der Kälte
Die hochwinterliche Kälte will das ostantarktische Plateau trotz des nahenden Frühlings nicht loslassen.
In Vostok sank die Temperatur am 4. Oktober auf -75,8 °C, nachdem sie am 3. Oktober bereits bei -75,4 °C gelegen hatte.
Diese Werte wurden gemessen, obwohl die Station eigentlich rasch aus ihrer winterlichen Kälte herauskommen sollte. Der Oktober-Durchschnitt in Vostok liegt bei -56,3 °C.
In Concordia herrschten ähnlich extreme Bedingungen. Am 1. Oktober sank die Temperatur an der Station auf -73,7 °C – nur 0,3 °C unter ihrem Oktober-Rekord von -74 °C am 10. Oktober 2014.
Die Kälte im Inneren der Antarktis, die fast das gesamte Jahr 2026 über anhielt, hat sich bis in den Oktober hinein ausgebreitet.
——————————
Arktis: Meereis-Ausdehnung erreicht für den heutigen Tag 20-Jahre-Hoch
Das arktische Meereis hat im Oktober stark zugenommen, so dass das Jahr 2026 nun die größte Ausdehnung seit 20 Jahren zu diesem Zeitpunkt aufweist.
Die rasche Erholung folgt auf ein Minimum von 4,60 Millionen km² am 12. September. Seitdem hat sich die Wiedervereisung stark beschleunigt, wodurch das Jahr 2026 in der 20-Jahres-Grafik alle anderen Jahre der letzten Zeit übertrifft.
Gläubte man den alarmistischen Prognosen, wäre das Eis der Arktis schon längst abgeschmolzen – laut einigen bereits 2008, laut anderen 2010, 2012 oder 2014, und laut dem Harvard-Atmosphärenchemiker James Anderson: „Die Wahrscheinlichkeit, dass es nach 2022 noch dauerhaftes Eis in der Arktis geben wird, ist praktisch null.“
Es gibt noch eine weitere große Lücke in der Propaganda vom Schmelzen der Arktis: Die Aufzeichnungen beginnen erst 1979; die Satellitenbeobachtungen hingegen nicht.
Wie letzte Woche bereits angedeutet, hat der Nimbus-5 der NASA bereits ab 1972 das Meereis gemessen. Der erste Sachstandsbericht des IPCC, veröffentlicht 1990, stellte fest, dass „die Meereisausdehnung in den Jahren 1972–1975 deutlich geringer war“, bevor sie sich in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre wieder erholte.
Die moderne Satellitenserie beginnt im Jahr 1979, auf dem Höhepunkt dieses Aufschwungs.
In der heutigen Klimaille werden Daten aus der Zeit vor 1979 ignoriert – nicht, weil sie unzuverlässig sind, sondern weil sie unbequem sind.
——————————
Eine Meldung vom 6. Oktober 2026:
Südural, Russland: Starke Oktober-Schneefälle
Starker Schneefall hat das russische Gebiet Tscheljabinsk unter einer Schneedecke begraben, die im südlichen Ural bis 25 cm Neuschnee brachte.
Im Taganay-Nationalpark in der Nähe von Zlatoust fielen über Nacht 25 cm Schnee, während das regionale hydrometeorologische Zentrum eine vorübergehende Schneedecke bis 20 cm im gesamten Gebiet meldete.
Am stärksten betroffen war die Bergregion. In Zlatoust fielen innerhalb von 24 Stunden insgesamt 26 mm Niederschlag – das entspricht 39 % der für Oktober üblichen Niederschlagsmenge der Stadt –, wobei der Regen zunehmend in Schnee überging.
Auf einem etwa 155 Meilen langen Abschnitt der Ural-Autobahn M-5 gelten Verkehrsbeschränkungen, und auch der Schienenverkehr war betroffen: In der Nähe von Zlatoust kam es zu Verspätungen bei Personenzügen, weil starker Schneefall die Strecken beeinträchtigte.
Durch die frostigen Tiefsttemperaturen blieb der Schnee an Leitungen und freiliegenden Oberflächen haften, wobei sich eine Schneedecke von 4,4 cm bildete.
Weiter nordwestlich war die Kälte besonders beißend. In Nikolsk im Gebiet Wologda sank die Temperatur am 5. Oktober auf -7,7 °C und brach damit den bisherigen Rekordwert der Messstation für diesen Tag von -6,9 °C aus dem Jahr 1982. Die Aufzeichnungen hier reichen Jahrzehnte zurück, wobei die letzte Verlegung der Messstation im Jahr 1966 erfolgte.
In Velikij Ustjug sank die Temperatur auf -6,3 °C; das Hydrometeorologische Zentrum von Wologda berichtete, dass dieser Wert den bisherigen Rekord für den 5. Oktober von -5,3 °C aus dem Jahr 1990 unterbot.
In weiten Teilen Russlands ist der Winter früh und heftig eingekehrt.
——————————
Eine Meldung vom 7. Oktober 2026:
Russland: Temperatur sinkt unter -25°C
Der Winter verschärft sich im Nordosten Russlands immer mehr, wobei die Temperaturen in Sacha (Jakutien) rasant sinken.
In Batagay-Alyta (Sakkyryr) ist die Temperatur auf -25,7 °C gefallen, und auch an mehreren anderen Messstationen liegen die Werte deutlich unter -20 °C:
- Sebyan-Kyuyol: -24°C
- Habardino: -23.6°C
- Werchojansk: -23.5°C
- Selagoncy: -22.3°C
In Werchojansk lag der gemessene Wert von -23,5 °C nur knapp unter dem Tagesrekord vom 7. Oktober, der in den bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreichenden Archiven der Messstation verzeichnet ist.
Die Kältewelle ist weit verbreitet und beschränkt sich nicht nur auf den Nordosten. Am 6. Oktober sank die Temperatur in Saranpaul in Chanty-Mansijsk auf -14,2 °C und brach damit den bisherigen Rekord von -9,9 °C aus dem Jahr 1974. Weiter westlich sank die Temperatur in Koygorodok in der Republik Komi auf -10 °C und brach damit den bisherigen Rekord vom 6. Oktober aus dem Jahr 1982 von -6,9 °C.
Für die kommenden Tage werden in Jakutien Tiefsttemperaturen von -17 °C bis -22 °C in den nordöstlichen Gebirgsregionen sowie Schneefall in den östlichen und zentralen Bezirken vorhergesagt.
——————————
Meldungen vom 8. Oktober 2026:
Anden, Südamerika: Weitere 30 cm Neuschnee
Chiles außergewöhnliche Schneesaison hat in Portillo weitere 30 cm Schnee gebracht, was laut Angaben des Skigebiets zu der schneereichsten Saison seit mindestens einem halben Jahrhundert beiträgt.
Der jüngste Schneefall folgt aufdie in der Vorwoche gemeldeten 55 cm, wobei in den hohen Anden trotz des voranschreitenden Frühlings auf der Südhalbkugel weiterhin frostige Bedingungen herrschen.
Nach einem verhaltenen Start im Juni wurden die Berge von Portillo im Juli von aufeinanderfolgenden Stürmen heimgesucht. Am 20. Juli meldete das Skigebiet eine kumulierte Schneehöhe von mehr als 4,5 m (15 ft), wobei der Grenzübergang Los Libertadores und die Zufahrtsstraßen wochenlang gesperrt waren.
Es schneite den ganzen August und September über weiter. Bis Anfang September hatte Portillo 933 cm (30,6 ft) Schnee in dieser Saison verzeichnet. Am 22. September lag die Gesamtmenge bei 1.021 cm (33,5 ft) – mehr als 10 Meter gegenüber einem historischen Saisondurchschnitt von etwa 5,1 Metern.
Die überdurchschnittlichen Schneemengen reichten weit über Portillo hinaus.
In Valle Nevado hat die Schneesumme in dieser Saison mittlerweile 690 cm erreicht, davon 115 cm in den letzten sieben Tagen. Das benachbarte La Parva meldet 406 cm. Weiter südlich hatten sich in Nevados de Chillán bis Anfang September etwa 276 cm angesammelt, während Corralco Ende August in nur vier Tagen 105 cm erhielt. Die zuletzt gemeldete Schneehöhe im Hochgebirge von Corralco liegt bei außergewöhnlichen 495 cm.
Die anhaltende Schneelage hat zu einer Verlängerung des Skikalenders geführt.
Portillo hat seine Saison bis in den Oktober hinein verlängert, während Valle Nevado voraussichtlich bis zum 18. Oktober geöffnet bleiben wird.
Selbst jetzt, weit im Frühling, sinken die Temperaturen in den höheren Lagen auf etwa -10 °C, und es wird weiterer Schneefall vorhergesagt.
Eine Ursache hierfür dürfte die extreme Kälte in der Antarktis sein. Die von dort ausströmenden Luftmassen können sich einfach nicht mehr auf ein Niveau erwärmen, wie es bisher üblich war. A. d. Übers.
——————————
Tibet: Abkühlung bis auf –27.3°C
In Westtibet sind die Temperaturen nach starken Schneefällen Ende September auf -27,3 °C gefallen.
Dieser Tiefstwert wurde am 3. Oktober in Mayoumu gemessen, einer hochgelegenen Wetterstation im Kreis Pulan auf 5.047 m über dem Meeresspiegel.
Der Kälteeinbruch folgte auf heftige Schneestürme in der Präfektur Ngari Ende September, bei denen die Schneehöhe dafür sorgt, dass Straßen gesperrt werden mussten.
Anschließend sanken die Temperaturen auf dem gesamten westlichen Plateau drastisch. Nach Angaben der tibetischen Wetterbehörden lag die Durchschnittstemperatur in Pulan zwischen dem 28. September und dem 4. Oktober bemerkenswerte 9,7 °C unter dem Normalwert.
Für diese Woche und bis ins Wochenende hinein werden für Westtibet weitere Schneefälle und extreme Tiefsttemperaturen vorhergesagt.
——————————
Meldungen vom 9. Oktober 2026:
Europa: Erster Wintereinbruch auf den Bergen
Der Winter hat nicht lange auf sich warten lassen und ist in die europäischen Berge zurückgekehrt. Innerhalb von nur 48 Stunden haben sich die kahlen Alpenhänge unter dem frischen Schnee Anfang Oktober weiß gefärbt.
Der Schneefall erreichte am Donnerstag, dem 8. Oktober, die Westalpen, als kältere Luft nach Süden drängte und zunächst Schnee in die französischen und Schweizer Alpen brachte, bevor er sich nach Osten ausbreitete.
Auf dem Gletscher von Les 2 Alpes fielen bis zu 40 cm Schnee, wobei die Schneefallgrenze in Teilen der nordwestlichen Alpen bis 1.500 m sank. Für Freitag und Samstag werden weitere Schneeschauer erwartet.
Auch in den Pyrenäen fiel am Donnerstag Neuschnee, sodass die Pisten in La Mongie in den französischen Hautes-Pyrénées weiß bedeckt waren.
Nach einem Sommer mit unerbittlichen Hitzewarnungen kehrt bereits der Winter in die europäischen Berge zurück.
——————————
Fernöstliches Russland: Schneesturm-Chaos
Der Winter hat den russischen Fernen Osten hart getroffen: Starke Schneefälle haben den Verkehr in Teilen der Region Magadan zum Erliegen gebracht.
Am Donnerstag fegte ein heftiger Sturm über die Region hinweg und brachte schweren, nassen Schnee mit sich.
Gebiete wie der Olskiy-Pass wurden besonders stark getroffen; auf der Autobahn Solnechny–Ola wurde von erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen berichtet. Schwere Lkw verloren die Traktion, während Busse in Richtung Ola und Klepka ihre Fahrten nicht beenden konnten.
Schneepflüge wurden eingesetzt, während die Behörden die Autofahrer dazu aufforderten, Fahrten zu vermeiden.
Der Schnee breitete sich landeinwärts aus, wo die Temperaturen bereits deutlich unter dem Gefrierpunkt lagen. Am Freitag wurden Tiefsttemperaturen von -19 °C in Yagodnoye, -16 °C in Susuman und -11 °C in Omsukchan gemessen, wobei weiterer Schneetreiben erwartet wurde.
Warnungen vor starkem Schneefall gelten auch für mehrere Bezirke im Landesinneren. Wetterexperten warnen vor einem weiteren starken Temperaturrückgang am Wochenende und zusätzlichen Schneefällen in der kommenden Woche.
Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 42 / 2026
Redaktionsschluss für diesen Report: 9. Oktober 2026
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE


















Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:
- Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
- Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
- Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
- Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
- Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
- Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.
Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Über Uns->Kontakt"