Joanne Nova

Möglicherweise werden die Menschen in fünfzig Jahren zurückblicken und staunen, wie leicht (und kostengünstig) es China gelungen ist, die westlichen Liberalen auszumanövrieren, und wie sie damit durchgekommen sind.

Wir werden uns vielleicht fragen, warum es nicht offensichtlich war, dass sich die Welt in einem verdeckten Kalten Krieg befand. Wir verfügen nicht über alle Belege, um das heute zu behaupten, und werden sie vielleicht auch nie erhalten, aber wir haben die Vorgehensweise, das Motiv und die Gelegenheit.

Wie ich immer wieder sage: China hat so viele Vorteile, dass es verrückt wäre, wenn es den Westen nicht manipulieren würde, um unseren eigenen Erfolg zu sabotieren. Peter Doran und Brenda Shaffer sind jedoch noch einen Schritt weiter gegangen und haben einen sehr stilvollen Artikel in „Tablet“ verfasst (siehe unten).

Sie sind dem Geld so weit wie möglich gefolgt, doch ein Großteil der Dollar verschwindet in einem Sumpf aus gesammelten Spenden für wohltätige Zwecke, die zwar lautstark ihre Angst und Empörung gegenüber westlichen CO₂-Emittenten bekunden, aber irgendwie China bejubeln, obwohl dort 93 % aller neuen Kohlekraftwerksbauten weltweit entstehen. Ein lustiger Zufall …

Und so kommt es, dass China irgendwie mit westlichen Linken unter einer Decke steckt, die behaupten, sie hassen CO₂-Emissionen, bewunderten aber China. Dann erzählen diese westlichen Institutionen, promovierten Wissenschaftler und NGOs der Welt, wie wunderbar und fortschrittlich China im Bereich der erneuerbaren Energien sei. Diese Empfehlung durch Dritte ist zudem praktisch, ist sie doch viel überzeugender als eine Pressemitteilung der KPCh. Im Grunde wäre eine Spende an einen grünen Fonds im Westen eine Möglichkeit, Propaganda zu „waschen“, nicht wahr?

Wir wissen, dass China bereits Geld an westliche Wohltätigkeitsorganisationen schickt, um uns bei der Sanierung unserer Umwelt zu „helfen“. (Es ist doch so rührend, dass sich ein Entwicklungsland um die Umweltverschmutzung der reichen Welt kümmert, finden Sie nicht auch?) Doch das Endergebnis dieser Spende könnte leicht als wirtschaftliche Investition angesehen werden, die dem Westen schadet und den chinesischen Handel ankurbelt.

Die Geldsummen, die sich auf China zurückführen lassen, liegen bei einzelnen Personen im Bereich von Hunderttausenden oder wenigen Millionen. Aber wenn eine ausländische Instanz viele Millionen Dollar überweisen würde, um die Politik eines Gegners zu beeinflussen, würde sie das doch wohl kaum öffentlich machen, oder?

Wir wissen, dass China über die „Energy Foundation China“ Gelder an Universitäten und Nichtregierungsorganisationen schickt und dass ehemalige Mitglieder der KPCh daran beteiligt waren. Um die Feindseligkeit ganz offen auf den Tisch zu legen: Wir haben in einigen chinesischen Elektronikgeräten geheime Kommunikationsgeräte gefunden, wir wissen, dass die KPCh in Bezug auf Covid gelogen hat, das Virus mit Flugzeugen aus Wuhan in die Welt verbreitet hat, während sie es im eigenen Land eindämmte, und wir wissen von mindestens zwei verdächtigen Biolaboren in den USA, die mit Materialien bestückt sind, die als „Ebola“ gekennzeichnet sind. Wir wissen, dass China Unterseekabel rund um Taiwan, in der Ostsee und möglicherweise vor der Küste von Perth in Westaustralien durchtrennt.

Wir müssten schon ziemlich dumm sein, um nicht einmal die Frage zu stellen: Inwieweit wird die Klimahysterie im Westen eigentlich von China angeheizt? China wurde bereits dabei erwischt, wie es in den USA Klagen im Rahmen des „Eco-Lawfare“ finanzierte, um die amerikanische Energiedominanz zu sabotieren – dank der Enthüllungen von Steve Milloy und Ballyboruma.

Chinas Net Zero-Vorteil

Peter Doran und Brenda Shaffer, Tablet

Im Wettbewerb mit China verfügen die Vereinigten Staaten über einen natürlichen Vorteil: reichlich vorhandenes Öl und günstiges Erdgas. Zuverlässige Energie versorgt Fabriken, Rechenzentren, Verkehrsnetze und militärische Operationen. Sie ermöglicht es den Vereinigten Staaten, technologische Innovation mit industrieller Größenordnung zu verbinden – ein Vorteil, den China nicht ohne Weiteres nachahmen kann, ist man doch dort auf importiertes Öl und Gas angewiesen.

Doch China hat eine Teillösung gefunden: die „Netto-Null“-Bewegung. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich daher eine Allianz gebildet, die nur dem Namen nach keine ist.

Oberflächlich betrachtet sieht es aus wie eine Beziehung zwischen seltsamen Verbündeten. China ist der weltweit größte Emittent von Treibhausgasen und der größte Produzent und Verbraucher von Kohle. Sein Energiesystem wird nach wie vor hauptsächlich mit Kohle betrieben, und das Land verbrennt mehr Kohle als der Rest der Welt zusammen. Nach dem erklärten Ziel der Klimabewegung – der Reduzierung der Emissionen – müsste China ihr Hauptziel sein. Ist es aber nicht!

Ratet mal, wer hinter „Code Pink“ steckte?

Mehrere viel beachtete Fälle deuten darauf hin, dass ein Grund dafür, dass China offenbar über jeglicher Kritik hinsichtlich der Netto-Null-Ziele steht, darin liegt, dass Peking eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der Klimabewegung spielt. So soll beispielsweise Neville Roy Singham, ein US-amerikanischer Technologieunternehmer, Gegenstand einer Untersuchung durch eine Bundesgroßjury in New York gewesen sein. Singham verkaufte 2017 sein Beratungsunternehmen Thoughtworks für 785 Millionen Dollar, verlegte seinen Geschäftssitz nach Shanghai und begann, ein globales Netzwerk aus gemeinnützigen Organisationen und Medienunternehmen zu finanzieren. Im August 2023 berichtete die „New York Times“, dass Singham in enger Zusammenarbeit mit dem Medienapparat der chinesischen Regierung die weltweite Verbreitung ihrer Botschaften über gemeinnützige Organisationen und Briefkastenfirmen finanzierte. Singham bestritt, Gelder oder Anweisungen von irgendeiner Regierung oder Partei, einschließlich der Kommunistischen Partei Chinas, erhalten zu haben.

Ein Empfänger seiner Spenden war „Code Pink“, die Antikriegsgruppe, die von Jodie Evans mitbegründet wurde, die Singham 2017 heiratete.

Laut Senator Tom Cotton flossen 1,4 Millionen Dollar von mit Singham verbundenen Gruppen an „Code Pink“. Daraufhin hörte „Code Pink“ auf, die Behandlung der Uiguren in China zu kritisieren, und machte sich keine Sorgen mehr um das Schicksal von Menschenrechtsaktivisten in China. Einige Jahre später begannen sie, Aussagen wie „China ist nicht der Feind“ zu treffen.

Während des Kalten Krieges förderte die Sowjetunion westliche Friedens- und Antiatombewegungen, die westliche Regierungen einschränkten, ohne die sowjetische Macht anzutasten. Sie unterstützte zudem die Kampagne, die zur UN-Resolution führte, in der der Zionismus mit Rassismus gleichgesetzt wurde – eine Linie, die in Moskau ausgearbeitet und bei den Vereinten Nationen von sowjetischen und arabischen Verbündeten vertreten wurde, bevor sie von Teilen der westlichen Linken aufgegriffen wurde. Peking ist der Erbe dieser Tradition und agiert heute aus dem Inneren der Weltwirtschaft heraus statt von außen.

Die Kosten tragen fast ausschließlich Amerika und seine Verbündeten.

Der Strompreis für die Industrie in Großbritannien und Europa gehört zu den höchsten weltweit. Wenn der Strompreis steigt, schrumpft die Produktion, Werke schließen, und Arbeitsplätze sowie die Steuerbasis wandern ab. China baut sein Angebot kontinuierlich aus und verkauft Strom an seine Fabriken zu Preisen, mit denen der Westen nicht mithalten kann. Die Klimapolitik, wie sie derzeit praktiziert wird, ist eine Verlagerung industrieller Vorteile nach China.

Die Ersatzsysteme stammen aus China. China dominiert jede Phase der Solar- und Windkraftfertigung, der Batteriezellen und ihrer Materialien sowie der Verarbeitung kritischer Mineralien – und zunehmend auch die Herstellung von Elektrofahrzeugen selbst. Ein von westlichen Regierungen vorgeschriebener Übergang verlagert daher die Verbrauchernachfrage auf chinesische Fabriken und übergibt die Kontrolle über die Versorgung an chinesische Planer. Mit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs hat Europa am Beispiel des russischen Gases gelernt, welche Kosten ein einziger Engpass mit sich bringt. Die Lieferketten für erneuerbare Energien weisen noch mehr solcher Engpässe auf.

Aus irgendeinem Grund will China den Amerikanern helfen, die sauberste Luft zu atmen?

Die „Energy Foundation China“ hat beispielsweise Schecks an das Rocky Mountain Institute ausgestellt, das 2022 die Studie über Gasherde und Asthma veröffentlichte, die der Leiter der Verbraucherschutzbehörde, Richard Trumka Jr., und Energieministerin Jennifer Granholm dazu nutzten, um eine landesweite Debatte über Gas in Privathaushalten anzustoßen. Die Zerstörung des wohlverdienten Rufs von Erdgas – das in den Vereinigten Staaten reichlich vorhanden ist – als schadstoffarme Quelle billiger Energie hat für China offensichtliche Vorteile für die nationale Sicherheit.

Es gibt zwar kein Dokument, das belegt, dass China diese Forschung angestoßen hat, doch der Interessenkonflikt „verdient eine genauere Prüfung“, wie es so schön heißt.

Zudem weisen sie Schwachstellen auf, die bei Pipelines nie auftraten. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur entfielen im Jahr 2025 etwa 80 % der weltweiten Produktionskapazitäten für Solar- und Batterie-Wechselrichter auf China. Diese Geräte wandeln den Strom aus Solar- oder Batterieanlagen in Netzstrom um. Westliche Betreiber haben in einigen in China hergestellten Geräten undokumentierte Kommunikationshardware gefunden. In chinesischen Militärschriften wird das Energiesystem eines Gegners als vorrangiges Ziel behandelt. Der einfachste Weg, einen Jagdbomber zu stoppen, besteht nicht darin, ihn abzuschießen. Vielmehr geht es darum, ihm die Stromversorgung zu entziehen, bevor er abhebt.

Befreundete Behörden im Westen tragen dazu bei, die Propaganda der KPCh zu verbreiten:

Peking kann sich keine westliche Glaubwürdigkeit erkaufen. Ein chinesisches Staatsmedium kann China so oft es will als Vorreiter im Klimaschutz bezeichnen, ohne auch nur einen einzigen westlichen Gesetzgeber zu bewegen, denn das Publikum weiß, wer da spricht. Die gleiche Behauptung, wenn sie vom Präsidenten einer amerikanischen Stiftung, einem europäischen Forschungsinstitut oder einer internationalen Organisation vorgebracht wird, genießt die Autorität von Institutionen, denen man gerade deshalb vertraut, weil sie nicht chinesisch sind. Diese Konstellation löst das Problem der Propagandisten. Sie trennt die Botschaft vom Überbringer.

Im „Tablet“-Magazin finden sich noch viele weitere Details zu dieser Geschichte. China hat die Klimaschutzbewegung nicht ins Leben gerufen, und wir wissen, dass die großen Bankiers, die Branche der erneuerbaren Energien und diejenigen, die einen starken Staat anstreben, eine Billion Gründe haben, die Klimaschutzagenda voranzutreiben. Aber man kann sich leicht vorstellen, wie China in diesen Sog hineingezogen worden sein und davon profitiert haben könnte. Die Frage ist heute: Wie viel Einfluss hat China derzeit?

This article originally appeared at JoNova

Link: https://www.cfact.org/2026/09/27/how-much-climate-change-angst-is-propped-up-by-china-or-is-even-a-cold-war-weapon-of-statecraft/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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