WUWT, Anthony Watts
Das Bulletin of the Atomic Scientists behauptet in dem Artikel „Klimawandel legt Zuverlässigkeitsproblem der Kernenergie offen“, dass der Klimawandel ein grundlegendes Zuverlässigkeitsproblem der Kernenergie aufdeckt, da Hitzewellen, Dürren und andere Wetterereignisse in Europa zu vorübergehenden Reaktorabschaltungen geführt haben. Diese Aussage ist höchst irreführend, wenn nicht gar falsch. Die besten verfügbaren Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Kernkraftwerke zwar – wie alle Wärmekraftwerke – gelegentlich durch wetterbedingte Kühlungseinschränkungen beeinträchtigt werden können, sie aber dennoch zu den zuverlässigsten Stromquellen zählen, die je entwickelt wurden. Noch wichtiger ist, dass Wind- und Solarenergie naturgemäß rund um die Uhr vom Wetter abhängig sind, während Kernkraftwerke nur gelegentlich davon betroffen sind.
Der zentrale Mangel des Artikels liegt in der Perspektive. Die Autoren beschreiben mehrere vorübergehende Abschaltungen von Kernkraftwerken in Europa während eines ungewöhnlich heißen und trockenen Sommers und schließen daraus, dass der Klimawandel eine fatale Schwäche der Kernenergie offengelegt hat.
Was sie nie stellen, ist die naheliegende Frage: Im Vergleich zu was?
Jede Stromquelle birgt Schwachstellen. Sogar Erdgasleitungen können einfrieren. Kohlekraftwerke können Lieferengpässe erleben. Wasserkraftwerke sind vollständig von Regen und Schnee abhängig. Windkraftanlagen produzieren keinen Strom, wenn der Wind schwach oder zu stark ist oder wenn sie im Winter vereisen. Solaranlagen stellen die Stromproduktion jede Nacht ein und erzeugen bei bewölktem Wetter oder in den Wintermonaten deutlich weniger Strom.
Nur die Kernenergie liefert routinemäßig rund um die Uhr Strom, unabhängig davon, ob die Sonne scheint oder der Wind weht.
Diese Unterscheidung ist der gesamte Diskussionspunkt, den das Bulletin auslässt.
Die Autoren verweisen auf vorübergehende Reduzierungen der Kernenergieproduktion in Ungarn, Rumänien und Frankreich während Dürreperioden und erhöhter Flusstemperaturen.
Diese Ereignisse haben sich zwar ereignet, doch vereinzelte betriebliche Einschränkungen sind nicht mit chronischer Unzuverlässigkeit gleichzusetzen. Die überwiegende Mehrheit der Kernreaktoren arbeitet mit einer Auslastung von über 90 Prozent, das heißt, sie erzeugen fast das ganze Jahr über Strom, außer während geplanter Wartung oder Brennstoffwechsel. Wind- und Solarenergie können diese Werte nicht erreichen, da ihre Leistung vollständig von den Wetterbedingungen abhängt.
Das ist die Ironie, die sich durch den gesamten Artikel des Bulletins zieht.
Die Autoren kritisieren wiederholt die Kernenergie, weil sie gelegentlich von Wettereinflüssen betroffen sei, während sie gleichzeitig die Solarenergie loben, weil sie dazu beitrage, die europäischen Stromengpässe während derselben Hitzewelle auszugleichen.
Die Solarstromerzeugung war jedoch nur möglich, weil das Wetter mitspielte. Hätten dichte Wolken weite Teile Europas in diesen kritischen Tagen bedeckt, wäre die Solarstromproduktion drastisch gesunken. Ebenso wäre die Solarstromerzeugung unabhängig vom Strombedarf auf null gefallen, wenn das Ereignis nach Sonnenuntergang eingetreten wäre.
Der Artikel wertet die intermittierende Erzeugung erneuerbarer Energien während eines günstigen Wetterereignisses als Beweis für Resilienz, während er gleichzeitig gelegentliche Leistungsreduzierungen von Kernkraftwerken als Beleg für systemisches Versagen darstellt. Dieser Vergleich ist mit zweierlei Maß gemessen.
Das Bulletin ignoriert auch die Tatsache, dass die Einschränkungen des Kühlwassers nicht nur für Kernkraftwerke gelten.
Kohlekraftwerke, Gas- und Dampfkraftwerke, Biomasseanlagen und viele Industrieanlagen sind ebenfalls auf Kühlwasser angewiesen und können bei extremer Dürre oder ungewöhnlich warmen Flusspegeln mit Betriebseinschränkungen konfrontiert sein. Kernreaktoren benötigen aufgrund ihrer Bauart in der Regel mehr Kühlung, die zugrundeliegende technische Herausforderung betrifft jedoch alle thermischen Erzeugungstechnologien.
Das Problem ist nicht auf die Kernenergie beschränkt. Es betrifft ausschließlich Kraftwerke, die kontinuierlich Strom produzieren.
Wind- und Solarenergie hingegen stoßen auf eine noch grundlegendere Einschränkung: Sie werden nicht nur vom Wetter beeinflusst, sondern sind ihm völlig unterworfen. Keine noch so ausgefeilte Technik kann eine Windkraftanlage dazu bringen, bei Windstille Strom zu erzeugen. Kein technologischer Durchbruch kann Photovoltaikanlagen dazu veranlassen, mitten in der Nacht Strom zu produzieren.
Jeder Energieversorger kennt diese Realität. Deshalb benötigen Stromnetze eine bedarfsgerechte Stromerzeugung, sei es aus Kernkraft, Erdgas, Wasserkraft oder anderen Quellen, um die erneuerbare Energieversorgung bei wechselnden Wetterbedingungen zu stabilisieren.
Ironischerweise beginnt der Artikel mit dem Zitat von Behauptungen, dass Kernkraftwerke unabhängig vom Wetter „24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche“ betrieben werden können, nur um dann im weiteren Verlauf zu argumentieren, dass diese Behauptungen ungültig seien, weil einige wenige Reaktoren gelegentlich bei außergewöhnlichen Wetterereignissen ihre Leistung reduziert hätten.
Das ist so, als würde man behaupten, die kommerzielle Luftfahrt sei unzuverlässig, weil Flüge gelegentlich durch Gewitter verspätet sind.
Zuverlässigkeit bemisst sich über Jahre des Betriebs, nicht anhand ausgewählter Ausnahmefälle. Das Bulletin argumentiert weiterhin, dass der Klimawandel solche Ausfälle immer häufiger machen wird. Das mag an manchen Standorten zutreffen, doch der Artikel bietet erstaunlich wenig Kontext.
Es vergleicht nie die prognostizierten Unterbrechungen der Kernenergie mit der weitaus größeren, wetterbedingten Variabilität, die der Wind- und Solarenergieerzeugung bereits innewohnt. Auch wird nicht berücksichtigt, dass moderne Reaktorkonzepte zunehmend Kühltürme, geschlossene Kreislaufsysteme, Luftkühlung, Meerwasserkühlung oder Standortentscheidungen nutzen, die die Abhängigkeit von Flusswasser verringern.
Die Ingenieurwissenschaften passen sich dem Wandel an, das war schon immer so.
Die größte Lücke besteht wohl darin, was zuverlässige Stromversorgung eigentlich bedeutet. Zuverlässige Stromerzeugung bedeutet nicht einfach nur Strom, der bei günstigem Wetter verfügbar ist. Zuverlässige Stromerzeugung bedeutet, dass Strom auch dann verfügbar bleibt, wenn der Bedarf am höchsten ist, Krankenhäuser geöffnet bleiben müssen, Fabriken weiterarbeiten müssen und Haushalte Heizung oder Klimaanlage benötigen.
Genau deshalb sind Stromnetze weiterhin stark auf bedarfsgerechte Stromerzeugung angewiesen.
Guter Journalismus erfordert Vergleiche, Kontext und Perspektive. Stattdessen präsentiert das Bulletin of the Atomic Scientists gelegentliche wetterbedingte Ausfälle von Kernkraftwerken, als würden sie jahrzehntelange hervorragende Betriebsleistung zunichtemachen, während es die Tatsache, dass seine bevorzugten Alternativen vom Moment der Stromerzeugung an vollständig vom Wetter abhängig sind, nur beiläufig erwähnt. Das ist reine Panikmache gegen die Kerntechnologie.
Die Leser verdienen einen ausgewogenen Vergleich aller Erzeugungstechnologien und nicht einen weiteren Versuch, eine der zuverlässigsten Energiequellen der Welt als unzuverlässig umzudeuten, nur weil sie, wie jede andere Form der Stromerzeugung, gelegentlich mit widrigen Wetterbedingungen konfrontiert wird.
Anthony Watts ist Senior Fellow für Umwelt und Klima am Heartland Institute. Seit 1978 arbeitet er als Wetterexperte im Fernsehen und Radio, sowohl vor als auch hinter der Kamera. Er hat Wettergrafiksysteme für das Fernsehen und spezielle Wetterinstrumente entwickelt und an Fachartikeln zu Klimathemen mitgewirkt. Er betreibt die weltweit meistbesuchte Website zum Thema Klima, die preisgekrönte Website wattsupwiththat.com.
Ursprünglich veröffentlicht auf Climate REALISM
















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Deutscher Reaktor revolutioniert jetzt weltweit Atomkraft! https://youtu.be/mI5E21jd4LM •
Deutsch-kanadisches Unternehmen schließt Atomenergie-Deal mit Ruanda https://blackout-news.de/aktuelles/deutsch-kanadischesunternehmen-schliesst-atomenergie-deal-mit-ruanda/
Berliner bauen Reaktor, der mit Atommüll läuft: Erste Tests in Afrika https://efahrer.chip.de/news/berliner-bauen-reaktor-der-mitatommuell-laeuft-erste-tests-in-afrika_1015227
Belgien Schnell-Start! Neuer EU-Reaktor verbrennt Atommüll 2024_02_24 https://youtu.be/kZ1RVivz9Go?si=uffoqzMe5PTFl7DO
Niederland Strom für 1500 Jahre! Neuer Thorium-Reaktor verbrennt Atommüll Der Strom kostet umgerechnet mit 2-7ct pro Kilowattstunde, weniger als Solar und Windkraft. https://youtu.be/h3Ju7NnrZpc
Schnell-Start: Neuer Natrium-Reaktor verbrennt Atommüll!
2024_06_07 https://www.youtube.com/watch?v=XMyC8zsJ8cI
Frankreich hat den Atomstrom für 2026 um 70% verteuert Von 4,2 auf 7 Cent/kWh (42 auf 70 Euro/MWh) https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/atomenergie-stromfrankreich-100.html
Deutscher Wunder-Reaktor in China gebaut: Verbrennt Atommüll! 2024_10_29 https://www.youtube.com/watch?v=GwHcSVlxSX0
Google: Ursache Reaktorunfall Tschernobyl Ursache Reaktorunfall Tschernobyl
Übersicht mit KI Am 26. April 1986 explodierte Reaktor 4 im Kernkraftwerk Tschernobyl wegen eines missglückten Tests, großer Baufehler am Reaktor und schwerer Fehler der Arbeiter. Eine unkontrollierte Kettenreaktion ließ die Leistung rasant ansteigen, was zu einer Kernschmelze und heftigen Explosionen führte. https://www.bundesstiftungaufarbeitung.de/de/recherche/dossiers/tschernobyl/nuklearkatastrophe Der fatale Test • Ein Test sollte prüfen, ob die Auslaufende Turbine noch genug Notstrom liefern kann. • Das Personal fuhr den Reaktor dafür in einen instabilen, sehr niedrigen Leistungsbereich. • Gegen die Regeln wurden fast alle Steuerstäbe herausgezogen, die die Kettenreaktion bremsen sollen. [1, 2, 3, 4, 5] Bauliche Mängel des Reaktors • Der Typ RBMK nutzte Graphit zum Abbremsen der Neutronen, aber Wasser als Kühlmittel. • Wenn das Kühlwasser verdampft, steigt die Leistung bei diesem Typ rasant an (positiver Dampfblaseneffekt). • Es gab keine stabile Schutzhülle (Containment) um den Reaktor, die eine Explosion nach außen hätte aufhalten können. https://www.leifiphysik.de/kern-teilchenphysik/kernspaltung-undkernfusion/ausblick/reaktorkatastrophe-von-tschernobyl Atomunfall Tschernobyl: Darum wäre das hier fast unmöglich. https://www.youtube.com/shorts/eFr4r8sRy_s https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unf%C3%A4llen_in_kernte chnischen_Anlagen Die Explosion • Die Leistung schoss in Sekundenschnelle um ein Vielfaches nach oben. • Die Brennelemente überhitzten, das Wasser verdampfte schlagartig und zerreißt den Kern.
Vermutlich spaltete sich Wasserstoff ab, der sich entzündete und das Dach sprengte, wodurch radioaktiver Staub frei wurde. [1, 2] Möchtest du mehr über die gesundheitlichen Folgen in Europa erfahren oder wie die aktuelle Schutzhülle vor Ort funktioniert? In Deutschland haben wir keine Tsunamis, und wenn wird das Hinterland (höher 100 m ü NN) nicht überflutet und ist sicher!! Fukushima, die grobfahrlässige Katastrophe 2022_03_31 https://www.klimawahrheiten.de/.cm4all/uproc.php/0/Fukushima_die_grobfahrl%C3%A4ssi ge_Katastrophe.pdf
Als Abitur-Arbeit habe ich 1975 über Kernenergie geschrieben und habe viel Material von „Preußen Elektra“ bekommen. Schon damals sagten sie, dass sie an der energetischen Nutzung von Atommüll arbeite. Die Lösung wird 40 bis 50 Jahre brauchen. Es wurde geschafft: Deutsche haben einen Weg gefunden „Atommüll“ energetisch zu nutzen. Sie wurden in Deutschland nur behindert und sind nach Kanada gegangen. Sie werden dort und an der US-Börse gefeiert. Bei diesem Verfahren bleiben 10% Restmüll, der nur noch 300 Jahre aktiv ist. Deutschland liebt seinen „Atommüll“ und will in 100.000 Jahre zu 100%. • Strahlendes Recycling: Unternehmen will Atommüll zur Energiequelle machen 2024_04_19 https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/strahlendesrecycling-unternehmen-will-atommuell-zur-energiequelle-machena4673414.html • Dual-Fluid-Finanzchef: „Unsere Technologie senkt die Stromkosten für Endkunden auf 10 Cent pro kWh“ 2024_03_08 https://www.epochtimes.de/wirtschaft/unternehmen/dual-fluidfinanzchef-unsere-technologie-senkt-die-stromkosten-fuerendkunden-auf-10-cent-pro-kwh-a4612832.html
Wenn man KKWs wegen mangelhafter Kühlung abstellen muss, dann ist dies ein nicht notwendiger technisch-organisatorischen Mangel, der sodann zur Wetterabhängigkeit führt.
Dies ist ein leicht abstellbarer Mangel.
Das Erstellen von systemisch wetterabhängigen Energieumwandlungsanlagen in volkswirtschaftlicher Größenordnung auf Regierungsbefehl, ist die vorsätzliche Errichtung eines mangelhaften Werkes, mithin ein vorsätzlicher Betrug an der allgemeinen Wohlfahrt, oder?
Da habe ich dann doch so meine Zweifel.
Schaue ich nach z.B. Ungarn, da wurden auch mal in der Woche über 40% von Strom importiert, da die Atomkraftwerke in Ungarn nicht die benötigten Mengen an Strom (GWh) geliefert haben.
Wenn Deutschland einen Nettoimport von 4 % hat, ist das das Ende von Deutschland, bei so machen Kommentarschreiber.
Beispiel die KW32 in Ungarn

Tja, dann bräuchten die Ungarn halt – wie viele andere Staaten auch – m e h r Kernkraftwerke! Auch Kohlekraftwerke wären nicht schlecht.
Hatte die ungarische Abschaltung etwas mit „Sonne und Wind“ zu tun?
Ist doch das Thema und Atomkraftwerke sind nicht gerade zuverlässig.
Wenn man KKWs wegen mangelhafter Kühlung abstellen muss, dann ist dies ein nicht notwendiger technisch-organisatorischen Mangel, der sodann zur Wetterabhängigkeit führt.
Dies ist ein leicht abstellbarer Mangel.
Das Erstellen von systemisch wetterabhängigen Energieumwandlungsanlagen in volkswirtschaftlicher Größenordnung auf Regierungsbefehl, ist die vorsätzliche Errichtung eines mangelhaften Werkes, mithin ein vorsätzlicher Betrug an der allgemeinen Wohlfahrt, oder?
Ach Ute, unsere MINT-Versagerin…
Die Französischen KKW Cattenom
Das Kernkraftwerk von Cattenom | Groupe EDF
sowie die Belgischen KKW in Tihange
Das Kernkraftwerk von Tihange | ENGIE Electrabel
liegen beide an der Maas und sind mit Kühltürmen ausgestattet so dass die Kühlleistung auch während Phasen von Niedrigwasser nie ein Problem war. Wer KKW richtig plant kann diese problemlos durchlaufen lassen….
Cattenom liegt an der Mosel. Die Kühlung ist aber trotzdem gewährleistet, u.a durch den Lac de Mirgenbach .
Das Belgische AKW-Tihange sind bereits seit Monaten abgeschaltet Herr Pesch.
Ab 04.04.2026 liefert das AKW-Tihang genau 0,0 kWh Atomstrom bis heute und es ist der 23.09.2026.
Auch die Kühltürme haben die Abschaltung nicht verhindert.