Cap Allon

Das neueste Saisonmodell des Met Office deutet auf eine zunehmend zu Blockierungen neigende Wetterlage für den kommenden Winter hin.

Die GloSea-Simulation vom September (Karten unten) zeigt die mittleren Anomalien des Luftdrucks auf Meereshöhe für Dezember bis Februar.

Anstelle des klassischen positiven NAO-Musters – (sehr) tiefer Luftdruck in der Nähe von Island, wobei eine starke Strömung vom Atlantik milde Luftmassen aus Südwesten nach Westeuropa treibt – simuliert das Modell wiederholt einen höheren Luftdruck in Richtung Grönland und den hohen Breitengraden.

Gleichzeitig wird der niedrigere Luftdruck weiter nach Süden über den Nordatlantik und in Richtung Europa gedrückt.

Das Signal verstärkt sich im Laufe des Winters.

Bereits im Dezember ist eine Blockierung um Grönland zu erkennen. Im Januar bleibt das gestörte atlantische Muster bestehen. Im Februar wird diese Konstellation noch deutlich ausgeprägter: Im hohen Norden liegt ein Hochdruckgebiet, unter dem sich ein breiter Tiefdruckgürtel erstreckt.

Eine solche Blockierung kann den Jetstream nach Süden drängen und so den Weg für kältere Luft aus Norden oder Osten ebnen.

Die Karten deuten zudem auf ein ähnlich gestörtes Muster über Nordamerika hin, mit Hochdruckgebieten um Grönland und Nordkanada sowie Tiefdruckgebieten weiter südlich. Diese Konstellation kann ebenfalls die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass arktische Luft in die USA vordringt, doch handelt es sich hierbei um Luftdruckkarten – nicht um Temperaturvorhersagen. Sie reichen für sich allein nicht aus, um einen kalten Winter in den USA vorherzusagen.

Dieses Signal kommt nach einem heißen Sommer in Großbritannien.

Auf einen heißen Sommer folgt nicht immer ein kalter Winter, aber es gibt bemerkenswerte Präzedenzfälle. Auf den berühmt-berüchtigten heißen Sommer von 1976 folgte ein kalter Winter 1976/77, während auf den außergewöhnlichen Sommer von 1995 ein sehr kalter Winter folgte.

Der wichtige Punkt ist, dass die Energiebilanz der Erde ein Gleichgewicht anstrebt.

Schauen wir mal, was da kommt!

Link: https://electroverse.substack.com/p/arctic-sea-ice-decline-stalled-nearly?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

————————————-

Schon vor einiger Zeit fand sich auf dem (deutschsprachigen) Blog vom „Schneefan“ diese Meldung:

Statistik: Machen ein starker El Niño und eine negative PDO einen kommenden Eiswinter wie 2009/10 in Europa?

Die experimentellen Langfristprognosen von NOAA/CFSv2 (rechts) rechnen für den kommenen NH-Winter mit einem starken El Niño im äquatorialen Pazifik und mit dem Muster einer negativen PDO im Nordpazifik. „Die Kombination aus einer negativen Pazifischen Dekaden-Oszillation (PDO) und einem starken El Niño erhöht statistisch das Risiko für ein signifikantes Kälte- und Einbruchszenario im Spätwinter (Januar bis März) in Nord- und Mitteleuropa. Die physikalischen Prozesse: 1. Polarwirbel-Schwächung: Ein starker El Niño sendet atmosphärische Wellen (Rossby-Wellen) in die höhere Atmosphäre. Wenn diese auf die Druckmuster einer negativen PDO treffen, verstärkt sich der Energietransfer in die Stratosphäre. Dies triggert plötzliche Stratosphärenerwärmungen (Sudden Stratospheric Warming). Der Polarwirbel bricht zusammen, was eisige Arktisluft nach Süden lenkt. 2. Blockierende Hochdruckgebiete: Durch den Zusammenbruch des Polarwirbels bildet sich oft eine negative Nordatlantische Oszillation (NAO). Es entstehen stabile Blockierungshochs über Island, Grönland oder Skandinavien. Diese blockieren die milden Atlantiktiefs und öffnen die Tür für kontinentale Kaltluft aus Osten. Ein prominentes Beispiel für diese seltene Kombination war der Winter 2009/2010. Trotz eines starken El Niños erlebte Europa – begünstigt durch die pazifischen Randbedingungen – einen der kältesten und schneereichsten Winter der jüngeren Geschichte mit extrem negativen NAO-Werten und massivem Chaos auf den Straßen.“ Quellen: WO-Rückblick Winter 2009/10 Deutschland und NOAA/CFSv2-Prognosen SSTA global NH-Winter 2026/27 mit Ergänzungen

Link: https://wobleibtdieglobaleerwaermung.wordpress.com/2026/08/05/warmer-und-trockener-august-in-deutschland/#more-886212 (Scrollen bis „Update vom 18. 9.“)

image_pdfBeitrag als PDF speichernimage_printBeitrag drucken