Cap Allon

Die „Klimawandel-Maschinerie“, die jahrzehntelang Wissenschaft, Politik und Gesetzgebung dominierte, zeigt Anzeichen von Erschöpfung.

Der Statistiker William Briggs hat in Google Scholar Jahr für Jahr nach dem genauen Terminus „Klimawandel“ gesucht.

Das ist das Ergebnis:

Die Zahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen mit diesem Begriff stieg in den 2000er- und 2010er-Jahren explosionsartig und erreichte 2020 mit rund 900.000 Ergebnissen ihren Höhepunkt.

Dann brach sie ein.

Briggs’ Hochrechnung für 2026 liegt bei nur 175.000 – rund 80 % unter dem Höchststand.

Jahrelang war „Klimawandel“ das Allheilmittel der Wissenschaft. Man verband ihn mit Landwirtschaft, Krankheiten, Migration, Psychologie, Konflikten, Ängsten bei Kindern, Biodiversität oder praktisch allem anderen, und schon eröffnete sich ein neuer Forschungsansatz.

Briggs schätzt, dass sich seit 1960 rund 13 Millionen klimabezogene wissenschaftliche Ergebnisse angesammelt haben. Doch das Thema sei nun vollständig ausgeschöpft, erklärt er. Nahezu jeder denkbare Blickwinkel sei bereits erforscht, neu verpackt und erneut erforscht worden.

Es bedarf einer konzertierten Anstrengung, um ein Thema so intensiv voranzutreiben, und die Klimatologin Dr. Judith Curry betont, dass diese Anstrengung niemals organisch entstanden sei.

„Das ist kein naturwissenschaftlicher Konsens, der sich über einen langen Zeitraum herausgebildet hat“, sagte sie. „Es ist ein künstlich geschaffener Konsens von Wissenschaftlern … auf Wunsch der politischen Entscheidungsträger.“

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Curry sagt, dass die Anreizstruktur Konformität belohnt habe. Wissenschaftler, die auf Fördermittel, Beförderungen und Anerkennung aus waren, hätten „gut daran getan, sich an die alarmistische Erzählung zu halten“, sagte sie, während diejenigen, die diese in Frage stellten, berufliche Isolation riskierten.

Sie sagte, genau das habe sie erlebt. „Es war klar, dass ich nicht weiterkommen würde. Meine Arbeitgeber wollten mich loswerden. Ich war im Grunde nicht mehr vermittelbar“, sagte Curry. „Akademisch … haben sie mich so gut wie fertiggemacht.“

Aus der globalen Erwärmung wurde der Klimawandel. Aus „Erwärmung“ wurde „Erhitzung“, weil, so Curry, „Erhitzung gefährlicher klingt“. Hurrikane, Überschwemmungen, Dürren, Waldbrände und Hitzewellen wurden zunehmend in ein und dieselbe übergreifende Erzählung eingebunden, obwohl die globalen Daten für all diese Phänomene keinen Aufwärtstrend zeigen.

Und dann kam die Politik ins Spiel.

„Man kann eine Industriegesellschaft nicht mit Wind- und Solarenergie betreiben“, sagte Curry und warnte, dass die erzwungene Energiewende mittlerweile eine größere unmittelbare Gefahr darstelle als die Klimarisiken, die sie angeblich verhindern soll.

„Das größte Klimarisiko ist derzeit das sogenannte Wende-Risiko.“

Die politischen Entscheidungsträger verlangten Gewissheit, die Institutionen belohnten Wissenschaftler, die diese lieferten, die Finanzierung folgte, abweichende Meinungen wurden kostspielig, und der „Klimawandel“ entwickelte sich zu einer Allzweck-Rechtfertigung für Forschung, Regulierung, Subventionen und wirtschaftliche Umstrukturierungen.

„Es war von Anfang an nur Politik, Politik, Politik“, sagte Curry.

Jahrzehntelang funktionierte diese Maschinerie. Doch ein künstlich geschaffener Konsens erfordert nach wie vor institutionelle Begeisterung. Briggs’ Publikationskurve deutet darauf hin, dass diese Begeisterung ihren Höhepunkt überschritten hat.

Die am stärksten verstrickten Akademiker, Journalisten und Politiker haben diese Entwicklung noch nicht mitbekommen und werden es wahrscheinlich auch noch jahrelang nicht tun. Doch das Establishment hat sich weiterentwickelt. Seine neue „Kontrollbesessenheit“ gilt der KI und den riesigen Rechenzentren, die für deren Betrieb erforderlich sind – Anlagen, die enorme Mengen an billigem, zuverlässigem Strom rund um die Uhr benötigen, den Wind- und Solarenergie einfach nicht liefern können.

Irgendetwas muss nachgeben.

Link: https://electroverse.substack.com/p/new-zealand-shivers-high-arctic-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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