Christina Norman

Tagelang durchsuchte CFACT die Straßen und Gebäude von New York City nach den über 100.000 Klimaaktivisten, von denen die Medien behaupteten, sie seien hier.

Wir schauten vor dem Gebäude der Vereinten Nationen nach. Wir gingen um das Javits Center herum und betraten es. Wir suchten im Bryant Park, am Times Square und auf den Straßen von Manhattan. Wir durchforsteten Social-Media-Beiträge und Ankündigungen von Aktivisten auf der Suche nach den Märschen, Transparenten und Straßendemonstrationen, die traditionell mit dem jährlichen Treffen der globalen Klimabewegung einhergehen.

Es war erschreckend schwer, sie zu finden.

Wie ich gestern bereits schrieb, ist die „Climate Week“ an sich sicherlich nicht verschwunden. Die Konferenzen hatten Teilnehmer. Führungskräfte aus der Wirtschaft, Leiter von gemeinnützigen Organisationen, Politiker und Aktivisten trafen sich hinter verschlossenen Türen und in teuren Veranstaltungsorten in ganz Manhattan.

Aber draußen auf den Straßen fühlte sich etwas anders an … ja, sogar seltsam.
Die Klimabewegung, die einst stolz darauf war, für Unruhe zu sorgen, öffentliche Räume zu besetzen und jeden zu konfrontieren, der ihre Agenda in Frage stellte, war bemerkenswert still.

Also änderten wir an unserem letzten Tag in New York unsere Strategie.

Wenn wir die Klimaaktivisten nicht finden konnten, beschlossen wir, selbst nach der Linken zu suchen.

Wir haben sie gefunden. Und sie trugen die roten Fahnen des Kommunismus.

[Hervorhebung im Original]

Von „Climate Week“ zum Klassenkampf

Auf den Stufen der New Yorker öffentlichen Bibliothek versammelten sich Demonstranten unter einem Meer aus kommunistisch-roten Transparenten, bevor sie durch Midtown zogen.

An der Spitze standen Mitglieder der „Revolutionary Communists of America“ hinter einem riesigen Transparent mit der Aufschrift:

„NIEDER MIT DEM IMPERIALISMUS – KEIN KRIEG AUSSER DEM KLASSENKAMPF.“

 

Es gab keinerlei Zweifel daran, wer sie waren und woran sie glaubten.

Die „Revolutionary Communists of America“ bezeichnen sich offen als kommunistische Organisation, die den Sturz des Kapitalismus‘ und die Errichtung einer Arbeiterregierung anstrebt. Auf ihrer eigenen Website heißt es, die Organisation arbeite am Aufbau einer revolutionären Partei, und Anfang dieses Jahres berichtete sie, dass fast 650 Mitglieder aus Parteizellen in 42 Städten an ihrem nationalen Kongress teilgenommen hätten.

Bei der Demonstration, auf die wir stießen, ging es in erster Linie um Israel, den Gazastreifen, Krieg und Kapitalismus und weniger um den Klimawandel. Doch die meisten der größeren Klimaorganisationen waren mit Mitgliedern in der Menge vertreten – „Extinction Rebellion“, „Sunrise Movement“ und „CodePink“ waren alle dabei, ganz vorne mit dabei.

Sie waren sehr gesprächsbereit.

Eine von uns interviewte Frau erzählte uns, sie sei enttäuscht über den Mangel an Klimaschutzaktivitäten und sagte, sie marschiere trotz der Transparente und Fahnen um sie herum für das Klima. Sie schloss sich den Kommunisten an und witzelte: „Ich hoffe, ich werde nicht wieder verhaftet.“

Eine andere junge Frau, mit der wir sprachen, war tatsächlich KEINE Kommunistin; stattdessen sagte sie, sie sei in Wirklichkeit Sozialistin.

Wir bahnten uns weiter einen Weg durch die Menge und fragten die Demonstranten, woran sie glaubten, was sie erreichen wollten, welches politische und wirtschaftliches System ihrer Hoffnung nach dasjenige ersetzen sollte, gegen das sie protestierten, und wie der Klimawandel in all das hineinpasse.

Die meisten sagten das Gleiche: Der Klimawandel führe zu Völkermord, Krieg trage zum Klimawandel bei, und alles hänge miteinander zusammen. Einige gaben allerdings an, dass sie Völkermord für wichtiger hielten als das Klima, was die Ergebnisse von Umfragen bestätigte, bei denen das Thema Klima gegenüber anderen politischen Themen in den Hintergrund gerückt war.

Dann trugen wir Climate Week zu ihnen!

Nachdem wir einige Zeit damit verbracht hatten, Demonstranten zu interviewen, waren wir an der Reihe, eine Botschaft zu vermitteln. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

Wir entrollten mitten in der Demonstration ein CFACT-Transparent mit der Aufschrift: „ES GIBT KEINE KLIMAKRISE.“

Das war nicht gerade die Botschaft, die die Menge erwartet hatte.

Als die Demonstranten mit roten Fahnen, palästinensischen Flaggen und antikapitalistischen Plakaten an uns vorbeizogen, hielten wir unser Transparent hoch und riefen:

„Man hat euch belogen. Es gibt keine Klimakrise. Politiker und gierige Konzerne haben die Klimapanik erfunden.“

Eine Frau rief „Schämt euch!“, und andere äußerten ähnliche Vorwürfe. Ein Mann kam auf uns zu und sagte uns, unser Transparent sei eine Lüge. Wir sagten ihm, er könne sich hier bei CFACT.org. mit den Fakten vertraut machen.

Diese Gegenüberstellung war kaum zu übersehen.

Hinter uns standen Demonstranten, die Unternehmen und den Kapitalismus verurteilten. Vor ihnen stand CFACT und stellte eine Klimapolitik in Frage, die von einigen der weltweit größten Unternehmen, Finanzinstitute und politischen Organisationen unterstützt und finanziert wird – und irgendwie waren WIR es, die sie für im Unrecht hielten.

Zumindest für ein paar Minuten gelangte die Klimawoche endlich auf die Straße – ganz im Stil von CFACT.

Wohin sind die Klima-Aktivisten entschwunden?

Das ist nach wie vor die Frage, die ich mir bei meiner Abreise aus New York gestellt habe.

Die Organisatoren der „Climate Week“ haben die Klimapolitik sicherlich nicht aufgegeben. Ebenso wenig wie die daran beteiligten Unternehmen, Stiftungen, Regierungen und Interessenverbände. Man sollte nicht den Eindruck gewinnen, es sei vorbei. Die grüne Agenda ist lebendig, und leider geht es ihr gut.

Aber das öffentliche Gesicht der Bewegung hat sich verändert.

Anstelle der Massendemonstrationen und des öffentlichkeitswirksamen Straßenaktivismus‘, welche die Klimabewegung in den vergangenen Jahren geprägt hatten, war vieles, was wir diese Woche erlebten, institutioneller Natur: Konferenzen, Podiumsdiskussionen, Unternehmensveranstaltungen, Networking-Veranstaltungen und sorgfältig inszenierte Zusammenkünfte. Wird es wieder so werden wie früher? Oder handelt es sich um einen bewussten Schritt, die Bewegung zu „bereinigen“?

Vielleicht ist das die eigentliche Story der Klimawoche 2026.

Wir waren nach New York gekommen, bereit, uns auf den Straßen mit Klimaradikalen auseinanderzusetzen. Die meiste Zeit der Woche konnten wir sie jedoch nicht finden.

Schließlich stießen wir stattdessen auf einige Kommunisten. Und wir brachten die Klimadebatte zu ihnen.

Link: https://www.cfact.org/2026/09/25/we-came-to-new-york-looking-for-climate-activists-we-found-communists-instead/#

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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