… und winken Sie so kräftig, wie Sie möchten. Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Sie das Klima der Erde stören könnten.
Es hat lange gedauert, aber nun wurde ein weiterer Artikel von mir zum Thema Klimamodellierung veröffentlicht – „Chaos Theory is Void“. Er befasst sich mit dem bekannten und allgemein akzeptierten Schmetterlingseffekt, auch bekannt als Chaostheorie. Ich und andere sind schon seit langem der Meinung, dass der Schmetterlingseffekt nur in Modellen existiert und dass das sich selbst korrigierende Wetter bzw. Klima der Erde zu stabil ist, als dass der Schmetterlingseffekt in der realen Welt in nennenswertem Umfang auftreten könnte. Aber wie lässt sich das beweisen?
Vor zwei Jahren habe ich in „GCMs können das Klima nicht vorhersagen“ beschrieben, warum GCMs (Global Circulation Models) das Klima nicht vorhersagen können, da ihr iterativer Mechanismus bereits nach wenigen Wochen versagt. Offensichtlich ist der iterative Mechanismus selbst das Problem. Aber auch hier: wie lässt sich das beweisen?
Das Ganze geriet eine Zeit lang in den Hintergrund, doch dann stieß ich auf einen Artikel, in dem ein KI-basiertes Modell dafür kritisiert worden ist, dass es den Schmetterlingseffekt nicht nachbilden konnte. In meiner vorherigen Arbeit hatte ich argumentiert, dass die Struktur der GCMs auf dem Kopf stehe: Anstatt von unten nach oben – vom Wetter zum Klima – vorzugehen, sollte ein Klimamodell von oben nach unten – vom Klima ausgehend – arbeiten. Nun tat die KI genau das, wofür ich plädiert hatte, und wurde dafür kritisiert, dass sie nicht das gleiche Problem wie die GCMs hatte!
Das brachte mich dazu darüber nachzudenken, wie ich genau für das KI-basierte Modell argumentieren könnte. Gegen den Schmetterlingseffekt lässt sich nur schwer argumentieren, da er das, was ist, mit dem vergleicht, was hätte sein können. Da man nie sagen kann, was hätte sein können, kann man ihn auch nie widerlegen.
Und dann kam mir der Gedanke: Wie groß müsste eine Wolke sein, um die gleiche globale durchschnittliche Temperaturänderung zu bewirken wie die Anpassungen der Anfangsbedingungen in der Arbeit von Kay et al. („Kay“), in der der Schmetterlingseffekt demonstriert wurde und die ich in meiner vorherigen Arbeit zitiert hatte? Die Antwort: 1.000 Quadratmeter. In nur einer Stunde könnte eine einzige Wolke mit den Maßen 25 mal 40 Meter die globale durchschnittliche Temperatur der Erde um genauso viel verändern wie alle von Kay zur Veranschaulichung des Schmetterlingseffekts verwendeten Anpassungen zusammen. Nun wissen wir alle, dass es beim Schmetterlingseffekt nicht wörtlich darum geht, ob ein Schmetterling mit den Flügeln schlägt oder nicht, aber dies ist eine sehr kleine Wolke. Dieser Schmetterling ist nicht greifbar, aber Kay hat mir eine Zahl an die Hand gegeben, mit der ich arbeiten kann. Jedenfalls führte ein Gedanke zum nächsten und zu der (in der Abhandlung sorgfältig begründeten) Schlussfolgerung, dass die Chaostheorie für alle klimabezogenen Zwecke in der realen Welt getrost ignoriert werden kann. Sie ist wissenschaftlich unwirksam. Sie ist nichtig.
[Hervorhebung im Original]
Die beiden Überlegungen, die zu dieser Schlussfolgerung geführt haben lauten:
1. Es gibt eine sehr große Anzahl von Möglichkeiten, ob eine sehr kleine Wolke existiert oder nicht. Wir sprechen hier nicht von nur einer Wolke, sondern von vielen Millionen sehr kleiner Wolken, die mal existieren und mal nicht. Selbst wenn eine einzige sehr kleine Wolke – oder das Fehlen einer solchen – das Klima der Erde tatsächlich so stark beeinflussen könnte, wie es das Kay-Modell tut, hat sie den Planeten nicht für sich allein. Es gibt all diese Millionen anderer potenzieller Wolken, und einige von ihnen werden – je nachdem, ob sie vorhanden sind oder nicht – das Klima der Erde in eine Richtung lenken, während andere Wolken und fehlende Wolken in die entgegengesetzte Richtung wirken. Vielleicht heben sie sich alle einfach gegenseitig auf?
2. GCMs versuchen, das Klima in kleinen Zeitschritten über den Tageszyklus hinweg zu modellieren. Am Ende jedes Tages kehren sie in einen Zustand zurück, der oft sehr nahe am Zustand des Vortages liegt. Jeder noch so kleine Modellfehler während des Tages wird am Ende des Tages relativ gesehen zu einem großen Fehler. Man kann also nicht mehrere Tage modellieren, ohne zu wissen, was die Wetterveränderungen über mehrere Tage hinweg verursacht – nach einigen Tagen muss das GCM versagen. Deshalb werden Wettervorhersagen nach einigen Tagen unzuverlässig. Es gilt allgemein als anerkannt, dass es eine absolute Grenze von zwei Wochen für Wettervorhersagen gibt.
Was aber, wenn wir erkennen, dass diese Zwei-Wochen-Grenze für Wettervorhersagen durch die Modelle und nicht durch das Wetter selbst vorgegeben ist? Dann gäbe es keinen grundsätzlichen Grund, warum keine längerfristige, verlässliche Vorhersage erstellt werden könnte. Klimamodelle lassen sich auf ähnliche Weise verbessern.
Tatsächlich geschieht dies bereits. KI wird zunehmend sowohl für Wetter- als auch für Klimaprognosen eingesetzt. KI arbeitet nach dem Top-down-Ansatz und erzielt immer bessere Ergebnisse. Möglicherweise erhalten wir schon bald nützliche Langzeit-Wettervorhersagen (z. B. für ein oder zwei Monate). Mit Top-down-Klimamodellen und dem Ende von RCP8.5 könnten wir sogar bessere Klimaprognosen erhalten.
Es lässt sich wahrscheinlich nie vollständig beweisen, aber der Schmetterlingseffekt ist eindeutig ein Merkmal von GCMs, das in der realen Welt nicht existiert. Nun, nicht ganz „nicht existiert“, aber fast. Man kann ihn getrost ignorieren.
Die Zusammenfassung der Arbeit:
Dieser Beitrag zeigt, dass die Chaostheorie in der realen Welt „nichtig“ ist. Mit „nichtig“ ist gemeint, dass die Theorie zwar logisch schlüssig und vielleicht sogar wahr ist, aber niemals zur wissenschaftlichen Forschung beitragen kann, da sie weder überprüft noch angewendet werden kann. Eine „nichtige“ Theorie ist nicht unbedingt falsch, sie ist lediglich wissenschaftlich unbrauchbar. Die Chaostheorie findet zwar in allgemeinen Zirkulationsmodellen Anwendung, doch in diesem Zusammenhang besteht kein nützlicher Zusammenhang zwischen allgemeinen Zirkulationsmodellen und der realen Welt. Dies hat positive Auswirkungen sowohl auf die Klimaprognose als auch auf die Wettervorhersage: Durch die Verwendung einer geeigneteren Modellstruktur als die der allgemeinen Zirkulationsmodelle könnte es möglich sein, die Klimaprognose zu verbessern und die Wettervorhersage über den allgemein akzeptierten Vorhersagehorizont von zwei Wochen hinaus zu verlängern.
Außerdem stelle ich folgenden allgemeinen Grundsatz vor:
Jedes Vorhersagesystem, das Zyklen mit variabler Dauer und/oder schwankender Amplitude bildet, wird nach wenigen Zyklen versagen, wenn die Prozesse hinter dieser Variabilität nicht vollständig verstanden werden und/oder nicht genau nachgebildet werden können.
[Hervorhebung im Original]
Bevor ich den Artikel verfasste, habe ich mithilfe von KI die wissenschaftliche Literatur gründlich nach Autoren durchsucht, die das Gleiche behaupten wie ich in meinem Artikel. Zu meiner Überraschung fand ich nichts. Am nächsten kam noch Krishnamurthy (2019), der schrieb, dass „sich langsam verändernde Komponenten [..] eine Grundlage für die Vorhersage bestimmter Aspekte des Klimas auf längere Sicht bieten“. Er kam der Einschränkung der Chaostheorie auf Modelle quälend nahe, indem er sagte: „Unvollkommenheiten in den Modellen schränken die zuverlässige Vorhersagbarkeit ein“, doch es gab immer noch eine implizite Anerkennung dafür, dass die Chaostheorie in der realen Welt gilt. Also musste ich meine Arbeit schreiben.
Fußnote: Ich brauchte ein klares und möglichst kurzes Wort, um die Nichtanwendbarkeit der Chaostheorie zu beschreiben. Ich habe gesucht, und Grok hat gesucht, aber wir sind nicht fündig geworden. „Nicht falsifizierbar“ wird von Karl Popper mit „keine Wissenschaft“ gleichgesetzt, „Null“ wie in „Nullhypothese“ ist ungenau und so weiter. Dann fiel mir der juristische Ausdruck „Null and Void“ ein – „Null“ und „Void“ müssen unterschiedliche Bedeutungen haben, sonst würde man nur eines davon verwenden. Wie dumm von mir, das Recht ist nicht so logisch, aber im Recht gibt es tatsächlich eine Bedeutung von „Void“ (ohne Rechtskraft oder bindende Wirkung), die analog ist, also habe ich „Void“ verwendet.
PS: Ich habe eine Weile darüber nachgedacht, wie ich den Titel des Artikels so kurz und klar wie möglich halten könnte. Hatte ich mit nur vier Wörtern den kürzesten Titel einer wissenschaftlichen Arbeit aller Zeiten geschaffen? Leider nein, den Rekord hält nach wie vor Professor Doron Zeilberger mit einem Titel aus dem Jahr 2007, der aus null Zeichen bestand. (Der Artikel handelte vom Nichts.) Dieser Rekord wird schwer zu schlagen sein.
Link: https://wattsupwiththat.com/2026/08/17/wave-goodbye-to-the-butterfly-effect/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
















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Wie eine einzelne Entscheidung eine Gesellschaft reich machen oder in den Ruin treiben kann.
Ohne äusserliche Einflüsse einzurechnen.
Der kleine fragile Schmetterling.
Ihr Gedanke führt direkt zur Kernfrage moderner Krisenpolitik. Wenn winzige Impulse unvorhersehbare Riesenwirkungen haben – wie verhalten wir uns dann richtig in so einem chaotischen System? Sind wir dem Schmetterling ausgeliefert?
Wenn wir akzeptieren, dass das Klima (und die Wirtschaft) ein komplexes, chaotisches System ist, gibt es im Wesentlichen zwei Wege, um zu verhindern, dass uns „der Schmetterling erschlägt“.
Zum einen die zentrale Kontrolle.
Man versucht, den vermeintlichen Flügelschlag (das CO2) durch Planwirtschaft absolut zu minimieren.
Weil auch die Wirtschaft ein nichtlineares System ist, entsteht das Risiko, dass so ein brutaler Eingriff das Gesamtsystem (Wohlstand, Industrie) unvorhersehbar in den Ruin zu treiben droht.
Und zum andern die adaptive Resilienz.
Man akzeptiert, dass Natur und Märkte chaotisch bleiben.
Statt perfekter Kontrolle setzt man auf Wohlstand, Eigentum und Technologie.
Eine reiche, freie Gesellschaft hat die Kraft, sich flexibel an jede Veränderung anzupassen – egal, was der Schmetterling tut.
Die Frage ist also nicht nur, dass der Schmetterling existiert, sondern ob wir ihn mit starrer Planung bekämpfen oder mit dynamischer Anpassungsfähigkeit kontern.
Gute Risiko-Forschung würde hier wohl raten: Wer versucht, ein globales, chaotisches System zentral zu planen, schafft keine Sicherheit, sondern die perfekte Sollbruchstelle. Man kann ein weltweites Problem nicht dadurch lösen wollen, dass man es isoliert in einem einzigen kleinen Winkelchen – wie Deutschland (EU) – erzwingt. Selbst wenn der radikale CO2-Weg hierzulande klappt, ändert das im großen Gesamtsystem der Welt gar nichts, zerstört aber lokal unsere wirtschaftliche Existenz. Und da wir doch keine Islamisten sind, lehnen wir auch als Vorbildwirkung deklariertes Märtyrertum ab.
Nur eine resiliente, wohlhabende Gesellschaft ist robust genug, um die unberechenbaren Flügelschläge der Natur global zu überstehen, oder?
Chaotische Gedanken zum Modellchaos so vor mich hin gedacht, kann alles Quatsch sein.
Der Effekt eines Schmetterlingsflügels kann doch nur in einer ihm entsprechenden Raum Zeit Wirkung zeigen. Er muss mit der 3. Potenz des von ihm beeinflusst gedachten vergrößerten Raumes sinken, versinken in der Bedeutungslosigkeit. Dazu käme noch die Verlängerung der Wirkung in der Zeit, die nur in der stetigen Wiederholung des Effektes größer Null ist.
Leben die Modelle nicht von unzulässigen ggfs gleichgerichteten Wiederholungen eines Einmaleffektes.
Als könnte man einmal gewandelte Energie je wieder in ihren Ursprung zurückverwandeln.
Eine Frage wäre, wie viele Gleichgewicht Schmetterlingsflügelaktionen ( Wolken bestimmter Größe bräuchte man), um messbare Effekte zu erzielen, bzw in wie viele Schmetterlingsflügel/Wölkchen welcher Mindestgröße kann man einen Effekt sinnvoll unterteilen.
Seit 600 Millionen Jahren kein Zusammenhang zwischen Temperatur und CO2 zu sehen!! Wir brauchen mehr CO2!!!
Die falschen Temperaturbehauptungen, die die alarmistische COP30-Agenda untermauern
2025_11_12
https://uncutnews.ch/die-falschen-temperaturbehauptungen-die-die-alarmistische-cop30- agenda-untermauern/
Würde es einen Zusammenhang zwischen Temperatur und CO2 geben oder wäre wie die linksgrünen behaupten, CO2 der globale Temperaturtreiber, dann wäre die Erde längt verglüht in der Vergangenheit.
Dass wir heute angenehm auf diesem Planeten leben, zeigt und beweist, dass uns ein Geschäftskartell ausplündern und beherrschen will. Wir müssen uns jetzt wehren, denn die Demokratie wirds dann nicht mehr geben, wenn diese CO2-Glaubenskirche sich weiter durchsetzen wird.
Einfach mal lesen:
https://humandorigins.si.edu/research/climate-and-human-evolution/climate-effects-human-evolution
Durch Faulheit/Daddeln und ohne „natürlichen“ klimatischen Anpassungsdruck wird die Menscheit sicherlich aussterben.
Da können auch die „sogenannten“ Eliten von AI träumen.
Ohne die kleine Hand gibt es keine wichtigere Hand und keine Herrscher.
Ohne Schmied kein Schwert.
Und selbst eine einfache Armbrust kann Jemanden fast lautlos töten.
Die Eliten – der WEf sollten sich eines klar sein;
Ihr behaltet euren relativen Konfort und Reichtum oder ihr werdet vernichtet.
Weder Alexander, noch Pharaonen oder Cesars haben mehr als ihr Leben gelebt.
Wir sind 7 Milliarden Menschen.
Ein Einzelner von uns kann euch und eure Familien vernichten..
Statemate/Deadlock or Standoff?
Ein interessanter Artikel.
„Jedes Vorhersagesystem, das Zyklen mit variabler Dauer und/oder schwankender Amplitude bildet, wird nach wenigen Zyklen versagen, wenn die Prozesse hinter dieser Variabilität nicht vollständig verstanden werden und/oder nicht genau nachgebildet werden können.“
Das könnte das Dilemma der Klimamodellierung sein, erst nicht eingestehen, dass die Prozessen weder vollständig verstanden noch vollständig bekannt sind, und sodann um wirtschaftlich und wissenschaftlich überleben zu können, dies konsequent zu negieren. Man deklariert sie in den Modellen kurzerhand als „internes Rauschen“ oder konstante Hintergrundgrößen – die Schaffung einer institutionalisierte Pseudowissenschaft das ist ihre Überlebensstrategie.
Und schon wieder das Wolkenproblem!
Da greift Klimamodellierung schnell zum Labor- und gesellschaftlichen Politikstrohhalm CO2 – voreilig, ein systemischer Reduktionismus, finanzierungstechnisch wirksam, moralisch gesellt man sich zu den sogenannten Guten, aber erkenntnistheoretisch stockblind!
Zu den Fälschern, Hockey Stick et al., hier mal nichts.
Weder GMST, noch die hoch gelobten diskreten Klima-Modellierungen, können sichere Prognosen hervorbringen.
Nicht einmal der diesbezügliche aktuelle energetische Status der Erde kann über Argo und EEI sicher erfasst werden.
Indem man die fundamentalen Messunsicherheiten von Argo/EEI und das mathematische Versagen der Wolkenmodellierung verschweigt, schützt man das Geschäftsmodell vor der Falsifikation, oder?
„…das könnte das Dilemma der Klimamodellierung sein“. Und ihr ZWECK.
Man nutzt die Ungenauigkeit der Wtterprognosen für ein Klimanarrativ geboren aus
„Prozessen hinter dieser Variabilität, die nicht vollständig verstanden werden und/oder nicht genau nachgebildet werden können.“
Die Resultate sind bereits ausgemachte Sache….😁…immer und immer wieder werden falsche Behauptungen wiederholt. Gezahlt wird nur für das erwünschte Ergebnis…
Grüße an „alias : innen…😎
Letzteres ist typisch für Ideologien, Weltanschauungen, Religionen, oder?
„… und winken Sie so kräftig, wie Sie möchten. Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Sie das Klima der Erde stören könnten.“
Aber eines kann man gewiss: Man kann es glauben!
Das es sehr viele glauben, dafür sorgen schon die Journalisten der Medien mit ihrem Sendungsbewusstsein, selbst, wenn sie gar nicht wissen, was denn mit „Schmetterlings-Effekt“ überhaupt gemeint ist. Eher haben sie etwas von einem umfallenden Sack Reis in China gehört.
Unsere Windrad-Politiker erfreuen sich daran und erzeugen stetig wachsende CO2-Steuern!
Sehr interessanter Beitrag finde ich. Denn wie viel dessen, was wir bei komplexen natürlichen Systemen als chaotische Unvorhersagbarkeit bezeichnen, ist tatsächlich fundamentale sensitive Dynamik – und wie viel davon erscheint uns nur deshalb unvorhersagbar, weil wir die Prozesstiefe, Flussarchitektur, ihre Kopplungen und ihre unterschiedlichen Zeitskalen nur noch nicht hinreichend kennen?
….das mit dem „nicht kennen“ wird bei vermuteten mehr als 1000 Parametern auch noch unendlich lange so bleiben. Da wird auch keine KI helfen, da diese nur von der Vergangenheit lebt und letztlich keine „I“ (Intelligenz) ist.
Gott würfelt nicht. 😉 …..oder das Klima eine Unschärferelation ?
Genau das wäre die interessante Frage, meinen Sie damit eine prinzipielle physikalische Unbestimmtheit des Klimasystems oder lediglich die begrenzte Bestimmbarkeit aufgrund unvollständiger Kenntnis seiner Prozesse, Flüsse und Anfangsbedingungen? Denn eine Heisenbergsche Unschärferelation für das Klima wäre mir nicht bekannt.
Und deshalb ist Einsteins „Gott würfelt nicht“ hier sogar angebracht. Ist die Unvorhersagbarkeit eine Eigenschaft der Natur – oder eine Eigenschaft unseres Wissens über die Natur? Das wäre dann nämlich die viel grundlegendere Frage.
„Genau das wäre die interessante Frage, meinen Sie damit eine prinzipielle physikalische Unbestimmtheit des Klimasystems oder lediglich die begrenzte Bestimmbarkeit aufgrund unvollständiger Kenntnis seiner Prozesse, Flüsse und Anfangsbedingungen?“
Richtig, das ist die Frage, die uns seit über 100 Jahren beschäftigt.
Heisenberg würde sehr wahrscheinlich eine „prinzipielle physikalische Unbestimmheit“ annehmen. Die Heisenbergsche Unschärferelation versucht die Stabilität und Diskontinuität eines Atoms in Wahrscheinlichkeiten zu definieren.
Einstein setzt auf Ursache und Wirkung. Auf Determinismus und Kausalität.
Wie ein Atom konstituiert sich Klima aus von uns bislang vielen unerforschten, und, 👉 angesichts der bescheidenen Qualität unserer Hirne, vielleicht unerforschbaren Wechselwirkungen, Energieströmen, Mechanismen, Prozessen, die wir noch längst nicht begreifen.
Visualisiert sind wir kleine Ameisen. Wobei die cleveren im Laufe ihres bescheidenen Ameisendaseins letztendlich die Funktionen und Abläufe innerhalb ihrer Ameisenwelt entsprechend den eigenen Anforderungen begreifen.
Ohne zu ahnen, daß sie nur ein Teil irgendeines Ameisenhaufens am Wegrand eines Waldweges auf einen Berg, in einem Land auf dieser Erde in den unerklärlichen Ausdehnungen des Universums sind….
Denke, Einstein ist der Erkenntnis des Lebens näher, wenn er instinktiv erklärt : Gott würfelt nicht. Dabei schmälere ich keineswegs die Erkenntnisse der Quantenphysik/ – mechanik.
Jede Erkenntnis k a n n ein Teil des Puzzles sein….und das entscheidet nicht Peer Review 😂, sondern die Realität.
Siehe den Weg des Merkur durch die Krümmung des Raums. Verifiziert am 29.Mai 1919.
Die allgemeine Relativitätstheorie stand.