Cfact, Kelvin Kemm
In Einkaufszentren und Vergnügungsparks sieht man Verkäufer, die mit Helium gefüllte Ballons anbieten. Kinder lieben sie und tanzen mit ihren Ballons, die über ihnen schweben. Manchmal lässt ein Kind den Ballon versehentlich los, und er steigt hoch in den Himmel – zur Freude der vielen Zuschauer, aber zum Leidwesen des Kindes. Der Ballon steigt so hoch, weil er mit Helium gefüllt ist, einem Gas, das viel leichter ist als Sauerstoff und Stickstoff, die den größten Teil der Atmosphäre ausmachen.
Atome
bestehen aus einem Atomkern und Elektronen, die diesen umkreisen. Jeder Atomkern setzt sich aus Neutronen und Protonen zusammen. Die Masse eines Atoms entspricht im Wesentlichen der Gesamtmasse der Neutronen und Protonen im Atomkern. Die wissenschaftlich angegebenen Massen sind keine ganzen Zahlen, da die Atome eines Elements geringfügige Unterschiede in der Anzahl der Neutronen aufweisen. Diese Unterschiede werden als Isotope bezeichnet. Die angegebene Masse von Sauerstoff beträgt beispielsweise 15,999, was keine runde Zahl ist. Um es gerundet zu machen, verwenden wir für Sauerstoff die nächstliegende Zahl: 16. Diese Zahlen werden in atomaren Masseneinheiten (amu) gemessen. Sauerstoff hat also 16 amu, Stickstoff 14 und Helium 4. Wie man sieht, ist Helium viel leichter als Sauerstoff oder Stickstoff. Deshalb steigt ein Heliumballon so schnell in den Himmel, wenn man ihn loslässt. Hinzu kommt jedoch noch ein weiterer Faktor: In der Natur existieren Atome als Moleküle. Sowohl Sauerstoff- als auch Stickstoffmoleküle bestehen aus jeweils zwei Atomen, das Heliummolekül hingegen nur aus einem Atom. Die tatsächlichen Molekülmassen in der Luft betragen daher: Sauerstoff 32, Stickstoff 28 und Helium weiterhin 4.
Golfbälle in einem Fischernetz
Doch nun die allseits bekannte Enttäuschung für Kinder. Das Kind hat den ganzen Tag mit dem Ballon gespielt und bindet ihn dann meist an einen Stuhl, um am nächsten Morgen wieder damit zu spielen. Doch wenn es ihn morgens betrachtet, ist er fast platt und liegt meist auf dem Boden. Dieser enttäuschende Anblick führt dann zu vielen Diskussionen darüber, was in der Nacht schiefgelaufen ist. Die Antwort ist recht einfach. Das Heliumatom ist nicht nur leicht, sondern auch im Vergleich zu Sauerstoff- und Stickstoffatomen sehr klein. Es ist, als würde man einen Fußball mit einem Golfball vergleichen, wenn man Sauerstoff und Helium betrachtet. Genau genommen sind es zwei zusammengeklebte Fußbälle, da Sauerstoff als Zwei-Atom-Molekül vorliegen muss. Stellen Sie sich vor, Sie füllen ein Fischernetz mit zusammengeklebten Fußballpaaren. Man kann problemlos eine ganze Ladung Doppelfußbälle in einem Fischernetz transportieren. Aber man kann das Fischernetz nicht mit einer Ladung Golfbällen füllen, da diese alle durch die Maschen fallen würden. Im Fall eines Ballons ist die Ballonwand nicht massiv, sondern im Prinzip ein Netz. Die Zwischenräume zwischen den großen Molekülen, aus denen der Ballon besteht, sind so klein, dass Sauerstoff und Stickstoff nicht hindurchgelangen können, Helium aber schon. Was also nachts tatsächlich passiert, ist, dass das Helium einfach durch die Ballonwand entweicht, sehr zum Leidwesen des Kindes.
Diese Größenunterschiede der Moleküle stellen auch in der Industrie ein Problem dar. Rohrleitungen mit Verbindungsstellen, Ventilen und diversen Produktionsschritten halten Sauerstoff oder Stickstoff problemlos zurück, können aber Helium sehr leicht verlieren. Daher ist die Herstellung einer Heliumleitung wesentlich schwieriger als die einer Sauerstoffleitung.
Wasserstoff-Herzschmerz
Nun wenden wir uns dem Wasserstoff zu. Die Atommasse von Wasserstoff beträgt 1, und tatsächlich kommt Wasserstoff in der Natur als Molekül aus zwei Atomen vor, was bedeutet, dass seine Molekülmasse 2 beträgt. Wasserstoff ist also sogar noch deutlich kleiner als Helium. Stellen Sie sich nun die industriellen Herausforderungen beim Transport und der Lagerung von Wasserstoff vor. Wenn Helium aus einer nicht ordnungsgemäß abgedichteten Rohrleitungsverbindung austritt, ist das ärgerlich, da es dem Produktionsunternehmen Geld kostet. Tritt jedoch Wasserstoff aus, ist die Situation noch viel schlimmer, da Wasserstoff explodieren oder brennen kann.
Seit einiger Zeit wird in den Medien viel über Wasserstoff als Brennstoff berichtet und wie wunderbar er doch sei. Wasserstoff ist seit Jahrhunderten bekannt, warum also ist niemand schon viel früher auf diese Idee gekommen? Denken Sie mal darüber nach.
Wasserstoff ist keine bahnbrechende neue wissenschaftliche Entwicklung. Er war bereits vor Jahrhunderten bekannt. Der Grund, warum er in der Vergangenheit nicht genutzt wurde, liegt in den praktischen Schwierigkeiten der industriellen Produktion.
Die ganze Wasserstoff-Sache entstand durch die politisch motivierte Einführung von Solar- und Windenergie. Der große Nachteil von Solar- und Windenergie ist ihre hohe Schwankungsbreite und damit ihre Unzuverlässigkeit. Bei Solarenergie gibt es beispielsweise mittags oft einen Überschuss, danach aber nach Sonnenuntergang nichts mehr. Das war eindeutig eine gravierende Einschränkung der Solarenergie. So kamen Wissenschaftler in Deutschland unter politischem Druck auf die Idee, den überschüssigen Solarstrom mittags aufzufangen und zu speichern, um ihn abends nutzen zu können.
Wasserstoff ist in reiner, ungebundener Form auf der Erde nicht vorhanden. Die Produktion von „grünem Wasserstoff“ beginnt in der Regel mit der Entsalzung, da die Elektrolyseure, die Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten, hochreines Süßwasser benötigen, um Schäden an der Anlage sowie chemische Ineffizienzen zu vermeiden.
Transport und Speicherung
Die vorgeschlagene Speichermethode bestand darin, den überschüssigen Solarstrom durch einen Wasserelektrolyseur zu leiten, der das Wassermolekül H₂O in Wasserstoff und Sauerstoff spaltet. Der Wasserstoff wird dann bis zum späteren Tagesverlauf gespeichert und anschließend verbrannt, um den mittags erzeugten Stromüberschuss wiederherzustellen. Das klingt vielversprechend, ist aber ein äußerst komplexer Prozess. Erstens besagt ein physikalisches Gesetz, dass bei jeder Umwandlung von Energie eine Energieform verloren geht. Jede dieser Umwandlungen führt also zu Energieverlusten und treibt dadurch den Preis der verbleibenden Energie in die Höhe.
Wie wir bereits festgestellt haben, ist die Speicherung und der Transport von Wasserstoff äußerst schwierig und erfordert deutlich höhere Anforderungen als die Speicherung oder der Transport von Sauerstoff oder Stickstoff. Die Kosten für die Installation eines Wasserstofftransport- und -speichersystems sind wesentlich höher als für Sauerstoff oder Stickstoff.
Aber es wird noch viel schlimmer.
Eisblöcke sind im Vergleich dazu heiß.
Um auch nur eine moderate Menge Wasserstoffenergie zu speichern, ist ein großes Volumen erforderlich. Für eine praktikable Speicherung muss Wasserstoff entweder auf sehr hohe Drücke komprimiert oder auf extrem niedrige Temperaturen abgekühlt werden, bis er flüssig wird. Beide Methoden erfordern teure Ausrüstung. Hochdruckbehälter müssen speziell nach sehr hohen Anforderungen konstruiert werden.
Flüssiger Wasserstoff erfordert Temperaturen nahe minus 253 ° Celsius und eine hochentwickelte Isolierung. Auch der Transport von Wasserstoff ist offensichtlich sehr schwierig. Das Problem verschärft sich um ein Vielfaches, wenn man die Produktion großer Mengen Wasserstoff in afrikanischen Ländern und den anschließenden Transport nach Europa betrachtet.
Politik favorisiert Wasserstoff
Wasserstoff rückt in den Fokus der Öffentlichkeit, weil die Politik versucht, die schwankende Verfügbarkeit von Wind- und Solarenergie zu kompensieren. Wasserstoff wird nicht aufgrund einer guten technischen Idee entwickelt, sondern aus der verzweifelten Hoffnung heraus, die Kosten für die Verbraucher angesichts der schwankenden Stromerzeugung aus Solar- und Windenergie zu senken. Ähnlich wie bei der Entwicklung von Energie aus der Kernfusion ist es auch bei Wasserstoff. Seit mindestens zwei Jahrzehnten lesen also in den Medien begeisterte Berichte über die Vorzüge von Wasserstoff. Wir stehen kurz vor der praktischen Anwendung und die Fahrzeugindustrie entwickelt [schon länger nicht mehr] Fahrzeuge mit H2 Antrieben.
Bedenken Sie, dass Wasserstoff als Brennstoff als politische Reaktion auf die stark schwankende Sonnen- und Windenergie gefördert wurde. Dies wiederum entstand als Antwort auf die vermeintliche Angst vor der globalen Erwärmung und dem Klimawandel. Die Wasserstoffentwicklung wurde nie von Wissenschaftlern und Ingenieuren aufgrund eines echten technischen Bedarfs vorangetrieben.
https://www.cfact.org/2026/07/10/alice-in-hydrogen-land/
Über Wasserstoff haben wir auf Eike schon mehrfach berichtet. Suchen Sie nach „Wasserstoff“
Hier ein Ergebnis
Saarland: Alle Großprojekte zur Wasserstoffproduktion gestoppt















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2025_10_24
https://www.tagesschau.de/wetter/wetterthema/klimamachtgeschichte-100.html
Als vor etwa 11.000 Jahren die letzte Eiszeit zu Ende ging und sich die Eispanzer nach
Norden zurückzogen, begann eine sehr stabile Klimaperiode, die aufstrebenden
Hochkulturen ideale Entwicklungsbedingungen bot. Aber auch geringere
Klimaschwankungen führten in Europa zu historischen Umwälzungen.
Die Letzte Eiszeit dauerte etwa 60.000 Jahre und war geprägt von starken
Klimaschwankungen. Seit etwa 11.000 Jahren befinden wir uns im sogenannten
Holozän oder Neo-Warmzeit, welches durch ein stabiles Klima geprägt war. Tatsächlich
fanden die frühen Hochkulturen am Nil und im Zweistromland ideale Bedingungen
vor, welche ihnen sehr gute Ernteerträge einbrachten, was den Aufstieg Ägyptens und
Mesopotamiens erst ermöglichte. Die Sahara war zu dieser Zeit eine Savanne mit
reichlichen Wasservorkommen durch die Giraffen und Elefanten zogen, wie alte Felsund
Höhlenmalereien bezeugen. …
Die Erde hat sich im Laufe von 5 Milliarden selbst für die optimale Energieumwandlung und Energiespeicherung entschieden. Und sie hat sich für Kohlenstoff/Kohlendioxid und nicht Wasserstoff/Wasser entschieden.
Nur Dumpfbacken glauben, sie müßten gescheiter sein als das Lebensmodell Erde. Und die Kirchen müßten sagen: Der Mensch darf nicht gescheiter sein wollen als Gott. Das hat Adam schon einmal versucht und wurde prompt aus dem Paradies vertrieben.
Ein weiterer Haken bei der Sache ist, dass bei der Verbrennung von Wasserstoff jede Menge Wasserdampf entsteht, ein achtmal wirksameres Treibhausgas als CO2.
Mit Windrädern und Solarpaneelen gegen den angeblich CO2-Treibhauseffekt zu kämpfen und dann die Ineffizienz dieser Energieerzeugung durch die Erzeugung des wirklichen Treibhausgases Wasserdampf zu „retten“ ist nur eines: ein geistiger Kurzschluss.
Das ist das einzig schöne daran.
„… des wirklichen Treibhausgases Wasserdampf …“
Wenn man Wasserdampf als Treibhausgas bezeichnet, wäre es zunächst erforderlich, jenen „Effekt“ konkret physikalisch zu definieren, der als sog. Treibhauseffekt bezeichnet wird! So eine Definition ist mir bisher unbekannt.
Was Wasserdampf auszeichet, gegenüber den sonstigen „Treibhausgasen“ wie CO2 usw., ist, daß Wasserdampf bereits im nahen direkten Infrarot der Sonne zwischen ca. 0,8 und 2,5 µm Wellenlänge Wärmeenergie absorbieren kann. Das heißt, je nach Wasserdamfgehalt der Luft kann sich diese Luft durch Sonnenbestrahlung direkt erwärmen, was reine N2/O2-Luft nicht kann. Das ist aber kein Treibhauseffekt, sondern eine Stoffeigenschaft.
Bei einem „Treibhauseffekt“ müßte es angeblich (gem. IPCC) ein beständiges Ungleichgewicht zwischen empfangener Energie und abgegebener Energie geben (Forcing). Wie sollte sowas durch Wasserdampf entstehen und nach welcher Physik wäre sowas überhaupt möglich?
Ja es ist schon oft über Wasserstoff geschrieben worden.Mit dem Wasserstoffträumen wird das zu 100 Prozent nichts.Das geht nur in den Gehirnen von linken und Grünen Politikern,welche den Begriff Wirkungsgrad nicht kenn und verstehen. So ist es inzwischen in D Physik wird abgewählt. Ich fürchte es wird lange dauern,bis in dem Land wieder die Sachkund über die Ideologie obsiegt.
Aber die Steuermilliarden, die werden verteilt, ebenso ein fernes Ziel, was viel Menschen beglückt dem nachzujagen, und zwischendurch nicht merken, wie sie ausgeplündert werden.
Stichwort Wasserstoff-Transportprobleme:
Im Gegensatz zur bundesdeutschen Gurkentruppe haben die Japaner wenigstens erste Schritte des Wasserstofftransports mit dem Experimental-Tanker »Suiso Frontier« unternommen: Ladegut Liquid Hydrogen, unter -253 °C gekühlt, Ladekapazität 1.250 Kubikmeter (ungefähr 80 Tonnen).
Das Schiff fuhr 2022/23 zwischen Australien, Japan und dem Oman zu Demonstrationszwecken einmal hin und einmal her. Es scheint nicht wirtschaftlich zu gewesen zu sein, wie auch schon vormalige Projekte zum Transport von Wasserstoff gezeigt haben. Es dümpelt seitdem als Anschauungsobjekt in japanischen Gewässern herum.
Die haben wahrscheinlich mehr zur Kuehlung verbraucht als am Ende durch den Transport in Japan ankam.
So wie Methan werden sie es ja nicht verdampft haben zur Kuehlung.
Waere aber vielleicht schneller wieder in Japan gewesen….
Die „Wasserstoffwirtschaft“ hat viele Facetten:
Als im Dezember 2021 Olaf Scholz als Kanzler und der frische Klima- und Wirtschaftsminister Robert Habeck ihre Regierungsämter übernahmen, wurde Patrick Graichen als Staatssekretär ins Habeck-Ministerium berufen. Dort saß er dann neben seinem Schwager Michael Kellner (Wahlbezirk Uckermark, wo auch ENERTRAC, die maßgeblich am HYPHEN-Projekt beteiligt sind, ihren Sitz hat), während seine Schwester Verena die Familie im Nationalen Wasserstoffrat vertrat. Im Mai 2023 wurden die grüne Vetternwirtschaft öffentlich, als dem Trauzeugen Michael Schäfer ein Pöstchen bei der Deutschen Energie Agentur (Dena GmbH) zugeschoben wurde. Die Dena GmbH gehört übrigens zu den Beteiligten an der Leitstelle Wasserstoff.
Es war ein Schlaglicht auf eines der zahlreichen grünen Netzwerke. Auf die Agora Think Tanks gGmbH (»Agora Energiewende«), die mit dem ehemaligen Kollegen Patrick Graichens, Rainer Baake den »Sonderbeauftragten für die deutsch-namibische Klima- und Energiekooperation« stellt. Und auf das Öko-Institut, in dem Verena Graichen die Kollegin ihres Bruders Jakob ist, und dessen Forschungskoordinator für Energie- und Klimapolitik, Felix Matthes, dem Nationalen Wasserstoffrat kommissarisch vorsitzt.
Was macht eigentlich Patrick Graichen? Er „verdient“ seinen Unterhalt derzeitig in der Ukraine …
Graichen ist längst aus der Ukraine zurück und verfolgt hiesige Ziele als grüner Agitator und Lobbyist.
Aber zu ergänzen wäre: Katherina Reiche hat die deutsche Wasserstoffpolitik vor ihrer Ernennung zur Bundeswirtschaftsministerin (im Mai 2025) vor allem in einer zentralen Doppelrolle geprägt: als Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrats (NWR) und als Spitzenmanagerin in der Energiewirtschaft. Aufgrund ihres intensiven Engagements für diesen Energieträger wurde sie in der Branche auch als „Wasserstoffkönigin“ bezeichnet.
Bevor Katherina Reiche im Kabinett von Friedrich Merz das Wirtschaftsressort übernahm, war sie das strategische Gesicht des deutschen Wasserstoff-Hochlaufs an der Schnittstelle zwischen Konzerninteressen und staatlicher Beratung. Kontinuität, oder?
Katharina Reiche passte nicht so schön in den Graichen-Clan. Aber sie haben recht.
Den Schwachsinn der Wasserstoffwirtschaft kann sich jeder selbst ausrechnen. Ich habe es einfach mal am Beispiel der geplanten ersten Ausbaustufe des HYPHEN-Projekts in Namibia exerziert. Die folgenden Schätzung umfasst ausschließlich die Herstellung und den Transport von »grünem« Ammoniak, das bereits vor 2030 von Lüderitz nach Brunsbüttel verschifft werden sollen.
Um die geplante Jahresmenge von 350.000 Tonnen Ammoniak in Brunsbüttel anzulanden, müssten zwei Tanker im ununterbrochenen Pendelverkehr fahren, jeweils mit einer Ladekapazität von 70.000 Tonnen. Abzüglich 30.000 Tonnen Ammoniak als Schwerölersatz für die Hin und Rückfahrt könnten pro Reise 40.000 Tonnen Ammoniak angelandet werden. Für die Herstellung des Ammoniaks wäre ein Energieaufwand von mindestens 20 kWh pro Kilogramm erforderlich, damit wären mindestens 12.200 GWh pro Jahr zur Herstellung von insgesamt 620.000 Tonnen Ladegut und Treibstoff erforderlich.
Dafür wäre ein das Leistungsäquivalent von etwa 700 Windkraftanlagen mit einer installierten Nennleistung von jeweils fünf Megawatt bei optimistischen 3.500 Vollaststunden im Jahr notwendig. Zusätzlich muß ausreichend bemessene Leistung für die Bereitstellung von Reinstwasser für die Elektrolyse, für die Zwischenlagerung von Wasserstoff beim Produktionsprozess, für die Verflüssigung des Ammoniaks, für die Aufladung von Backup-Akkumulatoren und für weitere »Randprobleme« berücksichtigt werden. Deshalb sollte besser mit einem Leistungsäquivalent von 1.200 Windkraftanlagen gerechnet werden.
Die in Brunsbüttel angelandete Jahreslieferung Ammoniak würde rund 62.000 Tonnen Wasserstoff und 288.000 Tonnen weitgehend nutzlosen Stickstoff enthalten. Für die Trennung von Wasserstoff und Stickstoff wären etwa 500 GWh erforderlich. Als Zwischenergebnis der Produktions- und Lieferkette würde Wasserstoff mit einem Energiegehalt von etwas mehr als 1.500 GWh auf seine weitere Verwendung warten.
Mit einem angenommenen Wirkungsgrad wasserstoffgängiger Gasturbinen von 60% umgewandelt, könnte damit 900 GWh Elektroenergie bereitgestellt werden, soviel wie 80 Windkraftanlagen der 5 MW-Klasse unter mitteleuropäischen Verhältnissen leisten könnten. Das Leistungsäquivalent von mehr als 1.100 Windkraftanlagen wäre zwischen der namibischen Wüste und dem deutschen Stromabnehmer auf der Strecke geblieben.
Eine Geschichte aus dem Tollhaus. Und nicht etwa Habeck hat das Stroh in den Köpfen seiner Gesinnungsgenossen entzündet. Es war Altmeier, der das tote Pferd „Wasserstoffwirtschaft“ wieder aufgezäumt hatte.
Die Energietransformation ist ein Gemeinschaftsprojekt der Kartellparteien, das war möglich weil der rotgrüne „Weg durch die Institutionen“ zwar sehr langwierig aber auch sehr erfolgreich war. Es gibt links der Brandmauer keine Heimat mehr für die konservative Mitte, oder?
Das Problem: Die Bundesregierung weiß keine Antwort auf die Frage, wieviel Milliarden Euro Zuwendungen insgesamt an die „hochlaufende Wasserstoffwirtschaft“ abgezockt wurden.
Das Problem ergibt sich zwangsläufig aus der zentralistischen Planung. Man hebelt die „natürliche“ Anzeigetafel, die Preissignale, welche bis dato die Wirtschaft effizient „von allein“ steuerten, aus. Nach anfänglichen Erfolgen scheiterten bislang alle Zentralplaner an selbst geschaffener Überkomplexität, Ergebnis Systemträgheit, Lähmung, Mangelverwaltung mittels Verbotskaskade.
Die „Wasserstoffrepublik“ ist das Paradebeispiel für das Scheitern staatlicher Industriepolitik. Sie scheitert physikalisch an der Thermodynamik, finanziell am Subventionsgrab und ordnungspolitisch am Ignorieren des Preissignals, oder?
Wenn man sich die Effizienz bei der Herstellung von Wasserstoff anschaut, gehen von den 100% der für die „Gewinnung“ von Wasserstoff erforderlichen Energie rd. 70% „verloren“. Das ist wahrlich supereffizient und passt zu unserem Mathegenie Klingbeil ( hat der nicht gesagt, er brauche keine Zahlen, um zu wissen, dass es richtig sei, um auf erneuerbare Energien zu setzen?). Wahrscheinlich rechnet der mit einem Taschenabakus. Vielleicht stammt auch von diesem besten aller Finanzministern, die die Welt je gesehen hat auch der Vorschlag, in den Schulen das schriftliche Dividieren abzuschaffen. Naja, bei einem Hungerlohn von monatlich 26.388 Euro kann man auch keine intellektuelle Leistungen erwarten, die über den Durchschnitt der Eliten der Sonderschulen hinausgehen.
Wer sehen will, was Wasserstoff im Verein mit Luft so alles anrichten kann, schaue sich die alte Videoaufnahme vom wegfliegenden Dach des havarierten Fukushima Reaktors an. Das war nicht der Reaktor, das war der Wasserstoff der durch die extremen Temperaturen der Kernschmelze aus dem Kühlwasser freigesetzt wurde und sich im Reaktorgebäude angesammelt hat. Ein Funke und das Gemisch flog in die Luft. So etwas möchte man eigentlich hier nicht erleben, vor allem nicht im eigenen Haus. Wasserstoff ist immer noch sehr schwer unter Kontrolle zu halten.
In diesem älteren Beitrag ist das Video einer explodierenden Gastankstelle eingebettet. Auch andere Dinge habe ich mal wieder gelesen. Was die Automobilfirmen tatsächlich machen
https://eike-klima-energie.eu/2021/02/19/das-grausame-versprechen-einer-zukunft-mit-erneuerbaren-energien-und-wasserstoff
Auch die Hindenburg in Lakehurst war ein einschneidendes Ereignis. Über Wirkungsgrade der ganzen Kette scheinen die Wasserstoffler auch nicht die geringste Ahnung zu haben.
Das ist ja alles recht und schön, und man hat uns schon in der Schule die Knallgasexplosion vorgeführt. Aber nicht vergessen: egal, was da in die Luft fliegt, es geschieht vollkommen klimaneutral! Schließlich entsteht nichts als Wasser dabei. Und das ist es doch, was für unsere Energiewendespezialisten zählt.
Ich Sarkasmus ist klasse!!!!!
Man sollte überlegen, ob man die Wasserstoffexplosionen nicht in die Dürrezonen der Erde verlegt, oder bei Waldbränden und anderen Feuersbrünsten anwendet. Das entstehende Wasser könnte dann sehr gut zur Bewässerung bzw. zur Brandlöschung beitragen. Die entstehenden Wolken könnten die Sonne abschatten, was dann die Entstehung von menschentötenden Rekordhitzewellen (vor allem in Deutschland) minimiert. Alles wäre ein weiterer Beitrag zur Rettung unseres hochentzündlichen Planeten…
Früher stellten sich die Brückenbauer bei den Tragfähigkeitstest der fertigen Brücke unter diese. Dieser saubere Tradition des „Skin-in-the-Game-Habens“ sollte man erneuern. Also zuerst Wasserstoffzentralen samt Tanks in die Regierungsgebäude, unter die Parlamentssäle und deren Kantinen, und Brüssel nicht vergessen, oder?
Ohne jede Not wurde unser hervorragendes Energiesystem zerstört und die Zerstörer sind immer noch im Amt, statt im Gefängnis.