Von Dr. Humpich
In einer aktuellen Studie der Radiant Energy Group wird euphorisch für eine Wiederinbetriebnahme aller stillgelegten Kernkraftwerke (KKW) in Deutschland plädiert. Nach eigenem Bekunden ist “Radiant Energy Group ein Beratungsunternehmen im Energiebereich, das eigene Forschung und evidenzbasierte Analysen erstellt, um Entscheidungsprozesse zu unterstützen und das Verständnis für Kernenergie zu vertiefen.” Bei aller Sympathie für das Anliegen, sind doch einige kritische Anmerkungen nötig.
Das Dogma des menschengemachten Klimawandels
Durch den gesamten Bericht zieht sich das Dogma der “CO2-freien Energieversorgung”. Nur noch in Deutschland gehört die Weltenrettung durch Vermeidung von CO2 zum Regierungsaberglauben. Die Kernenergie hatte und hat es nie nötig gehabt auf diesen Zug aufzuspringen. Kernenergie war immer die umweltfreundlichste Art elektrische Energie zu erzeugen und für lange Zeit auch die Wirtschaftlichste:
- Geringster Flächenverbrauch durch die herausragend hohe Energiedichte.
- Produktion nahe am Verbraucher. Keine Verkabelung der Landschaft nötig.
- Keine “ewigen Lasten” durch Kohlebergwerke. (Anmerkung: Schon heute wird die überwiegende Menge von Natururan durch “in situ leaching” gefördert.)
- Keine riesigen Halden aus Asche, die eine potentielle Gefahr für die Umwelt durch die darin enthaltenen Schadstoffe darstellt.
- Lediglich eine geringe Menge von (radioaktiven) Spaltprodukten. Viele dieser seltenen Elemente können noch wirtschaftlich genutzt werden (z. B. Nuklearmedizin). Jedenfalls sind die anfallenden Volumina so gering, daß sie problemlos und kostengünstig (z. B. Deep Isolation) von der Biosphäre (ewig, wenn gewünscht) isoliert werden können.
- Keine Belästigung durch Schall oder Abgasfahnen.
- Keine großflächige Zerstörung von Wäldern, Meeren und Feldern.
- Keine riesigen Mengen an Sondermüll, für die nicht einmal ausreichende Rückstellungen aufgebaut werden.
Kohle ist nicht der Feind
Stillgelegte KKW wieder in Betrieb nehmen zu wollen, um den idiotischen „Kohleausstieg bis 2038“ zu retten, ist schlicht weg absurd. Kohle war und ist der einzige relevante heimische Energieträger. Wie wichtig Versorgungssicherheit in diesen unsicheren Zeiten ist, ist inzwischen auch breiten Bevölkerungsschichten klar geworden. Die „Zeitenwende“ hat nicht nur bei der Rüstung statt gefunden, sondern auch bei der Energieversorgung. Mag die kriegerische Bedrohung von außen existieren, die Selbstzerstörung dieses Landes von innen durch die „Energiewende“ ist frei gewählt. Weder ein Putin, noch ein Trump hat dies gefordert — ganz im Gegenteil, eindringlich kritisiert. Wir alle müssen endlich zur Kenntnis nehmen, daß die „Klimakatastrophe“ genauso ein absurdes Konstrukt wie die „Klassenfrage“ der Sozialisten ist. Die „Linke“ brauchte einfach einen neuen Angstmacher. Wer glaubt, die verhuschten strickenden Vertreter auf den grünen Parteitagen seien die Verantwortlichen, irrt gewaltig. Je größer der Hass auf diese Gesellschaft ist, je intensiver ist der Kampf gegen „Atomkraft“ und Kohle. Für die Altlinken in unseren Parteien ist die „große Transformation“ lediglich ein Neusprech-Wort für die Einführung des Sozialismus. So viel Planwirtschaft wie heute, war noch nie.
Kohle ist der einzige wesentliche Rohstoff in Deutschland. Kohle hat Deutschland nicht nur industrialisiert, sondern auch nach zwei Kriegen wieder aus dem Elend geholt. Aus dieser Erfahrung heraus, hat z. B. die deutsche Sozialdemokratie – einst eine Mehrheitspartei (Willie wählen) – immer von Kohle und Kernenergie gesprochen. Der heute wieder international gelobte “Kugelhaufenreaktor” ist überhaupt aus dem Gedanken der “Kohleveredelung” entstanden (kalte Fernwärme, synthetische Kraftstoffe etc.). Wie stark muß man dieses Land verachten, wenn man nicht nur die eigene Kohle nicht mehr fördert, sondern die Förderung für folgende Generationen unmöglich machen will, indem man die Gruben bewußt absaufen läßt.
Kraftwerke nicht gegeneinander ausspielen
Die Studie übernimmt kritiklos den Kohleausstieg bis 2038 bzw. 2030. Auch bildungsresistente Kreise müßten inzwischen zur Kenntnis nehmen, daß es nachts dunkel ist und der Wind nicht immer weht. Das Gefasel von irgendwelchen Speichern in der Zukunft ist das bekannte Heilsversprechen der Sozialisten. Deshalb brauchen wir (fossile) Backup-Kraftwerke heute und morgen. Auch hier wieder der bekannte Irrsinn: Erstmal vorhandene Kohlekraftwerke zerstören und anschließend Kraftwerke für teures LNG neu bauen wollen.
Endlich Schluß mit der Manipulation der “Lebensdauer” von Kraftwerken. Technisch ist die Lebensdauer unendlich. Man kann immer verschlissene Bauteile auswechseln. Es wird nur irgendwann unwirtschaftlich: Meint, es ist billiger eine neue Anlage zu bauen, als die alte noch einmal zu reparieren. Jeder Autohalter kennt diesen Zusammenhang. Insofern unterscheiden sich Kohle- nicht von Kernkraftwerken. Auch bei Kohlekraftwerken finden regelmäßig Revisionen statt, bei denen z. B. verschlissene Belege der Mühlen erneuert werden oder irgendwann die kompletten Mühlen ausgetauscht werden. Alle Rohrwände werden regelmäßig auf Verschleiß geprüft und abgenutzte Bereiche ersetzt. Maßstab für alle Revisionen ist, – unabhängig vom Typ – den Betrieb ohne Ausfall bis zur nächsten Revision zu gewährleisten. Ausfälle kosten nämlich richtig Geld.
Die Aussage: “die 40-jährige Auslegungslebensdauer eines Kohlekraftwerks stellt sich vielmehr als ein echtes technisches Ablaufdatum dar, was bei Kernkraftwerksgenehmigungen nicht der Fall ist” ist Unsinn und nur als Propaganda gegen fossile Energien zu bewerten. Ursache für unsere existierenden Probleme ist nur die “Energiewende” und nicht die “Fossilen”. Wenn etwas stillgelegt werden muß, dann Windmühlen und Sonnenkollektoren, weil sie nicht immer verfügbar sind, wenn man sie braucht und unvergleichlich teuer als Versorgungssystem. Noch einmal in aller Deutlichkeit: Die Wiederinbetriebnahme stillgelegter Kernkraftwerke in Deutschland als Ersatz für vorhandene Kohlekraftwerke ist schlicht nur als Wahnsinn zu bezeichnen.
KKW gleich KKW?
Es ist völlig unredlich die teuersten Neubauten der Welt mit der Wiederinbetriebnahme alter Kraftwerke zu vergleichen. Die Neubaukosten sind im doppelten Sinne rein politischer Natur: Die “Atomkraftgegner” haben mit Forderungen einer Pseudosicherheit (Doppelte Betonhülle, Core-Catcher usw.) die Baukosten in Europa erfolgreich in absurde Höhen getrieben. Politisch gesteuerte Genehmigungsbehörden haben durch Änderungen während der Bauzeit die Bauzeiten verlängert (Finanzierungskosten). Jeder – auch baugleicher Reaktortyp – war immer wieder ein erster seiner Art (Olkiluoto, Flamanville, Hinkley Point). Das es auch anders geht beweist China, Russland und Korea. Durch Serienfertigung beträgt die Bauzeit für einen Reaktor der Generation III+ in China 56 Monate bei einem spezifischen Preis von unter 2500 US$/kWel. Es ist nicht alles mit “billigen Löhnen” und günstigen staatlichen Krediten erklärbar.
Es ist auch unredlich, einen Reaktor der Generation III+ (passive Sicherheit!) mit Reaktoren der “Generation Biblis” zu vergleichen. O. K. man kann darüber diskutieren, ob deren “Sicherheit” nicht ausreichend ist, aber die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einem Unfall mit einem VW-Käfer ist nun mal geringer als mit einem heutigen PKW. Will man den VW-Käfer aber auf den heutigen Standard nachrüsten, dürfte er teurer als ein neuer PKW werden – abgesehen von allen sonstigen modernen Annehmlichkeiten. Wie man das ausgerechnet einer “atomkritischen Bevölkerung” verkaufen will, bleibt ein Rätsel. Es ist zu befürchten, wenn die geschulten “Atomkraftgegner” in den deutschen Medien sich auf diesen Punkt stürzen, dürfte es mit den Blütenträumen einer Wiederinbetriebnahme ein jähes Ende finden.
Der Hinweis auf die Programme in den USA (Palisades, Duane Arnold, Three Mile Island) ist äußerst fragwürdig. Sind doch die Vorgehensweisen grundsätzlich unterschiedlich: In den USA legt man nach der Abschaltung die Reaktoren trocken und läßt sie zum Abklingen der Radioaktivität (Arbeitsschutz) geplant für Jahrzehnte im sicheren Einschluss. In Deutschland haben die grünen Zerstörer sofort mit der Sprengung von Kühltürmen usw. begonnen. Hier war es das erklärte Ziel, durch möglichst schnelle und große Schäden den “Atomausstieg” unumkehrbar zu machen. Auch hier wieder eine Menge Heuchelei.
Der politische Wille
Das Bundesrecht verbietet die gewerbliche Stromerzeugung aus Kernenergie. Wie soll ein neues Gesetz in diesem Parlament verabschiedet werden? Eine Mehrheit pro Kernenergie ist ohne die AfD undenkbar. Sie ist die einzige Partei, die sich für Kernenergie klar und deutlich ausgesprochen hat. Alle anderen Parlamentarier waren aktiv, oder wenigstens passiv, an der Ächtung der “Atomkraft” beteiligt. Sie müßten erstmal ihren Irrtum öffentlich eingestehen. Und selbst wenn, bleibt da immer noch der Kokolores um die “Brandmauer”.
Wer soll denn in Deutschland die nötigen Genehmigungsverfahren durchführen? Die einschlägigen Behörden sind längst von Fachleuten bereinigt. Wer sich das antun mag, lese sich einmal die Berufe und Lebensläufe der dort Beschäftigten durch. Es gibt nichts besseres, um auf dem Boden der deutschen Realität hart zu landen.
Es wäre schon viel erreicht, wenn unsere Politiker – die ständig Europa in den Himmel loben – sich nicht in Brüssel immer gegen Kernenergie quer stellen würden. Wir könnten unsere Industrie vielleicht noch am Leben erhalten, wenn wir mit unseren Nachbarn enger zusammen arbeiten würden. Zwar wird jeder Investor und jede Bank lieber im benachbarten Ausland ein Kernkraftwerk bauen, als in dem Außenseiter-Deutschland. Wir könnten aber durch Kooperation unser Fachwissen erhalten und vor allen Dingen nicht den Anschluß bei der Weiterentwicklung verlieren. Sollte dann dereinst einmal ein neues KKW in Deutschland gebaut werden, stünden wenigstens deutsche Unternehmen und Fachleute zur Verfügung. Wenn das versäumt wird, werden wir uns einst für den Technologietransfer bei den Entwicklungsländern einreihen müssen. Ganz abgesehen davon, daß uns qualifizierte und auch noch gut bezahlte Arbeitsplätze fehlen werden, nebst Steuereinnahmen und günstigen Strompreisen.
Der Beitrag erschien zuerst auf dem Blog des Autors Nukeklaus hier















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Wie viele sind denn noch nicht gesprengt, oder geplündert?
Wo kriegen die denn noch „Stoff“ her? Immerhin braucht es da eine gewisse Vertrauensbasis, heute ist man schneller Terrorist, als man Allah sagen kann.
Wo kriegt man noch qualifiziertes Personal her? Die Mannschaften wurden mit verantwortungsvolleren/besser bezahlten Posten, z.B. im Klimaschutz ruhiggestellt, was wiederum jeden Anwohner eines AKWs misstrauisch machen sollte.
Dann ist da noch die Gefahr russischer Raketen. Natürlich würden die nie ein AKW angreifen, aber kann man sicher sein, dass eine Oreshnik so genau zielen kann, wie ein deutscher Taurus?
„Wo kriegt man noch qualifiziertes Personal her?“
Die meisten Fachkräfte, die in den AKW‘ s gearbeitet haben, sind in den Behörden.
Bezirksregierungen, Umweltämter. Als Beamte hat man einen sicheren Job und eine bessere Bezahlung sowie bessere Rente bzw. Pension.
Die Ämter zuerst abschaffen, dann hat man genug Personal für die AKW‘ s.
+ keine Steuergelder für die Gehälter und Pensionen der Beamten, die dort arbeiten.
+ keine Regelungen, Auflagen und Bedingungen für den Bau –> Kosten werden deutlich reduziert.
Der Anbieter kann so bauen wie er möchte ohne bürokratischen Hindernisse und die Kosten werden dadurch deutlich (ca. 1/10) weniger.
Ämter abschaffen und Frieden mit Russland schließen ist die ganz einfache Lösung.
Kürzlich meldete der Staatsfunk von Ösiland, ohne rot zu werden, dass wir eine Staatsquote von 55% haben. Die beim Staat Beschäftigten erwirtschaften keinen Wertgewinn für die Volkswirtschaft und verdienen mehr, als in der Privatwirtschaft für ihr Können gezahlt wird.
Das ist unumkehrbar, jede wirksame Sparmaßnahme hätte einen Aufstand zur Folge. Also kommt die Staatspleite und damit die Rache der bisher Ausgeplünderten, deren Rente dann hops ist. Einfach WEG, verbraten von der Staatsquote.
Deshalb kommt der Zusammenbruch früher, und von außen. Dagobert hat gerade seinen neuen US-Dollar Schein (kurz: Trumpollar) präsentiert, mit dem Freimaurer Benjamin Franklin drauf. Die haben sich das Ziel gesetzt, die Menschen zu verbessern.
Ich denke, wir sollten das mit den Kraftwerken einstweilen verschieben, bis auch das vorbei ist. Am Tag nach dem 21.12.2026, dem 01.01.01 dem „Great Reset“.
Zuerst die Behörden Bezirksregierungen, Umweltämter abschaffen.
Dann kann man die 1/10 des Preises bauen oder wieder aufbauen.
Behörden-Abschaffung bringt enorm viel Geld ein.
Die Kettensäge von Milei.
Ein sehr guter Beitrag von berufener Hand. Vor allem der Schwund von Bildung und Forschung in diesem Land sollte Grund zu höchster Besorgnis sein. Bei den Landes- und Bundesbehörden ist bereits Hopfen und Malz verloren, da haben überzählige Juristen*Innen und Vetter*Innen wohl inzwischen das Zepter in der Hand. Und jemanden mit einem einem Abschluß als „Master Of Global Change Management“ an der HNE Eberswalde in ein AKW reinzulassen, ist natürlich ein Sicherheitsrisiko. „Houston, wir haben ein Problem!“
Welcher Betreiber will denn sein KKW wieder anfahren? Oder macht das die AfD ganz alleine?
Jeder ökonomisch denkende Energiekonzern würde das sofort machen.
Die deutsche Politik streubt sich dagegen, weil es wichtiger ist, Ideologien zu folgen statt sinnvoll zu denken.
Der CO2-Ausstoß Deutschlands steigt seit Jahren, mit den KKW könnte sofort eine Reduzierung erfolgen.
Aber statt dessen erhebt Deutschland eine Steuer auf Atemluft und hat durch die Errichtung ineffizienter Stromerzeuger und deren Folgen die höchten Strompreise Europas.
Herr Krause, würden Sie im Sinne der Umwelt denken würden Sie sofort die Errichtung von WKA ablehnen und für den Einstieg in die Kernkraft eintreten.
Aber die Umwelt wirklich zu schützen ist eine Sache, die Grünen im Sinne der linken Ideologie völlig abgeht.
Also denken unsere Energiekonzerne nicht ökonomisch? Was machen Sie dann? Sind die es nicht, so die landläufige Meinung unter den EIKE-Rentnern, die Sie plündern?
Und wenn Kernkraft angeblich so ökonomisch unwiderstehlich ist: Warum stehen dann die Investoren nicht Schlange, um neue AKW auf eigenes Risiko zu bauen?
Die Behauptung „Deutschlands CO2-Ausstoß steigt seit Jahren“ ist faktisch falsch. Die Emissionen sanken seit 1990 um rund 48%.
„[…] mit den KKW könnte sofort eine Reduzierung erfolgen“ ist ein schöner Satz. Wenn man „sofort“ als „in einigen Jahren, nach Milliardeninvestitionen, neuen Genehmigungen, Personalaufbau, Brennstoffbeschaffung und Rückabwicklung des Rückbaus“ definiert.
Wenn es wirklich um Umwelt geht, dann bitte die ganze Bilanz Herr Dimler: Windradfundament ja, aber Uranabbau, Atommüll, Kühlwasser, Rückbau und Endlager bitte nicht einfach ausblenden.
„Atomkraft schützt die Umwelt“ klingt nur so lange gut, wie man alles Problematische in Bergwerke, Flüsse, Zwischenlager und zukünftige Generationen auslagert.
Warum nennen Sie Wind und Solar „Ideologie“, aber Atomkraft „sinnvolles Denken“, obwohl gerade Atomkraft ohne massive staatliche Haftung, Planung, Subventionierung und Endlagerverantwortung kaum marktfähig ist?
Herr Schnabel,
eine simple Berechnung:
Das KKW Guangdong hat 4 Mrd.€ gekostet, lassen Sie uns mit dem 2,5fachen rechnen, 10 Mrd.€ für ein neues KKW.
Das KKW verfügt über eine elektrische Leistung von 2.000 MW, daraus entsteht ein Kostenfaktor von 5 Millionen Euro/MW.
Bei 85% Laufzeit p.a erzeugt das KKW 7.446 MWh p.a, auf die Laufzeit von 60 Jahren gerechnet 446.760 MWh.
5 Millionen Euro/MW für 446.760 MWh ergeben einen Preis von rund 11€/MWh
Eine WKA kostet nett gerechnet 1 Million Euro/MW.
Der Kostenfaktor liegt bei 1 Millionen Euro/MW.
Problem:
Die Laufzeit einer WKA liegt bei 20 Jahren, so dass für eine mit einem KKW vergleichbare Laufzeit vom 3fachem ausgegangen werden muss.
Der Kostenfaktor für 60 Jahre liegt also bei 3 Millionen Euro/MW.
Eine WKA erzeugt in Deutschlnd durchschnittlich 2.150 MWh, in 60 Jahren rund 129.000MWh.
3 Millionen Euro/MW für 129.000MWh ergeben einen Preis von rund 23€/MWh.
Und falls Sie jetzt mit Entsorgung kommen:
Von den 30.000 WKA in Deutschland entstehen rund 4.500.000t Rotorblättermüll, der nur thermisch unter Entwicklung hochtoxiner Gase entsorgt werden kann.
Dem gegenüber stehen (lt. BASE) 27.000m³ radioaktiver Abfall, der perspektivisch so weit genutzt werden kann, dass die Halbwertszeit bei unter 500 Jahren und die Radioaktivität nur noch so gering ist, dass keine Castoren mehr benötigt werden.
Eine Bemerkung am Rande:
Jede WKA enthält bis zu 4kg SF6, das 24.000 Mal stärker ist als Kohlendioxid und für mehr als 1.000 Jahre in die Atmosphäre eingebunden bleibt.
CO2 verbleibt 5 Jahre in der Atmosphäre, so dass mit dem Abbrand 1(!) WKA bis zu (KG*Equivalent*Verweihldauer[SF6/CO2]) 19.200.000 CO2-Eqivalente in die Atmosphäre entweichen. 19 Millionen CO2-Eqivalente bei einer WKA!
Ihre Rechnung berücksichtigt nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Kosten und lässt zentrale Faktoren wie Finanzierung, Betrieb, Rückbau und Entsorgung einfach außen vor.
Deshalb verwenden Fachinstitutionen Stromgestehungskosten (LCOE) statt einer reinen Baukostenrechnung.
Und dann liegen diese Gestehungskosten von AKWs deutlich über denen neuer WKAs!
Außerdem vergleichen Sie optimistische Annahmen für AKWs mit eher konservativen Annahmen für WKAs.
Die Beispiele neuer AKW in Europa zeigen, dass Baukosten und Bauzeiten häufig deutlich höher ausfallen als geplant. China kann dann dabei dann nicht als gleichwertiger Vergleich herangezogen werden. Die Vergleiche mit Hinkley Point C und Flamanville sollten in Ihre Berechnung einfließen.
Beim Atommüll ist es richtig, dass Transmutation langfristig Potenzial hat. Daraus folgt aber nicht, dass das Entsorgungsproblem gelöst ist; auch BASE und BGE gehen weiterhin davon aus, dass Endlager erforderlich bleiben.
Und die SF6-Rechnung ist methodisch falsch, weil das Treibhauspotenzial von SF6 seine lange Verweildauer bereits einbezieht. Diese nochmals mit der Lebensdauer zu multiplizieren führt zu einer deutlichen Überschätzung.
Selbst wenn 4 kg SF6 vollständig freigesetzt würden, läge das bei etwa 96 Tonnen CO2-Äquivalent und nicht bei 19 Millionen.
Darüber hinaus enthält nicht jede WKA SF6. Moderne Anlagen greifen auf Alternativen zurück. Der Einsatz von SF6 wird künftig verboten.
Der Brand von WKAs ist sehr selten (statistisch ca. 4 pro Jahr laut Bundesverband Windenergie). Ihr Geschichte ist wieder nur negatives Cherry Picking.
Herr Schnabel,
dan beweisen Sie doch bitte mit einer Berechnung, wie günstig WKAs wirklich sind statt sich wieder nur auf Floskeln zu berufen.
Ich habe ganz bewusst nur die reinen Erstellungskosten von KKW und WKA herangezogen, würde man die Umweltschäden durch WKA nur beim Bau mit einbeziehen ergebe das ein jämmerliches Bild (Abholzung von Wäldern, Anlegen von Zuwegungen, Begradigung von Straßen zum Transport von Bauteilen, Beschneiden von Bäumen an Straßen für den Transport und dazu der Ausstoß von CO2 beim Transport und Aufbau [an jeder WKA-Baustelle stht ein großes Dieselaggregat um die Baustell mit Stron zu versorgen]).
KKW haben einen im Verhälnis zu WKA geringen Flächenbedarf, benötigen nur einen Anschlusspunkt an das bestehende Stromnetz.
Damit ensteht ein geringerer Verbrauch an Ressourcen (z.B. Kupfer).
Jede WKA muss an eine Umspann- und Schaltstation angeschlossen werden und muss einen Mindestabstand zur nächsten WKA einhalten.
Wieviel Tonnen Kupfer werden benötigt, um nur 1GW elektrischer Leistung von WKA an das existierende Stronetz anzuschließen?
Bei einer durchschnittlichen Leistung von 5GW je WKA wären das immerhin 200 WKA, zuzüglich der benötigten Umpann- und Schaltanlagen?
Und dass beweisen Sie womit?
Haben Sie entsprechende Nachweise?
Und posten Sie die hier auch?
Welche Floskeln meinen Sie eigentlich? Wissen Sie überhaupt was Floskeln sind?
Und hier der Nachweis:
https://ghgprotocol.org/sites/default/files/2024-08/Global-Warming-Potential-Values%20%28August%202024%29.pdf
Ihr Fehler: Der GWP100 enthält bereits den Zeitfaktor von 100 Jahren. Der GWP beträgt 24.000. Und das wiederum dürfen Sie mit 4kg multiplizieren = 96 t co2 Äquivalent.
Sie dürfen die Lebensdauer nicht nochmal drauf multiplizieren, sonst geht es doppelt ein. Wir wollen ja nicht schummeln, nicht wahr 🙂👍🏻
Hier noch etwas zu den Stromgestehungskosten.
https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2024/photovoltaik-mit-batteriespeicher-guenstiger-als-konventionelle-kraftwerke.html
Wieso interessieren Sie sich eigentlich nur für die Umweltschäden, die durch eine Technologie verursacht wird, die Sie nicht mögen? Wieso empören Sie sich nicht über die Umweltschäden von Kohlebergbau? Das ist dieses typische selektive Rosinenpicken. Unerträglich und maximal albern.
Aber: Windkraft und Kernenergie gehören beide zu den CO2-armen Stromquellen, haben jedoch unterschiedliche Umweltprobleme: Windkraft verursacht vor allem Flächen-, Landschafts- und Materialthemen, während Kernenergie vor allem durch Endlagerung und seltene, aber schwerwiegende Unfälle betroffen ist.
Es gibt auf der Welt viele „ökonomisch denkende Energiekonzerne“, und auch viele Länder in denen KKWs herzlich willkommen sind… Wo sind dann die ganzen KKW-Bauanträge dieser „ökonomisch denkenden Energiekonzerne“?
Herr Krause,
reicht das?
Das reicht nicht, Herr Dimler.
Die Grafik beantwortet doch überhaupt nicht die frage nach der Wirtschaftlichkeit.
Sie zeigen hier Länder, in denen der Staat den Ausbau weitgehend plant und finanziert.
Und „geplant“ bedeutet nicht „gebaut“ oder „wirtschaftlich erfolgreich“.
Weltweit haben die TWh aus den Atomkraftwerken nur um ca. +18 TWh zugelegt, so die IAEA, reicht das?

Der Höchststand aus dem Jahr 2006 mit 2661 TWh Atomstrom wurde selbst nach knapp 20 Jahren nicht erreicht und um -25 TWh weniger Atomstrom unterschritten, im Jahr 2025, reicht das?
Weltweit haben die TWh aus den Erneuerbaren Energien um ca. +848 TWh zugelegt, 2025 gegenüber 2024, reicht das?
2025 wurden 3 Atomkraftwerke fertiggestellt, weltweit, reicht das?
2025 wurden 7 Atomkraftwerke stillgelegt, weltweit, reicht das?
Frau Frölich,
Schauen Sie doch mal bei Lügenpedia vorbei:
2023 lag der Weltprimärenergiebedarf bei 619,63 Exajoule, was etwa 172 PWh (1.000 TWH) entspricht.
Wenn die „erneuerbaren Energien“ um 0,8 PWh zugenommen haben, wie wirkt sich das im gesamten Primärenergiebedarf aus?
Es sind ja immerhin 0,46% am Primärenergieverbrauch!
Aber wie hoch waren die Kosten?
Interessant ist dabei Statista:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167998/umfrage/weltweiter-energiemix-nach-energietraeger/
Immerhin stammen weltweit 2% der Primärenergieerzeugung aus Wind und Sonne.
Wieder die Frage:
Zu welchem Preis?
Herr Jörg Dimler,

betrachten wir mal ihre Grafik und was Sachstand am 10.07.2026 so ist bei den AKW-Baustellen.
Bei der IAEA sind die AKW-Baustellen ja alle aufgelistet.
Ich habe mal Ihre Grafik mit den Zahlen aus der Realität ergänzt (rote Eintragung).
Sie kommen in Summe auf 103 und in der Realität sind das aber nur 52 AKW-Baustellen, die die IAEA bei Ihren genannten Ländern bestätigt.
@Krause, Sie sind enttarnt! Ihr richtiger Name ist J. Trittin. Geben Sie es zu.
Trittin ist aber intelligent, erfolgreich und im politischen Ruhestand, oder?
Der Punkt geht an Sie 🙂
Falsch, Herr Nitschke. Trittin ist nicht intelligent im Sinne des Guten, sondern im Sinne des Zerstörens. Erfolgreich ebenfalls im Zerstören. Und sein Ungeist lebt weiter. Ziehen Sie bitte den Punkt zurück.
Sie haben im Grunde recht Herr Dr. Voge, aber ich hatte Spaß am Wortspiel mit Herrn Lange über Herrn Krause 😉
War mir schon klar wie Sie es meinen. Dazu kennen wir uns hier zu gut.
AUSGESCHLOSSEN!!! Wäre ja vernünftig & käme dem Souverän, dem Deutschen Volk, zu Gute.
Wieso wäre das vernünftig? Können Sie das erklären?
Weil man damit durchgängigen, planbaren, preiswerten dauerstrom für die nächsten jahrzehnte bis jahrhunderte hätte.
UND >> Nein, es gibt KEIN problem mit „atommüll“… diesen reststoff aus den jetzigen „alten“ meilern könnte man problemlos in den reaktoren der neusten baureihen weiter „verheizen“ und dann wäre das nur noch schwach radioaktives zeugs, welches nach grob 300 jahren gar nix mehr macht.
Da frage ich mich, wieso sich das in großem Maßstab und wirtschaftlich betrachtet noch nicht durchgesetzt hat? Ist doch merkwürdig oder?
Und im Übrigen: das Endlagerproblem ist durch den Einsatz modernerer und effizienterer AKWs dann noch immer nicht gelöst.
Wären Sie vernünftig, bräuchten Sie keine Erklärung. Aber so wäre jede Erklärung nur Zeitverschwendung. So einfach ist das.
Für Sie ist es immer nur Zeitverschwendung. Für mich haben Sie nur fachlich gar keinen Schimmer. Sie sind am Stammtisch sehr gut aufgehoben! 🙂