Cliff Mass from his Weather Blog
[Alle Hervorhebungen im Original]
Gestern stieg die Temperatur am SeaTac Airport auf 32 °C und übertraf damit den bisherigen Tagesrekord für diesen Tag (30 °C)!
Selbst wenn die Temperatur heute genauso hoch wäre, würde damit kein Rekord gebrochen werden.
Wie kann das sein?
Es stellt sich heraus, dass nicht alle Rekorde gleich sind.
Lassen Sie mich das erklären.
Unten sehen Sie eine Grafik mit den gemessenen Temperaturen (blaue Balken), dem durchschnittlichen Temperaturbereich (braunes Band) sowie den Rekordhöchstwerten (rot) und -tiefstwerten (blau) für den Juni am Boeing Field in Seattle.
Schauen Sie sich die Rekordhöchstwerte genau an. Die Schwankungsbreite der Rekordhöchstwerte im Juni ist groß und reicht von 27 °C bis 40°C! Im Allgemeinen liegen sie bei etwa 32°C.
Woher kommt also diese Variabilität?
Es hat sich herausgestellt, dass die Strömung ein ganz bestimmtes Muster aufweisen muss, um die wirklich hohen Temperaturen im Westen Washingtons zu erreichen – in der Regel mit einem starken Höhenrücken und einer ablandigen Strömung in den unteren Schichten.
Und an manchen Tagen ergibt sich durch reinen Zufall die richtige Konstellation in der Atmosphäre für maximale Hitze. Nach vielen Jahren tritt dann das erforderliche Strömungsmuster auf, und die Temperatur steigt auf Rekordwerte.
Die globale Erwärmung spielt bei diesen Rekorden kaum eine Rolle – entscheidend ist vielmehr die richtige Strömungssituation in der Atmosphäre.
Beweise gefällig?
Hier eine Grafik der höchsten Maximum-Temperatur, die seit 1950 jedes Jahr zwischen dem 7. und 21. Juni am Olympic Airport (einem weniger urbanisierten Standort als SeaTac) gemessen worden ist. Es ist kein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen:
Um noch einmal auf SeaTac zurückzukommen: Nachstehend eine Grafik der Höchsttemperatur am 14. Juni an diesem Standort (unten).
2025 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen für dieses Datum. Aber Achtung! Über den gesamten Erfassungszeitraum hinweg ist bei den Rekordtemperaturen für dieses Datum kein Trend zu erkennen.
Tatsächlich zeigen die Höchsttemperaturen am 14. Juni einen rückläufigen Trend! (braune Linie).
Die Behauptungen, dass die globale Erwärmung der Grund für solche Rekorde sei, sollten daher mit großer Vorsicht betrachtet werden.
Link: https://wattsupwiththat.com/2026/06/15/not-all-daily-temperature-records-are-the-same/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE


















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Das U.S. Weather Bureau hatte 1911 an der Greenland Ranch im Death Valley (178 Fuß = 54 Meter unter Normalhöhennull) eine kooperative (ehrenamtliche) Wetterstation eingerichtet. Die Lufttemperatur wurde, übrigens bis heute für kooperative Stationen gültig, 4 Fuß (1,22 Meter) über der Meßfeldgeländehöhe gemessen. Am 10. Juli 1913 trug Vorarbeiter der Ranch die Tageshöchsttemperatur von 134°F (56,7°C) in seine Klimatabelle ein. Er legte der monatlichen Postsendung eine Notiz an das Wetteramt in San Franzisco bei, daß die Skala des Maximum-Thermometers bei 135°F endete und andere Thermometer auf der Ranch eine höhere Temperatur angezeigt hätten.
— Schnitt —
Am 13. September 1922 trug der Beobachter des italienischen Kolonialwetterdienstes auf der Festung El Azizia (163 Meter über NHN) in Tripolitanien – heute Libyen – die Tageshöchsttemperatur von 58,0°C in seine Klimatabelle ein. Es herrschte Ghibli, ein heißer Wüstenwind, über El-Azizia. Über Funk wurde eine Bestätigung der rekordverdächtigen Tageshöchsttemperatur angefordert. Durch das Ufficio Centrale di Meteorologia e Geodinamica wurden schließlich 57,8°C im Bericht »Osservazioni dell anno 1922« veröffentlicht. Von dort fand der Wert 90 Jahre lang Verbreitung in der wissenschaftlichen Fachliteratur und in Lehrbüchern über Klimatologie.
— Schnitt —
Im gewaltsamen Verlauf des sogenannten »arabischen Frühlings«, der 2011 schließlich in Libyen durch den massiven Einsatz der nordamerikanischen und französischen Luftwaffe entschieden wurde, geriet auch der Hitzerekord aus dem Jahr 1922 ins Visier. 2012 wurde der Temperaturrekord von El-Azizia von der World Meteorological Organisation (WMO) anulliert. Der ältere Meßwert von Juli 1913 an der Greenland Ranch wurde durch die WMO zum neuen Weltrekord erklärt.
Alternative Hitzerekorde:
Am 7. Juli 1931 wurde 55,0°C in Kebili (Tunesien, 38 m über NHN) gemessen. Das gilt derzeitig der WMO als afrikanischer Hitzerekord. Allerdings ist nicht bekannt, warum andere Meßwerte – beispielsweise 56,0°C am 12. September 1922 oder 57,3°C im August 1923, beide in El-Azizia gemessen – nicht in Betracht gekommen sind.
Am 21. Juni 1942 wurde 54,0 °C im Kibbuz Tirat Zsvi (Israel, 220 m unter NHN) gemessen. Das gilt der WMO als Hitzerekord für die Region Europa und Naher Osten. Als Beleg gilt der Registrierstreifen eines Thermographen, aus dem dieser Wert zwar nicht direkt ablesbar ist, auf den aber jemand diesen Wert nachträglich notiert hatte.
Der australische WMO-Rekord liegt bei 50,7°C und wurde am 2. Januar 1960 in Oodnadatta im australischen Outback (112 m über NHN) gemessen. Vorher war Cloncurry (Queensland) mit 53,1°C der Rekordinhaber, aber dieser Meßwert vom 16. Januar 1889 wurde wegen der rustikalen Beobachtungsmethodik aberkannt.
Am 21. Juli 2016 wurde in Mitriba (Kuwait, 120 m über NHN) 53,9°C gemessen. Das wird als asiatischer Hitzerekord anerkannt. Es ist übrigens der einzige WMO-Hitzerekord seit dem Beginn des derzeitigen »Klimawandels«.