Vorbemerkung: Natürlich spielt die Kältewelle in Europa noch einmal eine Rolle, wobei Cap Allon betont, wie wenig davon in den MSM zu lesen war. Für die nächste Woche, genauer ab Mittwoch wird nun eine ausgeprägte Hitzewelle in ganz Europa simuliert – es dürfte interessant werden, wie die MSM damit umgehen.
Aber auch der beginnende Winter auf der Südhemisphäre wartet mit Kälte-Extremen auf, vermutlich ausgelöst durch die extreme Kälte in der Antarktis.
Meldungen vom 8. Juni 2026:
Alaska: Anhaltende extreme Kälte
Das Frühjahr 2026 verlief in ganz Alaska kälter als normal, insbesondere in den südlichen Teilen.
Daten des NWS zeigen unterdurchschnittliche Temperaturen von Anchorage bis Kodiak, Bethel, King Salmon, Cold Bay und Saint Paul.
In Anchorage lag die Durchschnittstemperatur von März bis Mai bei -0,3°C, 3,1 K unter dem Normalwert, und es war der viertkälteste Frühling seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1952. In Kodiak lag die Temperatur 2,6 K unter dem Normalwert, in Bethel waren es 3,4 K weniger. King Salmon stach mit einer Durchschnittstemperatur von -3,9°C hervor, ganze 5,6 K unter dem Normalwert.
Leider bringen es die US-Amerikaner nicht fertig, sich von ihren rückständigen Einheiten zu lösen. Die Werte der Abweichungen muss man etwa halbieren, um die Angaben in °C bzw. K zu erhalten. Falls ein Kommentator eine Möglichkeit kennt, diese Einheiten in der Graphik umzuwandeln bitte ich um Nachricht. Die Angaben im Text sind von mir bereits umgerechnet. A. d. Übers.
Auch der Mai war in der gesamten Region insgesamt kälter als normal.
In Anchorage lag die Durchschnittstemperatur im Mai bei 7,4°C und damit 1,5 K unter dem Normalwert, in Kodiak bei 6,0°C und damit 1,7 K darunter.
Anchorage verzeichnete zudem den spätesten Frost seit Beginn der Aufzeichnungen: Am 24. Mai wurden 0°C gemessen.
——————————-
China: Juni-Kälte bricht Monats-Rekorde
Die Kältewelle Anfang Juni in China hat nun zu neuen Monatsrekorden geführt.
Am 7. Juni stellten insgesamt 12 nationale Wetterstationen neue Tiefsttemperaturrekorde für den Monat Juni auf oder erreichten die bisherigen Rekordmarken.
Die Rekorde verteilten sich auf Peking, Hebei, Shandong, Ningxia und Hubei. Neun davon wurden eindeutig gebrochen, drei wurden eingestellt.
In Peking sank die Temperatur in Zhaitang auf 7,1 °C, in Xiayunling und Daxing jeweils auf 8,3 °C und in Huairou auf 9,2 °C. In Hebei erreichte Fuping 9,5 °C, Qinghe 9,8 °C und Anping 9,9 °C – allesamt neue Rekordtiefstwerte für den Monat Juni.
Baoding erreichte mit 9,7 °C seinen Juni-Rekordwert, Shenzhou mit 10,7 °C und Danjiangkou in Hubei mit 14,4 °C.
China Weather erklärte, dass ein Kaltluftwirbel und wiederholte Regenfälle Nordchina über das Wochenende hinweg ungewöhnlich kühl hielten.
Der gleiche Kaltlufteinbruch brachte auch Schnee auf die Gipfel Pekings.
Am 6. Juni fiel Schnee auf den Berg Xiaohaituo im Pekinger Yanqing-Olympiapark, wobei die Thermometer Werte unter dem Gefrierpunkt anzeigten.
——————————-
Australien: Skisaison in den australischen Alpen beginnt weiß
Australia’s ski season opened with fresh snow across the Alps.
By the June 6 opening weekend, resorts in Victoria and New South Wales were reporting as much as 44 cm (17 in) of snow.
Die Skisaison in Australien begann mit Neuschnee in den dortigen Alpen.
Am Eröffnungswochenende am 6. Juni meldeten Skigebiete in Victoria und New South Wales bis zu 44 cm Neuschnee.
An der Thredbo Top Station lagen die Temperaturen im Juni bislang die meiste Zeit des Juni unter dem Gefrierpunkt. Ähnlich war es in Falls Creek und am Mount Hotham.
Unterstützt durch diese niedrigen Temperaturen ergab sich ein solider erster Schneefall, der den bekannten Prognosen des Bureau of Meteorology widersprach, wonach es „wärmer und trockener“ werden sollte. Dessen Saisonprognose sah – wie immer – für den Großteil des Landes „überdurchschnittliche Temperaturen“ und „unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen“ vor.
Für Australiens Skigebiete in den Alpen hat der Winter mit weißem Boden, funktionierenden Liften und reichlich frühem Schnee begonnen.
——————————-
Meldungen vom 9. Juni 2026:
China: Anhaltende Rekord-Kälte
Am 8. Juni wurden in China weitere 16 Kälterekorde für den Monat Juni verzeichnet, darunter sieben Tiefstwerte für die Tiefsttemperatur und neun für die Höchsttemperatur.
In Lingwu in Ningxia sank die Temperatur auf 4,3 °C und unterbot damit den bisherigen Juni-Tiefstwert von 4,4 °C aus dem Jahr 1955. In Sichuan fiel die Temperatur in Xuyong auf 14,5 °C, in Changning auf 14,8 °C, Jiang’an auf 14,9 °C, der Bezirk Dongxing auf 15 °C und Xuzhou auf 15,6 °C, womit alle ihre bisherigen Juni-Tiefstwerte aus dem Jahr 1955 unterboten.
Die Abweichungen bei den Tageshöchsttemperaturen waren noch deutlicher.
Neun Messstationen brachen oder egalisierten die Rekorde für die niedrigsten Höchsttemperaturen im Juni, darunter Taoyuan in Hunan, wo nur 17,2 °C gemessen wurden und damit der alte Rekord von 18,6 °C aus dem Jahr 1971 gebrochen wurde. Auch in Dazu in Chongqing blieb die Temperatur bei 17,2 °C und unterbot damit den Wert von 18,4 °C aus dem Jahr 1983.
Anhua in Hunan erreichte nur 18,2 °C, Changde 18,4 °C, Changning 18,6 °C, Jiang’an 18,6 °C und Yanjin in Yunnan 18,8 °C, womit alle die bisherigen Juni-Tiefstwerte brachen (wiederum in zuverlässigen Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1955 zurückreichen).
Es handelte sich nicht um eine einzelne kalte Bergstation. Es war eine sich nach Süden bewegende kontinentale Kaltfront, die stark genug war, um monatliche Tiefsttemperaturrekorde von Ningxia im Norden bis nach Yunnan, Hunan und Hubei weiter südlich zu brechen.
——————————-
Südamerika: Kälte in Brasilien und Chile
Diese Woche ist in Teilen Südamerikas ungewöhnlich kalte Luft bestimmend.
In Brasilien wurden am 7. Juni in mehreren wichtigen Regionen die bislang niedrigsten Temperaturen des Jahres 2026 gemessen. In Brasília sank die Temperatur laut INMET auf 8,8 °C. Rio de Janeiro verzeichnete den zweiten Tag in Folge den niedrigsten Wert des Jahres. In Vila Militar fiel die Temperatur auf 12,4 °C.
Die Kälte breitete sich vor allem im Südosten und im mittleren Westen aus, wobei in São Paulo, Rio de Janeiro, Minas Gerais, Goiás, Mato Grosso do Sul und im Bundesdistrikt Temperaturen unter 10 °C gemessen worden sind.
Der Süden von Minas Gerais war die kälteste Region Brasiliens. In Delfim Moreira sank die Temperatur auf -3 °C, in Maria da Fé/Sítio da Lage wurden 0,1 °C gemessen und in Monte Verde fiel die Temperatur auf 0,4 °C.
Chile folgte am 8. Juni.
Der offizielle Tagesbericht von MeteoChile verzeichnete 0,7 °C in Pudahuel, Santiago, und 2,8 °C in Quinta Normal. In El Loa, Calama, sank die Temperatur auf 2 °C, während es in El Tepual, Puerto Montt, nur 0,5 °C erreichte.
Weiter südlich wurden in Coyhaique -2,2 °C gemessen, und in Balmaceda sank die Temperatur auf -6,5 °C.
…
——————————-
Eine Meldung vom 10. Juni 2026:
Europa: Juni-Kälte wird weitgehend ignoriert
Großbritannien hat einen Umschwung von Rekordhitze im Mai zu Junikälte erlebt.
Ende Mai galt die Situation noch als nationaler Notfall. Nun ist die Kälte zurückgekehrt, und der Trubel ist verflogen.
Am 9. Juni verzeichnete Braemar laut den täglichen Extremwertangaben des Met Office nur noch 1,6 °C – nicht weit entfernt vom nationalen Tiefstwert für diesen Tag. In Aberdeenshire berichteten Einheimische von winterlichen Szenen in Oldmeldrum, wo es sogar zu seltenem Sommerschnee kam.
Die Kälte beschränkte sich nicht nur auf Großbritannien. Ein Großteil Europas erlebte diese Woche Kälte.
In León/Virgen del Camino im Norden Spaniens sank die Temperatur am 10. Juni auf nur 1 °C und stellte damit einen neuen Tages-Tiefstwert auf (Aufzeichnungen seit 1938).
Andere Messstationen in Spanien und Nordafrika kamen ebenfalls nahe heran.
In La Coruña sank die Temperatur auf 8 °C und lag damit knapp über dem Tagesrekord. Während Essaouira, weiter südlich in Marokko, auf 16 °C fiel – weniger als 1 °C über dem bisherigen Rekordwert –, verzeichnete Rabat-Salé 12 °C, nur 1,3 °C unter dem Referenzwert.
Dies ist der gleiche Kontinent, der zwei Wochen zuvor mit Schlagzeilen über Hitzewellen aufwartete. Die Hitze im Mai war ein „Klimakollaps“. Die Kälte im Juni wird ignoriert.
——————————-
Eine Meldung vom 11. Juni 2026:
Alaska: Anhaltende Kälte
Der kalte Frühling in Alaska hält nun schon bis in den Juni hinein an.
In dieser Woche sank die Temperatur in Kotzebue auf -2,8 °C und in McGrath auf 1,1 °C – beides Tagesrekorde in Aufzeichnungen, die bis in die frühen 1940er Jahre zurückreichen.
Der Frühling 2026 verlief in ganz Alaska kälter als normal, darunter auch in Anchorage, auf Kodiak Island, den Aleuten und den Pribiloff-Inseln. In Anchorage lag die Durchschnittstemperatur von März bis Mai bei -0,3 °C, 3,1 K unter dem Normalwert, was diesen Frühling zum viertkältesten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1952 machte. King Salmon stach besonders hervor mit einer Durchschnittstemperatur von -3,9 °C im Frühjahr – 5,6 K unter dem Normalwert.
Der gerade zu Ende gegangene Mai war sehr kühl, wobei Anchorage am 24. Mai mit 0 °C den spätesten Frost seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnete.
Und auch Mitte Juni bleibt es kühl.
——————————-
Meldungen vom 12. Juni 2026:
Europa: Rückkehr des Schnees in den Alpen
Die hochalpinen Pässe sind wieder in den Winter zurückgefallen.
Am 11. Juni lag auf dem Passo Gardena in den italienischen Dolomiten in rund 2.000 m Höhe eine frische weiße Schneeschicht. Lokale Vorhersagen sagten für den Pass Temperaturen bis -2 °C voraus; auf 3.000 m Höhe lagen die Temperaturen bei etwa -4 °C.
Am Stilfser Joch wurden insgesamt 23 cm Schnee gemeldet, am Stilfser Gletscher lagen die Temperaturen bei -8 °C.
In der Schweiz zeigte sich das gleiche Bild.
Die Höchsttemperaturen im Schweizer Flachland lagen bei 16 °C, in den zentralen und östlichen Alpen fielen bis unter 2.000 m einige Zentimeter Schnee.
Auch in den österreichischen Hochalpen lagen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.
Am Brunnenkogel sank die Temperatur auf -6,8 °C, am Valluga auf -4 °C und am Pitztaler Gletscher auf -2,6 °C. Die Vorhersagen deuteten zudem auf stärkere Schneefälle in den Hohen Tauern hin, mit Temperaturen um -4 °C auf 3.000 m.
Frankreich wurde ebenfalls von der Kaltluft erfasst.
Meteo-France meldete ungewöhnlich kalte Luft über weiten Teilen des Landes, wobei im 500-hPa-Niveau (rund 5.000 m) -25 °C gemessen wurden. Weiter unten wurde die Region Hauts-de-France als herbstlich beschrieben, mit Höchsttemperaturen, die sich mühsam auf 15 °C hielten.
Die Hitze wird nächste Woche zurückkehren. So funktioniert das Wetter. Aber dieses bitterkalte erste Drittel des Juni (in weiten Teilen Europas) wird nicht erwähnt.
——————————-
Nordwest-USA: Juni-Frost in Oregon
Im Landesinneren des Nordwestens der USA herrscht Sommer-Kälte.
Am 11. Juni sank die Temperatur in Baker City auf -3,9 °C und unterbot damit die bisherige Tages-Tiefsttemperatur von -0,6 °C aus den Aufzeichnungen seit 1928.
In Burns sank die Temperatur auf -2,8 °C und unterbot damit den bisherigen Rekordwert für den 11. Juni von -1,1 °C aus dem Jahr 1938.
Die Kältewelle griff auch auf Idaho über, wo in Pocatello 0 °C gemessen wurden und damit der bisherige Tiefstwert aus dem Jahr 1939 gebrochen wurde.
——————————-
Antarktis: Abkühlung unter –77°C
In Concordia wurden am 11. Juni -76,5 °C gemessen. In Wostok wurden am 12. Juni -77,3 °C gemessen.
Diese Werte sind für Mitte Juni besonders extrem.
Sowohl am Dome C als auch am Vostok-Station liegen die Durchschnittstemperaturen im Juni bei etwa -64 °C, womit die jüngsten Tiefstwerte rund 12 °C unter dem Normalwert liegen. Und diese Werte waren im Juni 2026 keine Seltenheit; sollte sich dieser Trend fortsetzen, dürfte der Monat als historisch kalt in die Geschichte eingehen.
Das antarktische Plateau befindet sich derzeit in der Polarnacht, in der klarer Himmel, ruhige Luft und starke Oberflächeninversionen die Temperaturen rapide sinken lassen können. Juni, Juli und August bilden den Kern des Winters auf dem Kontinent.
Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 25 / 2026
Redaktionsschluss für diesen Report: 12. Juni 2026
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

















Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:
- Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
- Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
- Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
- Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
- Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
- Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.
Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Über Uns->Kontakt"