von Roland Moesl
Was wurde eigentlich aus „Mehr als nur ein Haus, ein Ausweg aus einem Albtraum“? Der deutsche Sprachraum ist extrem innovationsfeindlich. Österreich hat neue Methoden zur Erzeugung eines österreichischen Erfinderschicksals, drei in der ganzen EU kombiniert einzigartige Gesetze zur schnellen Vernichtung von StartUps.
Ich werde so firmenmäßig zum Wirtschaftsflüchtling, alles ist darauf vorbereitet, in Ungarn sehr zeitnah eine AG zu gründen. Warum Ungarn? Weil man dort etwas von der Energiewende versteht. Diese Aussage wird wohl ein Schock für jeden Grünen sein, aber die Zahlen sprechen die Wahrheit:
Ungarn wird 2026 80 bis 100 GWh Akkus produzieren, das 9-fach-bevölkerungsreichere Deutschland aber nur 50 bis 70 GWh. Bis 2030 plant Ungarn 300 GWh/a Akkuproduktion.
Flatterstrom zu 24-Strom veredeln
Man benötigt Akkus, um Flatterstrom zu 24-Strom zu veredeln. Die deutsche Energiewende hätte Akkus spätestens bei 70 GW Photovoltaikausbau benötigt. Derzeit verursachen 120 GWp Photovoltaik Chaos am Spotmarkt, anstatt einen positiven Beitrag zur Energiewende zu leisten. An einem sonnigen Sommertag können diese 120 GWp Photovoltaik 600 GWh erzeugen, bei einem sehr sonnigen Sommertag 720 GWh.
Das sind 25 bis 30 GW gleichmäßig über den Tag verteilt. Dafür würde man 360 GWh an Akkus benötigen. Am besten direkt beim Stromerzeuger platziert, noch bevor der Strom in das Netz eingespeist wird. Selbst bei 100 €/kWh nur 36 Milliarden €. Ein echtes Schnäppchen gegenüber dem derzeitigen Wahnsinnssystem:
- weniger Netzausbaukosten, der Netzanschluss für Photovoltaik wird auf 30% der Peak-Leistung beschränkt
- keine negativen Strompreise, die vom Steuerzahler über die EEG-Umlage finanziert werden
- viel weniger Redispatchkosten
- keine Standby-Kraftwerke für Prognosefehler bei Sonne und Wind
- kein ineffizienter Betrieb kalorischer Kraftwerke durch schnellen Lastwechsel
- ein einziger Stromausfall wie in Spanien 2025 würde der deutschen Wirtschaft 6 bis 13 Milliarden € kosten
24-Strom zu 24×365-Strom veredeln
Einige Jahre später könnte PV an sonnigen Sommertagen mehr Strom liefern, als Tag und Nacht verbraucht werden kann. Etwa bei 300 GW Photovoltaik und 750 GWh Akkus. Noch mehr Akkus pro kWp PV wären da zu teuer.

Da geht es jetzt um Power to X. Aber wofür soll das X stehen? Auch hier haben sich Ideologen und Dogmatiker in einen abstrusen Nonsens hinein geritten: Wasserstoff. Wir beobachten seit Monaten gespannt den Füllstand deutscher Gasspeicher. Wasserstoff hat da die blöde Eigenschaft, 3,2-mal mehr Volumen für dieselbe Energiemenge wie Methan zu benötigen. Wasserstoff wird da geradezu religiös verehrt, obwohl die Speicherkosten kraß dagegensprechen.
Power to Methan hat einen etwas geringeren Wirkungsgrad, weil man neben Wasserstoff auch noch Kohlenstoff als Rohstoff benötigt. Wenn aus einem Wasserhahn 9 Liter pro Minute rinnen, dann sind da 1 kg Wasserstoff dabei. Man muss hingegen 5.000 m³ Luft durch einen CO2-Filter ziehen, um daraus 1 kg Kohlenstoff zu gewinnen.
Bei Methan ist man bei großen unterirdischen Speichern auf geeignete geologische Eigenschaften angewiesen. Zum Transport und beim Komprimieren wird Energie benötigt.
Methanol hingegen ist bei Zimmertemperatur flüssig. Ideal, um es in ganz einfachen Tanks zu lagern. Solche Tanks kann man überall hinstellen, am besten gleich beim Kraftwerk und der Power to Methanol Anlage.
Skalierbarkeit von Wasser, Wind und Sonne
Je nach Studienansatz sind 80% bis 92% der in Deutschland möglichen Stromgewinnung aus Wasserkraft bereits genützt. Das ist klar, darüber besteht Übereinstimmung.
Doch wie sieht das mit Windenergie aus? Zuerst installiert man Windkraftanlagen in den ertragreichsten Gebieten. Jedes Mal, wenn man einen neuen Windpark errichtet, ist daher der Standort etwas weniger ertragreich als bestehende Standorte.
Dazu kommt der Wake-Effekt: die Verringerung der Windgeschwindigkeit hinter Windkraftwerken. Beides zusammen bedeutet, Windkraft ist in Deutschland nicht in einem Ausmaß skalierbar, wie es die Theorie Sommer-Sonne Winter-Wind fordert.
Ich habe dazu 100% Solarstrom und 100% Windstrom in Aalborg, Dänemark, simuliert. Aalborg ist sehr windreich und weit im Norden Dänemarks. Überraschung, 100% Versorgung mit Windstrom war teurer als 100% Versorgung mit Solarstrom. Kostenoptima mit einem Mix aus 15% bis 30% installierter Windenergie im Vergleich zur Photovoltaik.
Weiter südlich in Niederösterreich war ein Mix mit Windenergie nur marginal günstiger als 100% Solarstrom. Aus dieser Simulation lässt sich ableiten: Repowering bestehender Windparks, aber keine neuen mehr. Vielleicht entscheidet die Bevölkerung dann in ein paar Jahrzehnten, dieses Repowering zu beenden, weil Solarstrom alleine ausreicht und billiger ist.
Bei Photovoltaik ist es hingegen kein Problem, von derzeit 120 GW auf 1.800 GW auszubauen. Da ergeben sich sofort zwei Fragen: warum so viel und wohin damit?
Warum so viel? Die 24×365 Konvertierungsquote
Wenn das Stromnetz zum Power to X System und dieses 58% Wirkungsgrad haben und das Kraftwerk und zum Verbraucher 54% Wirkungsgrad haben, dann hat der Roundtrip nur 31%. Dies hat den größten Einfluss auf die 24×365 Konvertierungsquote. Je geringer der Unterschied zwischen Sommer und Winter, desto besser ist die 24×365 Konvertierungsquote. Diese ist in Deutschland mit 100% Solarstrom knapp unter 50% und kann mit einem optimalen Mix mit Windstrom auf knapp über 60% aufgepäppelt werden.
Dies sind die Werte im Kostenoptimum. Das bedeutet, es wird eine optimale Menge an Akkus und Power to X gesucht, wo die Produktionskosten pro kWh am geringsten sind.
Ohne diese Kostenoptimierung ist die 24×365 Konvertierungsquote höher, weil dann eben viel mehr Akkus und Power to X installiert werden können. Mit 50% höheren Kosten wäre dann in Salzburg 56,7% statt 50,7% möglich.

Bisherige Studien zu 100% erneuerbarer Energie haben da reichlich geschummelt und diese Kleinigkeit verschwiegen. Zum Vergleich dazu:

Kairo hat mit 100% Solarstrom 65,8% 24×365 Konvertierungsquote. Der Rekordhalter ist in Chile mit 75%.
Mit den möglichen Kostenoptimierungen wird es trotzdem möglich sein, eine Energieversorgung deutlich billiger als mit fossiler Energie zu schaffen.
All die Demonstrationen gegen Ministerin Katherina Reiche zeigen, wie sehr die Nutznießer der Energiewende Kostenoptimierung hassen. Der Unterschied im Aufwand zur Herstellung zwischen Flatterstrom und 24×365 Strom entspricht etwas dem Preisunterschied zwischen Pferdeäpfeln, die als Dünger in Gartenmärkten angeboten werden, und Äpfeln. Drastisch ausgedrückt, all die Propaganda möchte uns Pferdeäpfel zum Preis von Äpfeln verkaufen.
Wohin damit? Die menschenfreundlichste Lösung
Wohin nur mit 1.800 GW Photovoltaik? Natürlich in energieoptimierten Siedlungsgebieten. Benötigt nur die halbe Fläche, welche derzeit für Biogas und Biosprit vergeudet wird. Das GEMINI Projekt beabsichtigt, das Eigenheim zum Rückgrat einer funktionsfähigen Energiewende zu machen.

Ein Hektar, 16 Eigenheime, 1,35 MW Photovoltaik und etwa 4 MWh Akkus. Gegen Arbeiterschließfächer und Aussterben durch eine viel zu geringe Geburtenrate.
Schon im römischen Imperium hatte man Statistiken, daß Städte mehr Todesfälle als Geburten haben. Eine weitere gegenwärtige Krise ist viel zu wenige Kinder in allen hoch entwickelten Ländern. Reruralsierung statt weiterer Urbanisierung.

Unsere Konzepte ermöglichen es, mit leicht leistbaren Eigenheimen, unsere Zivilisation mit genügend Kindern zu erhalten.
Im krassen Gegensatz dazu: Die Weltuntergangsideologie erzeugt systematisch Zukunftsangst und propagiert Selbstausrottung. Ich war im Herbst 2026 auf zahlreichen „StartUps treffen Investoren“ Veranstaltungen und musste dort eine hundertprozentige Durchseuchung der Investoren mit der Weltuntergangsideologie feststellen. Ich kam mir dort schon wie Abraham auf der Suche nach dem einzigen Gerechten in Sodom und Gomorrha vor.
Victor Orban und wohl auch sein Nachfolger Péter Magyar stehen für eine familienfreundliche Politik. Die Zeloten der Weltuntergangsideologie hassen dies, genauso wie diese meine Zukunftskonzepte hassen.
Meine Studien ergaben, dass sich eine ungarische Familie trotz geringerem Einkommen ein GEMINI Haus leichter leisten kann als eine deutsche Familie.
Die deutsche Energiewende in heftiger Kritik:
- hohe Netzgebühren durch Netzkotzeranlagen (Photovoltaik ohne Akkus erfordern enormen Netzausbau)
- Akkus nur in homöopathischen Dosen
- Kraftwerke müssen schnell flexibel sein, Nonsens wenn man genügend Akkus hat
- Kraftwerke müssen wasserstofffähig sein, Nonsens wegen der enormen Speicherkosten von Wasserstoff
- Windenergie um jeden Preis wegen der Sommer-Sonne Winter-Wind Theorie
Alles im Detail in meinem Paper zur CORP Konferenz
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