Abb.1, Quelle: Autoren

Teil 2: Die Temperatur-Datenbasis des Deutschen Wetterdienstes im Vergleich…

Raimund Leistenschneider, Josef Kowatsch

Wie sehr der Brückner-Zyklus und damit die Sonne die Temperaturen und damit unser Wetter bestimmt, hatten die Autoren bereits in Abb.4 (Teil 1) am Beispiel April gezeigt. Die Autoren möchten daran anknüpfen.

Abb.11, Quelle: Autoren nach Daten des DWD, zeigt die Mai-Temperaturen der letzten 130 Jahre bis 2021. Ebenfalls ein wiederkehrender Zyklus, der dem Brückner-Zyklus der Sonne entspricht, bis in die heutige Zeit zu verzeichnen. Gleiches Bild für die folgenden Monate (Abb.12).

 

Abb.12, Quelle: Autoren nach Daten des DWD, zeigt die Temperaturen der Monate Juni, Juli, September und November für die letzten rund 100 Jahre. Auf die Gefahr, sich zu wiederholen: Ebenfalls ist ein wiederkehrender Zyklus, der dem Brückner-Zyklus der Sonne entspricht, bis in die heutige Zeit zu verzeichnen.

Wie für eine wissenschaftliche Abhandlung selbstverständlich*, wollen die Autoren nicht verschweigen, dass für die Monate Januar, Februar, März, Oktober und August kein „Fingerabdruck“ des Brückner-Zyklus‘ zu sehen ist, siehe Abb.13 und 14. Die Autoren geben ihnen den Namen „Ausreißermonate“ für die Deutschland-Betrachtung.

* Kritische Betrachtungen der (eigenen) These fehlen grundsätzlich bei Ausarbeitungen und erst Recht auf Kundgebungen, die den Einfluss von sog. Treibhausgasen auf das Klima, also den Einfluss des Menschen beweisen sollen. Schon daran, dass hier nicht die Grundfesten einer wissenschaftlichen Vorgehensweise eingehalten werden, ist bereits deren unwissenschaftlicher Charakter und ihre tendenziöse, also einseitige Betrachtung und ihre manipulierende Absicht zu erkennen.

Abb.13, Quelle: Autoren nach Daten des DWD, zeigt die Temperaturen der Monate Januar, Februar, März und Oktober für die letzten rund 100 Jahre. Teilweise ist zwar ein wiederkehrender Zyklus zu erkennen, aber keiner, der dem Brückner-Zyklus der Sonne entspricht. Insbesondere der Monat August ist bei den Ausreißermonaten bemerkenswert, Abb.14.

Abb.14, Quelle: Autoren nach Daten des DWD, zeigt die Temperaturen der Augustmonate (links) und die (gesamten) Jahrestemperaturen für Deutschland der letzten rund 100 Jahre (rechts). Unschwer erkennbar, dass beide Verläufe sich nahezu gleichen. Der Fingerabdruck des August ist in der Jahresgesamtbetrachtung für Deutschland eindeutig abgebildet. Im Gegensatz zu den Monaten Januar und März sind im August die Temperaturwerte bis in die heutige Zeit steigend und weiter steigend, wie auch die bei den Jahrestemperaturen.

Dies ist umso bemerkenswerter, dass kein Fingerabdruck (also Verlaufsmerkmal) irgend eines anderen Monats im Gesamtjahr abgebildet ist. Ja, sogar im Verlauf gegensätzlich sind. Betrachtet man dies statistisch, so bestimmen nicht einmal 8,5% der Daten, 100% der Gesamtdaten.

Bemerkenswert auch von physikalischer Seite. Denn die Erdumlaufbahn um die Sonne und die relative Neigung der Erdachse zur Sonne (Jahreszeiten) sind zueinander spiegelbildlich (Abb.15): Die Monate September mit März, Juni mit Dezember, usw. Aber kein Fingerabdruck (Verlaufsmerkmal) ist in den Jahrestemperaturen zu finden. Ausschließlich und dass zu nahezu 100%, der Fingerabdruck (Verlaufsmerkmal) des heißesten Monats August.

Abb.15,(Quelle) zeigt den Temperaturjahresverlauf auf der Nordhalbkugel (grün), Südhalbkugel (violett) und global (blau). Sehr deutlich ist der spiegelbildliche Verlauf der Temperaturen über das Jahr zu sehen. In den Jahrestemperaturen des DWD fehlt all dies.

Die Autoren gehen selbstverständlich nicht davon aus, dass der Deutsche Wetterdienst bei den Jahrestemperaturen eine Homogenisierung (Anpassung) auf den heißen August vornimmt, um ein weiteres Ansteigen der Temperaturen zu zeigen. Auch gehen die Autoren nicht davon aus, dass das Programm, mit dem aus rund 1 Milliarde Einzeldaten (365 Tage, Minutenmessung – 1.440/Tag -und nach Informationen der Autoren 1.900 Messstationen) der Jahresmittelwert der Temperatur bestimmt wird, fehlerhaft ist. Vielleicht wissen unsere Leser eine Antwort oder wir erfahren sie vom Deutschen Wetterdienst, der uns die Frage beantwortet:

Warum nicht einmal 8,5% der Daten, bei exakt spiegelbildlicher Ausrichtung über das Jahr zur Sonne, 100% der Daten in ihrem Verlauf bestimmen und der Temperaturverlauf all der anderen Monate keine Rolle spielt?

Da Deutschland natürlich weder der Nabel der Welt, noch ausschlaggebend für die Welt ist, haben die Autoren die Globaltemperaturen, bzw. die Temperaturabweichungen, von denen in der Politik so oft die Rede ist (Stichwort: „2°C-Ziel“), am Brückner-Zyklus der Sonne gespiegelt (Abb.16).

Abb.16, Quelle: siehe Chart, zeigt den jährlichen linearen Temperaturtrend von 50 Jahren, berechnet aus der globalen monatlichen Mittelwerttemperaturanomaly von Daten des Hadley Center for Climate Prediction and Research und der Climatic Research Unit (CRU). Die blaue Linie zeigt diesen Trend. Eindeutig der solare Einfluss des Brückner-Zyklus als Fingerabdruck abgebildet.

Auch die amerikanische Wetterbehörde NOAA, die bekanntlich nicht dem Lager der sog. Skeptiker einer menschengemachten Klimaerwärmung zugerechnet werden kann, bestätigt in eindeutiger Weise den Einfluss (Fingerabdruck) der Sonne auf das globale Klima bis in die heutige Zeit (Abb.17).

Abb.17, ergänzt nach Quelle NOAA und Ludgar Laurenz (siehe Chart) zeigt die gemessenen Temperaturabweichungen der letzten 130 Jahre bis 2015. Auch hier ist deutlich der Einfluss der Sonne mit ihrem Brückner-Zyklus auf die Globaltemperaturen bis in die heutige Zeit zu sehen.

Sowohl in Abb.16 als auch in Abb.17 ist neben dem dynamischen, wellenförmigen Verlauf, auch ein steigender Verlauf, der aktuell fällt (Abb.18), zu sehen. Auch hierbei folgen die Erdtemperaturen der Sonnenaktivität und zwar dem Hauptsonnenzyklus, dem im Mittel 207-jährigen (manchmal auch 230-jährigen Zyklus genannt) de Vries-Suess-Zyklus (Abb.18) der Sonne. Hauptsonnenzyklus deshalb, weil die Fourieranalyse der Wolfs-Zahl (Sonnenflecken) hier den stärksten Zusammenhang liefert.

Abb.18, (Quelle), zeigt die Temperaturabweichung anhand der Daten der NOAA aus Satellitenmessungen bis einschließlich April 2021. Seit 2019 ist der globale Temperaturtrend fallend.

Abb.19, Quelle: Horst Malberg, Univ.-Prof. (a.D.) für Meteorologie und Klimatologie, zeigt die Sonnenaktivität anhand der Fleckentätigkeit (=Zahl). Deutlich ein Schwingverhalten von etwa 210 Jahren zu sehen, was dem de Vries-Suess-Zyklus der Sonne entspricht. Dieser hatte in 2003 sein Aktivitätsmaxima.

Wir halten fest:

1. Die vom DWD ausgewiesene Jahrestemperatur für Deutschland ist sowohl im Vergleich zu den vom DWD ausgewiesenen Monatstemperaturen, als auch im Vergleich zu der globalen Jahrestemperatur der NOAA, sowie dem britischen Hadley-Center erklärungsbedürftig. Der Wärmeinseleffekt (WI) kann die Diskrepanz nicht erklären (Abb.20).

2. Bis in die heutige Zeit (2021) folgen die Temperaturen in eindeutiger Weise der solaren Aktivität.

3. Die von der IPCC und Co. verbreitete Kernaussage einer treibhausgas-basierten, menschengemachten Erderwärmung, dass die Sonnenaktivität die Temperaturentwicklung ab 1980 nicht mehr erklären kann ist falsch.

Abb.20, Quelle: Autoren, nach Daten des DWD zeigt den vom DWD ausgewiesenen Temperaturvergleich (Absoluttemperatur) für Deutschland von 1891 -2020 (rot) und dazu die tatsächliche, WI-bereinigte TemperaturAbb.20, Quelle: Autoren, nach Daten des DWD zeigt den vom DWD ausgewiesenen Temperaturvergleich (Absoluttemperatur) für Deutschland von 1891 -2020 (rot) und dazu die tatsächliche, WI-bereinigte Temperaturvergleichskurve für Deutschland* (grün). Der WI verändert „nur“ die Absolutwerte, nicht die Verlaufscharakteristik.kurve für Deutschland* (grün). Der WI verändert „nur“ die Absolutwerte, nicht die Verlaufscharakteristik.

* Anhand math. Vergleiche der DWD-Deutschlanddaten mit denen der DWD-Referenzstation Hohenpeißenberg, deren theoretische Grundlagen auf dem Strahlungsgesetz nach Planck und dem Abkühlungsgesetz nach Newton basieren, hatte Leistenschneider einen WI für Deutschland von +1,3°C bis +1,6°C für die heutige Zeit (von 1890 – 2020) berechnet.

Teil 3 in Kürze