Das Herumeiern bei den jüngsten Gesprächen in Deutschland zeigt, dass die Kontroverse bis zu einer Konferenz in Paris Ende des nächsten Jahres vertagt wird, was das beabsichtigte Ziel unterminiert, das Kyoto-Protokoll zur Reduktion von Treibhausgasemissionen zu ersetzen. Die Entwicklungsländer sagen, dass die reichen Länder für den Großteil des Ausstoßes dieser Gase verantwortlich sind und folglich auf diesem Weg vorangehen müssen.

„Entwickelte Länder befürchten, dass man versucht, das Durban-Paket wieder aufzuschnüren und die Firewall erhalten will“, sagte Alden Meyer, Direktor der Abteilung Politik bei der Union of Concerned Scientists in Washington. Die Eingabe von China „hätte auch im Jahre 2008 geschrieben werden können. Ihrer Ansicht nach hat sich in Durban nichts geändert. Der Standpunkt der USA, der EU und anderen ist, dass sich die Welt fundamental verändert hat“.

Die Eingaben von China und Anderen mit Bezug auf Kyoto besagen, dass die Kyoto-Ziele nur für entwickelte Länder bindend sind. „Anwendbarkeit für alle bedeutet nicht, dass alle gleichmäßig betroffen sind, sondern dass es bei der Umsetzung Unterschiede gibt“, und die Teilung zwischen den beiden Seiten „muss erhalten bleiben“, sagte das LMDC [?] unter Verweis auf die Wortwahl im Durban-Abkommen.

Bestehende Firewall

„Das Problem ist, dass wir die Firewall nie wirklich los geworden sind“, sagte der EU-Repräsentant Jacob Wegman in einem Interview. „Die Chinesen und andere bestehen nach wie vor darauf, dass es zwei Arten von Ländern gibt, und die Erwartungen hinsichtlich ihrer Verpflichtung werden dadurch bestimmt“.

Der US-Botschafter Trigg Talley sagte den Delegierten, dass er zu Hause keinerlei Unterstützung für ein Abkommen erhalten würde, das nicht für alle Nationen gleichermaßen gelten würde. China ist mittlerweile zum größten Emittenten von Treibhausgasen durch seine wachsende Wirtschaft geworden. Dabei hat es Japan überholt; die USA stehen an dritter Stelle.

„Der Status Quo würde für ein Abkommen in Paris nicht funktionieren”, sagte Talley in Bonn. „Es wird ein immer größeres Problem, da sich die Emissions-Profile von Beitragenden ebenso ändern wie die Ökonomien selbst“.

Während es Chinas „Traum” ist, seine ganze Wirtschaft an bindende Reduktionsziele zu binden, sei sein Land aber noch nicht in der Lage dazu, sagte Botschafter Zou Ji. „Ich würde noch einmal empfehlen, unterschiedliche Ziele zwischen entwickelten und Entwicklungsländern auszuhandeln“, sagte er. Auch der indische Botschafter lehnte es ab, die Regeln universell umzusetzen.

Finanzierungsverpflichtung

Ein Gegenstand der Klage von Entwicklungsländern ist fehlende Klarheit darüber, wie viel Geld reichere Länder zur Verfügung stellen, um ihnen Emissionen reduzieren zu helfen und sich an Auswirkungen höherer Temperaturen anzupassen, als da wären steigender Meeresspiegel und schmelzende Gletscher. Entwickelte Länder haben 10 Milliarden Dollar pro Jahr geblecht von 2010 bis 2012 und versprochen, bis 2020 zu einem jährlichen Beitrag von 100 Milliarden Dollar zu kommen einschließlich privater Fonds.

„Es sollte zwischen jetzt und 2020 eine Korrektur nach oben geben“, sagte der Delegierte aus Bangladesh Quamrul Chowdhury, der sich im Namen der 48 ärmsten Entwicklungsländer geäußert hatte.

Meyer von der Union of Concerned Scientists sagte, entwickelte Länder müssen deutlicher werden hinsichtlich ihrer Angebote an ärmere Ökonomien, die nur „anspruchslose Verpflichtungen“ eingehen könnten.

Die Delegierten haben zugestimmt, eine Kontaktgruppe einzurichten, die an formellen Gesprächen teilnehmen und beginnen soll, Entwürfe eines eventuellen Vertrages auszuarbeiten, und zwar bis zum Beginn der nächsten Bonner Gesprächsrunde im Juni.

Link: http://www.thegwpf.org/nowhere-china-u-s-fault-lines-open-climate-treaty-talks/

Kommentar des Übersetzers: Es ist immer wieder interessant, was vor dem Hintergrund des größten Wissenschafts-Schwindels aller Zeiten so abläuft. Ich frage mich immer, ist das nun Kasperle-Theater, um von anderen Dingen abzulenken, oder nimmt irgendjemand der hier Genannten so etwas ernst? Ernst zu nehmen ist doch nur der Wille aller Beteiligten nach immer mehr Geld, oder?