Bild rechts: Illustration von Sonnenflecken von John Camejo für The Washington Times <mehr>

Anfang des vorigen Monats August hat Professor Richard Muller von dem University of California-Berkeley Earth Surface Temperature (BEST)-Projekt verkündet, dass die im Rahmen des Projektes neu konstruierte Aufzeichnung der globalen Temperatur auf dem Festland „keine Komponente aufweist, die zu der Sonnenaktivität passt“. Stattdessen sagte Mr. Muller, dass das Kohlendioxid über die Temperatur bestimme.

Kann es wirklich sein, dass die Solarstrahlung – die die Erde mit Energie versorgt, die unser Klima steuert und welche, so sie variiert hat, zu Klimaänderungen mit der Zeit geführt hat – nicht länger der wesentliche Faktor von Klimaänderungen ist?

Man betrachte die begleitende Graphik. Sie zeigt einige ziemlich überaschende Beziehungen zwischen der Solarstrahlung und Tageshöchsttemperaturen, die direkt aus dem BEST-Projekt stammen. Die bemerkenswerte Natur dieser Reihen ist, dass gezeigt werden kann, dass diese engen Beziehungen für Gebiete so groß wie die USA gelten.

Diese neue Darstellung der Beziehung zwischen Sonne und Klima zeigt, dass die Art und Weise, mit der unsere Sonne den Planeten erwärmt oder abkühlt, am stärksten durch das Eindringen solarer Strahlung in Gebieten mit wolkenlosem Himmel abhängt. Jüngste Arbeiten durch die leitenden Wissenschaftler Harry van Loon und Gerald Meehl am National Center for Atmospheric Research legen starke Betonung auf diesen physikalischen Punkt und erklären, dass die Verwendung der täglichen Höchsttemperatur der beste Test für die Hypothese zum Zusammenhang zwischen der Sonnenstrahlung und der Temperatur an der Erdoberfläche ist. Alle früheren Studien bzgl. Sonne – Klima schlossen die nächtlichen Temperaturaufzeichnungen mit ein, wenn die Sonne gar nicht scheint.

Selbst kleine Änderungen der Solarstrahlung können starke Auswirkungen auf die Temperatur und das Klima der Erde haben. Im Jahr 2005 hat einer von uns eine bemerkenswert starke Beziehung zwischen der Solarstrahlung und der Temperatur in der Arktis während der letzten 130 Jahre gezeigt. Seitdem haben wir ähnliche Beziehungen in allen Gebieten rings um die Arktis nachgewiesen, einschließlich des Festlandes der USA und China. Die Bestätigung einer Beziehung zwischen Sonne und Temperatur durch das alleinige Betrachten der Aufzeichnungen der täglichen Höchsttemperatur in den USA fügt der Stärke dieser Beziehung weiteres wissenschaftliches Gewicht hinzu.

Die enge Beziehung zwischen den abrupten Änderungen der Sonnenaktivität und der Temperatur, die wir lokal in den küstennahen Gebieten von Grönland, regional im arktischen Pazifik und dem Nordatlantik sowie hemisphärisch für das gesamte Gebiet rings um die Arktis identifiziert haben, legt nahe, dass Änderungen der Solarstrahlung Ursache für Temperaturänderungen zumindest in vielen Gebieten sind.

Graphiken wie diese kann man nicht für [den Zusammenhang zwischen] Temperatur und CO2-Konzentration erstellen. Es gibt einfach keine solche enge Beziehung zwischen dem stetigen Anstieg des [atmosphärischen] CO2-Gehaltes und den oft dramatischen Temperaturänderungen (Erwärmung und Abkühlung) in und rings um die Arktis, China und den USA.

Selbst noch danach konnten wir in Zusammenarbeit mit Professor David Legates von der University of Delaware eine in sich widerspruchsfreie Erklärung für diese beobachtete offensichtliche Beziehung Sonne – Klima bieten, welche den Austausch von Wärme und Feuchtigkeit zwischen dem arktischen Gebiet und dem Äquator einschließt. Außerdem haben wir kürzlich einen direkten Beweis dafür gefunden, dass Änderungen der Sonnenaktivität etwas beeinflusst haben, das unter dem Namen „conveyor belt“ [?]-Zirkulation der großen atlantischen Meeresströme während der letzten 240 Jahre bekannt ist. Zum Beispiel sorgen solar getriebene Änderungen der Temperatur und des Volumens des Ausflusses von Schmelzwasser in der Arktis für Änderungen der Wassertemperatur im tropischen Atlantik 5 bis 20 Jahre später.

Diese wissenschaftlich begutachteten Ergebnisse, die in vielen verschiedenen wissenschaftlichen Journalen erschienen sind, machen es schwierig, die Hypothese aufrecht zu erhalten, dass Änderungen der Sonnenaktivität keine oder nur eine geringe Rolle bei Klimaänderungen spielen.

Das Gütesiegel guter Wissenschaft ist das Austesten plausibler Hypothesen, die durch Beweise entweder bestätigt oder widerlegt werden. Die Beweise in den BEST-Daten und anderen Daten, die wir analysiert haben, sind konsistent mit der Hypothese, dass die Sonne Klimaänderungen auslöst, vor allem in der Arktis, in China und den USA. Die BEST-Daten widerlegen gleichzeitig eindeutig die Hypothese, dass das CO2 der wichtigste Treiber beobachteter Temperaturänderungen in den Vereinigten Staaten ist.

Im Vergleich zu dem umfangreichen und zeitweise exzessiven Interesse, eine Verbindung zwischen Kohlendioxid und dem Klima herzustellen, gab es relativ wenige Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen Sonne und Klima. Die wissenschaftliche Gemeinschaft hat die Weisheit von Ralph Waldo Emerson bewiesen, der da gesagt hat: „Die Sonne scheint und wärmt uns und gibt uns Licht, und wir sind in keiner Weise neugierig, warum das so ist“.

Willie Soon und William M. Briggs

Willie Soon has been researching the relationship of solar radiation and Earth’s climate for the past 22 years.

William M. Briggs is a meteorology-trained statistician and former associate editor of the Monthly Weather Review.

Read more: SOON AND BRIGGS: Global-warming fanatics take note – Washington Times http://www.washingtontimes.com/news/2012/sep/6/global-warming-fanatics-take-note/#ixzz25u4FCzsb
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Übersetzt von Chris Frey EIKE