Francis Menton, THE MANHATTAN CONTRARIAN
Endlich hatten wir unseren ersten Hurrikan dieser Saison im Nordatlantik: Isaias. Er bildete sich am 7. Oktober als tropischer Sturm im Golf von Mexiko* und erreichte am 10. Oktober in der Nähe von Destin, Florida, als Hurrikan der Kategorie 1 das Festland.
*Im Original steht „Gulf of America“. Da diese Bezeichnung jedoch international nicht anerkannt ist, habe ich in dieser Übersetzung die korrekte Bezeichnung verwendet. A. d. Übers.
Paul Homewood von „Not a Lot of People Know That“ hat die relevanten Daten in einem Beitrag vom 11. Oktober zusammengestellt.
Homewood merkt an, dass Isaias der späteste erste Hurrikan im Nordatlantik ist, zumindest seit Beginn der Satellitenära (1966), für den vollständige Daten vorliegen:
Isaias war der erste Atlantik-Hurrikan der Saison und der späteste seit Beginn der Aufzeichnungen. Der bisherige Rekord lag sowohl 2002 als auch 2013 auf dem 11. September.
Damit hat Isaias den bisherigen Rekord für die späteste Entstehung eines Hurrikans um fast einen ganzen Monat gebrochen.
Und Isaias kam nicht nur spät, sondern war auch eher unscheinbar. Homewood verfügt über vollständige Daten zu den Windgeschwindigkeiten und der Einstufung von Isaias:
Nachdem der Sturm drei Stunden vor dem Landfall kurzzeitig die Kategorie 3 erreicht hatte, schwächte er sich bis zum Erreichen der Küste erheblich ab. Der NWS gibt anhaltende Windgeschwindigkeiten von 170 km/h an, doch dafür gibt es keine Belege. Windmessungen ergaben Windböen bis 190 km/h, doch die anhaltenden Windgeschwindigkeiten liegen stets deutlich darunter. In Santa Rosa beispielsweise erreichten die Windböen einen Spitzenwert von 185 km/h, doch der NWS bestätigt anhaltende Windgeschwindigkeiten von 145 km/h, was bedeuten würde, dass es sich bei Landfall lediglich um einen Hurrikan der Kategorie 1 handelte.
Homewood verweist auf Daten des National Hurricane Center NHC zu diesem Hurrikan, wonach das NHC angibt, dass sein Radar bei Landfall anhaltende Windgeschwindigkeiten von 170 km/h gemessen habe. Sollte dies zutreffen, würde Isaias damit in die Kategorie 2 fallen. Homewood merkt jedoch an, dass die höchsten an einer Bodenstation gemessenen anhaltenden Windgeschwindigkeiten bei 145 km/h lagen, was deutlich innerhalb der Grenzen der Kategorie 1 liegt.
Unterdessen neigt sich die Hurrikansaison weiter ihrem Ende zu. Laut der heutigen NHC-Seite gibt es derzeit keine Hurrikane mehr im Atlantik, und „in den nächsten 7 Tagen wird keine tropische Zyklon-Aktivität erwartet“. Mit jedem Tag, der so spät in der Saison verstreicht, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Hurrikans rapide.
Denjenigen, die mir vorgeworfen haben, ich hätte mir die Daten zu den Hurrikanen im Nordatlantik selektiv herausgepickt, sage ich: Nicht ich habe diesen Maßstab vorgeschlagen, um die Hypothese von „immer mehr und immer heftigeren Stürmen und Hurrikanen“ zu überprüfen. Der Maßstab wurde von den Befürwortern dieser Hypothese gewählt, als einige wenige starke und in den Medien stark beachtete Stürme den Anschein erweckten, es handele sich um einen nützlichen Maßstab, um der Öffentlichkeit Angst einzujagen.
Nun, da die Hurrikane im Nordatlantik für die Alarmisten ein Reinfall sind, sollen sie sich doch selbst eine neue Messgröße aussuchen und sehen, wie es damit weitergeht. Homewoods Beitrag enthält zwei weitere Diagramme. Das erste stammt vom Atlantic Oceanographic & Meteorological Laboratory der NOAA. Es zeigt schlicht die Anzahl der Hurrikane, die pro Jahr in den USA auf Land treffen, und reicht bis ins Jahr 1851 zurück. Homewood hat eine rote Linie hinzugefügt, die den gleitenden 30-Jahres-Durchschnitt darstellt:
Hier ist kein erkennbarer Trend zu erkennen. Das Rekordjahr war 1886.
Eine weitere mögliche Kennzahl ist die weltweite Häufigkeit von Hurrikanen. Dazu stellt Homewood eine Grafik von Ryan Maue mit weltweiten Daten bereit, die bis ins Jahr 1980 zurückreichen:
Auch hier ist kein erkennbarer Aufwärtstrend zu verzeichnen. Und dann gibt es noch die Kennzahl „Accumulated Cyclone Energy“ (ACE), für die ich in meinem Beitrag vom 4. Oktober eine Grafik mit globalen Daten bereitgestellt habe. Damit sind es bisher vier vorgeschlagene Kennzahlen, und die Hypothese von „immer mehr und immer heftigeren Stürmen und Hurrikanen“ wird durch alle vier widerlegt.
Aber vielleicht haben die Befürworter der These von den „immer heftigeren Stürmen“ noch eine weitere Kennzahl, die sie bevorzugen würden. Wenn ja, sollten sie diese nennen! Das werden sie aber nicht tun, denn sobald sie ihre Kennzahl nennen, müssen sie zustimmen, dass die Hypothese widerlegt ist, wenn die Kennzahl nicht wie vorhergesagt ausfällt.
Ich denke, wir haben den Punkt längst überschritten, an dem die Hypothese von den „immer heftigeren Stürmen und Hurrikanen“ widerlegt wurde.
Link: https://wattsupwiththat.com/2026/10/14/hurricane-isaias-the-data-are-in/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE


















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