Von Jo Nova

„Heul, heul … Du widerlicher Kerl. Weil du einen Benziner fährst, gibt es irgendwo Kinder, die sich von Instantnudeln ernähren. Hättest du dir nur ein Elektroauto gekauft, könnten die Kinder vielleicht wieder Salat essen.“

Zumindest soll man das denken. Die Beweiskette ist so verwickelt, dass vier Experten nötig waren, um dies zu verfassen:

Die Klimakrise beeinträchtigt die Ernährung von Kindern.

Waldbrände, Überschwemmungen und andere extreme Wetterereignisse sind nicht mehr die einzigen Auswirkungen des Klimawandels auf das Leben von Kindern weltweit. Zunehmend wirkt er sich auch auf ihre Ernährung aus. Dürren verringern die landwirtschaftliche Produktion, Überschwemmungen unterbrechen Straßen und Lieferketten, und steigende Preise schränken den Zugang von Familien zu Obst, Gemüse und anderen frischen Lebensmitteln ein.

In diesem Szenario gewinnen billigere, länger haltbare Produkte mit niedrigem Nährwert an Bedeutung, wodurch das Risiko zweier Zustände steigt, die auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen mögen: Fettleibigkeit und Unterernährung im Kindesalter.

Tatsächlich trägt der Klimawandel (wer sonst?) zu Unterernährung bei Kindern bei. Länder, die weniger fossile Brennstoffe verbrauchen, sind in der Regel ärmer, und arme Menschen können sich keinen Rotlachs aus Alaska leisten.

Selbst in wohlhabenden Ländern wie Australien verschärft sich die Krise der Lebenshaltungskosten, je mehr wir versuchen, mit Windkraft die Jetstreams zu beeinflussen. Eltern haben nicht das nötige Kleingeld, um globale Stürme aufzuhalten und ihren Kindern Brokkoli zu geben.

Pro-Kopf- Verbrauch fossiler Energieträger im Vergleich zum BIP pro Kopf 2025. OWID
Im Original zu finden: Deutschland ist der Punkt links neben Austria
PS: Was diese Grafik aussagen soll, ist mit schleierhaft. Kuwait, Oman an der Spitze?! – der Übersetzer

Wenn diese Forschung etwas beweist, dann die Macht staatlich finanzierter Wissenschaft, das Offensichtliche zu übersehen:

Genau diese Zusammenhänge möchte das interaktive Panel zur globalen Syndemie bei Kindern unter fünf Jahren verdeutlichen. Das Dashboard ist Teil des Projekts „ Globale Syndemie: Die Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels auf die Gesundheit und Ernährung von Kindern unter fünf Jahren, die vom brasilianischen Gesundheitssystem (SUS) versorgt werden“ . Es präsentiert Daten auf brasilianischer Gemeindeebene zu Ernährungsfragen und Treibhausgasemissionen.

Bemerkenswerterweise bemühen sie sich tatsächlich, Ernährungsfragen und Treibhausgasemissionen auf kommunaler Ebene zu erfassen.

Auch staatlich finanzierte „Wissenschaftler“ können so absurde Wörter wie „Syndemie“ erfinden:

*) Der Begriff „Syndemie“ beschreibt das gleichzeitige Auftreten von zwei oder mehr Epidemien, die sich gegenseitig beeinflussen, ihre Auswirkungen verstärken und gemeinsame soziale Ursachen haben. Im Falle der globalen Syndemie treten Adipositas, Mangelernährung und Klimawandel gemeinsam auf und werden durch ähnliche strukturelle Faktoren bedingt. Dazu gehören soziale Ungleichheit, eingeschränkter Zugang zu gesunden Lebensmitteln und ineffiziente Lebensmittelproduktionssysteme.

Wenn der Klimawandel mittlerweile eine „Epidemie“ darstellt und durch „ähnliche strukturelle Faktoren“ wie Fettleibigkeit verursacht wird, dann stehen wir wirklich vor großen Problemen. Tragen Cheeseburger zu einem Anstieg des globalen CO₂-Gehalts bei?

Mitten im Text verstecken sie stillschweigend ihren Ausweg: „Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Emissionen einer Gemeinde die direkte Ursache der beobachteten Ernährungsprobleme sind.“ Obwohl sie die beiden Aspekte in der Überschrift miteinander verknüpfen, meinen sie es also nicht wirklich ernst.

Dieser Artikel in The Conversion* ist nichts weiter als „Wissenschaft als PR-Aktion“. Der Blob bekommt, was er bezahlt.

Vielleicht hofften sie, dass alle nur die Überschrift lesen würden.


Die Gruppe „The Conversion“ hat Skeptiker vor einigen Jahren ausgeschlossen. Ich werde sie wieder „The Conversation“ nennen, wenn sie Skeptikern wieder das Wort erteilen.

https://joannenova.com.au/2026/09/its-a-syndemic-climate-change-makes-children-eat-junk-food-they-say/

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