Frank Lasee

Seit mehr als vier Jahrzehnten werden die Amerikaner mit einer unerbittlichen Flut von Umwelt-Untergangsprognosen bombardiert. Sie wurden mit Warnungen vor saurem Regen, dem Ozonloch, schmelzenden Eiskappen, überfluteten Küstenstädten, Superstürmen und Massensterben in Angst und Schrecken versetzt. Dann kam Al Gore und mit ihm immer apokalyptischere Warnungen vor der globalen Erwärmung, die inzwischen in „Klimawandel“ umbenannt worden ist.

Heute sehen wir die Folgen. Zwei Generationen junger Menschen wurden dazu erzogen, die Umwelt nicht zu respektieren, sondern vielmehr Angst vor der Zukunft zu haben.

Die Zahlen sind beunruhigend. Eine Umfrage von „Lancet Planetary Health“ unter 15.793 Amerikanern im Alter von 16 bis 25 Jahren ergab, dass 85 Prozent zumindest mäßig besorgt über den Klimawandel waren, darunter 58 Prozent, die sehr oder extrem besorgt waren. Mehr als die Hälfte gab an, der Klimawandel lasse sie zögern, Kinder zu bekommen.

Andere Untersuchungen kommen zum gleichen Ergebnis. Eine Auswertung mehrerer Studien ergab, dass stärkere Klimasorge mit dem Wunsch nach weniger oder gar keinen Kindern einhergeht.

Denken Sie einmal darüber nach. Wir haben Millionen junger Menschen davon überzeugt, dass die Zukunft so düster ist, dass sie den Kinderwunsch überdenken sollten.

Doch das Bild eines sterbenden Planeten hat wenig mit der messbaren Welt um uns herum zu tun.

Die Erde wird immer grüner. Die NASA berichtete, dass sich 25 bis 50 Prozent der weltweit mit Vegetation bedeckten Landflächen zwischen 1982 und 2015 deutlich begrünt haben – eine Zunahme der Blattfläche, die etwa doppelt so groß ist wie die der kontinentalen USA. Die Forscher führten etwa 70 Prozent dieser Begrünung auf den steigenden Kohlendioxidgehalt zurück.

Kohlendioxid ist also keineswegs ein Schadstoff – es ist Pflanzennahrung.

Die Landwirtschaft bestätigt dies. Weltweit wird heute auf der gleichen Fläche fast dreimal so viel Getreide angebaut wie noch im Jahr 1961. Die dadurch eingesparte Anbaufläche entspricht fast der Gesamtfläche der USA und Indiens zusammen. Dies ist auf besseres Saatgut, Maschinen, Bewässerung, moderne Anbaumethoden, Düngemittel auf Basis fossiler Treibstoffe und eben diesen Kohlendioxid-Schub zurückzuführen.

Auch unsere Luft ist sauberer. Die EPA berichtet, dass die Emissionen der sechs wichtigsten Luftschadstoffe zwischen 1970 und 2024 um 79 Prozent gesunken sind, obwohl die Wirtschaft um 338 Prozent gewachsen ist, die Amerikaner 195 Prozent mehr Kilometer gefahren sind und die Bevölkerung um zwei Drittel zugenommen hat.

Auch der Wohlstand hat stark zugenommen. Die Zahl der weltweit in extremer Armut lebenden Menschen sank von rund 2,3 Milliarden im Jahr 1990 auf heute etwa 800 Millionen, obwohl die Weltbevölkerung um fast drei Milliarden gewachsen ist. Lebenserwartung, Alphabetisierungsrate und Lebensstandard befinden sich auf Rekordhöhen.

Wir haben solche Untergangsprognosen schon früher gehört. Paul Ehrlichs Bestseller „The Population Bomb“ aus dem Jahr 1968 prophezeite für die 1970er Jahre eine Massenhungersnot. Stattdessen versorgte Norman Borlaugs „Grüne Revolution“ eine Milliarde Menschen mehr mit Nahrung. Dass sie sich geirrt haben, hat die Schwarzmaler nie davon abgehalten weiterzumachen.

Das bedeutet keineswegs, dass Umweltprobleme nur Einbildung sind. Es bedeutet vielmehr, dass es sich um Probleme handelt, die es zu lösen gilt, und nicht um Gründe aufzugeben.

Frühere Generationen haben Staudämme gebaut, Krankheiten geheilt, das Atom gespalten, Ozeane überquert und Menschen auf dem Mond gelandet. Sie standen vor Weltkriegen, Wirtschaftskrisen und nuklearen Konfrontationen – echten existenziellen Gefahren. Ihre Antwort darauf war nicht, keine Kinder mehr zu bekommen. Es war, eine bessere Welt für sie zu schaffen.

Selbst Elon Musk, der fest davon überzeugt ist, dass vom Menschen verursachter Kohlendioxidausstoß das Klima bedroht, predigt Innovation und Expansion – nicht Rückzug und Verzweiflung. Das ist die Denkweise, die junge Menschen brauchen.

Vermitteln Sie also die wirklichen Probleme, gegen die wir etwas tun können – und nicht falsche Klimakatastrophen-Prophezeiungen. Vermitteln Sie die Erfolge, nicht nur die Panik. Vermitteln Sie, wie menschlicher Erfindungsreichtum unsere Luft und Flüsse gereinigt, die Ernteerträge verdreifacht, die extreme Armut um zwei Drittel reduziert und einen großen Teil des Planeten begrünt hat.

Liebe Eltern, das liegt an uns. Fragt euren Schulbezirk, was euren Kindern über das Klima beigebracht wird – und was nicht. Bittet darum, den Lehrplan einzusehen. Fragt, ob auch nur eine dieser Zahlen darin vorkommt. Und sagt das dann laut und deutlich bei der nächsten Elternbeiratssitzung.

Zwei Generationen wurden dazu erzogen, die Zukunft zu fürchten. Bringen wir der nächsten Generation bei, sie zu gestalten.

[Hervorhebungen vom Übersetzer]

This article originally appeared at The Hill

Link: https://www.cfact.org/2026/09/22/brainwashed-by-fear-how-to-save-two-generations-lost-to-climate-panic/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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