Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC
Laut den neuesten in „Nature“ veröffentlichten Forschungsergebnissen hat die weltweite Begrünung aufgrund von CO₂ einen neuen Rekordwert erreicht. Doch Aktivisten weigern sich zu akzeptieren, dass der „Klimanotstand“ ausgeblieben ist.
Die globale durchschnittliche Begrünung der Vegetation erreichte im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand und setzte damit einen bereits seit mehreren Jahrzehnten anhaltenden, deutlichen Aufwärtstrend fort, wie aus aktuellen, in „Nature“ veröffentlichten Ergebnissen hervorgeht. Tatsächlich stellte das Jahr 2025 einen Rekord bei der globalen Begrünung der Vegetation dar, wobei sich der durchschnittliche Trend noch weiter verstärkte. An der Spitze der Liste standen mit einer zusätzlichen Begrünung von 77,6 % die Anbauflächen, was bedeutet, dass mehr Nahrungsmittel zur Verfügung stehen, um die weltweite Ernährung zu verbessern.
Diese Geschichte der Begrünung – eine Entwicklung, die von Jahr zu Jahr beeindruckender wird – findet in den Mainstream-Medien kaum Beachtung. Sie fehlte jedenfalls in einem kürzlich erschienenen Klimabeitrag von „Sandwich-Board Stanley“ (alias Tim Stanley vom „Telegraph“), der ohne Quellenangabe behauptete, ein Drittel der landwirtschaftlichen Produktion Bangladeschs „könnte bis 2050 verschwinden“. Glücklicherweise gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich diese frei erfundene Befürchtung bewahrheiten könnte, hat sich doch die landwirtschaftliche Produktion in dem Land seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt. Stanley merkt an: „Die Beweise häufen sich – wir müssen nur aus dem Fenster schauen“, ein Kommentar, der nahelegt, dass Journalisten, die dafür engagiert werden, Meinungen und Überzeugungen zu verbreiten, sich von der Wissenschaft fernhalten sollten, wo Daten und Fakten einen höheren Stellenwert haben.
Zurück zur realen, zunehmend grüner werdenden Welt. Außerdem stellen die in „Nature“ veröffentlichenden Wissenschaftler fest, dass krautige Ökosysteme wie Grasland und Ackerflächen das Begrünungssignal dominieren. 72,1 % der Graslandflächen zeigten eine Begrünung, während die Satellitendaten insgesamt ergaben, dass sich 68,0 % der gesamten Vegetationsfläche verbessert haben – ein Anstieg gegenüber dem im Vorjahr aufgestellten Rekordwert von 67,7 %. „Hotspots“ der Begrünung wurden im südlichen Afrika, im südlichen Südamerika, im Norden Australiens, in Europa, im zentralen Nordamerika und im Norden Chinas beobachtet. In Ostsibirien wurde eine gewisse „Verbraunung“ festgestellt, die auf ungewöhnlich niedrige Temperaturen während der Vegetationsperiode zurückgeführt wurde.
Zur Erfassung der weltweiten Begrünung werden üblicherweise zwei verschiedene Satellitenmessungen herangezogen. Die kürzlich veröffentlichte Studie verwendete den normalisierten Differenzvegetationsindex (NDVI), der misst, wie grün die Landoberfläche erscheint. Andere Studien verwenden den Blattflächenindex (LAI), der die gesamte den Boden bedeckende Blattfläche schätzt und somit ein Maß für die Vegetationsmenge liefert. Obwohl sie unterschiedliche Aspekte des Pflanzenwachstums messen, deuten beide Datensätze auf einen signifikanten Anstieg der globalen Begrünung um mehr als 15 % in den letzten 40 Jahren hin, wobei etwa 70 % dieses Anstiegs auf die Kohlendioxid-Düngung zurückgeführt werden.
Die aktuellen CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre sind im Vergleich zu den Werten der letzten 600 Millionen Jahre sehr niedrig. Tatsächlich ist das jüngste verstärkte Pflanzenwachstum nicht überraschend, da sich der Planet von den gefährlich niedrigen CO₂-Konzentrationen der jüngsten Vergangenheit entfernt. Pflanzen haben sich so entwickelt, dass sie bei CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre gedeihen, die etwa dreimal so hoch sind wie die derzeitigen 420 ppm, und wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen eindeutig, dass steigende Werte zu einem schnelleren Wachstum der Flora führen, die sowohl gesünder als auch widerstandsfähiger gegenüber Naturgefahren wie Dürren ist.
Zu den Pflanzen gehören natürlich auch Bäume, und diese haben – unterstützt durch reichlichere Portionen Pflanzennahrung – ordentlich an Gewicht zugelegt. Wenn selbsternannte Umweltschützer nicht gerade eine Autobahn durch den Amazonas-Regenwald bahnen, um den Transport zu einer COP-Konferenz zu erleichtern, oder den Wald nach Balsaholz plündern, um Windkraftanlagen zu bauen, werden die verbliebenen Bäume messbar größer und dicker. Jüngste, in „Nature Plants“ veröffentlichte Forschungsergebnisse zeigen, dass höhere CO₂-Konzentrationen zu einem erheblichen Wachstum der verbliebenen Amazonasbäume geführt haben, wobei ausgewachsene Exemplare pro Jahrzehnt um über 6 % wachsen. „Vorwärts mit Kohlendioxid, nicht mit Kettensägen“ wird leider kein neuer Slogan der Vereinten Nationen sein.
Wie bereits erwähnt, berichten die Mainstream-Medien kaum über die sensationelle Begrünung der Erde – aus offensichtlichen Gründen natürlich, lenkt dies doch von der politischen Botschaft der radikalen Linken ab, die täglich eingehämmert wird, um die „Netto-Null“-Fantasie zu fördern. „Sandwich-Board-Stanley“ ist nur einer von unzähligen „nützlichen Idioten“, die sich zu komplexer Atmosphärenwissenschaft äußern, indem sie vorschlagen, man solle bei jedem extremen Wetterereignis einfach aus dem Fenster schauen. Soweit man sehen kann, hat die BBC in den letzten Jahren nichts über die Begrünung der Erde geschrieben. Der „Guardian“ verfolgt unterdessen einen anderen Ansatz und berichtet über wachsende Vegetation in Grönland und der Antarktis, während sich die von ihm beschriebene globale „Erwärmung“ durchsetzt. Doch diese „Comic Cuts“-Berichterstattung ist meilenweit entfernt von der Realität, in der Hungersnöte durch üppige Ernten verdrängt werden oder dickere Bäume die Plünderungen durch selige grüne Holzfäller ausgleichen. Es handelt sich vielmehr um eine Geschichte über vermehrtes Mooswachstum sowie andere einfache Vegetation an exponierten Küstenabschnitten. Das umfassendere Thema der globalen Begrünung wurde in einem Artikel vom Februar 2025 mit dem düsteren Titel behandelt: „Pflanzen verlieren angesichts der Auswirkungen des Klimawandels den Appetit auf Kohlendioxid.“
An dieser Stelle sollten wir das Wort an Jordan Peterson weitergeben, der einige Tage später im „Telegraph“ auf Stanleys Äußerungen einging und Folgendes schrieb:
Eine weitreichende, katastrophale Wüstenbildung und systemweite Ernteausfälle sind größtenteils ausgeblieben. Stattdessen war der allgemeine Trend durch steigende landwirtschaftliche Erträge und eine zunehmende Vegetationsdichte gekennzeichnet. Was tatsächlich geschah, entsprach nicht den Vorhersagen und sollte eine drastische Neubewertung der gesamten Klimadiskussion erzwingen, nicht zuletzt unter jenen, die sich der Ehrlichkeit und wissenschaftlichen Integrität verschrieben haben.
Chris Morrison ist Umweltredakteur beim „Daily Sceptic“. Folgen Sie ihm auf X.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Anmerkung von Björn Lomborg dazu: 1982-2023 hat die Welt Blätter mit einer Gesamtfläche hinzugefügt, die dem Äquivalent von 4x den zusammenhängenden USA entspricht. Quelle















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