Marcel Crok
Letzte Woche haben meine Frau und ich mit einer Gruppe langjähriger Freunde ein paar Tage in den italienischen Alpen gewandert. Wir starteten in Alagna Valsesia und wanderten hinauf zur Rifugio Pastore, der nächstgelegenen Berghütte. Von der Terrasse aus genossen wir einen atemberaubenden Blick auf das Monte-Rosa-Massiv. Hoch oben auf den Gipfeln lag noch reichlich Schnee, und wir konnten mindestens vier kleine Gletscher deutlich erkennen. Hier ist eines der Fotos, die ich gemacht habe:
Ich habe versucht, die ganze RCP8.5-Saga für ein paar Tage hinter mir zu lassen – und es ist mir gelungen. Es waren keine Fotos von schrumpfenden Gletschern öffentlich ausgestellt. Es gab sogar ein Plakat, auf dem die langfristigen Schwankungen (Vorrücken und Zurückweichen) in der Region erklärt wurden. Es sah so aus, als hätten die Panik-Chaotenr den Kampf in Valsesia noch nicht gewonnen.
Zu Hause wurde mir schnell wieder bewusst, dass der Klimapanikmache noch lange kein Ende ist. Eine neue Schweizer Studie berichtet von einem „dramatischen“ Rückgang der Schweizer Gletscher zwischen 2010 und 2024. Ich musste unweigerlich darüber nachdenken, wie der Schweizer Glaziologe Christian Schlüchter auf diese Nachricht reagieren würde. In seiner hervorragenden Studie über das Süsten-Gebiet (wo ein Gletscher derzeit rapide schmilzt) zeigte Schlüchter (hier auf Deutsch, siehe die Rekonstruktion auf Seite 8), dass es vor 2.000 Jahren – etwa zu der Zeit, als Hannibal mit seinen Elefanten die Alpen überquerte – in diesem Tal überhaupt keinen Gletscher gab und die Baumgrenze viel höher lag als heute. Ähnliche natürliche Schwankungen wurden für den Großen Aletschgletscher dokumentiert, den mit Abstand längsten Gletscher der europäischen Alpen.
Beerdigungen
Ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden Jahren noch viele weitere alarmierende Berichte über Gletscher hören werden. Angesichts des faktischen Scheiterns von RCP8.5 und des Zusammenbruchs der extrem düsteren auf diesem abwegigen Szenario beruhenden Prognosen müssen sich die Klimaalarmisten dringend neu erfinden.
Derzeit verfolgen sie zwei Hauptstrategien. Die erste besteht darin zu verkünden, dass wir das 1,5-Grad-Ziel von Paris verfehlen werden. Die zweite besteht darin, die sich heute im Klimasystem vollziehenden relativ bescheidenen Veränderungen dramatisch zu übertreiben. Gletscher sind das perfekte Mittel für diesen Ansatz: Sie sind äußerst fotogen, emotional aufgeladen und eignen sich perfekt für inszenierte „Beerdigungen“, wenn sie sich zurückziehen. Die progressiven Medien sind stets begierig darauf, solche Spektakel aufzubauschen – und haben dies schon oft getan.
Für Klimarealisten bedeutet dies, dass wir einen Teil unserer Aufmerksamkeit wieder auf die lange Geschichte der natürlichen Klimaschwankungen richten sollten. Mit anderen Worten: Vielleicht ist es an der Zeit, dass Steve McIntyre aus seinem „Klimaruhestand“ zurückkehrt.
Falls es in der Clintel-Community Gletscherexperten gibt, kontaktieren Sie mich bitte. Clintel würde gerne an einem leicht verständlichen Bericht über Gletscherschwankungen arbeiten.
EIKE-Konferenz in Halle
Unsere deutschen Kollegen vom EIKE organisieren Ende Juni in Halle eine äußerst interessante zweitägige Konferenz. Zu den Referenten zählen der Nobelpreisträger John Clauser, Nicola Scafetta (der kürzlich sein Hauptwerk veröffentlicht hat), Willie Soon und viele andere. Das vollständige Programm sowie die Möglichkeit zur Ticketbuchung finden Sie auf ihrer Website. Ich habe vor, selbst daran teilzunehmen.
Clintel Meeting
Für unsere niederländischen Leser, die unseren niederländischen Newsletter nicht abonniert haben (hier abonnieren), veranstaltet Clintel am 15. Juni eine Veranstaltung im Antropia in Driebergen. Ich werde über das Ende von RCP8.5 sprechen, und Maarten van Andel – Autor mehrerer Bücher zur Klimapolitik – wird über „Die Illusion der Energiewende“ referieren. Weitere Informationen finden Sie auf unserer niederländischen Website.
Ich hoffe, einige von Ihnen entweder in Driebergen oder in Halle zu sehen.
Marcel Crok, director of Clintel
marcel.crok@clintel.org
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
















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„Deutschland ist erstmals seit 2023 Netto-Exporteur von Strom“.
„Sinkende Strompreise entlasten den Markt: Ein starkes Windjahr bescherte Deutschland im ersten Quartal einen klaren Export-Überschuss. Wirtschaftsministerin Reiche plant nun neue Industrie-Hilfen, fordert dafür aber eine zusätzliche Haushaltsmilliarde“
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Kein Wunder bei den Fachkräften für Qualitätsmedien „(dpa/(afp/red)“
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Also zuerst verbietet man die Stromerzeugung durch Kohle und Atom, dann macht man Selbstmordsanktionen gegen russisches Gas und Öl, weil die Besatzungsmacht USA das so vorgibt (oder sonst) / herbeisprengt, dann spielt man noch in der Idiotenolympiade „Klima“ als Bester mit, macht also Nicht-„Öko“strom künstlich so richtig teuer, während „Öko“-Strom planwirtschaftlich mit Steuergeld zugeschissen wird, vergißt schlanken Fußes die Kosten des Netzausbaus und des Baues von „Reserve“kraftwerken und schon funktioniert das mit dem „billigen Öko“-strom, welcher die „Stromkosten drückt“. Und dutzende Millionen Hohlkörper im Land glauben das auch noch, insbesondere solche mit formal hoher Bildung, weil diese am längsten verblödet werden konnten, durch das System BRD und auch, im Mittel, am wenigstens fähig sind Staatslügen zu erkennen / besonders folgsame Sklaven sind.